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Welpe haut ständig ab

22. August 2012 um 11:29 Letzte Antwort: 18. Oktober 2012 um 2:22

Hallo,

seit 3 Monaten haben wir einen goldi-welpen.
da wir tagsüber beide arbeiten sind kümmern sich die schwestern und eltern in der zeit um den hund (sie wohnen nebenan). Die Grundkommandos wie sitz, platz, aus usw. beherrscht sie.
Jetzt zu meinem problem, immer wenn ich mit dem hund draußen bin und sie von nebenan irgendwas hört oder sieht läuft sie sofort hin und hört auf nichts mehr.
versuch es auch schon mit ner langlaufleine, auf rufen hört sie trotzdem nicht und auf ziehen reagiert sie auch nicht und lässt sich nicht mit leckerchen locken. Auch wenn ich mich umdrehe und weggehe interessiert sie das nicht die bohne.

was kann ich noch tun?
hoffe ihr könnt mir helfe, weiß nicht mehr weiter.

LG

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22. August 2012 um 21:59

Ist doch klar
daß sie dann nach nebenan läuft zu ihren Leuten!! Dann mach dich halt interessanter wenn du mit ihr unterwegs bist!! Hundeschule, da wird dir gezeigt wie einfach das geht.
Aber so ein hin und her finde ich persönlich nicht geeignet für so ein junges Tier!

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22. August 2012 um 22:11
In Antwort auf nora_12153450

Ist doch klar
daß sie dann nach nebenan läuft zu ihren Leuten!! Dann mach dich halt interessanter wenn du mit ihr unterwegs bist!! Hundeschule, da wird dir gezeigt wie einfach das geht.
Aber so ein hin und her finde ich persönlich nicht geeignet für so ein junges Tier!

Danke
Das werden wir versuchen.
Das hin und her ist auch keine lösung, wollten auch eigentlich noch keinen hund.
Den früheren besitzern waren die tierarztkosten zu hoch und der hund wäre verkommen, das ist der grund warum der zwerg nun bei uns ist. Die last wollte sonst niemand auf sich nehmen. Wir wollten der kleinen eine chance geben zu leben.

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24. August 2012 um 11:22


Für mich stellt sich ebenfalls die Situation so dar, dass ihr zwar Eigentumer aber keine Leader seit. Ist für den Hund allerdings weniger schlimm.
Schau mal: Deine Familie kümmert sich um den Hund, den ganzen Tag. Ist doch logisch das er sich Ihnen und nicht dir hinterlegt.
Hunde haben im Grossen und Ganzen 4 Lobformen:
an Oberster Stelle (also die ultimative Belohnung für den Hund) steht: mein Leader beschäftigt sich mit mir
an 2. Stelle steht: ich DARF meinem Leader folgen
dann kommt 3. Kontaktliegen (also Schmusen, Streicheln)
und erst zu allerletzt: Beute teilen (also Leckerlies).
So:
und jetzt betrachte mal Eure Situation. 1 und 2 werden von deiner Familie (Nachbarn) erfüllt und du versuchst mit Leckerlies - also dem geringsten Lob - auf den Hund einzuwirken. Das geht NIE gut. Sorry, aber so ist es!
Ein Hund würde niemals seine Seele für ein Stück Wurst verkaufen. Das macht nur der Mensch! Und genau das versuchst du.
Es gibt recht gute Techniken, dein Leadershift zu verbessern und den Hund am Weglaufen zu hindern. In Eurem Fall halte ich dies allerdings für nicht angebracht. Dies würde dem Hund einen Knacks geben. Beim Lernen bracht ein Hund EINE Bezugsperson, gerade im sozialen Bereich! Dies könnt Ihr derzeit nicht erfüllen.
Euch bleiben also die Möglichkeiten:
1. Euch die nötige Zeit nehmen!
2. Das Verhalten eures Hundes so hinzunehmen, auch wenn dies bedeutet langfristig gegen das Bedürfniss des Hundes zu handeln.
oder 3. Sich zum Wohl des Hundes von ihm zu trennen.
Wenn ihr / Du nicht 100% gewillt seit, mit und für den Hund zu arbeiten, sehen Eure Chancen nicht gut aus. Schon recht nicht mit Methoden (wie Laufleine) die von aussen nach innen, und nicht umgekehrt arbeiten.
Ich meine: Du schreibst es ja selber, dass ihr eigentlich keinen Hund haben wolltet. In dem ihr nun doch JA gesagt habt; Erfüllt ihr damit nur Eure Bedürfnisse jemanden zu helfen oder werdet ihr dem Welpen gerecht?
Ist nicht böse gemeint, aber stellt Euch mal selbst die Frage?

Viel Glück

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24. August 2012 um 11:52

Danke für deine ehrliche antwort
also wenn ich von der arbeit komme mache ich alles mit dem hund.
laufen gehen, schwimmen etc. ja wie du schon sagts ist natürlich das problem das er die meiste zeit drüben ist und erst ab 15 uhr bei uns.
den hund werden wir behalten, da es mir bald möglich ist mehr mit dem hund zu unternehmen und ihn auch zur arbeit mitzunehmen.
so wie es jetzt ist werden wir dem welpen nicht gerecht, da hast du vollkommen recht. aber hoffe es bald ändern zu können. hab ja schon mit meinem chef gesprochen und für ihn ist das kein problem das sie mitkommt und ich mich dann auch öfter mal mit ihr während der arbeitszeit beschäftigen muss (wie gassi gehen, ein bisschen spielen etc.)

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24. August 2012 um 13:27
In Antwort auf asli_12280284

Danke für deine ehrliche antwort
also wenn ich von der arbeit komme mache ich alles mit dem hund.
laufen gehen, schwimmen etc. ja wie du schon sagts ist natürlich das problem das er die meiste zeit drüben ist und erst ab 15 uhr bei uns.
den hund werden wir behalten, da es mir bald möglich ist mehr mit dem hund zu unternehmen und ihn auch zur arbeit mitzunehmen.
so wie es jetzt ist werden wir dem welpen nicht gerecht, da hast du vollkommen recht. aber hoffe es bald ändern zu können. hab ja schon mit meinem chef gesprochen und für ihn ist das kein problem das sie mitkommt und ich mich dann auch öfter mal mit ihr während der arbeitszeit beschäftigen muss (wie gassi gehen, ein bisschen spielen etc.)

In diesem FAll ...
... solltet ihr an folgenden Dingen arbeiten.
1. Schaffung einer Mensch-Hund- Beziehung
1.1. Auf (Aus)-bau deiner Leadereigenschaften
1.2. soziales Lernen
1.3. ruhiges Sitzen

Ich kann dir nur empfehlen, in diesem Lernprozess keine Leckerlies zu verwenden. Mit ruhigem, herzlichem Lob erreichst du viel mehr. Leckerlies sollten nur bei der Konditionierung im formalen Lernen zum Einsatz kommen.

Halt die immer vor Augen wie ein Hund lernt.
Vereinfacht gesagt: Richtige Handlung etwas geben (muss nicht Leckerlie sein), falsche Handlung etwas nehmen (zB. Bewegungsfreiheit einschränken durch Raumbegrenzung).
Diskurtiere NIE mit einem Hund, sondern handel! Und dies blitzschnell, aber emotionsfrei.
Erarbeite den Hund immer in einer positiven Erwartungshaltung.
Löse Spannung und Druck durch kurze Spielsequenzen und herzlicher Zuneigung. Eine Trainingssequenz sollte nicht länger als 5 min dauern (es sei denn, es handelt sich um eine Auseinandersetzung - die musst du auf jeden FAll "gewinnen" egal wie lange es dauert!). Jeder Trainingsabschluss sollte positiv enden.

2. Freiablage (dies wird Gold wert sein, wenn der Hund mit dir auf der Arbeit ist zB. im Büro)

3. Lass dir von einem guten Hundetrainer den Umgang mit der Leine zeigen, denn dies ist eine echte Kunst für sich.
Sicher gibt es viele gute Trainer; ein paar kann ich dir mit absolut guten Gewissen empfehlen.

Schweiz und süd-west D Hans Schlegel
Berlin und Leipzig Uwe Krüger
Bayern Anton Fichtlmeier
und Jan Nyjbor (ich glaube er hat sein Zenrum in Dortmund - google einfach mal!)

Sollte es doch ein anderer Trainer sein, schau auf Referenzen und geh nur zu jenen, die alle Lernziele 1 zu 1 mit dem eigenen Hund vorzeigen können. Nur zu leicht kommst du sonst nur an Schwätzer!

Viel Spass

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24. August 2012 um 14:23
In Antwort auf miina_12893107

In diesem FAll ...
... solltet ihr an folgenden Dingen arbeiten.
1. Schaffung einer Mensch-Hund- Beziehung
1.1. Auf (Aus)-bau deiner Leadereigenschaften
1.2. soziales Lernen
1.3. ruhiges Sitzen

Ich kann dir nur empfehlen, in diesem Lernprozess keine Leckerlies zu verwenden. Mit ruhigem, herzlichem Lob erreichst du viel mehr. Leckerlies sollten nur bei der Konditionierung im formalen Lernen zum Einsatz kommen.

Halt die immer vor Augen wie ein Hund lernt.
Vereinfacht gesagt: Richtige Handlung etwas geben (muss nicht Leckerlie sein), falsche Handlung etwas nehmen (zB. Bewegungsfreiheit einschränken durch Raumbegrenzung).
Diskurtiere NIE mit einem Hund, sondern handel! Und dies blitzschnell, aber emotionsfrei.
Erarbeite den Hund immer in einer positiven Erwartungshaltung.
Löse Spannung und Druck durch kurze Spielsequenzen und herzlicher Zuneigung. Eine Trainingssequenz sollte nicht länger als 5 min dauern (es sei denn, es handelt sich um eine Auseinandersetzung - die musst du auf jeden FAll "gewinnen" egal wie lange es dauert!). Jeder Trainingsabschluss sollte positiv enden.

2. Freiablage (dies wird Gold wert sein, wenn der Hund mit dir auf der Arbeit ist zB. im Büro)

3. Lass dir von einem guten Hundetrainer den Umgang mit der Leine zeigen, denn dies ist eine echte Kunst für sich.
Sicher gibt es viele gute Trainer; ein paar kann ich dir mit absolut guten Gewissen empfehlen.

Schweiz und süd-west D Hans Schlegel
Berlin und Leipzig Uwe Krüger
Bayern Anton Fichtlmeier
und Jan Nyjbor (ich glaube er hat sein Zenrum in Dortmund - google einfach mal!)

Sollte es doch ein anderer Trainer sein, schau auf Referenzen und geh nur zu jenen, die alle Lernziele 1 zu 1 mit dem eigenen Hund vorzeigen können. Nur zu leicht kommst du sonst nur an Schwätzer!

Viel Spass

Super
ich danke dir vielmals für deine tipps.
kennst dich ja ziemlich gut aus.
hast mir echt geholfen.

Liebe Grüße

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8. Oktober 2012 um 14:18

Bindung
Eine Freundin von mir hatte das mit ihrem Labby auch so. Da sie Angst hatte, das der Hund wegläuft, haben wir dann zusammen geübt.
Mach Dich einfach interessant für Deinen Hund. Hock Dich in die Knie. Damit siehst Du kleiner aus und der Hund kann die Entfernung nicht einschätzen. Spiel mit ihm. Bau eine Bindung auf und mach Dich richtig zum Horst. Belohn in für "tolle" Sachen. Bedenke immer, er ist wie ein kleines Kind und will noch viel erleben. Tut das gemeinsam.
LG
Katrin
www.erziehungfuerhunde.de

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18. Oktober 2012 um 2:22

Wegjagen
Eine Bekannte hat ihren Junghund weggejagt, wenn er nicht sofort gehört hat und zwar so lange, bis der Hund richtig glücklich war, wenn er wieder kommen durfte.

Das hat bei der richtig gut funktioniert. Die hat das allerdings unter Aufsicht einer erfahrenen Hundetrainerin gemacht und hatte auch ein gutes Timing.
Bevor du sowas anfängst, lass einen guten Trainer draufgucken. Nicht jede Methode passt auf jeden Hund bzw. Hund-Mensch-Team. Das gilt auch für die schon genannten Methoden.

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