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Schaben- Freunde

11. April 2010 um 2:52

Hallochen an alle hier!

Heute will ich mal eine Lanze brechen für meine ungewohnlichen Freunde.
Ich bin schon sehr oft auf Unverständnis gestoßen für diese Haustiere.
Neben ganz "normalen" Tieren wie Katze, Meerschweinchen, Farbmäusen habe ich auch noch Madagaskar Fauchschaben.

Ja, das sind tatsächlich Kakerlaken.
Sie werden so 6 - 7 cm groß, sind braun-schwarz und geben ein fauchend-zischendes Geräusch von sich, daher auch der Name.
Ich habe fünf große Weibchen.
Da ich immer eine Vorliebe für skurile Namen hatte, heißen sie Heidi, Gisele, Laeticia, Carla und Linda. Sie leben in einer großen Kunststoffbox, die im Badezimmer an der Heizung steht, da es dort am Wärmsten ist, sozusagen die "Model-WG"

Außerdem habe ich derzeit noch über 30 Jungtiere, da eins der Weibchen wohl schon schwanger war, als es ich gekauft habe.
Weiter züchten möchte ich allerdings nicht, daher trenne ich Männchen und Weibchen. Zur Zeit sind sie aber noch zu klein, so dass man das Geschlecht noch nicht feststellen kann und sie auch noch nicht geschlechtsreif sind.

Die meisten Leute halten solche Tiere als Futter z.B. für Reptilien, aber ich habe sie als faszinierende "Liebhabertiere". Zugegeben schockiere ich auch gern Leute indem ich erzähle, dass ich Schaben halte
Ich würde allerdings nie jemandem mit den Tieren unerlaubt zu nah kommen. Immerhin erwecken Schaben nuneinmal ein natürliches Ekelgefühl bei Menschen, daher sollte man sie niemandem aufdrängen. Außerdem kann es für die Tiere gefährlich sein, denn die meisten würden sie wohl zertreten oder so.

Ich für meinen Teil finde meine kleinen Jungschaben irgendwie niedlich. Sie sind jetzt so 1,5 cm groß nach der dritten Häutung, geboren am 30.12.2009. Natürlich baut man zu solchen Tieren nicht so eine Beziehung auf wie z.B. zu einer Katze oder einem Meerschweinchen, aber sie sind faszinierend.

Die gängigsten Vorurteile gegen Schaben sind denke ich die Übertragung von Krankheiten und die massenhafte Vermehrung.
Das trifft auf meine Tiere allerdings nicht zu, da ich ja selbst auf die Vermehrung achte und Krankheiten auch nur übertragen werden, wenn sie sie schon haben und nicht selbst erzeugen, bei mir kommen sie ja aber nicht mit Schmutz oder Krankheit in Berührung.
Meine Erfahrung ist, dass Menschen, mit denen man vernünftig redet, ihnen das klar macht, durchaus bereit sind sich die Tiere wenigstens in der Box oder aus sicherem Abstand anzuschauen. Wenn das passiert finden die meisten sie gar nicht so eklig, wie sie anfangs gedacht hätten.

Nebenbei sollte man mal bemerken, dass sie eigentlich die perfekten Haustiere sind Sie sind unter einfachsten Bedingungen zu halten.
Eine Plastik-Box genügt, aber ein Terrarium geht natürlich auch. Man kann mit Vaseline oder Pflanzenöl die Wände oben besteichen, damit sie nicht rausklettern können, mal abgesehen von einem eventuellen Deckel.
Sie sind genügsam, brauchen kaum Pflege und wenig Futter. Ich benutze Sägespäne als Bodengrund, die ich ja sowieso von den Meerschweinchen da hab. Die muss man auch nur alle paar Monate wechseln. Dann hab ich noch ein paar Steine drin liegen, als Deko, aber man kann auch Eierpappen oder Toilettenpapierrollen nehmen.
Als Futter bekommen die lieben Tierchen hauptsächlich Haferflocken, die sie recht gern mögen und so einmal pro Woche etwas Gemüse, Möhren, Apfel oder so. Fleisch habe ich auch schon versucht, aber das mochten sie nicht.
Man kann auch etwas mit Blumenspritze Wasser sprühen, muss dann aber aufpassen, dass das Wasser wieder raus kann aus der Box, da sonst Schimmel entstehen kann, das geht erfahrungsgemäß recht schnell.
Am Liebsten mögen sie etwas höhere Temperaturen, so 28 -30 Grad, aber es geht ihnen auch gut bei Zimmertemperatur.
Den Nachteil, dass diese Tiere in der Urlaubszeit natürlich keiner in Pflege nehmen will gleicht die Tatsache aus, dass man sie mit einer Hand voll Haferflocken oder sowas gut zwei drei Wochen allein lassen kann, ohne dass das ein Problem wäre.
Außerdem sind sie gut geeignet für Allergiger, das sie kein Fell haben

Gut, man kann sie nicht wirklich steicheln oder so. Sie sind eben eher zum Beobachten, aber man kann sie auch auf die Hand nehmen. Die erwachsenen Tiere sind nicht so schnell, wie man es normal von Schaben erwartet. Außerdem laufen sie eigentlich nicht einfach los, wenn man sie auf der Hand hat. Sie gehen da ganz vorsichtig voran und stoßen auch keine Sektrete aus wie viele Insekten.

Tja, soviel zu meinen begeisterten Berichten von meinen Schaben.
Wer jetzt zufällig ernsthaft Interesse hat, ich hab Jungtiere abzugeben.

Grüße

CCat

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12. April 2010 um 17:09


ich würde sie mir auch in der box ansehen wollen aber wenn sie frei herum laufen würden, würde ich wahrscheinlich laut schrein- aber NICHT drauf treten!

schaben sind nicht so mein ding- ich würde sie vll auch als haustier haben wollen weil ich sie interessant finde, aber das terrarium müsste wer anderer machen, denn die vielen füße beunruhigen mich irgendwie

viel spaß noch mit deinen krabbeligen freunden

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13. April 2010 um 20:34


Eine Vogelspinne hatte ich vor den Schaben auch mal.
Sie heiß Ebola, weil sie ihre Beute von innen verflüssigt, so änhlich wie das Virus

Grüße

CCat

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19. April 2010 um 18:37
In Antwort auf aggie_11958391


Eine Vogelspinne hatte ich vor den Schaben auch mal.
Sie heiß Ebola, weil sie ihre Beute von innen verflüssigt, so änhlich wie das Virus

Grüße

CCat

Vogelspinne
hatte ich auch mal- süße tiere

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8. Juni 2010 um 18:57

Gänsehaut
Sorry, aber ich bekomme alleine bei dem Gedanken an diese Krabbeltiere eine Gänsehaut.
Wenn ich mir vorstelle, solche Insekten in meiner Wohnung zu halten, brrrrr..., ich muss mich schütteln.

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