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Mein Chi will nicht lernen

18. August 2010 um 21:21 Letzte Antwort: 19. August 2010 um 11:05

hallo hundefreunde.

ich habe einen chihuahua welpen zuhause der nicht lernen will.ich übe 2 mal täglich ca 10 min sitz und platz,jedoch begreift er nicht was ich von ihm will.heran rufen sowieso blickkontakt wenn ich ihn rufe mache ich immer zwischen durch im laufe des tages.
was mache ich falsch? ich führe ihn mit nem leckeri in die position und lobe ihn dann.so hatte ich es auch ín den welpenfibeln gelesen.zur welpenschule waren wir bereits 2 x, aber leider konnte mein kleiner noch nicht viel mitmachen da er viellll zu klein ist.ausserdem spielen die welpen dort auch die meiste zeit nur,statt das ihnen iwas beigebracht wird.

brauchen die chis im allgemeinen etwas länger? schäme mich sowas zu fragen

wie ist es bei euch gewesen?

lg minni

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18. August 2010 um 22:57

Mein Vorschlag
Ich würde dir raten, es grundsätzlich für den Hund spaßiger zu gestalten. Lernen soll Freude machen und nicht in Arbeit ausarten - schon gar nicht beim Welpen. Also lieber über den Tag verteilt immer mal wieder kurze (!!) Übungseinheiten von vielleicht 1-2 Minuten als 2x täglich 10 Minuten, die für einen Welpen meiner Meinung nach überfordernd sind.

Dann würde ich dir raten, dass Platz nicht nur aus dem Sitz heraus zu üben, sondern auch immer wieder aus dem Stand heraus. Sinn: Viele Hunde können "Platz" nur aus dem Sitz, weil sie es nur so gelernt haben, klingt komisch - ist aber so.
Hunde lernen situationsgebunden, weshalb es für viele Halter auch oft so frustrierend ist, wenn ihr Hund etwas vermeintlich Gelerntes plötzlich nicht mehr kann - nur weil es von ihm an einem anderen Ort (z.B. draußen, wenn sonst nur drinnen geübt wurde) verlangt wird. Darum: alle Übungen auch immer an verschiedenen Orten und aus verschiedenen Situationen heraus (z.B. aus dem Sitz/Stand) trainieren.

Immer spielerisch und für den Hund motivierend arbeiten. Ein "Nein" kann für einen jungen Hund sehr vernichtend sein, und seine Bereitschaft zur Mitarbeit stark senken. "Nein" würde ich darum aus dem Vokabular komplett streichen, wenn es um das Trainieren des Gehorsams geht.

Wenn du mit deinem Hund einen wirklich tollen Weg einschlagen willst, dann würde ich dir das Clickertraining sehr ans Herz legen. Hierbei wird zwischen Übung und Belohnung ein Geräusch geschaltet, das dem Hund signalisiert "Was du machst ist richtig, du wirst dafür belohnt werden." Das hat den großen Vorteil, dass man den Hundekeks vor der Hundenase weglassen kann, und der Hund dadurch besser mitdenken kann. Er hat nicht nur "Kekskekskeks" im Kopf, sondern merkt was er da gerade macht. Da Clickern außerdem "süchtig" machen kann, hat man gleichzeitig einen Hund, der begeistert mitarbeitet - immer auf der Suche nach dem nächsten "Click".
Das macht das sogenannte "freie Shapen" möglich. Hierbei gibt nicht der Mensch vor, was der Hund zu tun hat, sondern der Hund bietet Verhalten an - was vom Menschen dann mit dem Clicker punktgenau bestätigt werden, und so "geformt" und aufgebaut werden kann.
Für das "Platz" würde es bedeuten: wenn der Hund sich hinlegt, bekommt er in dem Moment den "Click" mit anschließender Belohnung. Es dauert meist nicht lange, dann haben die Hunde verstanden "wenn ich das und das mache, dann bekomme ich Click+Belohnung" - sie werden das Verhalten also immer öfter zeigen. So kann man das Verhalten dann mit der Zeit mit einem Kommando belegen, was der Hund dann nach und nach mit seinem Handeln verknüpft.

Was sich hier vielleicht kompliziert liest ist in der Umsetzung sehr einfach, wenn man das Prinzip einmal verstanden hat. Es gibt zu dem Thema Clickern viele Bücher und Internetseiten (ich würde aber erstmal den Gang in die Buchhandlung empfehlen), und wie gesagt - Clickertraining ist wirklich unglaublich klasse (finden die Hunde auch).

Ansonsten hier ein "althergebrachter" Tipp fürs Platz:
Setz dich auf den Boden, und winkele die Beine leicht an. "Ziehe" den Hund dann mit einem Leckerlie unter deine angewinkelten Beine. Um dem Leckerlie folgen zu können, wird er sich hinlegen müssen. Verbinde das Hinlegen mit dem Kommando und dem sofortigen Füttern des Leckerlies.

In Welpenstunden sollte viel gespielt werden - allerdings kontrolliert, damit kein Mobbing aufkommt. Ich habe ein wenig den Eindruck, dass du eventuell von dem Hundebaby etwas viel verlangen könntest.

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19. August 2010 um 10:24
In Antwort auf angsthund

Mein Vorschlag
Ich würde dir raten, es grundsätzlich für den Hund spaßiger zu gestalten. Lernen soll Freude machen und nicht in Arbeit ausarten - schon gar nicht beim Welpen. Also lieber über den Tag verteilt immer mal wieder kurze (!!) Übungseinheiten von vielleicht 1-2 Minuten als 2x täglich 10 Minuten, die für einen Welpen meiner Meinung nach überfordernd sind.

Dann würde ich dir raten, dass Platz nicht nur aus dem Sitz heraus zu üben, sondern auch immer wieder aus dem Stand heraus. Sinn: Viele Hunde können "Platz" nur aus dem Sitz, weil sie es nur so gelernt haben, klingt komisch - ist aber so.
Hunde lernen situationsgebunden, weshalb es für viele Halter auch oft so frustrierend ist, wenn ihr Hund etwas vermeintlich Gelerntes plötzlich nicht mehr kann - nur weil es von ihm an einem anderen Ort (z.B. draußen, wenn sonst nur drinnen geübt wurde) verlangt wird. Darum: alle Übungen auch immer an verschiedenen Orten und aus verschiedenen Situationen heraus (z.B. aus dem Sitz/Stand) trainieren.

Immer spielerisch und für den Hund motivierend arbeiten. Ein "Nein" kann für einen jungen Hund sehr vernichtend sein, und seine Bereitschaft zur Mitarbeit stark senken. "Nein" würde ich darum aus dem Vokabular komplett streichen, wenn es um das Trainieren des Gehorsams geht.

Wenn du mit deinem Hund einen wirklich tollen Weg einschlagen willst, dann würde ich dir das Clickertraining sehr ans Herz legen. Hierbei wird zwischen Übung und Belohnung ein Geräusch geschaltet, das dem Hund signalisiert "Was du machst ist richtig, du wirst dafür belohnt werden." Das hat den großen Vorteil, dass man den Hundekeks vor der Hundenase weglassen kann, und der Hund dadurch besser mitdenken kann. Er hat nicht nur "Kekskekskeks" im Kopf, sondern merkt was er da gerade macht. Da Clickern außerdem "süchtig" machen kann, hat man gleichzeitig einen Hund, der begeistert mitarbeitet - immer auf der Suche nach dem nächsten "Click".
Das macht das sogenannte "freie Shapen" möglich. Hierbei gibt nicht der Mensch vor, was der Hund zu tun hat, sondern der Hund bietet Verhalten an - was vom Menschen dann mit dem Clicker punktgenau bestätigt werden, und so "geformt" und aufgebaut werden kann.
Für das "Platz" würde es bedeuten: wenn der Hund sich hinlegt, bekommt er in dem Moment den "Click" mit anschließender Belohnung. Es dauert meist nicht lange, dann haben die Hunde verstanden "wenn ich das und das mache, dann bekomme ich Click+Belohnung" - sie werden das Verhalten also immer öfter zeigen. So kann man das Verhalten dann mit der Zeit mit einem Kommando belegen, was der Hund dann nach und nach mit seinem Handeln verknüpft.

Was sich hier vielleicht kompliziert liest ist in der Umsetzung sehr einfach, wenn man das Prinzip einmal verstanden hat. Es gibt zu dem Thema Clickern viele Bücher und Internetseiten (ich würde aber erstmal den Gang in die Buchhandlung empfehlen), und wie gesagt - Clickertraining ist wirklich unglaublich klasse (finden die Hunde auch).

Ansonsten hier ein "althergebrachter" Tipp fürs Platz:
Setz dich auf den Boden, und winkele die Beine leicht an. "Ziehe" den Hund dann mit einem Leckerlie unter deine angewinkelten Beine. Um dem Leckerlie folgen zu können, wird er sich hinlegen müssen. Verbinde das Hinlegen mit dem Kommando und dem sofortigen Füttern des Leckerlies.

In Welpenstunden sollte viel gespielt werden - allerdings kontrolliert, damit kein Mobbing aufkommt. Ich habe ein wenig den Eindruck, dass du eventuell von dem Hundebaby etwas viel verlangen könntest.


das mit dem clicker ist eine gutte idee.klingt eher logisch als kompliziert.werde mich da mal schlau machen.und wann gibt man das kommando dazu? muss ich dann ständig "platz"
sagen bis er unter meinen beinen robbt?

ich hab bei meinem ersten hund leider vieles falsch gemacht, bei meinem neuankömmling möchte ich alles richtig machen.eigentlich bin ein sehr geduldiger mensch aber ich lasse mich unter zeitdruck setzten...weil die ja angeblich nur bis zur 13.ten woche lernen würden.deswegen die ganze panik

danke dir für die lieben ratschläge

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19. August 2010 um 11:02
In Antwort auf nuala_11927069


das mit dem clicker ist eine gutte idee.klingt eher logisch als kompliziert.werde mich da mal schlau machen.und wann gibt man das kommando dazu? muss ich dann ständig "platz"
sagen bis er unter meinen beinen robbt?

ich hab bei meinem ersten hund leider vieles falsch gemacht, bei meinem neuankömmling möchte ich alles richtig machen.eigentlich bin ein sehr geduldiger mensch aber ich lasse mich unter zeitdruck setzten...weil die ja angeblich nur bis zur 13.ten woche lernen würden.deswegen die ganze panik

danke dir für die lieben ratschläge

Ich
hab ja im Grunde die selben Probleme .Mein Chi Charly ist jetzt 7 Monate alt und entwickelt sich allmählich zum Hooligan .Er macht was er will ,hört überhaupt nicht und ignoriert konsequent alle Erziehungsversuche .Die Tricks die bei Tedy super funktionieren verpuffen bei ihm .Würde er nicht das kleinste Rascheln der Leckerlietüte hören ,würde ich denken er ist taub.Tedy habe ich zb 2 x gezeigt wie 'sitz' geht und er hatte es begriffen .Charly kann man es zeigen und zeigen und zeigen ...er macht es einfach nicht ! Mein Chi Trolli war genauso .Im Wald pöbelt er alle großen Hunde an und lässt sich nicht zur Ordung rufen .
Morgen hat er einen Termin bei der Tiertrainerin ,mal sehen was die dazu sagt

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19. August 2010 um 11:04
In Antwort auf nuala_11927069


das mit dem clicker ist eine gutte idee.klingt eher logisch als kompliziert.werde mich da mal schlau machen.und wann gibt man das kommando dazu? muss ich dann ständig "platz"
sagen bis er unter meinen beinen robbt?

ich hab bei meinem ersten hund leider vieles falsch gemacht, bei meinem neuankömmling möchte ich alles richtig machen.eigentlich bin ein sehr geduldiger mensch aber ich lasse mich unter zeitdruck setzten...weil die ja angeblich nur bis zur 13.ten woche lernen würden.deswegen die ganze panik

danke dir für die lieben ratschläge

Huch
Wo steht denn sowas, dass sie nur bis zu 13. Woche lernen? Oder bringst du das mit der Sozialisationsphase durcheinander?

Ein Hund lernt sein Leben lang - auch das Sprichwort "You can't teach an old dog new tricks" / "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr." stimmt einfach nicht. Alte Hunde lernen teilweise etwas mühsamer, wenn es um das Ablegen alter Verhaltensweisen und das Erlernen neuer geht - aber sie lernen.

Die Sozialisationsphase ist unter den Forschern umstritten - bei den einen heißt es, sie geht bis zur 12. Woche, andere sagen bis zur 16., wieder andere meinen sie würde so in dieser Form gar nicht existieren. Es ist die Phase, in der Welpen ihrer Umwelt noch recht offen gegenüberstehen. Es ist die ideale Phase, den Welpen vorsichtig an seine Umwelt zu gewöhnen, damit er später keine Ängste in ihr entwickeln muss. Also sollte er in dieser Zeit z.B. den Staubsauger, viele nette (!) fremde Menschen, Bus- und Bahnfahren, Autofahren, nette andere Hunde, andere Tiere (Zoospaziergang), spielende, schreiende Kinder, Menschen mit Stock/Gehwagen/Rollstuhl/Kinderwagen,... usw usw kennenlernen. Immer ohne Stress, immer nur soviel sein Geist aufnehmen kann - sonst entsteht doch wieder Stress, was die Erlebnisse negativ werden lassen kann.

Wenn du Platz mit dem Clicker beibringen möchtest, würde ich das über "freies Formen" machen, und nicht über die Methode ihn unter die Beine kriechen zu lassen. Möchtest du das aber so machen (Beine), dann würde ich erst "Platz" sagen, wenn er wirklich liegt.

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19. August 2010 um 11:05
In Antwort auf christiin1

Ich
hab ja im Grunde die selben Probleme .Mein Chi Charly ist jetzt 7 Monate alt und entwickelt sich allmählich zum Hooligan .Er macht was er will ,hört überhaupt nicht und ignoriert konsequent alle Erziehungsversuche .Die Tricks die bei Tedy super funktionieren verpuffen bei ihm .Würde er nicht das kleinste Rascheln der Leckerlietüte hören ,würde ich denken er ist taub.Tedy habe ich zb 2 x gezeigt wie 'sitz' geht und er hatte es begriffen .Charly kann man es zeigen und zeigen und zeigen ...er macht es einfach nicht ! Mein Chi Trolli war genauso .Im Wald pöbelt er alle großen Hunde an und lässt sich nicht zur Ordung rufen .
Morgen hat er einen Termin bei der Tiertrainerin ,mal sehen was die dazu sagt


Wünsche dir viel Erfolg bei der Trainerin.Manche brauchen eben länger anscheinend...

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