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Meerschweinchen erblindet?

16. Februar 2015 um 21:38

Hallo, liebe Meeri-Besitzer,

wir haben seit Mitte Januar ein Meerschweinchen (inzwischen 5 Monate alt), das immer ganz normal reagiert hat. Am Anfang war es scheu. Von Tag zu Tag wurde es zutraulicher, fraß uns aus der Hand und reagierte immer sofort auf uns, wenn wir ins Zimmer kamen oder mit ihm sprachen. Es kam sofort ans Gitter, stellte sich auf die Hinterbeine und schaute uns an. Stellten wir einen Futternapf in den Käfig, lief es sofort hin und fraß, auch mit Heu war das so.

Als wir heute nach Hause kamen, sagte meine SchwieMu, es hätte den ganzen Nachmittag an einer Stelle gesessen und hätte ganz laut gequiekt, hätte ihr aber auch aus der Hand gefressen.

Ich stellte ihm einen Futternapf rein, auf den es überhaupt nicht reagierte, währenddessen es jedoch aus der Hand fraß.

Vor ca. 2 Wochen ist es meiner Tochter aus ca. 10 cm Höhe aus der Hand gefallen. So dachte ich, es hätte vielleicht Schmerzen in den Hinterbeinen und kann nicht so gut laufen. Es bewegt sich jedoch, wenn man es anfaßt.

Nun habe ich gerade eben festgestellt, dass es, wenn ich meine Finger vor seine Augen halte, gar nicht reagiert, weder schnuppert, noch erschreckt und wegläuft (es ist nämlich noch nicht streichelzahm). Faßt man es jedoch an, erschreckt es und flüchtet ein Stück weit weg. Bewege ich meine Finger vor seinem Auge ruckartig, reagiert es nicht ein bißchen. Auch beim Rascheln von Heu reagiert es nicht oder geht zumindest nicht danach. Nur wenn man das Futter direkt vor seine Schnauze hält, frißt es recht ausdauernd.

Eine Augentrübung oder Entzündung ist nicht festzustellen.

Kann ein Meerschwein in so kurzer Zeit erblinden oder sieht es bei künstlichem Licht generell schlecht?

(Ihr gleichaltriger Bruder (kastriert) jedoch reagiert bei jedem Lichtverhältnis ganz normal und kommt bei der kleinsten Bewegung im Raum angeflitzt.)

Was kann mein Meeri haben?? Kann es noch eine andere Ursache für sein Verhalten geben?

Es bekommt, genau wie der Bruder, viel frisches Gemüse (Fenchel, Gurke, Chicoree, Möhre, Apfel usw.) zu fressen, nur ganz wenig Trockenfutter, ständig frisches Wasser und ne Menge Heu am Tag. Machen wir was falsch?

Wer hat Ahnung?

Im Internet finde ich nichts, was darauf paßt.

Kann mir jemand helfen und kann vielleicht über ähnliche Erfahrungen berichten??

Ich möchte mein Tier auch nicht übereilt zum Arzt schleppen, da dies doch auch nur Streß ist.


Wäre für kurzfristige Antworten sehr dankbar!!!


Liebe Grüße
Sharazany

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16. September 2015 um 21:38

Unser "erblindetes" Meeri
Hallo Littelmew,

du fragst, was aus unserem Meeri geworden ist.

Als sich das Verhalten unserer kleinen Meeri-Dame am nächsten Tag nicht änderte, rief ich beim Tierarzt an, der uns sofort für den nächsten Morgen zu sich bestellte. Er testete mit einem fallenden Wattebausch ihre Reaktion, die gleich Null war. Dann hat er noch die Temperatur gemessen, die sich ebenfalls etwas unterhalb der normalen Körpertemp. befand. Er leuchtete ihr in die Augen und stellte fest, dass sie tatsächlich vollkommen blind ist und die gefallene Körpertemperatur wohl auf den reduzierten Appetit zurückzuführen ist. Für Meeris ist verminderte Futteraufnahme und Körpertemperatur gefährlich, da dann das Verdauungssystem schwer aus dem Gleichgewicht kommt und die Schweinis dran sterben könnten. Er gab ihr Spritzen in den Rücken, wobei sie fürchterlich schrie. Der Arzt meinte, es ist ein gutes Zeichen, dass sie überhaupt noch reagiert. Er verschrieb desweiteren Vitamintropfen und ein Appetitanreger für die nächsten Wochen.
Dann hatten wir einen Kontrolltermin beim Tierarzt. Ich war der Meinung, dass unsere Meeri-Dame wieder die Alte ist und sich genau so verhält, wie am Anfang. Er aber stellte fest, dass sie zwar nicht mehr blind ist, aber auch nicht sonderlich gut sieht. Das sei aber für Meeris kein Problem, da er Sehsinn bei ihnen ohnehin nicht vordergündig ist, sondern sie eh ihr Futter nach dem Geruch suchen würden.
Er vermutete eine Augeninfektion, die schon sehr lange im Schweini steckt und gerade jetzt durch eine Streßsituation zum Ausbruch kam. Die Streßsituation könnte gewesen sein, dass sie zwar ihren Bruder hören und durchs Gitter sehen, aber noch nicht zu ihm durfte, da er nach der Kastration noch 6 Wochen im Extra-Käfig wohnen musste. Seitdem die beiden endlich zusammen sind, geht es ihnen beiden prächtig. Das Weibchen reagiert etwas langsamer bei der Fütterung und läßt sich manchmal ne Möhre von ihrem Bruder abjagen, aber im großen und ganzen vertragen sie sich, spielen, fressen zusammen und streiten auch mal.

Wir hoffen, dass sie nun lange gesund und munter bleiben und ein langes Leben haben. Sie werden diesen Monat 1 Jahr alt.


Ich hoffe, die Infos nützen dir in irgendeiner Weise.

Alles Gute für >deine< Meeris!!


Viele Grüße von

Sharazany


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