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Kater gestorben - was nun mit Katze tun?

2. April 2008 um 23:58 Letzte Antwort: 12. Oktober 2010 um 17:30

Hallo,

am Sonntag morgen lag mein Kater ganz komisch auf den kalten Fliesen im Bad, er sah sehr müde und i-wie gar nicht gut aus. Also sofort ab zum Tierarzt, dort kam dann der große Schock, mein Mikesch - mein Baby - der bisher noch nie krank war, war es jetzt. Von heute auf morgen (Samstag war noch alles "ok") ist bei ihm alles zusammen gebrochen, die Leber und Nierenwerte waren utopisch und er hatte extreme Untertemperatur (wohl von der Nacht auf den kalten Fliesen). Der Tierarzt gab ihm eine Infusion, legte ihn auf die Wärmeplatte machte alles was möglich war. Ich musste ihn schweren Herzens dort lassen, wenn ich ihm überhaupt noch eine Chance einräumen wollte. Ich war keine Stunde zuhause, da rief mich die Praxis an, ich solle besser vorbeikommen. Dort wurde mir dann eröffnet das ein Röntgenbild angefertigt wurde, das zeigte das er einen Tumor hat, der den gesamten Darm verschoben hat, soetwas sieht man vorher nicht, den Katzen geht es gut und auf einmal von jetzt auf gleich bricht es aus, ich solle mir keine Vorwürfe machen - die macht man sich dennoch, ich habe mir immer wieder die Frage gestellt ob ich nicht etwas hätte merken müssen.
Die TA eröffnete mir das sie es für das beste hielte ihn einzuschläfern, doch das konnte ich nicht. Mein Mikesch, mein Baby - nein der schafft das. Die TA meinte dann das ist meine Entscheidung, sollte er die Nacht überstehen hätten wir eine Chance ihn soweit hochzupäppeln, dass er eine OP überstehen könnte. Allerdings machte sie mir nicht viel Hoffnung, ihre Prognose war, dass er innerhalb der nächsten Stunde einschlafen würde. Sie wollte ihn auch gerne in der Praxis behalten, doch der Gedanke das mein kleiner alleine in einem Metallkäfig weit von uns weg sterben sollte war mir unerträglich. Sofern ich stark genug wäre könne ich ihn auch mitnehmen, in der Praxis könne nichts mehr für ihn getan werden, also nahm ich meinen kleinen Schatz mit nach hause. Er schlief nicht innerhalb der nächsten Stunde ein, er hielt noch 12 Stunden durch, ehe er um 1.20 Nachts friedlich und ohne Schmerzen (soweit man das sagen kann) eingeschlafen ist. Ich saß die ganzen Stunden neben ihm, habe ihn gestreichelt, in den Armen gehalten und gehofft das er es allen zeigt und durchhält, leider wurden meine gebete nicht erhört und ich musste mein Baby gehen lassen.

Während dieser ganzen Zeit weigerte sich Luna (seine Schwester) auch nur in die Nähe von ihm zu kommen, was mich sehr verwundert hat, da die beiden ein Herz und eine Seele waren, immer nur zusammen auf einem Fleck geschlafen haben, immer zusammen hingen.

Nun ist Luna die einzige Katze in unserem Haushalt. Nachts schläft sie seit Mikesch tot nun bei uns im Bett und Tagsüber benimmt sie sich normal solange wir beide und auch unsere Hündin da sind. Verlässt einer von uns das Haus (wir hatten die letzten Tage beide Urlaub) fängt sie das "schreien" an, nehmen wir den Hund noch mit, schreit sie nur noch. Heute war mein Mann wieder in der Arbeit, sie rannte den ganzen Tag klagend durch die Wohnung. Ich vermute das sie doch auf gewisse Weise nach Mikesch sucht, obwohl sie ja eigentlich weiß das er tot ist.

Die Frage aller Fragen ist nun : Luna war noch nie alleine, wenn ich jetzt auch wieder in die Arbeit gehe ist sie das.

Sollen wir nun für sie eine zweite Katze holen? Oder ist es besser für sie alleine zu bleiben? Denn ich weiß ja nicht ob sie sich mit der 2. Katze dann verstehn würde.

Ich will das tun was für Luna am besten ist, sie ist jetzt meine oberste Prio. Mikesch wird niemand ersetzen können, nur um wieder eine zweite Katze zu haben würde ich mir keine holen, nur wenn es für Luna besser ist.

Der Tierarzt meinte wir sollten uns schnell entscheiden....aber ich weiß einfach nicht was ich tun soll.

Hat einer von euch damit erfahrung? Ich wäre über Tipps mehr als Dankbar!

Liebe Grüße
Tess mit Luna

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4. April 2008 um 13:35

Schwierig
Generell verstehen sich Katzen nicht so gut mit hinzukommenden Katzen.
Wahrscheinlich wäre da ein kastrierter Kater besser.

Was meint denn der Tierarzt dazu?

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6. April 2008 um 13:40

Hallo tessluna
Es ist immer schwer ein Tier gehen zu lassen. Ich habe im letzten Jahr meinen Kater einschläfern lassen müssen, er war gerade 8 Jahre alt. Bald folgt die älteste von meinen Fellnasen, sie ist 17 und hat Gesäugekrebs.

Wir hatten immer vier Katzen. Die jüngste ist nun 9 Monate alt, die älteste 17 Jahre. Gut ist immer, wenn du ein junges Tier holst, welches im Schnitt 8 - 12 Wochen alt ist. Achte darauf, dass das Tier gesund ist uns vor allem, dass es schon alleine frisst.

Junge Katzen unterliegen den "Welpenschutz". Das heisst, dass diese von den älteren Tieren meist nicht angegriffen, sondern in der ersten Zeit eher ignoriert werden. Aber zumidnest hast du heir keine Kämpfe zu erwarten. Bei mir hat es immer wunderbar funktioniert, die Kleinen wurden immer nett aufgenommen.

Wie alt ist die Katze die noch in deinem Haushalt ist?

Wenn du Fragen hast, kansnt du dich gerne an mich wenden, ich helfe gerne weiter

LG, Asmo

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7. April 2008 um 16:24

Es tut mir sehr leid...
um euren mikesch. Ich bin gerade ganz zufällig auf deinen Beitrag gestoßen.
Wir haben auch einen Mikesch. Er ist 17,5 Jahre alt und schon seit längerem krank. Wahrscheinlich hat er einen Tumor. Wir haben das aber auf grund der zu großen Strapazen für ihn nie unter Narkose untersuchen lassen. In seinem Alter wäre ein OP eh sinnlos. Uns blieb also immer nichts anderes, als ihm täglich die CortisonTabletten zu geben und uns darüber zu freuen, wie gut es ihm trotz allem geht. Seit einer knappen Wochen allerdings frisst er nicht mehr, wiegt nur noch 3,1 Kilo und ist alles andere als fit. Heute abend geht es zum Doc mit ihm. Wir fürchten sehr, dass wir uns von unserem Mikesch heute verabschieden müssen.
Allein der Gedanke tut sehr weh. Aber wir sind uns beide einig, dass er nicht länger als nötig leiden soll. Der kleine Kämpfer hat in den letzten zwei Jahren eh schon sehr viel mitgemacht.

Darum hat mich deine Geschichte gerade echt berührt. Zumal unsere beiden Kater den gleichen Namen haben.

Wir haben keine zweite Katze. Dafür zwei Wellensittich. Diese werden wohl auch der Grund sein, warum es bei uns so schnell keine neuen Katzen geben wird, wenn Mikesch mal nicht mehr lebt.
Für deine Luna kann ich mir allerdings vorstellen, wäre ein neuer Spielkamerad wichtig.
Klar wird es eine Zeit dauern, bis sie sich an einen neuen Mitbewohner gewöhnt. Aber wenn sie das allein sein nicht gewohnt ist, ist es vielleicht besser.

Alles Gute
regenwolke

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9. April 2008 um 10:42

Tut mir sehr Leid..
.. um deinen Mikesch. Jeder, der sich von einem Fellnasenfreund trennen musste, kann nachempfinden, wie sehr du trauerst. Vergessen wirst du ihn nie und mach dir keine Vorwürfe - solche Tumore kommen wirklich plötzlich und wachsen sehr aggresiv, das kann man nicht kommen sehen.
Ich kann dir leider nichts raten wg. der zweiten Katze. Ich hatte auch ein Geschwisterpärchen, davon ist die Katze leider überfahren worden. Der Kater hat sie ca. 1 Woche gesucht, gemiaunt, mich ganz vorwurfsvoll angesehen, nicht gefressen, hat sich zurückgezogen. Nach ein paar Tagen wurde es besser und irgendwann hatte er seine Trauer überwunden. Ich hatte damals gar nicht daran gedacht, eine andere Katze zu "adoptieren". Aber vielleicht hat Tessluna Recht und es wäre schon gut eine kleine Katze zu euch zu nehmen. Das mit dem "Babybonus" stimmt i. d. R..

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9. April 2008 um 10:45
In Antwort auf ausra_12246605

Es tut mir sehr leid...
um euren mikesch. Ich bin gerade ganz zufällig auf deinen Beitrag gestoßen.
Wir haben auch einen Mikesch. Er ist 17,5 Jahre alt und schon seit längerem krank. Wahrscheinlich hat er einen Tumor. Wir haben das aber auf grund der zu großen Strapazen für ihn nie unter Narkose untersuchen lassen. In seinem Alter wäre ein OP eh sinnlos. Uns blieb also immer nichts anderes, als ihm täglich die CortisonTabletten zu geben und uns darüber zu freuen, wie gut es ihm trotz allem geht. Seit einer knappen Wochen allerdings frisst er nicht mehr, wiegt nur noch 3,1 Kilo und ist alles andere als fit. Heute abend geht es zum Doc mit ihm. Wir fürchten sehr, dass wir uns von unserem Mikesch heute verabschieden müssen.
Allein der Gedanke tut sehr weh. Aber wir sind uns beide einig, dass er nicht länger als nötig leiden soll. Der kleine Kämpfer hat in den letzten zwei Jahren eh schon sehr viel mitgemacht.

Darum hat mich deine Geschichte gerade echt berührt. Zumal unsere beiden Kater den gleichen Namen haben.

Wir haben keine zweite Katze. Dafür zwei Wellensittich. Diese werden wohl auch der Grund sein, warum es bei uns so schnell keine neuen Katzen geben wird, wenn Mikesch mal nicht mehr lebt.
Für deine Luna kann ich mir allerdings vorstellen, wäre ein neuer Spielkamerad wichtig.
Klar wird es eine Zeit dauern, bis sie sich an einen neuen Mitbewohner gewöhnt. Aber wenn sie das allein sein nicht gewohnt ist, ist es vielleicht besser.

Alles Gute
regenwolke

Hallo Regenwolke
.. ich wünsche euch viel Glück und Kraft in dieser schweren Zeit. 17,5 Jahre ist Mikesch, seid ihr auch so lange zusammen? Und heißt das dann, dass er sozusagen dein Sandkastenfreund ist? Dass du mit ihm aufgewachsen bist?
LG

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10. April 2008 um 15:55

Hallo Tessluna
Ich musste gerade weinen,als ich deinen Beitrag gelesen habe.Ich habe selbst mein ganzes leben Tiere gehabt und es war immer schwer,wenn sie gehen mussten.Auch jetzt habe ich zwei Katzen und ich habe heute schon Angst vor ihrem Tod.

Sei so lieb und hol deiner Luna wieder eine zweite Katze.Für sie wird es auch sehr schwer sein,dass Mikesch weg ist und so wird es für sie vielleicht wieder leichter.Sie hatte immer einen Spielfreund und nun ist sie alleine.
Es hat schon Katzen gegeben,die wenige Wochen nach dem Tod ihres Freundes selbst gestorben sind.


Liebe Grüsse

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11. Oktober 2010 um 18:49

Geht mir auch so...
mein Kater ist gestern (10.10.10) gestorben und ich weiss jetzt nicht was ich machen soll mit meiner katze
ich vermisse meinen kater sehr aber ich muss nachvorne schauen und jetzt versuche ich meiner katze das schönste katzen leben der welt zu machen!

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11. Oktober 2010 um 23:23

Katze dazuholen?
Hallo Tessluna!
Ich kann sehr gut nachfühlen, wie es dir gerade geht! Ich habe im letzten Jahr meine BEIDEN Katzen auf sehr tragishe Weise verloren, meinen Kater auch so ähnlich wie du. DEas ist furchtbar und ich habe es bis heute nicht wirklich überwunden. Auch beide aus völliger Gesundheit heraus.
So, wie alt ist denn deine Luna? Ist sie Freigängerin oder reine Wohnungskatze?

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12. Oktober 2010 um 17:30

Hab eine lösung...
..und zwar:versuche es doch mal mit einem KASTRIERTEM kater
die tochter meiner vermieterin ist gestern unter uns gezogen mit ihrem kater und meine katze und er verstehen sich super.sie liegen sogar schon zusammen im katzenkörbchen bei uns!
sie vermisst ihren bruder zwar trozdem aber der andere kater ist jetzt mal eine ablenkung für sie!
liebe grüsse und gute besserung


katzii00

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