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Katze greift grundlos Kind an

6. Dezember 2017 um 11:12 Letzte Antwort: 18. Dezember 2017 um 23:30

Hallo ihr Lieben,

ich bin langsam ziemlich ratlos.
Wir haben eine dreieinhalb jährige Katze zu Hause. Sie ist kastriert. 
Ihr Wesen ist an sich schon immer etwas eigen, sie ist manchmal sehr schmusig, dann wieder wild. Manchmal streichelt man sie und ohne Vorwarnung versucht sie, zu beißen, haut aber direkt ab, weil sie weiß, dass das falsch ist. 
Mittlerweile ist dieses Verhalten aber viel seltener geworden als noch vor einem Jahr, Angriffe sind ganz selten. 
Mich sieht sie als Art „Mama“ an, ich bin ihre erste Bezugsperson. Vor meinem Mann hat sie Respekt, liebt ihn aber auch sehr und kuschelt mit ihm. Sie weiß eigentlich, dass er das „Alphatier“ ist. 

Mein Mann und ich sind zu zweit, jedoch hat er einen 5-jährigen Sohn, der uns oftmals besucht und bei uns übernachtet. Er hat von Anfang an Angst vor der Katze, geht ganz ängstlich an ihr vorbei, obwohl sie ihm anfangs nie etwas getan hat.
plötzlich fing unsere Miez an, ihn anzugreifen. Völlig ohne Grund und Vorwarnung springt sie ihm an die Beine, kratzt und beißt ihn und mauzt dabei richtig aggressiv. Danach verschwindet sie sofort. Sie lässt ihn nicht mehr aus den Augen und ich habe den Eindruck, sie kommt nicht zur Ruhe, wenn er bei uns ist. Allerdings tut er ihr gar nichts, fasst sie nicht mal an, weil er sowieso Angst vor ihr hat.

In 8 Wochen kommt unser erstes gemeinsames Kind zu Welt und ich habe große Angst, dass unsere Miez das Baby angreift und verletzt. Ich möchte sie keinesfalls weggeben, wir lieben die Kleine sehr, sie gehört einfach zur Familie. Aber Angriffe auf die Kinder sind gefährlich und möchte ich nicht tolerieren.

Wieso tut sie das nur? Ist ihr langweilig oder ist sie eifersüchtig? Normalerweise ist sie ja das einzige „Kind“ zu Hause.

Man sagt ja auch, Tiere merken bei Babys, dass sie zur Familie gehören. Sie liegt auch während der Schwangerschaft oft auf meinem Bauch und merkt unseren Sohn somit treten und sich bewegen. Ob sie das mit dem Baby in Verbindung bringt, wenn es da ist? 

Organisch ist alles ok, sie ist gesund, wir sind regelmäßig beim Tierarzt.

Was kann ich nur tun, um ihre Aggressionen zu reduzieren? 
Mich wünsche mir ein ruhiges und schönes Miteinander. Mit Katze, Baby und meinem kleinen Stiefsohn. 

Ich danke euch schon für eure Antworten.

Liebe Grüße,

Kata 

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8. Dezember 2017 um 12:35

Es gibt Feliway Spray, das soll bei Katzen die Nerven beruhigen. Wir haben das auch, weil wir 2 haben, die sich nicht so super leiden können. Ob es was hilft, kann ich noch nicht sagen. Ich habe den Eindruck, dass es etwas besser hilft, vielleicht ist es auch nur Wunschdenken oder Zufall.  
Das gibt es als Spray und als Gerät, das man in die Steckdose steckt. Es ist geruchsneutral. Teste das doch mal aus. 
Ich kann mir vorstellen, dass eure Katze durch den Jungen gestresst ist. Auch wenn er sie nicht anfasst, hat sie vielleicht Angst vor ihm (Angriff ist die beste Verteidigung), oder die Katze fühlt sich einfach unter Strom. Ich meine, Kinder in dem Alter bringen auch einfach Geräusche mit, sie bewegen sich vielleicht auch schneller. 
Meine eine Katze hat viel Angst vor meiner Nichte, obwohl sie ihr nie was gemach hat. 

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18. Dezember 2017 um 23:30

Mit Spray und Co Brauch ich man in so einer Situation nicht anfangen das erklärt weder die Ursache noch ist es eine dauerhafte Lösung. Es ist ein verhaltenspsychologisches Problem. Wie oft ist der kleine bei euch? Es kann sein das die Katze ihn als "Unruhestifter" und "Eindringling" wahrnimmt und deswegen attackiert. Bei deinem Baby kann es also gut möglich sein das wenn die Katze sich an den neuen "Bewohner" gewöhnt hat sie keine Aggression gegenüber dem Baby zeigt gegenüber dem "zeitweiligen Eindringling" aber schon. Er muss ihr auch gar nichts tun damit sich die Katze gestört fühlt. Vllt hilft es wenn ihr zwei bis dreimal täglich mit der Katze spielt wenn der Sohn deines Mannes bei euch ist. Der kleine soll nicht mitspielen es geht nur darum die Katze etwas abzulenken während er mit im Raum ist. Oder der kleine muss öfter kommen so dass sich beide richtig aneinander  gewöhnen können und sich auf einer Ebene der "angstfreien Akzeptanz" begegnen können. Es müssen ja keine schmusefreunde draus werden.

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