Forum / Tiere / Tiere

Unsauberkeit bei Katzen

16. Dezember 2005 um 23:28 Letzte Antwort: 29. Dezember 2005 um 11:30

Habe eine 2 1/2 jährige, kastrierte Katze, die ich seit sie sechs wochen alt ist bei mir habe. Sie ist sehr schmusig und anhänglich, verfressen ohne Ende (klaut Chips und Schokolade am allerliebsten) und sonst total lieb. Seit ca. einem Jahr treibt sie mich in den Wahnsinn damit, dass sie ihre Toilette nicht mehr akzeptiert. Sie benutzt sie hauptsächlich für das große Geschäft, selten zum Pieschen. Das macht sie nämlich viel lieber auf dem Sofa (zum Glück Leder), im Wäschekeller auf meiner sortierten Wäsche, auf den Hundedecken, hinterm Fernseher, hinterm Sofa etc.. Gestern ist die Krönung passiert, sie hat tatsächlich in mein Bett gepinkelt!!! Selbstverständlich habe ich mich schon informiert, warum sie sowas macht. Es wird wohl so sein, dass es mit der neuen Umgebung und den Hunden / der anderen Katze zusammenhängt. Aber wie kann ich es abstellen?? Habe bereits Katzen-Fernhaltespray benutzt, interessiert sie nicht, Essigwasser, Pfeffer aufs Sofa und hinter den Fernseher gestreut, natürlich sehe ich zu, dass die Tür zum Wäschekeller geschlossen ist und auch zum Schlafzimmer. Ich habe sie mit der Nase vor die Pipi gehalten und sie angebrüllt, ihr einen Klaps auf den Hintern gegeben und sie in die Toilette gesetzt. Ich habe sogar eine Toilette (sie hat übrigens drei Stück) ins Wohnzimmer hinters Sofa gestellt und natürlich anderes Katzenstreu ausprobiert. Ich habe auch versucht, sie tagsüber möglichst draußen zu lassen, damit sie keine Gelegenheit hat, ins Haus zu pinkeln, ich dachte ihr gefällt es draußen. Sie steht aber bei jeder Gelegenheit vor der Tür und will rein. Ich weiß jetzt echt nicht mehr weiter, ich möchte sie doch nicht weggeben müssen, denn lieb habe ich sie ja trotz allem! Jetzt kann ich aber verstehen, warum so viele Katzen im Tierheim sind, ich glaube nicht jeder läßt sich so viel gefallen!

Ich hoffe, dass mir irgendjemand helfen kann, bin echt verzweifelt!

LG Daniela

Mehr lesen

17. Dezember 2005 um 0:36

Hallo Daniela
Uiui...ich möcht ja nicht schimpfen - aber mit schreien und Klaps erreichst Du alles mögliche - nur nicht das, was Du erreichen möchtest. Ist sicherlich nicht der richtige Weg. Sicherlich ist es wichtig, die Ursachen festzustellen - wenn Du sagst, Ihr seid in eine andere Umgebung gezogen und die Katze jetzt mit Hunden und der anderen Katze klarkommen muß...schwierig. Versuch einmal, kleine Futterportionen dort zu platzieren, wo sie immer hinpinkelt. Meistens konzentriert sich das Gepiesel dann nur noch auf eine Stelle. Katzen pieseln nicht dorthin, wo ihr Futter steht. Ruhig Leckerlies dort auslegen. In einem anderen Posting hast Du geschrieben, daß Du eine Toilette mit Klappe hast - die würde ich mal abbauen, meine fingen nach einigen Tagen mit dieser Klappe auch an, woanders hinzumachen. Wünsche Dir viel Glück, Jule

Gefällt mir

17. Dezember 2005 um 15:03
In Antwort auf dale_12315579

Hallo Daniela
Uiui...ich möcht ja nicht schimpfen - aber mit schreien und Klaps erreichst Du alles mögliche - nur nicht das, was Du erreichen möchtest. Ist sicherlich nicht der richtige Weg. Sicherlich ist es wichtig, die Ursachen festzustellen - wenn Du sagst, Ihr seid in eine andere Umgebung gezogen und die Katze jetzt mit Hunden und der anderen Katze klarkommen muß...schwierig. Versuch einmal, kleine Futterportionen dort zu platzieren, wo sie immer hinpinkelt. Meistens konzentriert sich das Gepiesel dann nur noch auf eine Stelle. Katzen pieseln nicht dorthin, wo ihr Futter steht. Ruhig Leckerlies dort auslegen. In einem anderen Posting hast Du geschrieben, daß Du eine Toilette mit Klappe hast - die würde ich mal abbauen, meine fingen nach einigen Tagen mit dieser Klappe auch an, woanders hinzumachen. Wünsche Dir viel Glück, Jule

Danke
Hallo Jule,

das Schreien und Klapsen habe ich ja auch nicht von Anfang an gemacht, sondern als letzte Möglichkeit, nachdem sie mir nun ins Bett gemacht hatte und neulich sogar vor meinen Augen auf die Decke des Hundes gepinkelt hat. Den einen Hund kennt sie schon von Anfang an, der war vor ihr da, zu den anderen beiden und der anderen Katze sind wir dazugezogen. Die Toilette mit Klappe habe ich schon lange ohne Deckel stehen, habe außerdem nur die eine mit Deckel, die anderen beiden sind sowieso ohne. Ist doch ok drei Toiletten für zwei Katzen, oder? Die andere Katze lebt auch zu 95 % draußen, sie kommt nur zum Fressen und wenn es kalt ist nachts rein, sonst ist sie lieber draußen. Das mit dem Füttern auf den "Pieselplätzen" versuche ich nun seit gestern, hatte es aus einem Buch von einer Bekannten. Sie bekommt nun ihr Futter erstmal immer auf dem Sofa. Außerdem mache ich jetzt jeden Tag neue Streu in die Toiletten, geht schön ins Geld! Werde also jetzt auch noch Leckerlis hinterm Fernseher verteilen und in meinem Bett verstecken

Ich danke Dir trotzdem für Deine Mühe und werde die Hoffnung nicht aufgeben. Viele andere Leute hätten die Katze sicherlich längst abgeschafft....

Gefällt mir

18. Dezember 2005 um 10:52

Hallo Daniela!!
Ich habe auch 2 Katzen und meine mussten sich auch daran gewöhnen das wir uns noch einen Hund zugelegt haben, war ja auch kein Problem nur das die eine dann anfing überall hinzu pieseln. Mein Kater ist auch Freigänger der hat sich zum Glück immer gemeldet, so das ich ihn noch rechtzeitig raus lassen konnte. Nur leider war ja noch die Katze die alles bepieselte. Ich hab es dann so gehandhabt das ich sie erst einmal nur im Bad gelassen habe dort gefüttert und das Katzenklo ( sprich Quarantäne). Als sie dort nur noch auf ihr Klo ging hab ich dann sie bis Küche und Flur gelassen und es klappte. Meine Möbel wie Couch und Bett usw, verteilte ich dann immer Zitronenspritzer mögen Katzen gar nicht, seit dem geht sie erst gar nicht mehr darauf. Und für den Fall das sie doch mal irgendwo hinpieselt hab ich immer eine Wasserspritze in der Nähe, denn Wasser mögen ja Katzen bekanntlich auch nicht.
Was soll ich dir sagen war zwar ein langer Weg aber meine Kleine ist nun endlich wieder sauber. Lass auch die Katzenklos immer auf der selben Stelle stehen, nie verstellen die suchen ja dann immer und wenn nichts zu finden ist geht das ganze wieder von vorne los.
Ich wünsche dir noch viel Kraft, aber du wirst es sicherlich noch schaffen!!

LG Nikki

Gefällt mir

18. Dezember 2005 um 14:40
In Antwort auf media_12058197

Danke
Hallo Jule,

das Schreien und Klapsen habe ich ja auch nicht von Anfang an gemacht, sondern als letzte Möglichkeit, nachdem sie mir nun ins Bett gemacht hatte und neulich sogar vor meinen Augen auf die Decke des Hundes gepinkelt hat. Den einen Hund kennt sie schon von Anfang an, der war vor ihr da, zu den anderen beiden und der anderen Katze sind wir dazugezogen. Die Toilette mit Klappe habe ich schon lange ohne Deckel stehen, habe außerdem nur die eine mit Deckel, die anderen beiden sind sowieso ohne. Ist doch ok drei Toiletten für zwei Katzen, oder? Die andere Katze lebt auch zu 95 % draußen, sie kommt nur zum Fressen und wenn es kalt ist nachts rein, sonst ist sie lieber draußen. Das mit dem Füttern auf den "Pieselplätzen" versuche ich nun seit gestern, hatte es aus einem Buch von einer Bekannten. Sie bekommt nun ihr Futter erstmal immer auf dem Sofa. Außerdem mache ich jetzt jeden Tag neue Streu in die Toiletten, geht schön ins Geld! Werde also jetzt auch noch Leckerlis hinterm Fernseher verteilen und in meinem Bett verstecken

Ich danke Dir trotzdem für Deine Mühe und werde die Hoffnung nicht aufgeben. Viele andere Leute hätten die Katze sicherlich längst abgeschafft....

Feliway
Hallo,

zur Not oder als unterstützung kannst du auch diese Feliway Stecker (f. Steckdose) oder das Feliway-Spray benutzen. Da sind Wohlfühlhormone drin und dürften die Katze in Einklang bringen...

Ich habe das damals mal ausprobiert und es half...

Ansonsten: hast du sie ma. untersuchen lassen?
Meine frühere katze hatte ne Blasenentzündung und suchte sich deshalb immer die nächste Möglichkeit, um ihren Urin loszuwerden. Nach der Behandlung war sie wieder sauber

Gefällt mir

20. Dezember 2005 um 22:40

Kaum zu galube aber es hilft
ich hatte das problem auch mal kurz.
mein tierarzt hat mir da einen unglaublich einfachen aber genauso wirkungsvillen hinweis gegeben: katzen pissen und ... nirgendwo hin wo es (ihrer meinung nach) gut riecht. zweckdienlicher als fernhalte spray (das meiner meinung nach hier eh viel zu oft genutzt wird) ist als wenn schon dann eins, das die katze mag. es gibt da wohl welche, für schmusedecken etc. ne alternative wäre, die katze zu beobachten und so raus zu kriegen was sie gerne mag. meine liebt zum beisbiel bergamotte und alles was mit lenor sommerbrise gewaschen ist (solte jetzt keine schleichwerbung sein). probiers mal aus, ich hab wie gesagt nicht schlecht gestaunt. trotz allem frohe weihnachten und einen guten rutsch

Gefällt mir

29. Dezember 2005 um 11:30

Re
Leider passiert es immer wieder, dass hübsche und zahme Hauskatzen im Tierheim abgegeben oder gar ausgesetzt werden. In über 60 Prozent der Fälle handelt es sich dabei um Unsauberkeit des Tieres, mit der sein Halter nicht fertig wurde. Die Katze war zunächst problemlos stubenrein geworden, dann machte sie plötzlich in alle Ecken. Schimpfen und Strafen erwiesen sich als nutzlos, schließlich gab man das Tier schweren Herzens weg.

Was ist der Grund für diese Untugend, was kann man dagegen machen? Nun, natürlich könnte die Katze an Niere oder Blase erkrankt sein. Das muss ein Tierarzt abklären und gegebenenfalls behandeln. Meistens ergibt die Untersuchung aber keinen Befund. Die Katze will mit ihrer Unsauberkeit dem Menschen ein Signal geben, dass sie in großer seelischer Not ist. Vielleicht versteht sie sich nicht mit einer anderen Katze, der Hund wurde frech oder ein Baby ist ins Haus gekommen. Lässt sich das abstellen? - das wäre die beste Lösung. Da man aber beispielsweise das Baby schlecht weggeben kann, müssen wohl andere Maßnahmen greifen. Daher wird nun geschildert, wie man eine Katze wieder stubenrein bekommen kann.

Zunächst sollten zahlreiche Katzentoiletten an den verschiedensten Stellen aufgestellt werden. Bitte nie in der Nähe des Futternapfes, das liebt keine Katze. Es reichen flache Schalen mit hohem Rand und einem niedrigen Einstieg für kleine Tiere. Luxusmodelle mit Dach oder Ventilator haben sich nicht bewährt. Noch wichtiger als die Toilette ist die Streu. Da gibt es eine erstaunliche Vielfalt, doch nicht jede passt der Katze, man muss etwas herumprobieren. Grobe Streu irritiert die zarten Pfötchen. Am liebsten ist ihnen ein feinkörniges Material. Als Geheimtipp für verwöhnte Katzen gilt Blumenerde. Wichtig: Die regelmäßige Reinigung sollte nur mit klarem Wasser erfolgen, nie mit geruchsintensiven Mitteln.

Und wenn ein Unglück passiert ist? Die Stelle wird mit klarem Wasser abgewaschen. Dann kann man hochprozentigen Alkohol darauf tun und trocknen lassen. Daraufhin streut man Trockenfutter auf diese Stelle oder setzt den Futternapf darauf. Es soll der Katze angenehm riechen, dann wird sie nicht wieder darauf machen. Gut ist dafür auch der sogenannte "Wohlfühlspray" geeignet, den es beim Tierarzt gibt. Er enthält Geruchshormone (Pheromone).

In ganz hartnäckigen Fällen kann man ein besonderes Sauberkeitstraining durchführen. Die Katze wird dafür in einen sehr kleinen Raum gesetzt, man kann auch sogenannte Zimmerkäfige nehmen. Auf diese bewusst kleine Fläche kommt ein Ruhelager, ein Futter- und Wassernapf und natürlich eine passende Toilette. Da Katzen ihre Lagerstätte nicht verunreinigen wollen und die Nahrung natürlich tabu ist, bleibt ihnen keine Wahl - sie gehen auf die Toilette! Wenn sich dieses Verhalten eingeschliffen hat, wird das Tier wieder in der Wohnung freigelassen, und man kann hoffen, dass die Toilette nun dauerhaft angenommen wird.

Und wie geht man mit einer unsauberen Katze um? Schimpfen oder Strafen bewirken das Gegenteil, sie versteht es nicht. Ein solches Tier ist in großer seelischer Not und fühlt sich unsicher. Da muss man viel loben, Streicheleinheiten verteilen und über "Unglücke" hinwegsehen. Bei mehreren Katzen benötigt jede ihr Revier, natürlich auch ihre eigene Toilette und eine Stelle, an die sie sich ungestört zurückziehen kann.

Menschen ohne ein besonders enges Verhältnis zu Katzen werden wahrscheinlich kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen, was echte Katzenfreunde alles für ihre Lieblinge tun. Nun, Katzen sind eine Besonderheit, deren unabhängige und komplizierte Lebensweise nicht jedem Menschen gefällt. Niemand wird zur Haltung einer Katze gezwungen. Wer aber mit diesem wunderbaren Geschöpf zusammenleben will, muss auch einiges dafür in Kauf nehmen und sich ständig kätzisch fortbilden!

Gefällt mir