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Pferd im Gelände manchmal unkontrolierbar

11. November 2008 um 15:34 Letzte Antwort: 20. Dezember 2015 um 14:04

Hey ihr Lieben,

ich hab ein Problem mit meinem Pflegepferd. Und zwar steht er auf nem Privathof, der Besitzer hat um die 40 Pferde aber nicht genug Reiter die sie reiten udn nicht genug Zeit sie selber zu reiten. Fragt mich nicht wieso er des macht oder sich so viel Pferde angeschafft hat keine Ahnung. Aufjedenfall reit ich da schon einige Zeit. So is er ein ganz lieber, is weng schreckhaft aber sonst gibts eigentlich nichts auszusetzten, wir verstehen uns super und er vertraut mir auch und ich ihm. Da ich aber nur einmal in der Woche Zeit hab und ihn sonst keiner reitet geht er also nur einmal die Woche. Wie er noch von anderen Reitern geritten wurde weiß ich von erzählungen das die die Pferde oft einfach nur laufen lassen ham also da gabs die gewissen Galoppstrecken und da wurde gerast soschnell alle konnten. Wenn ich jetzt mit meiner Freundin immer ausreiten geh lass ich ihn meistens hinter dem anderen Pferd gehn, beim Traben klappt das auch aber beim Galopp hab ich mega zu kämpfen das ich ihn halt und ich schaffs auch nicht das er angalopiert wenn ich das will sondern er macht genau des was der vordermann macht....also ich hab ihn soweit schon im Griff das er nicht überholt und davonrennt aber nur weil ich hin halt mega arg halten muss.....des letzte mal hab ich ihn die komplette Strecke hinterhertraben lassen weil er sich so aufgeführt hat und ich ihn nicht mehr halten hätte können wenn er galopiert wäre. Vorallem wenn wir gemütlich galopieren wollen und des Pferd vor ihm langsam ist will er unbedingt schneller und will vorbei. Wie krieg ich diese unart weg.....?!?!?!? Hat jemand nen Tipp........?!?!? Ne Freundin von mir hat ihr Pflegepferd fast alleine eingeritten und der geht super der is total entspannt und sie kann mit ihm am langen Zügel galopieren ohne das er davonschießt des würd ich auch gern mal aber keine Chance dann bricht er mir komplett aus.....

In der Bahn is es so das ich ihn am Anfang fast nicht auf den Zirkel kriegt beim Galopp weil er da auch wie wild losrennt. Letztens hab ich es nachdem ich nach einem Ausritt noch in die Bahn mit ihm bin geschafft das er im Trab am langen Zügel geht.....wie schaff ich des im Galop auch.......?!?!?

Hatte jemand auch schon mal so ein Pferd......?!?!?

Also es ist jetzt nicht mega schlimm und ich hab auch keine Angst das ich ihn nicht mehr halten kann aber ich muss ihm halt so im Maul rumreisen und so fest anziehen damit ich ihn langsam krieg und des is für ihn ja auch nicht schön......!!!

Kann mir jemand helfen.......?!?!?

Gruß kathy

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11. November 2008 um 16:06

Hallo Kathy,
so ein Pferd wieder "herunterzuholen" ist relativ schwer unter den Bedingungen, wie du sie schilderst. Aber es ist nicht unmöglich. Leider hast du nur 1x die Woche Zeit, so dass es länger dauern wird. Aber der Ansatz, wie du hinter deiner Freundin herreitest, ist schon mal sehr gut. Es ist auch gut, dass du keine Angst hast und dass du ihn doch halten kannst. Und dass deine Freundin und ihr Pferd so gut mitspielen.
Es gibt ein paar Tricks, die du anwenden kannst:
1. die gewohnten "Galoppstrecken" erstmal einige Monate konsequent in Schritt gehen.
2. andere - wenn auch kürzere Strecken - galoppieren.
3. immer abwechselnd kurz galoppieren und dann wieder traben
4. vor dem Galoppieren erst mal "müde traben"
5. ideal wäre eine Strecke bergauf - und wenn er schlapp macht, dann so richtig hochtreiben, damit er oben fix und fertig ankommt.

Na klar, gibt es noch die Möglichkeit, ihn stundenlang zu führen, ihn zwischendurch immer wieder zu longieren. Aber wenn du dafür keine Zeit hast, hat das sowieso keinen Sinn, weil so ein Erziehen konsequent und regelmäßig sein muss und du möchtest ja - in der bisschen Zeit die du hast - reiten. Wir haben am Stall eine Reiterin, die hat auch so einen "aufgeheizten" Araber gekauft. Der kannte draußen auch nur in der Gegend herumjagen und dann in den Stall. Und das über Jahre hinweg. Der Gaul war völlig plemplem draußen. Mit viel Geduld und Zeit hat es die Frau geschafft, dass das Pferd jetzt auch draußen super brav geht. Selbst wenn wir mehrere Reiter unsere Galoppstrecke hochreiten, kann sie ihn gut zurück halten. Es ist ein wahnsinns Erfolg und er ist jetzt ein echt zuverlässiges Pferd. Geholfen hat es aber auch sehr, dass er plötzlich in der Gruppe geritten wurde. Und relativ oft mit uns auch wieder draußen war.

Kannst du evtl. auch an der Fütterung etwas ändern? Z. B. füttern viele Reitstallbesitzer Hafer oder sonstiges Futter. Es wäre vielleicht besser, wenn er nur Heu bekäme. Man kann ja als Leckerlis Karotten zufüttern.

Aber Kopf hoch: wenn du immer konsequent deine Linie behältst und ihr noch besser zusammenwachsen werdet, kann sich die ganze Sache relativieren. Es dauert eben alles seine Zeit.
Nur noch eines: pass bitte höllisch auf da draußen, ja?

Liebe Grüße

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11. November 2008 um 16:27
In Antwort auf oni_11856006

Hallo Kathy,
so ein Pferd wieder "herunterzuholen" ist relativ schwer unter den Bedingungen, wie du sie schilderst. Aber es ist nicht unmöglich. Leider hast du nur 1x die Woche Zeit, so dass es länger dauern wird. Aber der Ansatz, wie du hinter deiner Freundin herreitest, ist schon mal sehr gut. Es ist auch gut, dass du keine Angst hast und dass du ihn doch halten kannst. Und dass deine Freundin und ihr Pferd so gut mitspielen.
Es gibt ein paar Tricks, die du anwenden kannst:
1. die gewohnten "Galoppstrecken" erstmal einige Monate konsequent in Schritt gehen.
2. andere - wenn auch kürzere Strecken - galoppieren.
3. immer abwechselnd kurz galoppieren und dann wieder traben
4. vor dem Galoppieren erst mal "müde traben"
5. ideal wäre eine Strecke bergauf - und wenn er schlapp macht, dann so richtig hochtreiben, damit er oben fix und fertig ankommt.

Na klar, gibt es noch die Möglichkeit, ihn stundenlang zu führen, ihn zwischendurch immer wieder zu longieren. Aber wenn du dafür keine Zeit hast, hat das sowieso keinen Sinn, weil so ein Erziehen konsequent und regelmäßig sein muss und du möchtest ja - in der bisschen Zeit die du hast - reiten. Wir haben am Stall eine Reiterin, die hat auch so einen "aufgeheizten" Araber gekauft. Der kannte draußen auch nur in der Gegend herumjagen und dann in den Stall. Und das über Jahre hinweg. Der Gaul war völlig plemplem draußen. Mit viel Geduld und Zeit hat es die Frau geschafft, dass das Pferd jetzt auch draußen super brav geht. Selbst wenn wir mehrere Reiter unsere Galoppstrecke hochreiten, kann sie ihn gut zurück halten. Es ist ein wahnsinns Erfolg und er ist jetzt ein echt zuverlässiges Pferd. Geholfen hat es aber auch sehr, dass er plötzlich in der Gruppe geritten wurde. Und relativ oft mit uns auch wieder draußen war.

Kannst du evtl. auch an der Fütterung etwas ändern? Z. B. füttern viele Reitstallbesitzer Hafer oder sonstiges Futter. Es wäre vielleicht besser, wenn er nur Heu bekäme. Man kann ja als Leckerlis Karotten zufüttern.

Aber Kopf hoch: wenn du immer konsequent deine Linie behältst und ihr noch besser zusammenwachsen werdet, kann sich die ganze Sache relativieren. Es dauert eben alles seine Zeit.
Nur noch eines: pass bitte höllisch auf da draußen, ja?

Liebe Grüße

Hey du
Danke für deine Antwort.

Ja ich würde gerne mehr mit ihm machen aber ich hab einfach die Zeit nicht dazu grad jetzt im Winter wo es so früh dunkel wird gibts keine Chance mal unter der Woche hinzugehen. Des is halt blöd.

Ich weiß nicht so genau was der alles Füttert also Heu kriegen se und Maissilo aber was er noch zufüttert hab ich ehrlich gesagt keine Ahnung....

Es is eben grad des das ich aufpassen will deswegen haß ich es einfach so die Pferde losgalapieren zu lassen Also auf den Strecken die ich kenn is des in Ordnung aber man sollte halt noch soviel kontrolle haben das man das Pferd sofort anhalten kann wenn was wäre und des könnte ich halt oft nicht....und wir reiten auch oft andere Wege wo wir oft nicht wissen wielang man galoperen kann und da is des halt echt blöd....

Die Galoppstrecken die ich kenn trab ich mit ihm höchstens also mach ich eigentlich schon alles richtig....?!?!

Gruß

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13. November 2008 um 15:12
In Antwort auf dunja_12341158

Hey du
Danke für deine Antwort.

Ja ich würde gerne mehr mit ihm machen aber ich hab einfach die Zeit nicht dazu grad jetzt im Winter wo es so früh dunkel wird gibts keine Chance mal unter der Woche hinzugehen. Des is halt blöd.

Ich weiß nicht so genau was der alles Füttert also Heu kriegen se und Maissilo aber was er noch zufüttert hab ich ehrlich gesagt keine Ahnung....

Es is eben grad des das ich aufpassen will deswegen haß ich es einfach so die Pferde losgalapieren zu lassen Also auf den Strecken die ich kenn is des in Ordnung aber man sollte halt noch soviel kontrolle haben das man das Pferd sofort anhalten kann wenn was wäre und des könnte ich halt oft nicht....und wir reiten auch oft andere Wege wo wir oft nicht wissen wielang man galoperen kann und da is des halt echt blöd....

Die Galoppstrecken die ich kenn trab ich mit ihm höchstens also mach ich eigentlich schon alles richtig....?!?!

Gruß

Hey,
eines könntest du doch noch machen - und dafür, dass ich das hier schreibe, werde ich wahrscheinlich in Stücke gerissen - ein scharfes Gebiss und ein Martingall.

Meine Reitbeteiligung und ihre Tochter haben auch ein eigenes Pferd. Es ist ein ziemlich derber Knabstrupper, zwar allerliebst, aber eben ein richtiger Büffel. Lange Zeit konnten sie ihn draußen nicht halten; er machte einfach mittendrin kehrt und legte los im gestreckten Galopp Richtung Heimat. Egal, ob die restlichen Pferde folgten oder nicht, egal, ob ihm jemand im Weg stand oder nicht. Er rannte dann einfach alles und jeden über den Haufen. Anfangs, als ich vorschlug, ihm ein scharfes Gebiss beim Ausreiten zu verpassen, war die Entrüstung riesengroß. Wie kann ich nur - ist Tierquälerei.
Sie haben alles versucht: vor dem Reiten longieren, spazierengehen, Bodenübungen und was weiß ich was sonst noch alles. Draußen aber, wenn er seinen Rappel hatte, hat das alles nichts genützt.
Letztendlich blieb ihnen aber nichts anderes übrig, als das scharfe Gebiss. Jetzt ist es so, dass er nicht mehr durchgeht. Aber kaum hat er das andere Gebiss wieder, versucht er es auch wieder. Mit dem scharfen Gebiss versucht er es nicht einmal. Auf dem Platz braucht er das scharfe Gebiss natürlich nicht.

Es ist Ansichtssache. Aber ich hatte anfangs bei meiner Stute auch ca. 3 Jahre ein schärferes Gebiss. Sie war noch sehr jung, sehr unempfindlich im Maul (Haflinger) und ich sehr unerfahren. Keine gute Konstellation da draußen. Ich denke, die Sicherheit ist das Wichtigste. Für den Reiter, aber auch für das Pferd. Und dieses ewige Riegeln und ins Maul reißen habe ich dadurch von Anfang an vermieden. Sie hat sofort auf die kleinsten Bewegungen reagiert und ich - der blutige Anfänger, der ich damals war - kam nie in Versuchung, ihr ins Maul zu reißen. Ich denke, das ist mehr Tierquälerei, als ein schärferes Gebiss. Seit Jahren schon hat sie nun eine ganz weiche Trense und wir kommen jetzt beide super gut klar damit.

Liebe Grüße

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14. November 2008 um 11:14

Weiß nicht
Hey danke für eure Antworten.

Also mit dem schärferen Gebiss hab ich mir auch schon überlegt aber ne Freundin aus dem Stall hat mir erzählt das ihn manchmal eine mit dem schärferen Gebiss geritten hat, die halt noch nicht so erfahren war und mit normalem Gebiss ihn überhaupt nicht halten konnte und er mit dem scharfem auch durchgegangen is.....!! Ich weiß nicht ich will ihm halt auch nicht weh tun....ausprobieren könnt ichs natürlich mal...

Gruß

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20. November 2008 um 16:09

Dumme Antwort
Hey Ina,

also sorry und jetzt sei du mir bitte nicht böse aber des is wieda total der Schmarn den ich von dem Stallbesitzer auch immer hör. Durch Gewalt verschafft man sich Respekt Hey ich bin schon so viele Pferde geritten und ich reite ihn schon ewig lang und es war ja nie die rede davon das er mir immer und permanent durchgeht...!! Ich kann ihn halten aber manchmal nicht so wie ichs gerne hätte....!! Wenn ich ihn alle 2 Tage reiten würde hätte ich des ruck zuck im Griff aber da ich nur einmal in der Woche Zeit hab is des halt weng schwieriger ihm Gehorsam beizubringen....!!

Was ich durch Gewalt erreich des seh ich bei vielen Pferden in vielen Ställen Sie sin total verstört, ängstlich und brauchen ewig lang einem zu vertrauen...!! Ein Schärfes Gebiss is meiner Meinung dazu da das Pferd leichter zu kontrollieren und nur für sehr gute Reiter, und nicht um dem Pferd im Maul rumzureisen um im Schmerzen zuzufügen damit es weiß wer der Boss is....!! Scho mal auf die Idee gekommen das wenn er dann wieda ein normales Gebiss drin hat er erst recht macht was er will....!! Also sorry aber dafür hab ich überhaupt kein Verständiss....

Ihn is in letzter Zeit überhaupt keiner mehr geritten außer ich und letztes Wochenende war ich mit ihm und meiner Freundin im Gelände und ich konnte ihn sogar super gut halten, was mich selber total erstaunt hat und ich hatte ein normales Gebiss drin....!! Es liegt halt auch immer dran wie er drauf is aber ihm Schmerzen zufügen damit er auf mich hört is definitiv meiner Meinung nach die Falsch Lösung!!!

Gruß

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22. November 2008 um 10:21
In Antwort auf dunja_12341158

Dumme Antwort
Hey Ina,

also sorry und jetzt sei du mir bitte nicht böse aber des is wieda total der Schmarn den ich von dem Stallbesitzer auch immer hör. Durch Gewalt verschafft man sich Respekt Hey ich bin schon so viele Pferde geritten und ich reite ihn schon ewig lang und es war ja nie die rede davon das er mir immer und permanent durchgeht...!! Ich kann ihn halten aber manchmal nicht so wie ichs gerne hätte....!! Wenn ich ihn alle 2 Tage reiten würde hätte ich des ruck zuck im Griff aber da ich nur einmal in der Woche Zeit hab is des halt weng schwieriger ihm Gehorsam beizubringen....!!

Was ich durch Gewalt erreich des seh ich bei vielen Pferden in vielen Ställen Sie sin total verstört, ängstlich und brauchen ewig lang einem zu vertrauen...!! Ein Schärfes Gebiss is meiner Meinung dazu da das Pferd leichter zu kontrollieren und nur für sehr gute Reiter, und nicht um dem Pferd im Maul rumzureisen um im Schmerzen zuzufügen damit es weiß wer der Boss is....!! Scho mal auf die Idee gekommen das wenn er dann wieda ein normales Gebiss drin hat er erst recht macht was er will....!! Also sorry aber dafür hab ich überhaupt kein Verständiss....

Ihn is in letzter Zeit überhaupt keiner mehr geritten außer ich und letztes Wochenende war ich mit ihm und meiner Freundin im Gelände und ich konnte ihn sogar super gut halten, was mich selber total erstaunt hat und ich hatte ein normales Gebiss drin....!! Es liegt halt auch immer dran wie er drauf is aber ihm Schmerzen zufügen damit er auf mich hört is definitiv meiner Meinung nach die Falsch Lösung!!!

Gruß

Sorry - da hab ich was losgetreten....
Hey Mädels, ich wollte da keine Lawine ins Rollen bringen mit diesem scharfen Gebiss. Ich denke, es ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich, was gebraucht wird. Ich habe da ein Beispiel angegeben, wo es ziemlich extrem mit dem Knabstrupper war.

Aber ich habe auch ein Beispiel am Pferd meines Mannes. Warri ist sehr empfindlich im Maul und mein Mann ist ein Mann, hat also nicht gerade die leichteste Hand. Es war ein schlechter Start, den wir mit Warri hatten. Wir haben ihn gekauft, nachdem unser geliebter Ramon gestorben ist, das war im März 2006. Im Sommer 06 hatte sich Warri verletzt, war ewig lange in der Tierklinik, musste danach ein paar Monate aufgebaut werden (konnte also nicht geritten werden). Danach erlitt mein Mann einen schweren Schlaganfall, d. h., er konnte die ersten paar Monate gar nicht reiten. Damals bin ich Warri geritten, weil meine Stute durch die Reitbeteiligung bewegt wurde.
Nach der Krankheit kam Gerhard mit dem Pferd nicht mehr so richtig klar, aber wir haben das auf die gestörte Motorik geschoben, was teils ja auch stimmte. Nur - ich hatte keine Probleme mit Warri und Gerhard ist ein viel besserer und erfahrenerer Reiter als ich. Wir haben folgendes beobachtet: Warris Gebiss war zu scharf. Ich reite mit leichter Hand, aber Gerhard konnte vermutlich nach dem Schlaganfall die linke Hand nicht richtig koordinieren. Da hat er dann - ohne es zu wollen - Warri wehgetan und der hat sich dagegen gewehrt. Wir haben also gleich ein weiches Gebiss genommen und es wurde alles auf einen Schlag besser. Mittlerweile sind die beiden zusammengewachsen und ein Herz und eine Seele.

Ich denke, man sollte in Problemfällen immer nach den richtigen Lösungen suchen. Aber dabei alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, auch wenn es heißt, dass eine der Möglichkeiten ein schärferes Gebiss bedeutet. Wie Ina sagt: wenn ein Pferd diszipliniert geht und der Reiter gut ist, tut ihm das Gebiss auch nicht weh.

Ich würd niemals ein Pferd "brechen" wollen, dafür habe ich viel zu viel Respekt vor unserer Natur. Aber ich würde alles tun, damit ein Miteinander auch so funktioniert, dass Pferd und Reiter draußen sicher sind und andere Beteiligte nicht gefährdet werden. Der Wallach einer Bekannten (eine hervorragende Reiterin) hat plötzlich gesponnen und sie konnte ihn nicht halten. Sie ist abgestiefen, das Pferd hat sich losgerissen und ist 1,5 km weit direkt auf die Autobahn gelaufen - die Auswirkungen bei sowas sind enorm. Es gab sehr ernsthaft Verletzte mit Behinderungen für das ganze Leben (Auge wurde vom Huf getroffen und ausgeschlagen). Das Pferd wurde von einem Kleinbus erfasst und es flog durch die Windschutzscheibe durch den Wagen hindurch und durchbrach hinten die Heckklappe. Wir dürfen niemals die Gefahr unterschätzen, wenn wir in der heutigen Zeit mit dem Pferd draußen reiten.

Also, immer alle Möglichkeiten gut abwägen und das Beste für sich und für das Pferd entscheiden. Aber auch nicht aus falsch verstandenem Mitleid ein großes Risiko eingehen, das bringt niemandem etwas.

Ich hoffe, Kathi, dass du viel Freude mit dem Pferd hast und ich traue dir zu, dass du die richtigen Entscheidungen für dich und für das Pferd triffst. Es hat mich gefreut, zu hören, dass ihr eigentlich schon wieder Fortschritte gemacht habt - und das in so kurzer Zeit! Es stimmt, Pferdis sind nicht immer gleich gut/schlecht drauf und so wird es nicht immer entspannt bleiben. Aber es hört sich bis jetzt ganz gut an. Nur ein wenig vorsichtig musst du nach wie vor bleiben, aber die Zeit wird auch das regeln.

Liebe Grüße an Euch beiden: an Kathi und Ina

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24. November 2008 um 14:39


Was seh ich denn nicht real....?!? Weil du (Ina) sagst du wünscht mir klare reale Vorstellungen.....?!?!?

Also ich glaub du hast überhaupt nicht verstanden was ich eigentlich sagen will....es geht nicht dadrum das ich von keinem nen Rat annehmen will sonst hät ich hier ja auch nicht reingeschrieben und ich bin ja auch nicht grundlegend gegen ein schärferes Gebiss....wie gesagt bei ruhiger Führung und wenn es richtig eingesetzt wird es es sicherlich hilfreich, wär vielleicht auch anders wenn es einfach mein eigenes Pferd wäre weil dann weiß ich 100% das nur ich ihn reite und er sicherlich dadraus was lernt aber er wird eben manchmal, auch wenn nicht oft auch noch von anderen geritten und wenns einer so macht und einer so glaub ich nicht das dass dem Pferd viel bringen würde...!

Es geht auch gar nicht dadrum das ich in Lebensgefahr bin weil er in gestrecktem Galop nachhause rennt. Sowas hat er noch nie gemacht und ich bin mir dessen vollkommen bewusst das ein Ausritt nicht nur schön ist sondern das auch was passieren kann. Mir geht es dadrum das er von vorherigen Reiten einfach von Anfang an so geritten wurde das es bestimmte Galopp Strecken gibt wo er z.B. einfach losrennt....und damit mein ich keine Strecke die Schnurstracks auf die Autobahn los geht sondern Strecken auf Feldwegen, Waldwegen was weiß ich. Und es ist auch nicht so das ich ihn dann nicht zum stehen bekomme sondern ich will ihm einfach lernen das auch wenn andere auf der Strecke mit ihm Galopieren er das bei mir nicht genauso machen muss, er wartet bis ich ihm die Zeichen dafür geb und dann kann er galopieren und das er auch nicht einfach losrennt wenn des Pferd vor ihm galopiert sondern er des macht was ich will. Ich kann ihn ja halten des is gar nicht des Problem aber ich würde es einfach schöner und entspannter finden wenn ich ihm nicht wie blöd im Maul rumreisen muss sondern er selber einfach entspannt is und z.B. am langen Zügel galopiert....und des schaff ich denk ich auch nicht mit scharfem Gebiss da halt ich ihn vielleicht einfacher aber sobald ich loslass würde er da auch wieda davonrennen.....meine Meinung.

Gruß

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20. Dezember 2015 um 14:04
In Antwort auf oni_11856006

Hey,
eines könntest du doch noch machen - und dafür, dass ich das hier schreibe, werde ich wahrscheinlich in Stücke gerissen - ein scharfes Gebiss und ein Martingall.

Meine Reitbeteiligung und ihre Tochter haben auch ein eigenes Pferd. Es ist ein ziemlich derber Knabstrupper, zwar allerliebst, aber eben ein richtiger Büffel. Lange Zeit konnten sie ihn draußen nicht halten; er machte einfach mittendrin kehrt und legte los im gestreckten Galopp Richtung Heimat. Egal, ob die restlichen Pferde folgten oder nicht, egal, ob ihm jemand im Weg stand oder nicht. Er rannte dann einfach alles und jeden über den Haufen. Anfangs, als ich vorschlug, ihm ein scharfes Gebiss beim Ausreiten zu verpassen, war die Entrüstung riesengroß. Wie kann ich nur - ist Tierquälerei.
Sie haben alles versucht: vor dem Reiten longieren, spazierengehen, Bodenübungen und was weiß ich was sonst noch alles. Draußen aber, wenn er seinen Rappel hatte, hat das alles nichts genützt.
Letztendlich blieb ihnen aber nichts anderes übrig, als das scharfe Gebiss. Jetzt ist es so, dass er nicht mehr durchgeht. Aber kaum hat er das andere Gebiss wieder, versucht er es auch wieder. Mit dem scharfen Gebiss versucht er es nicht einmal. Auf dem Platz braucht er das scharfe Gebiss natürlich nicht.

Es ist Ansichtssache. Aber ich hatte anfangs bei meiner Stute auch ca. 3 Jahre ein schärferes Gebiss. Sie war noch sehr jung, sehr unempfindlich im Maul (Haflinger) und ich sehr unerfahren. Keine gute Konstellation da draußen. Ich denke, die Sicherheit ist das Wichtigste. Für den Reiter, aber auch für das Pferd. Und dieses ewige Riegeln und ins Maul reißen habe ich dadurch von Anfang an vermieden. Sie hat sofort auf die kleinsten Bewegungen reagiert und ich - der blutige Anfänger, der ich damals war - kam nie in Versuchung, ihr ins Maul zu reißen. Ich denke, das ist mehr Tierquälerei, als ein schärferes Gebiss. Seit Jahren schon hat sie nun eine ganz weiche Trense und wir kommen jetzt beide super gut klar damit.

Liebe Grüße

Hei aerasmith
Ich habe ein ähnliches Problem mit meiner Stute
Welches Gebiss hast du dann verwendet?
LG

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