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Rüde wird plötzlich angriffslustig gegenüber anderen rüden

16. Februar 2013 um 23:30 Letzte Antwort: 27. April 2013 um 21:30

also seit einigen wochen ist unser rüde (im oktober 1 jahr geworden, chihuahua-mix) aggressiv gegenüber anderen rüde. er schnuppert kurz (also kläfft nicht schon vom weitem), da merkt man aber schon,das er sich anspannt und dann fängt er an zu kläffen. bei richtig alten rüden hat er keine probleme, mit denen tobt er auch ganz normal ohne dominanzverhalten o.ä. mit hündinnen, joggern, radfahrern usw. hat er ebenfalls keine probleme. generell glaube ich auch nicht, das es ein problem in der rangordnung gibt- ich betsimme wann gespielt,gekuschelt oder trainiert wird, begrüße besuch zuerst, er darf nicht auf die couch usw.
hat jemand erfahrungen, ob in so einem fall eine kastration was bringt? ich hab am dienstag zwar ohnehin einen termin zum impfen,will aber nicht ganz uninformiert da antanzen,wenn ich das thema anspreche,..

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17. Februar 2013 um 21:35


nee, nicht wirklich,..klar wird da mal zurückgemeckert,aber wirklich eins auf den deckel kriegt er in solchen situationen nur von mir. die anderen rüde werden ja da auch gleich aus der situation genommen,so das die ja gar keine chance haben, ihn mal zu knuffen,..

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18. Februar 2013 um 13:04
In Antwort auf erzsi_12867845


nee, nicht wirklich,..klar wird da mal zurückgemeckert,aber wirklich eins auf den deckel kriegt er in solchen situationen nur von mir. die anderen rüde werden ja da auch gleich aus der situation genommen,so das die ja gar keine chance haben, ihn mal zu knuffen,..

Die Kastration....
könnte etwas bringen bei Rüden die sich so verhalten, aber nicht unbedingt.

Wichtiger ist das weg zu trainieren. Du muss einwirken sobald er sich anspannt. Nicht schrein, nicht schimpfen, sondern ein wortloses leichtes schnelles ziehen an der Leine.

Es gibt tolle viedeos im Internet, wie man agression an der Leine weg trainieren kann. Schau mal bei youtube.

Gruß

Leonina

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13. März 2013 um 15:27

Kastrieren
Es bringt 100% etwas, denn es ist ganz normal das geschlechtsreife Rüden Rangkämpfe aus fechten, aber ich hab meinen nicht kastrieren lassen, denn das verändert seinen Charakter und sein Wesen, aber ich lass Ihn nur mit kastrierten Rüden spielen, denn bei Anderen gehts nicht und da darf er halt nicht hin.

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26. März 2013 um 16:26

Kommunikation
Ich empfehle dir, die Kommunikation deines Hundes besser verstehen zu lernen. Damit kannst du Ursachen ergründen und kannst deine Erziehung darauf abstimmen...
Hierzu werden oftmals Seminare angeboten. Schau mal <a ="http://www.dogotel.de/urlaub-mit-hund/seminare/" target="_blank">hier</a>

lg

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27. März 2013 um 0:22

Kastration weil Pubertät??
Also für mich hört sich das schlichtweg nach Pubertät an. Heutzutage darf ein Hund sich ja garnicht mehr natürlich benehmen, sofort wird eine Verhaltensstörung vermutet und der Hund entsprechend reglementiert.
Ich habe selbst einen unkastrierten Chihuahua-Mix, der war in der Pubertät auch teilweise unausstehlich und viele rieten mir zur Kastration. Ich habe mich damals selbst ausgiebig informiert, es gibt da sehr gute Literatur. Eine Kastrationn ist ja ein unwideruflicher Eingriff in den Hormonhaushalt, der viele schwerwiegenden Konsequenzen hat.

Ich bin inzwischen froh, daß ich meinen Hund NICHT habe kastrieren lassen, inzwischen ist er ein einigermassen souveräner kleiner Kerl, der auch keine nennenswerten Konflikte mit anderen intakten Rüden hat. Wenn einer neu in die Gruppe kommt findet natürlich eine entsprechende "Kommunikation" statt, es ist jedoch selten passiert daß ich die Hunde trennen musste weil es zu doll wurde.

Was noch interessant wäre, wie verhältst DU dich denn in so einer Situation? Gibts gleich auf die Nuß?

Falls alle Stricke reissen, kann man seinem Hund auch erstmal einen "Chip" setzen lassen, da wird die Kastration quasi "nachgeahmt", die Wirkung hält nur etwa ein halbes Jahr vor und danach ist alles beim Alten. Da könnte man ja dann schauen ob sich das Vrhalten wirklich ändert.

Lg, Ella

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30. März 2013 um 21:27
In Antwort auf eris_12727364

Kastration weil Pubertät??
Also für mich hört sich das schlichtweg nach Pubertät an. Heutzutage darf ein Hund sich ja garnicht mehr natürlich benehmen, sofort wird eine Verhaltensstörung vermutet und der Hund entsprechend reglementiert.
Ich habe selbst einen unkastrierten Chihuahua-Mix, der war in der Pubertät auch teilweise unausstehlich und viele rieten mir zur Kastration. Ich habe mich damals selbst ausgiebig informiert, es gibt da sehr gute Literatur. Eine Kastrationn ist ja ein unwideruflicher Eingriff in den Hormonhaushalt, der viele schwerwiegenden Konsequenzen hat.

Ich bin inzwischen froh, daß ich meinen Hund NICHT habe kastrieren lassen, inzwischen ist er ein einigermassen souveräner kleiner Kerl, der auch keine nennenswerten Konflikte mit anderen intakten Rüden hat. Wenn einer neu in die Gruppe kommt findet natürlich eine entsprechende "Kommunikation" statt, es ist jedoch selten passiert daß ich die Hunde trennen musste weil es zu doll wurde.

Was noch interessant wäre, wie verhältst DU dich denn in so einer Situation? Gibts gleich auf die Nuß?

Falls alle Stricke reissen, kann man seinem Hund auch erstmal einen "Chip" setzen lassen, da wird die Kastration quasi "nachgeahmt", die Wirkung hält nur etwa ein halbes Jahr vor und danach ist alles beim Alten. Da könnte man ja dann schauen ob sich das Vrhalten wirklich ändert.

Lg, Ella

....
ich versuche solchen situationen aus den weg zu gehen (also nicht so, das ich nachts durchs unterholz krieche,damit wir keinen anderen rüden begenen aber wenn wir einen sehen, versuche ich, meinen abzulenken und ohne konflickt an dem anderen vorbeizukommen)...klappt das mal nicht, gehe ich kommentarlos weiter und nehm ihn halt einfach mit..
bisher habe ich noch nichts machen lassen, mein TA riet allerdings auch erstmal zum chip, meinte aber das es so aussieht,als wäre das schon eher ein problem,was vorhalten wir (also dann wieder auftritt,wenn der chip alle ist)

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31. März 2013 um 19:38

Kastration? Ersetzt nicht Erziehung!
Hallo Tillmutti!

Daß dein Tierarzt dafür ist, erstmal einen Chip zu setzen ist schonmal gut. Daß er vermutet, daß sich das Verhalten eh nicht ändert - hmmmhm.

Ist dein Tierarzt denn spezialisiert auf Verhaltensmedizin- oder Verhaltenstherapie?

Veterinärmedizin ist ein sehr komplexes Gebiet, kein Tierarzt kann sich allen Ernstes überall auskennen. Inzwischen gibt es auch Spezialisierungen wie in der Humanmedizin. Da würde man ja auch keinen Gynäkologen befragen, wenn man Schmerzen im Knie hat.


Speziell die Frage ob Kastration oder nicht bedarf einer genauen Einzelanalyse. wäre dein Hund, nur angenommen eher unsicher bei seinem Gekläffe gegen Rüden, wäre eine Kastration fatal und würde alles nur verschlimmern. Das zu beurteilen ist manchmal sehr schwierig, ein unsicherer Hund sieht beim Gekläffe für Laien fast aus wie ein aggressiver.


Da DEIN Hund bei älteren Rüden ja geschmeidig bleibt sieht es für mich immernoch nach Ausprobieren und Grenzen austesten aus. So war meiner auch. Die müssen halt ihre Rolle finden.

Man lässt seine Kinder doch auch nicht kastrieren, wenn sie in der Pubertät vorübergehend anstrengend werden!!!!

Ich weiß das ist kein Vergleich. Aber irgendwie schon. Wie man heute weiß sind die hormonellen Folgen gruselig.
Jeder der jetzt aufschreit möge bitte das Buch: "KASTRATION und Verhalten beim Hund" lesen. Von einer Sophie Strodtbeck, die ist Tierärztin und auf Verhaltensmedizin spezialisiert, und Udo Gansloßer, einer der bekanntesten Verhaltensbiologen Deutschlands, lesen.
Zu deinem Verhalten: das ist sicher nicht schlimm was du machst, aber ich persönlich finde es wichtig daß ein Konflikt nicht vermieden wird, sondern daß man da reingeht und ANDERES Verhalten etabliert wird.
Das hier zu beschreiben wäre blöd, hier wäre ein guter Hundetrainer/in gefragt.
Also ich habe bei meinem Hund auch gezielt reagiert, heute macht der in 97% der Hundebegegnungen garnichts mehr.

Lieber Gruß, die Ella


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27. April 2013 um 21:30

Kann mich nur anschließen...
....er ist mitten im Grenzen austesten. Alte Ründen lassen sich von seinem Verhalten nicht beeindrucken, das merkt deiner natürlich und lässt es dann auch grad ganz sein...

Wenn du die Möglichkeit hast, lass ihn das selbst regeln.
Wenn er anfängt zu stänkern, muss er auch mit den Konsequenzen auskommen...
Mach dir nicht zu viele Sorgen, dass er ernsthaft verletzt wird. Wenn an die Hunde einfach lässt (bitte aber ohne Leine und Platz um sich aus dem Weg zu gehen) passiert meist gar nichts, vll etwas Sabber des anderen im Fell.

Ich weiß, es kann auch schiefgehen, das hatte ich selbst und seit dem fehlt meinem ein halbes Ohr, obwohl er sich vollkommen unterworfen hatte... trotzdem ist meiner weiterhin unkastriert und verträgt sich auch immer noch mit anderen Hunden.

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