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Zweithund ja oder nein?

31. Januar 2009 um 22:04

Hallo,

wir haben einen 15 Monate alten Cavalier King Charles Spaniel, der bildschön, sehr aufgeweckt und ein süßer Frechdachs ist - und in alter Spanielmanier Vögel über alles liebt... Er wurde aufgrund übermäßiger "Beschäftigung mit sich selbst" (ich war ständig am putzen, kein Witz!) kastriert.

Nun möchte ich gerne einen zweiten Hund, und zwar am liebsten einen Boxer, da wir uns aufgrund unserer Kinder (8 und 4) damals für den Kleinen entschieden haben, obwohl wir vom Herzen her eigentlich gerne einen Boxer gehabt hätten...

Ich bin inzwischen der Meinung, mit den Kindern wäre auch ein Boxer machbar - sie sind absolut keine "Hundequäler", sondern lieben ihren Freund über alles, scherzen und kuscheln gerne mit ihm und bringen ihm allerlei Tricks bei. Er ist halt ein ganz normales Familiemitglied geworden, das weder ständig Aufmerksamkeit bekommt, noch unwichtig ist, sondern einfach dabei.

Nun sind wir eine ganz normale Familie, die weder ständig zu Hause ist, noch ständig unterwegs (ich arbeite nicht), abgesehen von eben den üblichen Familienterminen von Kindergarten, Schule, Sportverein und Freunden. Jeder, der Familie hat weiß, dass man da an manchen Tagen mehr, an manchen weniger Zeit übrig hat. Tut da Hundegesellschaft gut? Unser Hund kommt recht gut damit zurecht, auch mal alleine zu sein (abgesehen von einer Teppichecke...). Kommen wir heim, gibt's eben Extra-Spielchen.

Der Rest der Familie ist derzeit ganz rational der Meinung, dass ein zweiter Hund definitiv zu viel Aufwand (abgesehen von den Kosten) verursacht und daher erstmal kategorisch ablehnend - ich bin mir da nicht so sicher. Allerdings haben auch viele gesagt, das zweite Kind liefe einfach so mit, und das ist die größte Lüge, die ich jemals gehört habe... Nun möchte ich also Meinungen sammeln.

Also - wie steht es mit Euren Erfahrungen zur Rudelvergrößerung: gibt es einen empfehlenswerten Zeitpunkt (Alter Ersthund z.B.) und wie ist es tatsächlich mit zweien? Unser erster ist natürlich noch nicht fertig ausgebildet; wir arbeiten noch an einigen Dingen. Ich dachte, wenn, dann an eine Hündin, auf gar keinen Fall einen Welpen, sondern eher schon ein paar Jahre alt, die eine neue Familie sucht.

Freue mich auf Eure Beiträge!

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31. Januar 2009 um 22:51

Niemals ersetzen
das geht gar nicht - ohne unseren kleinen Lauser ist es nicht mehr denkbar.

Aber das Jahr mit Kindern und Hund hat gezeigt, dass sie in der Lage sind, sich "hundegerecht" zu verhalten - Du kannst nämlich reden so viel Du willst mit den Kindern; sie versprechen Dir auch alles, was Du willst, aber wie es dann tatsächlich läuft, weißt Du eben vorher nicht (der Kleine war außerdem damals noch keine drei Jahre alt; da geht noch nicht alles über den Kopf und die Sprache). Und so schien es uns damals schlicht und einfach zu unsicher mit einem größeren Hund, da wir weder Kinder noch Hund lückenlos überwachen können - wenn die Kinder morgens viel früher aufstehen als wir, gehen sie ja z.B. auch alleine runter, um mit ihm zusammen zu sein. Und wenn Du da immer ein ungutes Gefühl haben musst, schon weil das Größenverhältnis sich u.U. ungünstig für das Kind darstellen kann... Nein, das geht weder meiner Meinung noch meiner Erfahrung aus der Hundeschule nach nicht stressfrei gut.

So war es damals eine Entscheidung aus Verantwortungsbewusstsein; wir haben auch die Wahl für unseren Hund sehr sorgfältig und überlegt getroffen. Und tatsächlich sind sie ja einfach ein tolles Gespann, die Drei. Aber der Wunsch nach einem Boxer bleibt eben. Und jetzt ist halt die Überlegung: gleich, oder noch etwas warten. Oder gar nicht.

Danke für Deinen Thread - bis dann!

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1. Februar 2009 um 14:40

Superentscheidung
In diesem Fall würde ich schon sagen, "der zweite Hund läuft einfach so mit". Es schaut aus, als würde ein Zweithund durchaus zu eurem lifestyle passen. Ich finde es vor allen Dingen positiv, weil Hunde intelligenter sind, wenn sie Artgenossen um sich haben.
In Deutschland habe ich die Maximalzahl von 5 Hunden gehabt, mehr ging nicht, weil wir in einem Wohngebiet zuhause sind.
Der Kostenfaktor liegt beim Futter, TA-Besuche sind in der Regel expensiv. Ich habe in den Jahrzehnten eine stattliche homoöpathische Hausapotheke angesammelt, die mir gute Dienste leistet.

Vielleicht war bei eurem Cavalier King Charles Spaniel nur eine chronische Prostatitis
die Ursache, war vielleicht etwas voreilig, ihn zu kastrieren.

VG Monixs

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