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Mein Hund horcht nicht !

7. April 2013 um 22:48 Letzte Antwort: 20. Mai 2014 um 9:11

Mein Hund Sina ist 1 Jahr alt und wirklich sehr brav !
Nur da gibt es ein problem - Da wir auf einen Bauernhof leben darf sie auch mal alleine raus , sie bleibt immer brav beim Haus doch sobald unsere 2 nachbars Hunde auskommen laufen sie in den Wald ( das gefällt dem Jäger nicht ! )Da kann ich rufen was ich will die ist weg ! Wenn sie zurück kommt schimpfen wir sie, sie weis das sie das nicht darf macht es aber immer wieder was kann ich tun ? Wir gehen jtz immer mit leine raus aber sie sollte es trotzdem nicht tun !
Danke schon mal !

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9. April 2013 um 13:54

Zwei Ansätze
Meine liebe Doris.

Dein Hund verhält sich vollkommen korrekt und seiner Natur entsprechend. Er ist ein soziales Raubtier. Darum geht er jagen mit jenen, die er toll findet. In deinem Fall sinds halt die Nachbarhunde und nicht du. Warum sollte er auch???
Wunderst du dich wirklich, dass er wegläuft? Du schickst Ihn raus, frei nach dem Motto: Beschäftige dich mal selber ein wenig! und ärgerst du dann über das Resultat. Obendrei bestraftst du noch seine Heimkehr. Sehr kontraproduktiv!
Ein Hund weis nichts von Konsequensen. Er beurteilt nicht mit richtig und falsch.
Mein Rat:
1. keine Alleingänge mehr. Nur noch raus in deiner Begleitung. Ruhiges Spazierengehen. Ansätze von Jagen sollten schon im Keim unterbrochen werden. Seinem Jagdttrieb darf er gerne beim Apportiern oder Suchen fröhnen.
2. Falls er doch mal abgehauen ist und wieder heimkehrt, erfolgt KEINE Bestrafung (da du das Heimkehren bestrafst und nicht das Weglaufen!!!!). Lege den Hund ins PLATZ und mache deutlichen Abstand zu ihm. Warte so mind. 5min. Dann gehst du zum Hund, stehlst dich neben ihn, KMD: Sitz, kurz warten und ruhig weitergehen. WARUM DIES SO???
Durch das KDM: Platz erfolgt Unterordnung (devote Haltung). Du bist Chef. Wenn du Abstand zum Hund hast, kann sich Vertrauen aufbauen. Wenn du wieder zu ihm zurückkehrst erhält der Hund das grösste Lob (mein Leader beschäftigt sich mit mir!), plus das DU auf den Hund zugehst, nicht umgedreht. DU hast das Letzte Wort! Ausserdem kann der Hund in den 5min zur Ruhe kommen und steht nicht mehr in tieblicher Erwartungshaltung. ACHTUNG:5min sind nur ein Richtwert und jenach Hund unterschiedlich. Wichtig ist das der Hund ruhig wird. Ein tiefes Schnaufen kann das zeigen.
Das abschliesende KMD: SITZ bei dir (also in Grundstellung) soll nochmals die Aufmerksamkeit des Hundes und seine gehorsame Grundhaltung absichern. Erst wenn der Hund auch mit dem Kopf (also seinen Gedanken) bei dir ist, gehts weiter. Klar?!?

Viel Spass
Reivo

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23. April 2013 um 7:46

Hallo Doris,
ich fürchte, die Erziehungsanleitung für Fortgeschrittene von Reivo dürfte Dir nicht allzuviel weiter helfen, oder?
Du schreibst leider nicht, was Du für eine Rasse hast. Hat Dein Hund Jagdtrieb? Erst mal muss ich Dir sagen, dass das Verhalten Deines Hundes ganz normal ist, Dein Hund ist draußen, langweilt sich, die Nachbarshunde animieren sie, mit in den Wald zu laufen. Natürlich tut sie das auch. 3 Hunde zusammen bilden ein Rudel, in dem es sich schön jagen und stöbern lässt. Dieser Trieb steckt in vielen Hunden drin und den kannst Du ihr auch in der Regel nicht austreiben. Sobald der Hund sich unbeaufsichtigt fühlt, wird er wieder die Gelegenheit nutzen und los laufen, da ist die Versuchung zu groß. Wir haben zwei Hunde, zu denen wir eine sehr gute Bindung haben, sie gehorchen super. Sehen sie allerdings ein Kaninchen, bevor wir es gesehen haben, stürzen sie los und es ist schwer, sie so weit zu kriegen, dass sie uns wieder wahrnehmen. Es sind Jagdhunde, es ist ihr Trieb, das Kaninchen zu verfolgen. Da hilft nur Aufpassen, Beaufsichtigen und dem Hund halt weniger Freiraum zu lassen, in dem er unbeobachtet seinem "Hobby" nachgehen kann. Ich denke, Dein Hund gehorcht sicher gut und läuft auch nicht weg, so lange einer von Euch dabei ist, stimmt's? Also hast Du schon viel erreicht. Der Hund denkt nicht wie ein Mensch und wenn er die Gelegenheit hat, einer Versuchung zu folgen, dann tut er das, ohne an die Konsequenzen zu denken. Ihr solltet den Hund nicht mehr unbeaufsichtigt draußen lassen und stetig am Gehorsam arbeiten!

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23. April 2013 um 12:05
In Antwort auf jayne_12347131

Hallo Doris,
ich fürchte, die Erziehungsanleitung für Fortgeschrittene von Reivo dürfte Dir nicht allzuviel weiter helfen, oder?
Du schreibst leider nicht, was Du für eine Rasse hast. Hat Dein Hund Jagdtrieb? Erst mal muss ich Dir sagen, dass das Verhalten Deines Hundes ganz normal ist, Dein Hund ist draußen, langweilt sich, die Nachbarshunde animieren sie, mit in den Wald zu laufen. Natürlich tut sie das auch. 3 Hunde zusammen bilden ein Rudel, in dem es sich schön jagen und stöbern lässt. Dieser Trieb steckt in vielen Hunden drin und den kannst Du ihr auch in der Regel nicht austreiben. Sobald der Hund sich unbeaufsichtigt fühlt, wird er wieder die Gelegenheit nutzen und los laufen, da ist die Versuchung zu groß. Wir haben zwei Hunde, zu denen wir eine sehr gute Bindung haben, sie gehorchen super. Sehen sie allerdings ein Kaninchen, bevor wir es gesehen haben, stürzen sie los und es ist schwer, sie so weit zu kriegen, dass sie uns wieder wahrnehmen. Es sind Jagdhunde, es ist ihr Trieb, das Kaninchen zu verfolgen. Da hilft nur Aufpassen, Beaufsichtigen und dem Hund halt weniger Freiraum zu lassen, in dem er unbeobachtet seinem "Hobby" nachgehen kann. Ich denke, Dein Hund gehorcht sicher gut und läuft auch nicht weg, so lange einer von Euch dabei ist, stimmt's? Also hast Du schon viel erreicht. Der Hund denkt nicht wie ein Mensch und wenn er die Gelegenheit hat, einer Versuchung zu folgen, dann tut er das, ohne an die Konsequenzen zu denken. Ihr solltet den Hund nicht mehr unbeaufsichtigt draußen lassen und stetig am Gehorsam arbeiten!


Ei, ei, ei.
Katrin, da sind aber einige Ansätze die ins Leere laufen.
Meine "Anleitung" ist nun wirklich leicht nachzuvollziehen. Wenn dies schon als fortgeschrittengilt .... dann gute Nacht.

Deine Anmerkung zum Jagdttrieb. ALLE Hunde haben Jagdttrieb! Nur halt der eine mehr, der andere weniger. Richtig ist das dies auch auf Rasse zurückzuführen sein KANN - nicht muss!
Gänzlich falsch ist es aber, dass man diesem nicht entgegenwirken kann. Wie jeder Trieb, braucht es einen Reiz der den Trieb auslösst. Und Reize kann man neutralisieren! Sprich den Hund desenbilisieren. Reagiert der Hund nicht mehr auf diesen Reiz (zB Wild) lenke ich seinen (noch immer vorhandenen) Jagdttrieb nun auf ein anderes Objekt (zB Ball, Apportholz, Boudin).
Das geht natürlich nur wenn es eine Beziehung zwischen Hund und HAlter gibt. Bei dir mag es nicht funtzen, da ihr nur eine Bindung habt. Und wie jeder weis ist eine Bindung IMMER instrumentell, also materiell hinterlegt. in einer Beziehung beziehen sich beide aufeinander, bedingt durch Respekt, Vertrauen, Zuneigung. Also optional! Und in der Optionalen lernt der Hund immer nachhaltiger und schneller, da selber gewählt.
Wer dies nicht verstanden hat, wird noch bis zum Santnimmerleinstag den Hund mit Unterordnung und Gehorsamkeitstraining nerven, ohne Resultat. Ohne Beziehung keine Erziehung!

Lg Reivo

PS: 3 Hunde machen noch kein Rudel! Höchstens eine Gruppe. 3 Schwalben machen ja auch noch keinen Sommer!

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20. Mai 2014 um 9:11
In Antwort auf miina_12893107

Zwei Ansätze
Meine liebe Doris.

Dein Hund verhält sich vollkommen korrekt und seiner Natur entsprechend. Er ist ein soziales Raubtier. Darum geht er jagen mit jenen, die er toll findet. In deinem Fall sinds halt die Nachbarhunde und nicht du. Warum sollte er auch???
Wunderst du dich wirklich, dass er wegläuft? Du schickst Ihn raus, frei nach dem Motto: Beschäftige dich mal selber ein wenig! und ärgerst du dann über das Resultat. Obendrei bestraftst du noch seine Heimkehr. Sehr kontraproduktiv!
Ein Hund weis nichts von Konsequensen. Er beurteilt nicht mit richtig und falsch.
Mein Rat:
1. keine Alleingänge mehr. Nur noch raus in deiner Begleitung. Ruhiges Spazierengehen. Ansätze von Jagen sollten schon im Keim unterbrochen werden. Seinem Jagdttrieb darf er gerne beim Apportiern oder Suchen fröhnen.
2. Falls er doch mal abgehauen ist und wieder heimkehrt, erfolgt KEINE Bestrafung (da du das Heimkehren bestrafst und nicht das Weglaufen!!!!). Lege den Hund ins PLATZ und mache deutlichen Abstand zu ihm. Warte so mind. 5min. Dann gehst du zum Hund, stehlst dich neben ihn, KMD: Sitz, kurz warten und ruhig weitergehen. WARUM DIES SO???
Durch das KDM: Platz erfolgt Unterordnung (devote Haltung). Du bist Chef. Wenn du Abstand zum Hund hast, kann sich Vertrauen aufbauen. Wenn du wieder zu ihm zurückkehrst erhält der Hund das grösste Lob (mein Leader beschäftigt sich mit mir!), plus das DU auf den Hund zugehst, nicht umgedreht. DU hast das Letzte Wort! Ausserdem kann der Hund in den 5min zur Ruhe kommen und steht nicht mehr in tieblicher Erwartungshaltung. ACHTUNG:5min sind nur ein Richtwert und jenach Hund unterschiedlich. Wichtig ist das der Hund ruhig wird. Ein tiefes Schnaufen kann das zeigen.
Das abschliesende KMD: SITZ bei dir (also in Grundstellung) soll nochmals die Aufmerksamkeit des Hundes und seine gehorsame Grundhaltung absichern. Erst wenn der Hund auch mit dem Kopf (also seinen Gedanken) bei dir ist, gehts weiter. Klar?!?

Viel Spass
Reivo

Genau so...
Ich kann Reivo nur zustimmen.
Mein kleiner ist jetzt knapp 4 Monate und wir besuchen die Hundeschule.
Mein Trainer hat es mir genau so erklärt. Und das üben wir auch. ich lass ihn sitzen und entferne mich. Immer etwas mehr. Es klappt super.

Es war echt schwer für mich, so hart zu sein. Kein Schnüffeln, kein spielen.... Nur wenn ich es erlaube. Das zu gehen auf andere Hunde. Vorallem das unterbinden im Training.

Aber im nachhinein ist alles richtig so. ER freut sich wenn er los ziehen darf, ich freu mich weil ich keinen Stress habe.
Weil er hört...

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