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Kater + Kater - brauche DRINGEND Hilfe!

23. April 2013 um 11:46 Letzte Antwort: 24. April 2013 um 9:46

Hallo ihr Lieben!

Ich habe einen ca. 10 Monate alten Kater, den ich bereits mit acht Wochen aus dem Tierheim geholt habe. Seine Mutter wurde mit den kleinen Kätzchen einfach ausgesetzt und er sowie seine Geschwister wurden halt dann schon mit 6 Wochen von der Mutter getrennt - offenbar viel zu früh. Das Problem: Je länger ich ihn habe, desto mehr merke ich, dass ihm offenbar diese Phase mit der Mutter in Bezug auf Sozialverhalten absolut gefehlt hat.

Ich liebe den Kleinen trotz seiner Eigenheiten sehr - nur ist es ab und an sehr schwierig mit ihm. Seit er in die Pubertät gekommen ist (mit ca. 6 Monaten) ist er absolut anstrengend geworden. Er tut, was ihm passt - egal, wie oft ich "Nein" sage oder ihm zeige, dass er es nicht darf. Und man merkt halt im Allgemeinen auch, dass er nur sehr wenig Gefühl für andere hat. Oft kommt er wie ein Baby zu mir kuscheln und wenn es ihm zu viel wird, kratzt er mich gleich richtig doll ins Gesicht. Sowas kenne ich von anderen Katzen nicht - die zeigen das weniger aggressiv und nicht gleich so direkt auf Kampf. Er erzwingt quasi immer das, was er möchte. Bekommt er es nicht, beginnt er, Sachen runterzuschmeißen oÄ.

Bisher war ich immer nur Teilzeit arbeiten - jetzt möchte ich wieder Vollzeit und habe mir gedacht, dass er sich über einen Freund freut. Er ist eine reine Wohnungskatze (130m + Balkon). Wir haben ihn auch vor einem Monat kastrieren lassen. Da er immer so wild ist, haben mir einige dazu geraten, einen zweiten kastrierten Kater dazuzunehmen, da Katzen das Wilde oft nicht so mögen würden. Vergangenen Samstag waren wir also im Tierheim - einen Fundkater, kastriert, viel größer als unser Kater, dafür umso friedfertiger. Er ist ca. 4 Jahre alt.

Sobald wir den neuen Kater in die Wohnung gebracht haben, gab es nur noch Ärger. Unser Kater hat sofort die Haare aufgestellt, geknurrt und gefaucht. Jetzt, drei Tage später, ist es immer noch kein bisschen besser. Unser Kater lässt einfach nicht von dem Neuen ab, jagt und provoziert ihn, wo er nur kann. Der Neue ist total ruhig und will das gar nicht - er faucht nur, um sich zu wehren. Unser Katzer steigt ihm alle Schritte nach und will ihn immer wieder hauen. Mir tut das total leid, da der neue Kater echt ein lieber ist, aber ich denke, dass wir ihn zurückgeben müssen, wenn das so weitergeht. Letztens hat er sich sogar neben dem Kistchen angepinkelt und das ist kein gutes Zeichen. Wir gehen zu 90% immer dazwischen und verteidigen auch den neuen Kater, aber es ist halt auch sehr anstrengend für uns. Wir haben uns erwartet, dass unser Kater sich freut - immerhin vernachlässigen wir ihn ja durch die neue Katze nicht.

Ich hab wirklich ALLES probiert: Annäherung mit Leckerlies, beide streicheln, sogar Bachblüten-Notfalltropfen, um beide mal zu beruhigen, aber nichts. Die beiden hatten von Anfang an getrennte Kistchen und Fressnäpfe ... keine Ahnung, was da nicht funktioniert. Ich weiß, dass es erst drei Tage sind, aber es ist kein Stück besser geworden. Wenn sie alleine sind, trenne ich sie räumlich immer, damit da nichts sein kann, aber auf Dauer ist das keine Lösung. Das Problem ist meiner Ansicht nach das mangelnde Sozialverhalten unseres Katers. Der Neue hat sich ja sofort untergeordnet und keine Ansprüche gestellt.

Was können wir tun, damit das klappt?? Ich wollte unserem Kater ja eig. nur was Gutes tun, aber offensichtlich ist er lieber in Zukunft acht Stunden am Tag allein ...

Bitte um Hilfe.

LG

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23. April 2013 um 18:03

....
Der neue Kater ist mit vier Jahren wahrscheinlich etwas zu alt für einen jungen Rüpel mitten in der Pupertät. Zwei Katzen direkt zusammenzusetzen, ist auch nicht die beste Idee. Die alteingesessene Katze reagiert selten sofort begeistert, wenn ihr ein vermeintlicher Rivale vor die Nase gesetzt wird.

Was Ihr versuchen könnt, damit es doch noch klappt:
- Lastet den Kleinen noch zusätzlich aus, spielt viel mit ihm, damit er platt ist und den Großen nicht mehr so angeht.
- Versucht die Annäherung über Leckerlies weiter. Brecht das aber ab, sobald der Kleine Anzeichen von Aggression zeigt.
- Versuche auch mal, mit beiden gleichzeitig zu spielen. Auch hier: Sofort abbrechen, wenn der Kleine stinkig wird.
- Zusammenführungen brauchen Zeit. Drei Tage sind da nichts. Zusammenstöße sind normal. Dazwischen gehen würde ich erst, wenn der Neue massiv bedrängt wird und sich nicht mehr allein aus der Situation lösen kann.
- Stellt vielleicht, wenn möglich, noch ein zusätzliches Klo auf. Zumindest für die Zeit der Zusammenführung.

Falls es dennoch nicht klappt, lasst Euren Kater bitte nicht allein. Ein ähnlich wilder Partner im selben Alter wird besser passen. Eine langsame Zusammenführung bessert außerdem die Erfolgschancen.

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24. April 2013 um 8:09

Hallo,
ich bin kein Fan dieser schnellen Zusammenführungen. Sowas sollte grundsätzlich langsam ablaufen, da Katzen nun mal nicht auf spontane Veränderungen stehen.

Mein Vorredner hat schon tolle Tipps gegeben, deswegen Antworte ich mal nur auf deine letzten Satz.

Ich denke das Katzen keine Einzelgänger sind, wenn sie nicht dazu gemacht wurden.
Man sollte allerdings zwei Dinge vor der Vergesellschaftung unbedingt beachten.
- der Neuzugang sollte etwa gleich alt sein und
- in etwa den selben Charakter haben.

Eine Frage noch. Ist dein Kater eigentlich kastriert? Auch das kann zur Besserung des Verhaltens beitragen.

Grundsätzlich würde ich auch sagen, dass man nach 3 Tagen noch nicht wirklich viel über die Entwicklung sagen kann. Rangkämpfe sind normal und werden auch immer mal wieder vorkommen. Diese sollte man niemals unterbinden.

Gruß
Silja

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24. April 2013 um 9:24
In Antwort auf frauke_11881892

Hallo,
ich bin kein Fan dieser schnellen Zusammenführungen. Sowas sollte grundsätzlich langsam ablaufen, da Katzen nun mal nicht auf spontane Veränderungen stehen.

Mein Vorredner hat schon tolle Tipps gegeben, deswegen Antworte ich mal nur auf deine letzten Satz.

Ich denke das Katzen keine Einzelgänger sind, wenn sie nicht dazu gemacht wurden.
Man sollte allerdings zwei Dinge vor der Vergesellschaftung unbedingt beachten.
- der Neuzugang sollte etwa gleich alt sein und
- in etwa den selben Charakter haben.

Eine Frage noch. Ist dein Kater eigentlich kastriert? Auch das kann zur Besserung des Verhaltens beitragen.

Grundsätzlich würde ich auch sagen, dass man nach 3 Tagen noch nicht wirklich viel über die Entwicklung sagen kann. Rangkämpfe sind normal und werden auch immer mal wieder vorkommen. Diese sollte man niemals unterbinden.

Gruß
Silja

Ev. braucht es wirklich noch Zeit
Hallo,

danke für eure Antworten.

Ja, es sind beide Kater kastriert und sie haben auch zwei Kistchen und alles doppelt eigentlich.

Ich dachte am Anfang auch, dass wir so einen jungen Kater wollen, aber dann hatte ich Angst, dass das gar nicht funktioniert, weil zwei so egozentrische Sturköpfe nicht zu ertragen sind. Für meinen Freund und auch für mich ist es oft wirklich anstrengend gewesen mit unserem Kater, weil er wirklich sehr viel fordert. Und wenn man nicht das tut, was er will, fängt der Terror an Seit seiner Kastration ist es ein bisschen besser, aber nur minimal. Wir lieben den Kleinen wirklich sehr und wir kuscheln und spielen auch mit ihm, aber wir sind halt auch keine Katzenanimateure, die den Kleinen den ganzen Tag bespaßen können - deshalb auch eine zweite Katze.

Ich möchte den beiden wirklich die Gelegenheit geben, sich aneinander zu gewöhnen, aber unser alter Kater lässt den neuen einfach nicht und nicht in Ruhe. Ich hab mal gelesen, dass es so einen Duftstoff geben soll, mit denen man die Katzen einschmiert, sodass sie für die andere Katze gut duftet. Im Tierladen konnte mir aber keiner helfen, da gab's sowas nicht. Wisst ihr da viell. was?

Danke und LG

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24. April 2013 um 9:46
In Antwort auf nonie_11909019

Ev. braucht es wirklich noch Zeit
Hallo,

danke für eure Antworten.

Ja, es sind beide Kater kastriert und sie haben auch zwei Kistchen und alles doppelt eigentlich.

Ich dachte am Anfang auch, dass wir so einen jungen Kater wollen, aber dann hatte ich Angst, dass das gar nicht funktioniert, weil zwei so egozentrische Sturköpfe nicht zu ertragen sind. Für meinen Freund und auch für mich ist es oft wirklich anstrengend gewesen mit unserem Kater, weil er wirklich sehr viel fordert. Und wenn man nicht das tut, was er will, fängt der Terror an Seit seiner Kastration ist es ein bisschen besser, aber nur minimal. Wir lieben den Kleinen wirklich sehr und wir kuscheln und spielen auch mit ihm, aber wir sind halt auch keine Katzenanimateure, die den Kleinen den ganzen Tag bespaßen können - deshalb auch eine zweite Katze.

Ich möchte den beiden wirklich die Gelegenheit geben, sich aneinander zu gewöhnen, aber unser alter Kater lässt den neuen einfach nicht und nicht in Ruhe. Ich hab mal gelesen, dass es so einen Duftstoff geben soll, mit denen man die Katzen einschmiert, sodass sie für die andere Katze gut duftet. Im Tierladen konnte mir aber keiner helfen, da gab's sowas nicht. Wisst ihr da viell. was?

Danke und LG

Feliway
Eventuell könntest du Feliway probieren. Das ist kein Duftstoff im eigentlichen Sinne, sondern künstliche Pheromone, die bei der Katzen ein Wohlfühlgefühl erzeugen sollen. Gibt es als Zerstäuber, der in die Steckdose gesteckt wird. Einfach mal nach Feliway googeln.

Beim Fressnapf gibt es sowas ähnliches, heißt Catitude.

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