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Mein Kater treibt mich in den Wahnsinn! -.-

13. September 2011 um 10:15 Letzte Antwort: 15. September 2011 um 20:25

Hallo!

Wir haben uns im Jänner einen kleinen Kater im Tierheim geholt. Er war da ca. 1/2 Jahr alt.
Damals war er superlieb, verschmust und anhänglich. Man konnte ihn stundenlang durch die Gegend tragen, er hat nie Blödsinn gemacht, war sofort stubenrein, einfach perfekt.

Seit einiger Zeit wird es immer schlimmer mit ihm. Anfangs ist er nur abends mal ausgerastet. Wir haben dass seine "5 Minuten" genannt und fanden es noch relativ süß. Er rannte wie irre durch die Gegend und massakrierte sein Spielzeug.
Aber es wurde zunehmend schlimmer. Plötzlich blieb es nicht mehr bei den 5 Minuten. Es dehnte sich auf bis zu 1 Std aus. Er fand sogar im Bett keine Ruhe. Plötzlich biss er meinem Freund andauernd in den Zeh, rannte durchs Schlafzimmer, sprang aufs Fensterbrett usw.
Er wurde dann nach draußen verbannt, durfte also nachts nicht mehr ins Schlafzimmer. Dann saß er draußen und Miaute ganz fürchterlich.

Er kann nicht raus, weil wir im obersten Stockwerk unseres Wohnhauses wohnen und es schlichtweg nicht möglich wäre. Ich wüsste jedenfalls nicht, wie ich ihn raus und rein lassen sollte. Deshalb lasse ich ihn hin und wieder auf den Balkon, damit er mal frische Luft abbekommt und etwas Neues sieht.
Von unserem Balkon führt eine Treppe auf die Dachterrasse. Noch aus Baby-Zeiten des Sohnes meines Freundes, haben wir allerdings eine Tür am Balkon, die den Weg zur Treppe versperrt.
Da springt er aber jetzt regelmäßig drüber um doch auf die Dachterrasse zu gelangen.
Anfangs setzte er sich nur davor und nutzte unbeobachtete Augenblicke. Doch mittlerweile rauscht er an mir vorbei, sobald ich kurz die Balkontür öffne und springt da drüber wie von der Tarantel gestochen.

Er mauzt den halben Tag und wenn ich ihn streichle fängt er schon nach einer halben Minute an, an mir herumzukauen, mich zu kratzen, sodass ich ihm einen Klaps auf den Hintern geben musste, weil er partout nicht mehr loslassen wollte.
Ich bin total verzweifelt.
Ist er einsam? Ich bin in den Semesterferien fast rund um die Uhr da, aber wenn ich Uni hab, bin ich sehr oft weg.
Hab schon überlegt, ob er einen Spielkameraden braucht.
Hab aber auch schon die Sorge gehabt, dass er vielleicht krank ist. Bei Hunden kann ein Hirntumor Auslöser für Aggressionen sein, sagte uns einmal ein TA.
Kennt jemand so etwas? Dass ein Kater sich vom Engel zum Bengel entwickelt?
(Er ist übrigens seit ca. 4 Monaten kastriert)
Vielen Dank fürs Durchlesen!
LG!
Couronne

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13. September 2011 um 22:23

Er ist ja noch jung..
Du hast dir einen Teeniekater ins Haus geholt, der natürlich viel viel Energie hat. Und falls gerade kein Spielzeug zur Hand ist, wird eben Frauchen's Hand oder Herrchen's Zeh bespielt. Gerne natürlich mit Krallen und Zähnen Das kenne ich gut. Als meine kleine Katze in dem Alter war, waren meine Arme durchgehend rotgestreift und blutig Katzenangel-Spielzeuge sind da ganz gut - deine Hand ist ausser Reichweite und man kann trotzdem gut "toben".

Hört sich auch ein wenig so an, dass er sich in der Eingewöhnungszeit, also kurz nachdem ihr ihn aus dem Tierheim geholt habt und er in sein neues, ungewohntes Heim gesetzt wurde, erstmal hat alles gefallen lassen - sprich rumtragen, streicheln etc. Nach dem Motto - du bist neu hier - erstmal keinen Streit provozieren. Jetzt nachdem er sich anscheinend gut eingelebt hat, werden Grenzen ausgetestet und auf den Putz gehauen

Das mit dem Netz für den Balkon ist wirklich eine tolle Sache. Draußen ist er abgelenkt, hat viel zu gucken (hui, die ganzen Vögel) und ihr habt vielleicht ein paar Minuten Ruhe

Ansonsten ist, gerade wenn du viel in der Uni bist und er alleine ist, ein Spielkamerad gar keine schlechte Idee. Falls du dir noch eine jüngere Katze zulegen würdest und die beiden sich gut verstehen, bist du als Spiel- und Kampfpartner dann zumindest zum Großteil entlassen.

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14. September 2011 um 8:22

*lol*
Okay. ^^
Die Anspielung auf das Stofftier war jetzt ein bisschen fies... ^^
Die Sache ist ja eben die, dass wir schon seit Jahren Katzen haben. Meine Eltern hatten fast durchgehend immer Katzen. Junge Katzen, ältere Katzen und auch schonmal Baby-Katzen. Ich habe ein solch aggressives Verhalten wie seines wirklich noch bei keiner Katze erlebt.
Wenn es nach mir ginge, würde ich ja einen zweiten Kater dazu holen. Die im Tierheim meinten aber, dass er sich nicht mit anderen Katzen versteht. Was ich irgendwie nur so halb glauben kann.
Dazu kommt, dass mein Freund nur ungern eine zweite Katze hätte.

Aber ich muss sagen, dass wir immer mehrere Katzen gleichzeitig hatten und unsere Katzen haben niemals gekratzt oder gebissen, also ist ein Partner vielleicht genau die richtige Lösung.
Was mache ich aber, wenn ihm das andere Kätzchen dann doch nicht zusagt? Schaffe mir auch nicht gerne etwas an, das dann andauernd vermöbelt wird oder dass ich sogar gerade deshalb wieder weggeben muss.
Werde das mal mit meinem Freund besprechen. Vielleicht kann man ihn ja mit ins Tierheim nehmen, damit er sich dort an das neue Kätzchen gewöhnt.
Wäre in unserem Tierheim sicher möglich...

Ich musste ihm einen Klaps geben, weil er sich so tief und fest in mich eingekrallt und gebissen hat, dass ich ihn gar nicht mehr losbekommen habe. Auch wenn Katzen eigenwillig sind und ihren eigenen Kopf haben, heißt das sicher nicht, dass ich mir ausnahmslos alles gefallen lassen muss.
Lasse ihn mittlerweile raus, schaue aber regelmäßig wo er ist. Im schlimmsten Fall landet er bei den Nachbarn im Garten oder auf dem Vordach des Hauseingangs.

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14. September 2011 um 8:43

Toll! ^^
Also ist mein süßer kleiner Schmusekater ein Herumsch***.
Ja, ich lasse ihn ja raus. Er streunert auf der Dachterrasse herum, geht zur Nachbar-Dachterrasse und war sogar schon in der Wohnung der Nachbarin. xD
Die hatte im Sommer ihre Balkontür auf und war duschen. Als sie aus der Dusche kam, flitzte er wie von einer Hornisse gebissen aus der Wohnung. *g*
Gott sei Dank hat sie nicht geschimpft. Sie meinte, dass sei kein Problem und so seien Katzen nun einmal. Nur deshalb kann ich ihn ruhigen Gewissens herauslassen. Aber ich hab schon Angst, dass er da mal was kaputt macht oder hinpinkelt, selbst wenn er sonst absolut stubenrein ist... wer weiß ob der Heimweg zum Klo im Notfall lohnt?
Hoffen wir das Beste.

Ein Spielkamerad ist doch keine gute Idee? Weil ein Bekannter in Ungarn hat gerade Katzenwelpen. Dann hätte ich dort eine geholt.

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15. September 2011 um 20:25

Loslassen
ist das Zauberwort. Seitdem ich ihn einfach machen lasse und er raus draf wann er will, ist er abends müde und dreht nicht mehr so durch. Er kommt auch regelmäßig zu mir, als wollte er sagen "Bin noch da, alles super!" ^^
Ja, Katzen machen sowas nicht, aber ist sehr süß.

Er pinkelt nie irgendwo hin, also nicht bei uns, dann sollte er das eigentlich auch bei den Nachbarn nicht tun, ne? ^^
Aber er krazt schonmal an Möbeln (obwohl er einen Kratzbaum hat, den er auch manchmal benutzt ^^ ), hoffentlich hat sie nix mit feines Stoff irgendwo herumstehen... ^^

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vom Redaktionsteam