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Labrador komplett überfettet..wie helfen?

3. Juni 2012 um 21:00 Letzte Antwort: 4. Juni 2012 um 10:24

Huhu ihr Lieben,


sorry wegen dem langen Text, aber ich muss hier etwas genauer beschreiben.

ich habe mal eine Frage wie ihr Handeln würdet in so einer Situation:
Wir waren heute zum Kaffee trinken bei den Eltern meines Stiefvaters eingeladen. Eigentlich habe ich mit seinen Eltern nicht viel zu tun, und war heute auch nach Jahren das erste Mal bei ihnen daheim.
Mein Freund und ich haben also unsere beiden Fellnasen eingepackt und dachten, dass wir dann ja mit dem Labrador der Familie zusammen Gassi gehen könnten. Meine Mutter hat mich zwar schon vorgewarnt, dass mich dort ein Hund erwartet, der fett sei, aber das was ich dann gesehen habe, hat echt alles getoppt.

Die arme Hündin ist gerade mal 5 Jahre alt und hat dabei ein Gewicht von bestimmt knapp 45kg auf geschätzten 60cm Schulterhöhe. Sie kann kaum noch laufen, die Hinterläufe formen sich schon zu X-Beinen, weil das Gewicht von oben so drückt. Muskeln sieht man an ihr gar nicht, lediglich Fettmasse, die sich bei jedem Schritt Hin und Her bewegt.
Kurzum: Der Hund schaut aus wie eine Presswurst auf 4 Beinen und hat augenscheinlich Probleme sich zu bewegen

Zustande kam das Ganze schlicht und ergreifend dadurch, dass die Süße fett gefüttert wird. Am Mittagstisch ein Steak, beim Kaffee ein Stück Kuchen. Der Hund bekommt ALLES was auch seine Menschen essen und Gassi gegangen wird nur noch, wenn mal jemand Lust hat alle paar Tage ein paar hundert Meter.
Als wir heute herein kamen, hat die Hündin an mir geschnuppert und dann mit eingezogener Rute ganz leise geknurrt und sich weggedreht. Sie hatte panische Angst und war mit der Situation komplett überfordert (unsere Hunde waren natürlich im Auto). Das Frauchen hat dann lediglich einen Scheit Holz genommen und hat den Arm zum schlagen bereit erhoben, weil die Kleine knurrt. Ich fand das so schrecklich. Sie hat zum Glück nicht zugeschlagen, aber die arme Hündin hat einfach nur Angst und ich weiß wie ich mich in dem Moment verhalte, um sie nicht noch mehr zu verunsicherun und dann steht jemand schlagbereit hinter ihr

Dazu kommt ein katastrophaler Haushalt, mit dem meine Stiefgroßeltern allem Anschein nach heillos überfordert sind. Überall Dreck, die Tapeten fallen von der Wand, teilweise sind gar keine mehr vorhanden. Es wird nichts mehr gemacht, ausser faul herumliegen und alles verrotten lassen. Der Müll stapelt sich. Es ist schrecklich. Ich mochte weder meinen Kaffee trinken, noch ein Stück Kuchen essen, weil mir das Geschirr zuwider war (habe zum Glück die Ausrede schwanger zu sein, und dementsprechend keinen Appetit zu haben).

Ich habe jetzt eben schon mit meiner Mutter gesprochen. Die Zustände dort sind schon solange sie die beiden kennt genau so. Und auch die Vorgängerhündin wurde bis zu ihrem Tod regelrecht gemästet. Dagegen anreden bringt nichts, das haben bereits mein Stiefvater und alle seine Geschwister versucht. Die Eltern sehen den Fehler nicht ein und denken sie machen alles richtig.
Im Dreck leben ist eine Sache, aber ein unschuldiges Tier dort hausen zu lassen und so zu behandeln, treibt mir die Tränen und die Zornesröte ins Gesicht.

Nun überlegen wir ernsthaft was wir tun können. Auf der einen Seite sind es natürlich die Eltern von meinem Stiefvater, also haben wir uns heute zurückgehalten. Auf der anderen Seite geht mir dieses arme Wesen nicht mehr aus dem Kopf.
Mein Freund hat schon überlegt den Hund zu entführen und aufzupäppeln, oder zu mindest jemanden zu suchen der sie dann hegt und pflegt.
Tierschutz einschalten? Wird da wegen einem Hund wirklich etwas unternommen? Zumal ich da befürchte, dass sie sich rausreden werden irgendwie.
So einen Rabattz schlagen, dass sie den Hund freiwillig rausrücken und mir die Familie zum Feind machen? Viel zu tun habe ich mit denen wie gesagt sowieso nicht.

Jedenfalls muss da etwas passieren, sonst stirbt die Maus viel zu jung an Überfettung, dauerhafte Probleme mit der Hüfte und den Gelenken hat sie sicher jetzt schon, aber einen Tierarzt sieht sie ja leider auch nie, der dagegen etwas machen könnte.

Was meint ihr könnte man in dem Fall machen?
Ich zerbreche mir jetzt sicher ewig den Kopf deswegen.


LG
Quoddl

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4. Juni 2012 um 10:24

Schließt sich nova an...
Ich schließe mich Nova an. Du kannst es natürlich auch anonym machen. Aber der Hund gehört dort unbedingt weg! Und deine Eltern sollten Nie wieder einen Hund bekommen, geschweige denn ein anderes Tier.

Typische "Hundebesitzer" die sich einen Hund zugelegt haben weil es gerade in der nachbarschaft cool war, und sich keinen Kopf darüber gemacht das der Hund doch einige viele Jahre bei einem ist..

Da ist der Hund sogar im Tierheim besser dran.. o.O

lg

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