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Katze und Baby?

2. Januar 2006 um 15:32 Letzte Antwort: 3. Januar 2006 um 21:31

Hallo,

wir haben unsere Mia (1/2 Jahr) jetzt seit 2 Monaten. Wir lieben unser Kätzchen sehr, planen aber über kurz oder lang, ein Baby zu bekommen. Jetzt habe ich gehört, dass es da zu Schwierigkeiten kommen kann, zum einen wegen der Katzenhaare, zum anderen, weil Katze das Baby nicht akzeptiert/für Spielzeug hält, kratzt, etc.

Wer hat schon Erfahrungen gesammelt und kann mir Tipps geben bzw. mir meine Bedenken nehmen?

Danke
Calistra

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2. Januar 2006 um 16:24

Re
Noch immer hält sich das Märchen, von Katzen, die sich auf schlafende Säuglinge legen und diese ersticken.

Dabei hassen Katzen schrille Töne wie Babygeschrei! Sie lieben es jedoch in Betten zu schlafen, mitunter leider auch in duftig riechenden und mollig warmen Babybetten.

Aus Angst und Unwissenheit müssen leider noch immer zahlreiche Katzen ihr zu Hause verlassen, sobald das Baby einzieht. Dabei ist dies bei einigen Vorsichtsmaßnahmen völlig unnötig und ein problemloses Miteinander möglich! Gut vorbereitet kann einer Freundschaft und Toleranz zwischen Kind und Katze nichts im Wege stehen!

Die Katze leidet oft sehr, wenn das ganze Interesse das bisher ihr galt, plötzlich auf das Baby konzentriert wird. So kann sie eifersüchtig reagieren und Unarten entdecken, wie das Kratzen an verbotenen Stellen oder Unsauberkeit.

Zum Wohl der Katze und der eigenen Nerven, sollte man versuchen die Katze in das Zusammenleben mit dem Baby einzubeziehen.

Das kann z.B. geschehen, indem die Katze an dem Baby schnuppern darf keine Angst, sie wird dem Baby nichts tun! Sie wird vielleicht fauchen und sich ängstlich zurückziehen. Das Tier wird noch unsicher sein und Gefauche oder Rückzug sind Ausdruck dieser Unsicherheit. Wichtig ist selbst ruhig und sicher zu bleiben, denn die eigene Ängstlichkeit überträgt sich auf das Tier wie auch auf das Kind.

Da das Baby viel Zeit in Anspruch nimmt und die Schmusezeiten mit der Katze weniger werden, sollte man immer wieder mit dem Tier reden, wenn grad keine Zeit für mehr Zuwendung ist.

Natürlich sollte immer jemand dabei sein, wenn Kind und Katze in einem Raum sind. Nähert sich die Katze zaghaft, unsicher aber dennoch interessiert dem Baby, so kann man sie durch Lob und streicheln ermutigen. Jedoch darf die Katze nie gezwungen werden, sich von dem Baby streicheln zu lassen.

Hilfreich gegen Eifersucht ist auch die Katze auf einem separatem Teller ruhig mal vom Babybrei kosten zu lassen.

Besucher, besonders die die Katze gut kennt, kann man bitten nicht nur den neuen Erdenbürger sondern auch ausgiebig die Katze zu begrüßen, sich etwas Zeit für sie nehmen.

Neigte die Katze schon immer etwas zur Eifersucht, so kann man ihr mit der frühzeitigen Gabe von Bachblüten die neue Situation erleichtern.

Unfreiwillige Mitschläfer im Kinderbett lassen sich durch ein Moskitonetz, das zusätzlich mit Bleiband am unteren Rand beschwert wird, fernhalten. Möchte man keinesfalls das die Katze das Babyzimmer betritt, so gewöhnt man sie am besten schon vor der Geburt daran, dass dies Zimmer tabu ist. So wird sie das Verbot nicht in Zusammenhang mit dem Baby bringen.

Kommt das Baby ins Krabbelalter sollten Katzentoilette, Fress- und Trinknäpfe für das Kind unerreichbar sein.

Katzen sind meist nicht begeistert von krabbelnden Kindern, mögen weder ihre plumpen Bewegungen noch lautes Kreischen. So zieht sich eine Katze zurück, wenn es ihr zu viel wird. Bedrängt das Kleinkind die Katze jedoch zu sehr, kann es schon zu einem Tatzenhieb kommen, wenn sie sich allzu sehr eingeengt fühlt und keinen Ausweg mehr findet. Zum Glück sind Katzen gute Lehrmeister und zeigen dem Menschennachwuchs rechtzeitig, wenn sie ihre Ruhe brauchen. Lebt man dem Kind von Anfang an vor, wie es mit einem Tier umzugehen hat, dass es weder Spielzeug noch schmerzunempfindlich ist, so wird es kaum zu unerfreulichen Vorfällen kommen. Meist entwickelt sich in der Regel das Verhältnis von Kind und Katze von ganz alleine, man sollte nicht zu übervorsichtig


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2. Januar 2006 um 18:09

Hallo Calistra
meiner Erfahrung nach hat es überhaupt keinen Sinn, sich darüber den Kopf zu zerbrechen! Wenn Ihr nicht absolut hysterisch reagiert und keinen Wert auf keimfreiheit legt, sondern Euer Baby in einer "natürlich dreckigen" Umgebung aufwachsen darf, dann ist ein Haustier ein absolutes Must!!!!
Als meine Tochter - mittlerweile 8 - geboren wurde, lebten bei uns 8 Katzen. Sie lebten nicht nur bei sondern auch mit uns. Sie durften zu jeder Zeit ins Kinderzimmer, sie durften sogar bei der Kleinen im Bett schlafen - das fanden sie urgemütlich und es hat niemals auch nur einen einzigen Kratzer gegeben. Im Gegenteil: durch das Geschnurre der Pelznasen war meine Tochter ein sehr ruhiger Schläfer, sie war ja nie allein, es war immer jemand da! Die Kurze hatte nie Katzenhaare in der Lunge höchstens mal auf dem Strampler - aber die bekommt man mit zwei angefeuchteten Fingern umgehend wieder weg. Und bei Euch ist es nur eine Katze!
Als ich mit Svea aus der Klinik kam, hab ich den Babysitz mit dem schlafenden Kind im Wohnzimmer auf den Boden gestellt und alle Miezen durften schnuppern. Sie haben auch sehr gern ein Schläfchen im Kinderwagen gehalten - da lag das Lammfell drin und war suuuuper.

Noch eine nette Anekdote: Meistens war meine Kurze im Tragetuch: Wenn ich aber doch mal mit dem KiWa unterwegs im DOrf war, ist immer einer unserer Kater mitgekommen. Nach einigen hundert Metern hatte er aber keine Lust mehr, wollte nicht allein zurück und ließ sich dann auf dem - mit einem Handtuch abgedeckten - Zudeck im Kinderwagen den Rest des Spazierganges mitnehmen.
Also, keine Panik! Kinder und Katzen gehören schon zusammen. Lieben Gruß Jule

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3. Januar 2006 um 14:20

Nee, das ist völliger quatsch!
Im gegenteil, nimm dir mal die kinder, die aufm bauernhof aufwachsen, die sind oft gesünder und haben weniger allergien, als andere.

Meiner meinung nach, handeln in diesem heutzutage einige eltern echt zu übertrieben.

Behalte dein kätzchen, es ist immer besser, wenn kinder mit tieren gross werden (vorallem für die psysche)!

Gruss katja

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3. Januar 2006 um 16:37

Auch wir...
haben Kinder und Katzen. Unser Kater wusste immer schon vor mir, dass ich schwanger war- er legte sich immer auf meinen Bauch.
Noch als die Kinder jeweils in der Klinik waren(nach der Geburt) haben wir schon den einen oder anderen Strampler mit nach Hause genommen, damit die Fellnasen daran schnuppern konnten. So war der Duft des Babys am Tag des Einzuges kein völlig fremder Duft mehr. Alle Türen waren immer offen, ins Kinderbett sind die Katzen nie gegangen, war entweder zu laut, zu unruhig oder beides. Später war es eher immer so, dass wir die Katzen vor dem Zugriff der Kinder schützen mussten. Auch ein gesunder Lernprozess für die Kleinen!
Noch heute- die Kinder sind mittlerweile 11 und 8 Jahre alt- kommen die katzen abends noch mit auf "Kontrollgang" durch die Kinderzimmer, ehe wir Großen zu Bett gehen.
Mach dir also nicht zu viele Gedanken im Vorfeld, Katzen sind seeeehr reinliche Tiere und Kinder, deren Immunsystem sich mit "Fremdkörpern" auseinandersetzen kann, sind häufig widerstandsfähiger als "steril" aufgewachsene.
Ciao,
wuschelig

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3. Januar 2006 um 16:52

Hallo
Etwas besseres als das du dein Kind mit Tieren aufwachsen lässt gibt es gar nicht! Eine KAtze wird deinem Kind nicht schaden im Gegenteil!
Meine Kinder sind immer mit Tieren aufgewachsen Hund,Katzen sie hatten Meerschweinchen ..Wüstenrennmäuse .....hasen ....Wasserschildkröten!
Kinder lernen verantwortung und sie lernen was es heisst respeckt vor Lebewesen zu haben natürlich muss mann als Eltern dahinter stehen aber gerade KAtzen sind feinfühlig und werden deinem Baby nichts tun im gegenteil unser Sternchen ist immer sofort da wenn der kleinere mal weint und glaub mir sie isr der aller beste Tröster..schnell sind trähnen dann weg und Kinder lachen wieder!
Lass die KAtze von Anfang an an das Kind ran....es schadet nicht!!! Und alle die das Gegenteil behaupten haben wirklich keine Ahnung!!!lg

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3. Januar 2006 um 21:31

Sehe darin kein Problem!
Bin selber auch mit Katzen aufgewachsen...

Meine Oma hatte damals tierische Angst von wegen die Katze legt sich auf mich drauf im Kinderbettchen oder die Katze eifert... Blabla halt

VON WEGEN: Unsere Perser-Katze hat immer unter meinem Bettchen geschlafen und wehe ich hab nur einen Pips gemacht, dann ist sie auf und davon und hat meine Eltern benachrichtig so ungefähr euer Baby ist wach.... *LOL*

Sicher nicht jede Katze macht das, aber ich war sehr froh, dass eine da war.... und ich glaube, das es auf jeden fall ein schöne erlebnis für ein Kind ist, mit einem Kätzchen aufzuwachsen..

Zum einen leistet sie sehr guten seelischen Beistand zum anderen ist es ein toller Spielgefährte ( Wenn das Kind dann mal größer ist) und ausserdem ist es doch schön, wenn sich im Haus was tut...

In diesem Sinne,bin ich der Meinung, dass euere Mia ruhig bei euch bleiben kann, wo es ihr auch sicher tierisch gut geht.. und eifern wird sie bestimmt auch nicht, wenn man sie weiterhin gleich behandelt...

MFG,
ReNi

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