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Schleppleinentraining

2. November 2012 um 23:09

Hallo,

wer hat Erfahrung mit Schleppleinentraining? Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps geben wie ich das ganze Handhaben soll. Hab mich zwar schon bei google ein bisschen schlau gemacht aber den richtigen Durchblick habe ich noch nicht.

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3. November 2012 um 13:34


Schön das Du danach erst fragst und es nicht selbst zuerst ausprobierst, man kann nämlich sehr viel falsch machen.

Wichtig ist das Dein Hund eine gut sitzendes geschirr hat, ohne Geschirr wäre es einfach zu gefährlich für den Hund und verletzungen wären vorprogramiert.

Die schleppleine brauch anfangs nicht länger als 5 Meter zu sein, da man so doch eher die Kontrolle behält.

Pack Dir Leckerchen ein woran Du schnell kommst wenn es zeit ist zu belohnen, am besten mit einem "Bauchgurt/Futterbeutel". Halte Die leine am ende fest, und lass Deinen Hund erstmal den Weg erkunden, wenn Du siehst das er nicht mehr wirklich an Dir interessiert ist, rufst Du ihn mit namen und Komando z.B. Paula - hier. Während du rufst ziehst Du bereits die Schleppleine zu Dir rann. Bis der Hund direkt vor dir ist und dann SOFORT ein Leckerlie geben, dann schick ihn wieder rein zum laufen z.B. Paula - lauf.

Nach ein paar mal wiederhollung wirst Du merken das wenn Du ihn rufst er sich nach Dir umschauen wird, dann ziehst Du wieder die schleppleine an Dich rann und gehst dabei rückwerts, Du machst Dich damit interessant für deinen Hund und er würd sich beeilen zu Dir zu kommen, wenn er sich beeeilt DOPPELTE BELOHUNG.

Wenn er durch das schleppleintraining Dir anbietet bei Dir in der nähe zu laufen dann geb ihm immer mal wieder ein kleines leckerchen, er soll verstehen das es sich lohnt beim Herrchen zu bleiben.

Wenn Du noch fragen hast, kannst Du Dich gerne bei mir melden.

LG

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3. November 2012 um 18:45

Danke
endlich mal ein verständlicher Beitrag. Werde es gleich mal so ausprobieren. Bin schon neugierig wie lange es dauert bis wir das im Griff haben!
lg

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7. November 2012 um 11:24
In Antwort auf lise_12545500


Schön das Du danach erst fragst und es nicht selbst zuerst ausprobierst, man kann nämlich sehr viel falsch machen.

Wichtig ist das Dein Hund eine gut sitzendes geschirr hat, ohne Geschirr wäre es einfach zu gefährlich für den Hund und verletzungen wären vorprogramiert.

Die schleppleine brauch anfangs nicht länger als 5 Meter zu sein, da man so doch eher die Kontrolle behält.

Pack Dir Leckerchen ein woran Du schnell kommst wenn es zeit ist zu belohnen, am besten mit einem "Bauchgurt/Futterbeutel". Halte Die leine am ende fest, und lass Deinen Hund erstmal den Weg erkunden, wenn Du siehst das er nicht mehr wirklich an Dir interessiert ist, rufst Du ihn mit namen und Komando z.B. Paula - hier. Während du rufst ziehst Du bereits die Schleppleine zu Dir rann. Bis der Hund direkt vor dir ist und dann SOFORT ein Leckerlie geben, dann schick ihn wieder rein zum laufen z.B. Paula - lauf.

Nach ein paar mal wiederhollung wirst Du merken das wenn Du ihn rufst er sich nach Dir umschauen wird, dann ziehst Du wieder die schleppleine an Dich rann und gehst dabei rückwerts, Du machst Dich damit interessant für deinen Hund und er würd sich beeilen zu Dir zu kommen, wenn er sich beeeilt DOPPELTE BELOHUNG.

Wenn er durch das schleppleintraining Dir anbietet bei Dir in der nähe zu laufen dann geb ihm immer mal wieder ein kleines leckerchen, er soll verstehen das es sich lohnt beim Herrchen zu bleiben.

Wenn Du noch fragen hast, kannst Du Dich gerne bei mir melden.

LG

Ich hätte da 2 Fragen:
Was machst du denn, wenn ein Reiz auf den Hund einwirkt, der stärker ist als deine Leckerlies?

Und warum lässt du den Hund erst sich von dir lösen, um ihn dann zu dir zu ziehen (also er kommt noch nicht mal von sich aus)? Ist nicht das Endziel das der Hund bei mir bleibt und jederzeit abrufbar ist?

Reivo

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27. November 2012 um 21:39
In Antwort auf reivo

Ich hätte da 2 Fragen:
Was machst du denn, wenn ein Reiz auf den Hund einwirkt, der stärker ist als deine Leckerlies?

Und warum lässt du den Hund erst sich von dir lösen, um ihn dann zu dir zu ziehen (also er kommt noch nicht mal von sich aus)? Ist nicht das Endziel das der Hund bei mir bleibt und jederzeit abrufbar ist?

Reivo

Zu den 2 Fragen
Die erste Frage ist eine Schwierigkeit vor der jeder Hundehalteranfänger steht. Man muss lernen zu erkennen, wann der Hund abrufbar wäre, und es, zumindest anfangs, auch nur in solchen Momenten üben. In der ersten Trainingseinheit den Hund zu rufen, während ein fremder Hund auf ihn zu kommt wäre ziemlich kontraproduktiv.
Also, wie bei allem anderen, klein anfangen und langsam steigern.
Natürlich gibt es auch das Problem, dass ein Leckerchen als Anreiz nicht reicht, dann muss man herausfinden worauf der Hund anspringt (z.B. Spielzeug).

Zu deiner zweiten Frage:
Das Endziel ist, dass der Hund sich nicht weit entfernt und jederzeit abrufbar ist, da hast du vollkommen recht, aber das Endziel ist nicht, dass der Hund perfekt bei Fuß läuft und dich anhimmelt. Demnach muss der Hund sich von dir lösen ( Im Beispiel: Paula - lauf), aber bereit sein auf dein Kommando (Paula - hier) sofort ranzukommen. Dafür schickst du den Hund also erstmal weg, um ihn dann zu dir zu rufen, das "ziehen" an der Leine siganlisiert dem Tier nur, was es zu tun hat.
Wobei ich dazu sagen muss, das konstantes Ziehen nicht immer vonnöten ist, irgendwann sollte ein leichtes Zupfen in die Richtung reichen.

Lg

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27. November 2012 um 21:53
In Antwort auf roly_12284696

Zu den 2 Fragen
Die erste Frage ist eine Schwierigkeit vor der jeder Hundehalteranfänger steht. Man muss lernen zu erkennen, wann der Hund abrufbar wäre, und es, zumindest anfangs, auch nur in solchen Momenten üben. In der ersten Trainingseinheit den Hund zu rufen, während ein fremder Hund auf ihn zu kommt wäre ziemlich kontraproduktiv.
Also, wie bei allem anderen, klein anfangen und langsam steigern.
Natürlich gibt es auch das Problem, dass ein Leckerchen als Anreiz nicht reicht, dann muss man herausfinden worauf der Hund anspringt (z.B. Spielzeug).

Zu deiner zweiten Frage:
Das Endziel ist, dass der Hund sich nicht weit entfernt und jederzeit abrufbar ist, da hast du vollkommen recht, aber das Endziel ist nicht, dass der Hund perfekt bei Fuß läuft und dich anhimmelt. Demnach muss der Hund sich von dir lösen ( Im Beispiel: Paula - lauf), aber bereit sein auf dein Kommando (Paula - hier) sofort ranzukommen. Dafür schickst du den Hund also erstmal weg, um ihn dann zu dir zu rufen, das "ziehen" an der Leine siganlisiert dem Tier nur, was es zu tun hat.
Wobei ich dazu sagen muss, das konstantes Ziehen nicht immer vonnöten ist, irgendwann sollte ein leichtes Zupfen in die Richtung reichen.

Lg

@ Reivo
Ich hab jetzt grade in anderen Diskussionen gesehen, dass du selbstständig Hunde traininierst, sollten deine Fragen dann eher als Denkanstöße gemeint sein? Falls ja, hab ich das falsch verstanden, sorry
Aber interessieren würde es mich dann jetzt schon was davon hälst?

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30. November 2012 um 14:34
In Antwort auf roly_12284696

@ Reivo
Ich hab jetzt grade in anderen Diskussionen gesehen, dass du selbstständig Hunde traininierst, sollten deine Fragen dann eher als Denkanstöße gemeint sein? Falls ja, hab ich das falsch verstanden, sorry
Aber interessieren würde es mich dann jetzt schon was davon hälst?


Nicht böse sein! Habeswirklich als Denkanstoss gedacht.

Zu deinen Lösungsansätzen:
Mit der Schleppleine arbeite ich persönlich nur im individuellen Ausbildungsprogrammen (zB. Longieren, Suchtraining, usw.)
Ich für meinen Teil lasse den Hund im sozialen Training nie weiter als 3 Meter von mir weg. Sobald er sich weiter entfernt oder er andere Reize aufnimmt, erfolgt eine Korrektur und Taktile Belohnung bei Kontaktaufnahme zum Hundeführer.
Der Hund soll also mit Hirn und Herz beim Halter sein - dafür wird er belohnt. Von innen nach aussen.
Folgt der Hund entspannt und sicher dem Hundefüher in jeder Situation, kommt Schritt zwei: Den Hund von Sich lösen via Spiel und Apportübungen.
In der Regel braucht das alles ca. 3 - 4 Wochen.
Soziale Caniden haben an sich kein Bedürfniss das Rudel zu verlassen. Darum halte ich das unsinnige Wegschicken von Hunden (..."gehmal spielen!") für sehr schlecht im Beziehungsaufbau.
Mit dieser Methode hat man auch die Chance, schneller vom instrumentellen Lernen ins Operative zu kommen. Und im Operanden lernt der Hund IMMER besser und nachhaltiger.
Mit der Leine ist dies nicht möglich.

Ich weiss das sehr viele TRainer so arbeiten, wie du es beschrieben hast. Aber es lohnt sich auch eigene Gedanken zu machen. Es hat wohl seinen Grund, dass die erfolgreichsten Trainer und Ausbilder immer von innen nach aussen arbeiten. Ein Hund der von deiner Führungskompetens überzeugt ist, hat ja eh kein Bedürfnis sich von dir zu trennen - oder

Reivo

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3. Dezember 2012 um 19:21
In Antwort auf reivo


Nicht böse sein! Habeswirklich als Denkanstoss gedacht.

Zu deinen Lösungsansätzen:
Mit der Schleppleine arbeite ich persönlich nur im individuellen Ausbildungsprogrammen (zB. Longieren, Suchtraining, usw.)
Ich für meinen Teil lasse den Hund im sozialen Training nie weiter als 3 Meter von mir weg. Sobald er sich weiter entfernt oder er andere Reize aufnimmt, erfolgt eine Korrektur und Taktile Belohnung bei Kontaktaufnahme zum Hundeführer.
Der Hund soll also mit Hirn und Herz beim Halter sein - dafür wird er belohnt. Von innen nach aussen.
Folgt der Hund entspannt und sicher dem Hundefüher in jeder Situation, kommt Schritt zwei: Den Hund von Sich lösen via Spiel und Apportübungen.
In der Regel braucht das alles ca. 3 - 4 Wochen.
Soziale Caniden haben an sich kein Bedürfniss das Rudel zu verlassen. Darum halte ich das unsinnige Wegschicken von Hunden (..."gehmal spielen!") für sehr schlecht im Beziehungsaufbau.
Mit dieser Methode hat man auch die Chance, schneller vom instrumentellen Lernen ins Operative zu kommen. Und im Operanden lernt der Hund IMMER besser und nachhaltiger.
Mit der Leine ist dies nicht möglich.

Ich weiss das sehr viele TRainer so arbeiten, wie du es beschrieben hast. Aber es lohnt sich auch eigene Gedanken zu machen. Es hat wohl seinen Grund, dass die erfolgreichsten Trainer und Ausbilder immer von innen nach aussen arbeiten. Ein Hund der von deiner Führungskompetens überzeugt ist, hat ja eh kein Bedürfnis sich von dir zu trennen - oder

Reivo

Da bin ich ja froh
Die Art und Weise wie du es beschreibst ist prinzipiell der Weg mit dem ich mit meinen eigenen Hunden gearbeitet habe und arbeite. Und bisher bin ich überaus zufrieden mit dem Ergebnis. (Der Umstand, dass es Hütehunde sind, hat es natürlich erheblich vereinfacht )
Bei ihnen kommt die Schleppleine nur beim Fährten, bzw Trailen zum Einsatz.
Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, das die Schleppleine manchmal auch eine große Unterstützung ist. Ich hatte einen Hund. mit dem ich regelmäßig spazieren gegangen bin, der hatte mM nach ein Problem mit der Aufmerksamkeit. Hyperaktivität oder ähnliches. Die Besitzer waren leider nicht bereit es professionell bestätigen zu lassen, also ist es nur eine Annahme. Bei dieser Hündin war die Schleppleine überaus nützlich, um die Aufmerksamkeit immer wieder einzu"fordern", sie sozusagen daran zu erinnern, dass wir grade trainieren.
Hast du Efahrung mit solchen Hunden?

LG,
Janniena

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5. Dezember 2012 um 13:05
In Antwort auf roly_12284696

Da bin ich ja froh
Die Art und Weise wie du es beschreibst ist prinzipiell der Weg mit dem ich mit meinen eigenen Hunden gearbeitet habe und arbeite. Und bisher bin ich überaus zufrieden mit dem Ergebnis. (Der Umstand, dass es Hütehunde sind, hat es natürlich erheblich vereinfacht )
Bei ihnen kommt die Schleppleine nur beim Fährten, bzw Trailen zum Einsatz.
Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, das die Schleppleine manchmal auch eine große Unterstützung ist. Ich hatte einen Hund. mit dem ich regelmäßig spazieren gegangen bin, der hatte mM nach ein Problem mit der Aufmerksamkeit. Hyperaktivität oder ähnliches. Die Besitzer waren leider nicht bereit es professionell bestätigen zu lassen, also ist es nur eine Annahme. Bei dieser Hündin war die Schleppleine überaus nützlich, um die Aufmerksamkeit immer wieder einzu"fordern", sie sozusagen daran zu erinnern, dass wir grade trainieren.
Hast du Efahrung mit solchen Hunden?

LG,
Janniena

Grundsätzlich...
... mache ich bei allen Erstkontakten eine Anamnese mit dem Hund. Also eine Übersicht über Typus und das Wesensgrundgefüge des Hundes.
Bei Aufmerksamskeitsverlust, muss man sich natürlich fragen, was die Aufmerksamkeit des Hundes weckt (zB Wild, Hunde, Radfahrer, usw.), wie stark der Reiz auf den Hund wirkt und wo die Reizschwelle liegt und warum der Halter nicht "reizend" genug für den Hund ist ... also der Stellenwert des Halters höher ist als der Reizauslöser.
Selten liegt es am Hund. Problematischer sind Hunde die schwer ins Blut kommen; sprich Rassebedingt unabhängig agieren. (zB Herdenschutzhunde, nordische Spitze, Beagle, Windhunde, usw.) Hier muss der Trainer und der Halter ganz besonders beharrlich und beständig arbeiten.
Grundsätzlich sollte aber ein Triebabbruch so früh wie möglich erfolgen. Auf einer Skala von 0% (Neutrallage) bis 100% (volle Triebhandlung, zB Jagen), muss der Triebabbruch spätestens bei 50% erfolgen (zB via Wasserstrahl, Wurfdisk,oä, beim ausgebildeten Hund via Abruf oder KMD) um die Triebhandlung abzubrechen. Dann hat der Hund zwar agiert, aber nicht gelernt. Lernen tut der HUnd erst bis max. 30%. Alles andere ist NICHT nachhaltig! Rechtzeitig handeln ist also gefragt. Sobald der Hund auch nur schief in eine Richtung äugt, erfolgt die Korrektur (via instrumentaler Konditionierung). Ist dies geschehen und der Hund mit Kopf wieder beim Halter - sofort bestätigen (herzliches Loben, aber keine Leckerlies). Dem Halter muss dabei klar sein, dass ein Hund innerhalb von 2-3sek von einer Triebhandlung in die nächste fallen kann.
Ist das Loben echt, kommt beim Hund an und korrekt getimmt wird der Hund sehr schnell in die Operantive übergehen und gerne beim Halter bleiben und diesen seine ganze Aufmerksamkeit schenken. Warum? Weil der Halter unbewusst (vllt. auch bewusst) die 3 grundlegenden Leadereigenschaften dem Hund vermittelt hat. Als da sind:
1. ein Leader schaut NIE zurück
2. ein Leader stellt NIE Fragen
3. ein Leader diskutiert NIE
Ist der Halter in diesen Handlungen, die kommenden 3 Wochen beständig, beharrlich und Konsequent, sind unerwünschte Verhaltensmuster Vergangenheit.
(Davon ausgehend das keine Verhaltensstörung vorliegt, welche nur sehr schwer oder gar nicht reparabel ist.)

Reivo

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5. Januar 2013 um 8:24
In Antwort auf reivo

Grundsätzlich...
... mache ich bei allen Erstkontakten eine Anamnese mit dem Hund. Also eine Übersicht über Typus und das Wesensgrundgefüge des Hundes.
Bei Aufmerksamskeitsverlust, muss man sich natürlich fragen, was die Aufmerksamkeit des Hundes weckt (zB Wild, Hunde, Radfahrer, usw.), wie stark der Reiz auf den Hund wirkt und wo die Reizschwelle liegt und warum der Halter nicht "reizend" genug für den Hund ist ... also der Stellenwert des Halters höher ist als der Reizauslöser.
Selten liegt es am Hund. Problematischer sind Hunde die schwer ins Blut kommen; sprich Rassebedingt unabhängig agieren. (zB Herdenschutzhunde, nordische Spitze, Beagle, Windhunde, usw.) Hier muss der Trainer und der Halter ganz besonders beharrlich und beständig arbeiten.
Grundsätzlich sollte aber ein Triebabbruch so früh wie möglich erfolgen. Auf einer Skala von 0% (Neutrallage) bis 100% (volle Triebhandlung, zB Jagen), muss der Triebabbruch spätestens bei 50% erfolgen (zB via Wasserstrahl, Wurfdisk,oä, beim ausgebildeten Hund via Abruf oder KMD) um die Triebhandlung abzubrechen. Dann hat der Hund zwar agiert, aber nicht gelernt. Lernen tut der HUnd erst bis max. 30%. Alles andere ist NICHT nachhaltig! Rechtzeitig handeln ist also gefragt. Sobald der Hund auch nur schief in eine Richtung äugt, erfolgt die Korrektur (via instrumentaler Konditionierung). Ist dies geschehen und der Hund mit Kopf wieder beim Halter - sofort bestätigen (herzliches Loben, aber keine Leckerlies). Dem Halter muss dabei klar sein, dass ein Hund innerhalb von 2-3sek von einer Triebhandlung in die nächste fallen kann.
Ist das Loben echt, kommt beim Hund an und korrekt getimmt wird der Hund sehr schnell in die Operantive übergehen und gerne beim Halter bleiben und diesen seine ganze Aufmerksamkeit schenken. Warum? Weil der Halter unbewusst (vllt. auch bewusst) die 3 grundlegenden Leadereigenschaften dem Hund vermittelt hat. Als da sind:
1. ein Leader schaut NIE zurück
2. ein Leader stellt NIE Fragen
3. ein Leader diskutiert NIE
Ist der Halter in diesen Handlungen, die kommenden 3 Wochen beständig, beharrlich und Konsequent, sind unerwünschte Verhaltensmuster Vergangenheit.
(Davon ausgehend das keine Verhaltensstörung vorliegt, welche nur sehr schwer oder gar nicht reparabel ist.)

Reivo


Endlich mal ein wirklich guter Beitrag von Dir

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