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Uns laufen ständig Katzen zu! Brauche Rat

15. Dezember 2010 um 8:54 Letzte Antwort: 20. Dezember 2010 um 12:26

Hi an alle,

Als wir vor 4 Jahren hier im Haus einzogen, hüpfte schon während der Renovierungsphase eine wunderschön, gescheckte Katze ums Haus rum, die jedes Mal kläglich miaute, wenn sie uns sah. Sie war sehr scheu und wenn wir mal Pause machten, flog dann mal so das eine oder andere Stück Wurst in ihre Richtung. Jämmerlich dünn und räudig sah sie aus. Im Laufe der Zeit wurde sie immer zutraulicher und ich entdeckte, dass ihr hinten Eiter rauslief. Also fing ich an sie regelmäßig draußen zu füttern und sie so zutraulich zu bekommen, dass ich sie anfassen und hochnehmen konnte. Das gelang dann, als wir eingezogen waren und ich schaffte sie zum TA. Der meinte zuerst sie hätte Junge im Bauch, bei der Kastration stellte sich aber heraus, dass das keine Jungen, sondern richtige Eiterbatzen waren, die sich in der Gebärmutter eingenistet hatten. Die OP kostete uns damals fast 200 Euro (inkl. der medikamentösen Nachsorge). Da sie das Leben im Haus nicht gewohnt war, lebte sie fast 2 Jahren glücklich bei uns am Grundstück, bis es ihr merklich schlechter ging. Sie hatte Krebs und wir mussten sie schließlich doch erlösen.

Fast parallel wartete bereits eine andere Katze in den Startlöchern. Beim näheren Hinsehen, konnte man erkennen, dass sie trächtig war. Sie gebar dann auch 2 Babies bei uns im Geräteschuppen. Als die Kitten ca. 4 Wochen alt waren, wurde die Mutter von einem Auto überfahren und wir zogen die zwei per Hand auf. Das Mädel haben wir erfolgreich vermittelt, den Bub selbst behalten. Ein stattlicher Kater. Zeitgleich lief uns aber auch ein anderer Junger Kater zu. Wir ließen den zugelaufenen und unseren handaufgezogenen Kater gleichzeitig kastrieren und impfen. Der handaufgezogene Kater kam jedoch von einem Ausflug nicht wieder.

Der zugelaufene Kater genießt bei uns jetzt das typische Leben einer ganz normalen Haus- und Freigängerkatze, wird regelmäßig geimpft und versteht sich mit unseren anderen drei reinen Hauskatzen (die wir schon vor dem Umzug hatten) ganz prächtig und das jetzt schon 2 Jahre.

Jetzt aktuell kommen wieder zwei Katzen (ein Kater, eine Katze), die wir draußen mit Futter versorgen. Die ganzen Katzen kommen vom benachbarten Bauernhof, wo sie sich ohne menschliche Fürsorge vermehren dürfen wie sie lustig sind. Teilweise sind die Tiere in einem wirklich schlechten Zustand. Klar, ich bräuchte sie nur nicht mehr füttern, aber wenn man diese Katzen sieht, wie sie aussehen, dann kann ich einfach nicht anders. Entwurmt und entfloht (Spot on) haben wir sie bereits auf unsere Kosten. Aktuelle haben wir 3 reine Hauskatzen, den Kater der rein- und rausgeht (im Moment aber lieber unterm Ofen liegt) und die zwei Halbwilden vom benachbarten Bauernhof.

Normalerweise würden wir sie im Frühjahr kastrieren lassen, aber da wir im Januar selbst Nachwuchs bekommen, wird es aus finanzieller Sicht schwierig. Ich habe jetzt schon im örtlichen Tierheim um eine eventuelle finanzielle Unterstützung gebeten. Dort wurde mir aber nur gesagt, dass wir mit dem Bauern reden sollen, damit er seine Katzen selbst kastriert, das wäre das Einzige was wir tun können, für was anderes hätte der Tierschutz im Moment kein Geld.

So, nun meine Frage. Gibt es noch andere Stellen, an die wir uns wenden könnten? Unkastriert möchte ich beide nicht lassen, da es sonst ja wieder Nachwuchs gibt und der Kater ja auch unangenehme Duftmarken hinterlässt.

Bin für jeden brauchbaren Tipp dankbar

LG
Angel

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15. Dezember 2010 um 10:04

Hi
Danke erst Mal für die Antwort.

Natürlich hast du Recht, das weiß ich auch, aber auch irgendwie wieder nicht. Denn wenn jeder weg sehen würde, würde sich das Leid niemals verringern.

Dem Bauer sind die Tiere sch.... egal. Hier am Land herrscht leider noch eine andere Meinung. Katzen und Kater müssen nicht kastriet werden, denn sonst sind sie keine gescheiten Mäusejäger mehr. Eine Katze muss mindestens einmal in ihrem Leben Junge gehabt haben, wenn man sie regelmäßig füttert, dann jagen sie auch keine Mäuse mehr usw. etc. Dass aber eine satte, zufriedene kastrierte Katze/Kater mehr Mäuse bringt als eine hungrige, das weiß hier leider fast Niemand. Wenn eine Katze stirbt, egal der nächste Wurf ist ja schon unterwegs und wird seinem Schicksahl überlassen. Sind grad zu viele Würfe da, werden sie halt ertränkt, erschlagen oder in den Graben geworfen. Ja, so ist das hier am Land. Jedes Jahr steht so was oder Ähnliches in der Zeitung.

Leider kann ich halt nicht so einfach wegsehen, dazu bin ich zu tierlieb. Das Einfangen und wegbringen kann ich aber erst machen, wenn sie richtig zutraulich geworden sind. Im Moment lässt sich der Kater zwar streicheln, aber hochheben und in einen Katzekorb sperren, würde ich mich im Moment ehrlich gesagt nicht trauen. Den Kater schätze ich schon auf eine älteres Semester und ob er jemals so zahm wird, dass er vermittelt werden kann, wage ich zu bezweifeln. Die Katze ist zugänglicher, bei ihr gäbe es vielleicht noch eine kleine Chance.

Ich habe mal recherchiert und hier in der Nähe eine private Katzenhilfe gefunden, dort werde ich mal nachfragen. Vielleicht habe ich da eher eine Chance und vielleicht wissen die, was zu tun ist.

So blöd es klingt, ich habe den Kater schon dabei beobachtet, wie er jede andere fremde Katze verjagt und sein Revier verteidigt. Das würde uns evtl. sogar weitere Katzen fernhalten. Beide würden ja bei uns am Grundstück leben dürfen, futtertechnisch und medizinisch versorgt werden. Ich muss halt nur sehen, wie ich die finaziellen Mittel für die Kastration aufbringen soll.

LG
Angel

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18. Dezember 2010 um 15:01

Normal wird der Tierschutz aktiv
ich weiß das von einer Freundin, dass Katzen gefangen werden und sterilisiert und dann wieder zurück gebracht werden. Bauernhofkatzen erleben viel Freiheit, aber auch unendliches Elend. Du kannst diese Katzen auf jeden Fall nicht auf die Dauer durchfüttern.

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20. Dezember 2010 um 12:26
In Antwort auf melike13

Normal wird der Tierschutz aktiv
ich weiß das von einer Freundin, dass Katzen gefangen werden und sterilisiert und dann wieder zurück gebracht werden. Bauernhofkatzen erleben viel Freiheit, aber auch unendliches Elend. Du kannst diese Katzen auf jeden Fall nicht auf die Dauer durchfüttern.

Hi
danke für die Antworten.

Ich habe jetzt mit der privaten Katzenhilfe telefoniert. Nach Weihnachten kommt eine Dame zu uns und wir werden mal darüber reden, was für Lösungen es gibt.

Wahrscheinlich werden die Tiere von der privaten Katzenhilfe kastriert (aber vermutlich erst im Frühjahr, wenn es wärmer wird) und dann wieder hier ausgesetzt. Das ist schon mal ein Teilerfolg.

Vielleicht gibt es auch Futterhilfen, aber das werden wir nächste Woche abklären. Sie hat nur am Telefon gesagt, dass sie es gut findet, dass wir nicht wegschauen und den Tieren helfen. Sie würden sich auf dem Land mehr so Leute wünschen, die nicht einfach wegsehen.

Aber grad so ländlich herrschen halt noch so antiquierte Meinungen über die Haltung von Hofkatzen, da kann es einem schlecht werden.

LG
Angel

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