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Versteh es immer noch nicht

24. August 2015 um 2:42 Letzte Antwort: 25. August 2015 um 14:29

Hallo liebe Menschen,

ist für mich jetzt etwas ganz neues. War nie ein Fan davon im Internet meine Probleme aufzuschreiben und nach Lösungen zu suchen, aber ich versuche es mal. Mein Hund ist vor knapp einen Monat gestorben. Sie hatte ein Tumor und der hat sich leider Gottes im ganzen Körper verbreitet. Wir haben wirklich alles gemacht, damit es ihr gut ging. Wirklich alles. Aber langsam wollte sie nicht mehr. Sie hat angefangen Anfälle zu bekommen. Sie aß und trank nichts mehr. Sie war nur noch in ihrem Korb, jeden verdammten Tag. Uns wurde aber gesagt, dass es ihr gut ging und das sie es schaffen würde. Deshalb haben wir auch nicht daran gedacht sie einzuschläfern. 3 Tage später lag sie ruhig in ihrem Korb und bewegte sich nicht. Die Augen waren offen, ihr Körper war noch warm und ihre Ohren standen, aber sie reagierte nicht auf meine Stimme. Wir haben versucht sie wach zu bekommen aber nichts geschah. Sie war tot. Mein Problem ist einfach, dass ich es immer noch nicht verarbeitet habe. Ich träume fast jede Nacht von ihr und erwache erschrocken auf. Ich bekomme Heulanfälle, es ist langsam wirklich nicht mehr normal. Ich bin unkonzentriert und denk wirklich nur noch an sie. Sie war auch nicht einfach nur ein Haustier, Sie war wirklich ein Familienmitglied und ich kann und möchte es einfach nicht akzeptieren.

Vielleicht ist hier jemand, dem sowas schon mal passiert ist und mir verraten möchte, wie er/sie damit umgeht. Danke, wer es bis hier unten gelesen hat.

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24. August 2015 um 5:54

Mein beileid
Hallo, ja es ist sehr traurig wenn ein Tier welches einen lange im Leben begleitet hat stirbt. Es ist jedoch normal das die Welt für einen zusammen bricht. Wir hatten einen schäferhund-wolfs Mix, ein Weibchen. Sie ist letztes Jahr auch an Krebs gestorben und wir als Familie haben sehr gelitten. In dieser schwierigen Stunde haben wir uns draußen an der Luft in einem Park hingesetzt und jeder von uns hat Erinnerungen mit ihr erzählt. Anfangs haben wir viel geweint weil es einem natürlich sehr nah geht, aber als dann die lustigen Momente ausgesprochen würden könnten wir gemeinsam über sie lächeln und es besser verarbeiten. Es tut auch danach noch sehr weh aber man konnte den ersten Schmerz teilen und das tat wahnsinnig gut. Nach und nach haben wir uns dann getrennt von ihrem Bettchen und Decken. Am Ende blieb uns nur noch ein kleiner Teddy ( Ihr lieblingsteddy) der nach ihr gerochen hat. Im ersten Moment war es schrecklich alles wegzutun aber nach und nach ging mit jedem Teil auch der eigene Schmerz von einem und es wurde jedem von uns bewusst, sie ist jetzt im Himmel und dort ist sie gesund und es geht ihr gut. Jeder Mensch verarbeitet seinen Schmerz anders. Dies ist meine Art und Weise. vll findest du es gut. Ich wünsche dir alles gute.. Liebe Grüße Anni

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24. August 2015 um 14:02

Es wird nicht besser....
...aber irgendwann wird es erträglicher.
Ich hab schon einige Hunde in den Hundehimmel entlassen müssen und bin damit unterschiedlich umgegangen. Das Einzige was bei Allen gleich war:Bei meinem ersten Hund hab ich eine Art Trauertagebuch geführt.... Und das hab ich dann bei jedem Hund fortgesetzt.
Man sollte sich auf jeden Fall in der schlimmsten Trauerphase mit Menschen umgeben, die Verständnis haben und nicht diesen "es-war-doch-nur-ein-Hund"-Modus. Ich hoffe, Du hast diese verständnisvollen Menschen in Deinem Umfeld.Man muss sich nicht dafür rechtfertigen, weshalb man traurig ist, das das 4beinige Familienmitglied nicht mehr da ist. Und auch das einem ab und an Tränen über das Gesicht laufen ist vollkommen legitim.
"...es ist langsam wirklich nicht mehr normal..." Was ist schon normal?

Ein Patentrezept gibt es nicht. Es gibt Menschen, die sagen, das ihnen ein neuer Hund bei der Trauerbewältigung sehr geholfen hat. Dazu gehöre auch ich. Aber das muss eben jeder für sich selbst entscheiden.






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25. August 2015 um 1:23
In Antwort auf misssparkles

Es wird nicht besser....
...aber irgendwann wird es erträglicher.
Ich hab schon einige Hunde in den Hundehimmel entlassen müssen und bin damit unterschiedlich umgegangen. Das Einzige was bei Allen gleich war:Bei meinem ersten Hund hab ich eine Art Trauertagebuch geführt.... Und das hab ich dann bei jedem Hund fortgesetzt.
Man sollte sich auf jeden Fall in der schlimmsten Trauerphase mit Menschen umgeben, die Verständnis haben und nicht diesen "es-war-doch-nur-ein-Hund"-Modus. Ich hoffe, Du hast diese verständnisvollen Menschen in Deinem Umfeld.Man muss sich nicht dafür rechtfertigen, weshalb man traurig ist, das das 4beinige Familienmitglied nicht mehr da ist. Und auch das einem ab und an Tränen über das Gesicht laufen ist vollkommen legitim.
"...es ist langsam wirklich nicht mehr normal..." Was ist schon normal?

Ein Patentrezept gibt es nicht. Es gibt Menschen, die sagen, das ihnen ein neuer Hund bei der Trauerbewältigung sehr geholfen hat. Dazu gehöre auch ich. Aber das muss eben jeder für sich selbst entscheiden.






Danke
Vielen Dank für die lieben Worte. Mein Problem ist aber auch, dass die anderen damit abgeschlossen haben. Natürlich haben sie getrauert aber jetzt ist es auf einmal so, als hätte sie nie existiert und vielleicht ist das genau das, was mich so stört.

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25. August 2015 um 1:24

Danke
Vielen Dank! Ich werde sofort auf die Website gehen und mich mal umschauen.

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25. August 2015 um 1:26
In Antwort auf rosy_11899955

Mein beileid
Hallo, ja es ist sehr traurig wenn ein Tier welches einen lange im Leben begleitet hat stirbt. Es ist jedoch normal das die Welt für einen zusammen bricht. Wir hatten einen schäferhund-wolfs Mix, ein Weibchen. Sie ist letztes Jahr auch an Krebs gestorben und wir als Familie haben sehr gelitten. In dieser schwierigen Stunde haben wir uns draußen an der Luft in einem Park hingesetzt und jeder von uns hat Erinnerungen mit ihr erzählt. Anfangs haben wir viel geweint weil es einem natürlich sehr nah geht, aber als dann die lustigen Momente ausgesprochen würden könnten wir gemeinsam über sie lächeln und es besser verarbeiten. Es tut auch danach noch sehr weh aber man konnte den ersten Schmerz teilen und das tat wahnsinnig gut. Nach und nach haben wir uns dann getrennt von ihrem Bettchen und Decken. Am Ende blieb uns nur noch ein kleiner Teddy ( Ihr lieblingsteddy) der nach ihr gerochen hat. Im ersten Moment war es schrecklich alles wegzutun aber nach und nach ging mit jedem Teil auch der eigene Schmerz von einem und es wurde jedem von uns bewusst, sie ist jetzt im Himmel und dort ist sie gesund und es geht ihr gut. Jeder Mensch verarbeitet seinen Schmerz anders. Dies ist meine Art und Weise. vll findest du es gut. Ich wünsche dir alles gute.. Liebe Grüße Anni

Danke
Ihre Sachen hat meine Familie sofort weggelegt und jedes mal wenn ich nach Hause komme, fehlt etwas an Ihrem Platz. Es ist so leer. Ich muss lernen damit umzugehen, auch wenn es schwierig wird.

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25. August 2015 um 14:29
In Antwort auf ham_11910976

Danke
Vielen Dank für die lieben Worte. Mein Problem ist aber auch, dass die anderen damit abgeschlossen haben. Natürlich haben sie getrauert aber jetzt ist es auf einmal so, als hätte sie nie existiert und vielleicht ist das genau das, was mich so stört.


Der Eine trauert eben länger als der andere.
Und man darf den äußeren Anschein nicht mit dem verwechseln, was im Inneren vor sich geht.
Ich musste nach dem ich meine Hunde gehen lassen musste, zB auch nach ein paar Tagen wieder arbeiten gehen, mich um diverse Dinge kümmern,die anstanden... Da hatte ich keine Wahl. Alltägliche Routine kann auch sehr hilfreich sein, auch wenn man so Automatisen wie die Gassirunden erstmal lernen muss abzustellen und diese Zeit anderweitig zu nutzen.
Ich bin ganz sicher, das Euer Schnuffel keinesfalls von den anderen vergessen worden ist und es auch für sie immernoch Momente gibt, in denen sie die Fellnase vermissen und an sie denken.

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