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Mein Hund ist Ängstlich

30. Juni 2007 um 20:39

Meine Schäferhündin hat Angst vor Menschen. Ich habe sie schon seit sie ein Welbe ist, deswegen vertraut sie mir, aber vor allen anderen hat sie Angst. Sie ist jetzt 4 Jahre alt und ich weiß immer noch nicht, wie ich sie an Menschen gewöhnen kann. Sie darf nicht ins Haus und lebt in einem Zwinger mit den Schäferhunden meines Großfaters. Ich gehe oft mit ihr spazieren, aber ich lebe in einem gleinen Dorf, wo nicht sehr viele
leute sind. Mit Kindern versteht sie sich sehr gut, ist aber trotzdem sehr vorsichtig. Ich stehe auch mittlerweile vor dem Problem, dass ich warscheinlich umziehen werde. Und sie gerne mitnehmen würde, aber sie ist nicht stubenrein.
Ich freue mich über jeden rat.
Gruß
Jade

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3. Juli 2007 um 11:42

Das kann sie alles lernen
Hallo Jade,

erst mal, stubenrein wird ein erwachsener Hund sehr schnell. Im Moment muss sie ja im Zwinger ihren Wohnbereich verschmutzen, es bleibt ihr ja nix anderes übrig. Aber wenn Du sie im Haus hast ist es wichtig, erst mal ein paar Tage frei nehmen und ihr darauf achten, dass Du rechtzeitig mit ihr rausgehst und sie viel lobst, wenn sie was draussen macht. Sollte am Anfang mal was im Haus passieren, solltest Du es ignorieren, es sei denn, Du erwischst sie inflagranti. Dann genügt aber auch schon ein strenges pfui oder nein und dann sofort raus mit ihr und ganz viel loben, wenn sie wieder draussen was macht - wie beim Welpen. Sie wird das sehr schnell lernen.
Mit der Menschenscheu kann ich Dir nur eines raten, geh mit ihr in eine Hundeschule oder Hundegruppe. Wichtig ist, sie nie von jemandem bedrängen zu lassen - entweder, sie kommt auf einen Menschen zu, der ihr z.B. ein Leckerchen anbietet oder sie lässt es und dann darf man sie auf keinem Fall zwingen.
Einmal hinhalten und warten, nicht in die Augen schauen, wenn sie es nimmt, sollte sie mit Worten viel gelobt werden, evtl. am Handrücken schnuppern lassen - wenn sie nicht will, sollte die Person sie einfach ignorieren und sich weiter in ruhigem Ton mit Dir unterhalten, so dass sie kapiert, dass sie keine weitere Reaktion zu befürchten hat.
Es gibt nur die Möglichkeit der Abhärtung. Sie wird vermutlich nie auf Menschen freudig zugehen aber das ist ja auch o.k. Wichtig ist nur, dass sie keine Angst vor anderen Menschen hat. Da sie Dir vertraut, ist es ganz wichtig, dass Du ihr ständig ein Gefühl von Sicherheit vermittelst, wenn jemand zu Euch oder auf Euch zu kommt. Konsequent an der Seite halten, absitzen lassen, mit ruhiger Stimme sprechen. Wenn sie brav sitzen bleibt und nicht scheut, loben und Leckerchen und wieder ignorieren und ihr das Gefühl geben, dass alles ganz normal ist.
Das bedeutet viel Übung und viel Geduld aber bei den meisten ängstlichen Hunden kann man mit der Zeit eine Besserung erreichen, Du musst sie nur immer wieder damit konfrontieren und das geht am Besten in einer Hundeschule.
Viel Glück !

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31. Juli 2007 um 15:03

Vertrauen
Also ich kenne das. ICh habe selber eine Hündin, die ich erst mit einem Jahr aus dem Tierheim geholt habe. Sie wurde misshandelt und war ängstlich und aggresiv zu allen anderen Menschen. Heute geht sie sogar jeden Tag mit zur Arbeit ins Büro.

Der Hund kann erst seine Ängste überstehen, wenn du für ihn das Alpha Tier bist und ihm vertrauen geben kannst. Wenn Dein Hund immer noch ängstlich ist, gibst du ihm nicht das gefühl ihn zu leiten/beschützen.
Das kannn schon durch kleinigkeiten ausgelöst werden. Z.B. wenn der Hund zuviele Prioritäten hat. Ich war mit meiner Hündin mal bei Marrtin Rütter gewesen. Kann ich nur empfehlen!!!
Ganz wichtig. Gib Deinem Hund einer Aufgabe und er muss für sein Futter arbeiten. Futterbeutel training ist optimal. Wenn Du interésse an meinen Erfahrungen hast melde dich einfach. Habe einen verstörten bissigen Hund wieder hingekriegt.

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