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Unglaublich - Welpe soll 9 Std. alleine bleiben!

25. August 2010 um 12:32 Letzte Antwort: 9. September 2010 um 14:17

Hallo an alle hier! Mich belastet etwas, das ich letzte Woche in meinem Kollegenkreis erfahren habe. Eine Kollegin hatte eine alten Hund, der nun kürzlich eingeschläfert werden musste. Nun wünscht sie sich einen neuen Hund, ist aber voll berufstätig und mit An- und Abfahrt locker 9,5 Stunden außer Haus.
Ich habe ihr mehrfach gesagt, dass sie sowas auf gar keinen Fall machen dürfe, da das Tier Schaden davon nehmen könnte, es nicht artgerecht ist und für mich Tierquälerei bedeutet. Sie hat sich einsichtig gegeben und mich darauf nicht mehr angesprochen.
Jetzt erzählte mir ihr Freund, auch bei uns tätig, dass sie sich einen Welpen ausgesucht habe, der letztes Wochenende bei ihnen einziehen sollte.
Ich habe auch ihm nochmal ordentlich ins Gewissen geredet und er meinte, er wisse schon, dass das nicht ok sei für das Tier, er nicht dafür sei, aber seine Freundin wolle sich nicht bereden lassen.
Es gibt bei den beiden übrigens keinen Hundesitter, das Tier soll die ganze Zeit über durchalten, was natürlich für einen Welpen sowieso völlig unmöglich ist. (Kommentar von ihr: Aber die alte Hündin hat das doch auch all die Jahre wunderbar gemacht, da muss man den Kleinen eben zu erziehen...). Er wird jaulen, um sein Rudel zusammen zu rufen, er wird alles voll pinkeln, evtl. alles mögliche anknabbern usw. Ganz zu schweigen von dem, was der oder die Kleine seelisch durchmachen wird, eben von Mutter und Geschwistern weg und dann schon allein gelassen zu werden - ich finde das so grausam....
Jetzt meine Überlegung: Was kann man machen? Wenn ich jetzt zum Tierschutz gehe, weiß jeder, von wem es kommt, weil ich mich am meisten darüber aufgeregt habe bzw. die beiden mit anderen Kollegen nicht großartig darüber gesprochen haben. Das würde in der Firma definitiv mächtig böses Blut geben. Mein Arbeitsklima muss ich mir schließlich auch irgendwie erhalten.
Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?
Vielleicht eine Weile abwarten, bis Gras über die Sache gewachsen ist und dann den Tierschutz informieren?
9 Stunden oder länger - sowas würde niemand einem Tier antun, der Tiere liebt und versteht und ich nenne das puren Egoismus. Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, wenn meine Maus mal 4 Std. alleine bleiben muss, weil ich weiß, wie sehr sie das hasst....

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25. August 2010 um 22:48

Mhh
ja es ist ziemlich lange für ein hund ! und dann noch ein welpe .also ob der tierschut mal was macht ist die nächste sache ,ich selbe habe auch schonmal den tierschutz einen hund aus der nachbarschaft gemeldet .der hund war so abgemagert (skellet mit haut !!!!) und er lief in ein gebückten haltung durch die gegend ! na ja ich beim amtstierazt angerufen ,adresse durchgegeben ,alles erklärt und was ist daraus geworden ? nun ist fast 1 jahr vergangen und die frau hat den hund immer noch !

ich denke nicht das du was erreichen kannst ! und wenn sie ihn doch weggnehmen ,wierd sie sich den nächsten welpen holen !

lg bine

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26. August 2010 um 13:05

Ja, wuerde ich auch
wenn Gras ueber die Sache gewachsen ist. Warum, meinst du, ist es so sicher, dass es von dir kommt?

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26. August 2010 um 21:16

Das arme Tier...
Das Hundebaby wird ja sicherlich stundenlang schreien und weinen. Kennst du nicht jemand, der wenn ihr arbeiten seid ihr einen Zettel in den Briefkasten stecken kann, dass der Hund ständig schreit und sie bitte dafür sorgen soll, dass das Tier betreut ist. Unterschrieben mit "ein Tierfreund" oder so. Denn die Nachbarschaft und Passanten werden doch sicherlich das schreiende Hundekind mitbekommen. Somit wär der Verdacht von dir weg und vielleicht wird sie ja sogar einsichtig ohne Tierschutz.
Ich habe seit zwei Tagen eine 11 Wochen alte Mischlingshündin bei mir zu Hause und ich vergehe schon vor Mitleid wenn ich nur zur Toilette gehe und sie hinter mir herweint.
LG und viel Glück für das Hundchen
ein Irrlicht

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28. August 2010 um 23:45

Welpe soll 9h alleine bleiben
Hallo!

Tja, da ist guter Rat wirklich teuer. Ich befürchte auch, daß der Tierschutz da wenig ausrichten wird. Das ist relativ schwierig, einen Hund irgendwo rauszuholen, wenn er nicht sichtlich mißhandelt wurde oder so. Versuchen würde ich es trotzdem, Melden beim zuständigen Veterinäramt. Und wenn sie dir dann böse ist? Dann ist sie dir halt böse. Oder macht SIE sich etwa Gedanken darüber ob DU ihr böse bist wenn sie sowas macht? MIR läuft ja die Galle über wenn ich sowas lese. Wie doof sind die Leute eigentlich? Kein Mensch würde auf die Idee kommen, sein Kleinkind über 9h alleine zu lassen. "Das ist ja was ganz anderes!", wird dann immer gesagt, ein Hund ist ja kein Mensch. Das stimmt natürlich, aber darum geht es nicht, in seinen Bedürfnissen ist ein Welpe sehr wohl vergleichbar mit den Bedürfnissen eines kleinen Menschen. Und NUR DAS zählt. Aber Tiere haben halt nicht die Lobby wie Menschen, da würde in so einem Fall sofort das Jugendamt vor der Türe stehen.
Du hast natürlich recht, das ist reiner Egoismus und so ein Tier kann sich ja nicht wehren, das macht es so schrecklich. Mir tut dieser Welpe schon jetzt so unendlich leid!
So. Entweder sie muß sich um einen Hundesitter bemühen oder den Hund in so eine Art "Welpenkindergarten" (gibt es) bringen, solange er klein ist, wo er auch mit anderen Hunden sozialisiert wird, erzogen wird, und vor allem nicht alleine sein muß. Und danach muß ein Hundesitter ran.
Aber wie ich deine Kollegin einschätze, findet sie das alles unnötig, da sie ja offenbar keine Ahnung von Hunden hat.
Bleibt nur die Anzeige. Das macht immerhin schonmal Eindruck, wenn da jemand vom Veterinäramt auftaucht. Mit etwas Glück machen die ihr ja auch entsprechende Auflagen und drohen ihr, ihr den Hund sonst wegzunehmen. Da hört sie dann nochmal von "offizieller" Seite, daß sie ihr Tier nicht artgerecht hält.
Leider denken ja viele Menschen so, viele wähnen sich sogar trotzdem hundekundig, weil sie das schon seit vielen Jahren mit ihren Hunden so machen und die Hunde noch nicht durchgedreht sind. "Und es doch GEHT!" Es "GEHT" fast alles, was Menschen mit Hunden machen, denn das Tier kann sich ja nicht wehren. Und selbst auch keine Anzeige erstatten.


Liebe Grüsse

Ella

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9. September 2010 um 14:17

Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank erstmal für Eure Kommentare. Ich bin nach meinem 3wöchigen Urlaub erstmals am 13.09. wieder in der Firma und werde erstmal nachhören, was sich mit dem Hündchen ergeben hat. Dann werde ich erstmal versuchen, die Adresse der Kollegin in Erfahrung zu bringen, sind wohnt nämlich ca. 30 km weg von unserer Firma. Dann gehe ich leider ins Krankenhaus, werde operiert und kann in der Zeit nicht viel ausrichten. Die Idee mit dem Zettel im Briefkasten ist schon mal gut. Ich werde die Sache auf jeden Fall weiter verfolgen und ggf. irgendwas in der Richtung unternehmen, notfalls wirklich den Tierschutz benchrichtigen.
Leider habe ich auch die Erfahrung gemacht, das vielerorts der Tierschutz nicht wirklich handelt. Erst am Wochenende haben wir auf der Rückreise aus dem Urlaub einen Hund auf einer Bundesstraße aufgelesen, der dort versuchte, ein totgefahrenes Kaninchen von der Fahrbahn zu fressen. Wir haben das Tier gefangen und wollten es im Tierheim Bocholt in Obhut zu geben. Was glaubt ihr - sie haben die Aufnahme des Tieres abgelehnt, mit dem Hinweis, man müsse den Hund ins 35 km entfernte Tierheim in Ahaus bringen, mit denen habe man einen entsprechenden Vertrag.
Die haben uns allen Ernstes mit dem Fundtier weg geschickt, obwohl wir gesagt haben, dass wir gerade aus dem Urlaub kämen, den Wagen voll Gepäck, unsere beiden Podenco-Mixe hinten drin, dass es zu warm sei und wir unseren Hunden jetzt keine noch längere Autofahrt zumuten wollten.
Zum Glück konnten wir dann über die Feuerwehr anhand der Steuermarke den Besitzer ermitteln, so dass wir den Hund einige Stunden später dort abgeben konnten.
Nicht auszudenken, wenn der eigene Hund verloren geht, gefunden wird und dem Finder dann sowas widerfährt. Man mag gar nicht darüber nachdenken, was mit dem Hund passieren könnte, wenn das Tierheim die Aufnahme ablehnt., der betreffende Mensch keine Lust hat, die Strecke bis zu einem anderen Tierheim zu fahren und den Hund vielleicht einfach wieder laufen lässt oder ihn behält. Man würde sein Tier aufgrund eines solchen Vorgehens evtl. nie wieder sehen!
Habt ihr eine Idee, wo man sich über dieses Vorgehen beschweren könnte?
Ich habe einen sogenannten Dachverband angeschrieben, der für die hiesigen Tierheime zuständig ist, aber bisher keine Antwort erhalten.
Auf sich beruhen lassen möchten wir die Sache aber eigentlich nicht.
Liebe Grüße an Euch alle
Katrin

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