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Katzen aneinander gewöhnen - brauche dringend eure Tipps

14. April 2014 um 12:57 Letzte Antwort: 16. April 2014 um 12:33

Hallo,

ich brauche eure Hilfe und hoffe, dass ihr mir Tipps geben könnt. Es ist etwas länger, aber bitte nehmt euch die Zeit.

Ich hab einen Kater, er wird im Sommer zwei und ist kastriert (rot ). Wir haben ihn schon mit wenigen Wochen aus dem Tierheim geholt und eig. war geplant, dass er ein Freigänger wird. Anfangs war ich auch ab und an mit ihm draußen, aber dann sind wir in eine größere Wohnung umgezogen und da wollte ich ihn erstmal nicht rauslassen, weil auf der einen Seite zwar ein Naherholungsgebiet, auf der anderen Seite aber eine dicht befahrene Straße neben dem Haus ist. Danach wurde er kastriert.

Ich dachte, es täte ihm gut, eine zweite Katze zu haben. Da er ziemlich groß ist und auch ziemlich "herrisch", wurde mir empfohlen, ein zweites Männchen dazuzugeben. Es war der Horror. Mein Kater hat den anderen Kater (ebenfalls kastriert) dermaßen terrorisiert, dass der sich neben dem Katzenklo angemacht hat, obwohl er größer und körperlich eig. überlegen gewesen wäre. Mein Kater wurde danach auch richtig krank, hatte Fieber etc. der war total fertig, weil der überhaupt keine andere Katze wollte... Da haben wir den anderen Kater zurück ins Tierheim gebracht und es gelassen. ... Zugegeben, heute würde ich es anders angehen, ich hatte damals nicht so viel Ahnung vom Zusammenführen.

Da mein Kater eine Wohnungskatze ist und auch niemanden hat, ist er natürlich total auf uns fixiert. Mein Freund und ich haben in Bezug auf ihn wirklich schon sehr viel mitgemacht. Nicht nur, dass überall die Katzenhaare sind, er oft sogar mutwillig Dinge kaputt macht - v.a. dann, wenn er nicht das bekommt, was er will (die ganzen teuren Vorhänge zerbissen, die Couch kratzen, obwohl daneben der Kratzbaum ist, Gegenstände zerbeißen, weil er nicht das bekommt, was er will). Im Vergleich zum letzten Jahr ist es schon viel besser geworden, wir haben es geschafft, ihn zumindest etwas zu erziehen und eig. ist er ja auch brav, aber mir kommt vor, es ist zu wenig. ... Ich gehe nur Teilzeit arbeiten, weil ich noch studiere, aber mir wird es trotzdem zu viel. Ich kuschle und spiele wirklich gerne mit ihm und mein Freund auch. Wir nehmen uns echt viel Zeit und mein Kater ist auch total aufgeweckt und gibt keine Anzeichen, dass für ihn etwas nicht passen würde, im Gegenteil, aber ich hasse es einfach so dermaßen, wenn ich z.B. für die Arbeit oder die Uni was machen muss und er nicht aufhört, lästig zu sein!!!!

Es soooooooo anstrengend für mich ist, fast den ganzen Tag immer Katzenanimateurin zu spielen. Ich fühle mich, als hätte ich ein Kind. Ständig muss ich alles tun, was der Kater will, ansonsten terrorisiert er mich ... ein Beispiel: Morgens, wenn wir aufstehen, wird erstmal gekuschelt, dann gibt's Futter, dann fahr ich kurz für ne halbe Stunde einkaufen, dann wird mal mindestens eine halbe Stunde gespielt und ich lass ihm danach das Fenster offen zum Rausschauen. Ich will halt dann auch mal was für die Uni tun, also lernen etc., und dann geht's los. Obwohl ich mich vorher mit ihm beschäftige, schreit er vor dem Arbeitszimmer und jault und springt auf die Türklinke und hört nicht mehr auf. Wenn ich ihn reinlasse, bost er aber nur herum, zerbeißt Sachen etc. ... Leider weiß er auch, wie man Türen aufmacht ... Ich bin einfach fertig, weil er mir oft genau dann keine Ruhe lässt, wenn ich sie am dringendsten brauche und das zehrt echt an mir. Klar, wenn ich mal ein Kind hab, wird es ähnlich sein, aber deshalb wollte ich ja auch kein Kind, sondern eine Katze

Ich brauche Entlastung und die einzige Möglichkeit, um diese zu bekommen, wäre laut meinen Freunde eine zweite Katze. Das Problem ist, dass ich mittlerweile schon ein bisschen allergisch reagiere und dass mein Kater sich nicht mit anderen Tieren versteht. Denkt ihr, dass ich es dennoch mit einem Weibchen versuchen soll? Ich hab einfach Angst, weil die andere Katze dann ja arm ist, wenn es wieder nicht klappt und sie dann zurück ins Tierheim muss.

>>Welche anderen Optionen hätte ich eurer Meinung nach? <<... Er hat ja viele Spielsachen, Kratzbaum zum Klettern etc.

Ich brauche echt ein Lösung, denn mir geht's mittlerweile beschissen.

Danke im Voraus an alle.

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16. April 2014 um 12:33

Hi Lilly,
danke für deine Antwort!

Es ist so, dass er schon mit wenigen Wochen im Tierheim war und es geheißen hat, die Mutter sei von den Besitzern ausgesetzt worden. ... Kann gut sein, dass du Recht hast. Er war übrigens auch die einzige Babykatze, die sie im Tierheim hergegeben haben ... und ich dachte, es sei kein Problem, weil wir ja vor hatten, dass er ein Freigänger wird. Als er noch kleiner war, bin ich immer mit ihm raus und das hat ihm total gefallen ... das war aber kontrolliert, weil ich ihn immer nur ein paar Stunden raus lassen hab, wenn ich daheim war. Dann sind wir umgezogen in eine drei Mal so große Wohnung (haben jetzt 130m und 5m Balkon). Da hat er immer miaut, aber das war auch die Zeit, wo er läufig war, also sich paaren wollte. Dann haben wir ihn kastrieren lassen und es war Ruhe.

Ich hab zwar jetzt im Nachhinein mehrmals versucht, mit ihm rauszugehen, aber er möchte gar nicht mehr. Ich versuche es alle paar Woche mal, aber er hat total Angst, schreit und miaut und läuft zurück zur Tür. Ist ihm total zuwider, obwohl wir es seit Monaten versuchen. Und zwingen will ich ihn nicht, denn irgendwie ist es mir auch recht, weil ich schon auch Angst um ihn hab wegen der Straße daneben. Ich dachte auch an das Anmieten eines Schrebergartens: Da wäre er im Sommer in einer sicheren, abgegrenzten Umgebung und wär trotzdem draußen, nur gibt es bei uns in der Nähe absolut nichts Leistbares und da hab ich wieder Angst, dass er mir dann den Terror macht, wenn ich nicht jeden Tag mit ihm hinfahre, sollte es ihm gefallen ...

Es gibt eig. so keine Anzeichen, dass er unglücklich wäre. Er hat einen ausgeprägten Spieltrieb, frisst normal, kuschelt und alles, nur merk ich einfach, dass er extrem nervig wird, wenn ich nicht das tue, was er will: Sprich: Will er spielen und ich hab keine Zeit, fängt er an, mich zu tyrannisieren, indem er entweder irre laut schreit (meine Nachbarin dachte, ich hätte ein Baby bekommen!! ), oder er macht dann Dinge kaputt und das geht auf Dauer einfach nicht mehr!! Obwohl er im Vergleich zum letzten Jahr wirklich viel dazu gelernt hat und braver geworden ist.

Das mit der zweiten Katze sehe ich eig. genauso. Letztens war ich bei einer Freundin und deren Katze hat sich auf meinen Schoß gelegt. Als ich nachhause kam und mein Kater das gerochen hatte, hat er mir gleich eine gehauen und ist den ganzen Abend schmollen gegangen Alle anderen wollen mir einreden, dass er aber eine zweite Katze braucht. Und ich hab dann ein schlechtes Gewissen. Wir nehmen uns echt viel Zeit für ihn und richten unser Leben eig. auch ganz nach ihm aus, aber ein paar Stunden am Tag muss er mir einfach zugestehen, damit ich Arbeiten und Studieren kann. Hätte einfach gerne, dass er beschäftigt ist während dieser Zeit ...

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