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Kater an Bauernhof abgegeben

26. August 2012 um 14:08

Hallo ihr lieben!

Ich brauche euren (ehrlichen) Rat! Es geht um die beiden Kater von mir und meinem Freund. Ich bin vor etwas mehr als einem halben Jahr aus Australien zurückgekommen während meiner Reise habe ich u. a. auch Couchsurfing gemacht neben vielen Naturwundern habe ich auch meine liebe für Tiere (wieder) entdeckt. Für mich stand fest: ich möchte ein Haustier. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich das mit meinem Freund besprochen und wir haben überlegt. Unsere Wohnung fanden wir groß genug (65 qm) und von der Zeit passte es auch super, da ich noch arbeitssuchend war und damit in der Eingewöhnungszeit auch Zeit für die Kleinen haben würde. Wir haben uns dann für zwei kleine Tiger von einem Bauernhof entschieden, die aber (laut Angaben) im Haus aufwuchsen mit Kindern und Hund. Soweit so gut. Wir waren dann natürlich nach zwei Tagen auch direkt beim Tierarzt. Der hat direkt Flöhe festgestellt und dass, die Kleinen max. sechs Wochen alt seien wir haben uns in der darauffolgenden Zeit liebevoll um die Kleinen gekümmert. Sie haben sich pudelwohl gefühlt, rasch an Gewicht zugenommen und sich gut entwickelt.

Leider habe ich dann schneller einen Job gefunden, als erwartet, so dass die Kleinen bereits drei Wochen später etwa 10 Stunden am Tag allein im Haus waren Im Nachhinein war das vielleicht zu früh!? Wie Katzenkinder eben so sind, wurden sie immer neugieriger und mobiler Leider haben irgendwann die Tapeten sehr daran gelitten Sprünge auf Tisch, Küche, Umkippen und Runterfallen von Fotorahmen etc. und natürlich Katzenhaaren. Wir haben natürlich versucht die Kleinen zu erziehen, was nicht sooo gut funktioniert hat. Mein Freund ist immer sehr schnell sehr laut und aggressiv geworden. Er hat den Kleinen nichts getan, aber laut und grob. Dabei muss ich sagen, dass auch ich nach einem langen Tag ab und zu sehr genervt war und nicht immer fair zu den Tigern

Nunja, mein Freund fängt jetzt im Oktober einmal wöchentlich seine Weiterbildung an und ich bin seit letzter Woche angefangen. Das war ein Angebot, was auch eher nicht geplant war drei mal die Woche bin ich dann erst um 22 Uhr zu Hause, definitiv zu wenig Zeit für die Kleinen.

Vor ungefähr drei Wochen fing mein Freund an, mich unter Druck zu setzen er hat immer wieder betont, dass die Kleinen es hier nicht gut haben und wir sie abgeben sollen. An Tagen, an denen ich wieder genervt hinter ihnen geräumt habe (Tapetenfetzen aufsammeln, Katzenstreu zusammenfegen, saugen), habe ich auch hin und wieder geflucht und gesagt, wir geben sie ab. ABER sich aufregen, weil man einen anstregenden Tag hatte oder es wirklich tun sind zwei Dinge es lief dann darauf hinaus, dass mein Freund mich unter Druck gesetzt hat: entweder die Kater ziehen aus oder er. Ein scheiß Verhalten, wie ich finde, aber typisch für ihn. Er meinte es auf der anderen Seite aber auch gut. Die Kleinen hätten es hier nicht mehr gut. Ich habe immer wieder versucht ihn davon abzubringen. Am letzten Samstag war es dann soweit: ICH habe traurig meine Eltern angerufen und gefragt, ob wir sie auf ihren Hof bringen können. Mein Freund hat seinen Eltern was von Vermietern gesagt (sind gegen Katzen, was ich unbegründet finde, da unsere Nachbarn einen Schäferhund haben!), ich habe meinen Eltern die Wahrheit gesagt. Katzen machen zu viel quatsch, wenig Zeit unsererseits. Mir war und ist nicht so wohl dabei, weil ich dort aufgewachsen bin und weiß, dass die Katzen dort nicht betreut werden und es unter den Katern grob zugeht. Ich hatte zuvor auch eine Anzeige online gestellt, aber es ist schwer eine fünf Monate alte Kate zu vermitteln, in ein paar Tagen! Er wollte sie ins Tierheim geben, aber das fand ich noch schlimmer. Ich habe dann all ihr Spielzeug, ein Handtuch das unseren vertrauten Geruch hat mitgenommen und bin zu meinen Eltern. Meine Geschwister leben auch noch dort und meine kleine Schwester gibt ihnen jetzt einmal täglich Futter und schmust die beiden. Sie bekommen Trockenfutter, wie die anderen auch. Ich war letzte Woche fast jeden Tag da und habe mit meinem Kater (der andere kuschelt nicht gern) geschmust, ihn versucht zu füttern. Die Kleinen fühlen sich pudelwohl, die Natur ist natürlich ein Katzenparadies. Sie dürfen dort nicht ins Haus, so dass ich ihnen einen kleinen Karton gebastelt habe, ihr Spielzeug ist da, ihre Näpfe und sie dürfen im Gartenhaus schlafen. Die beiden lieben die Natur die Blumen, des Rasen auch die Hundewelpen. Da denke ich dann schon, dass die Wohnung bei uns überhaupt nicht Katzengerecht ist. Die ersten Tage habe ich jeden Tag geweint, besonders nachts. Es fühlt sich nicht richtig an. Ich bin eigentlich der Meinung, dass wir für die beiden verantwortlich sind und wir sie nicht einfach so wergschieben dürfen, nur weil sie gerade anstrengender sind. Wir haben viel zu früh aufgegeben. Ich meine, das sind doch Lebewesen, unsere beiden Tiger und Schanuffels und erst fünf Monate! Die beiden fressen immer noch nicht wirklich. Sie bekommen das gleiche Trockenfutter wie hier zu Hause, aber meine Eltern/Schwester kaufen eben kein Nassfutter. Zudem mache ich mir sorgen, weil sie nur für drinnen geimpft sind, einer der beiden Kater nur kastriert ist (weil er hier bei uns einen kleinen Unfall hatte und sich die Hüfte ausgekugelt hat wir wissen bis heute nicht, wie das passiert ist ich war nicht zu Hause und mein Freund sagte, der Kater kam humpelt um die Ecke der Tierarzt hat dann in der Narkose direkt auch kastriert). Der andere ist unkastriert, weil die beiden ja auch erst fünf Monate alt sind. Gestern habe ich gemerkt, dass einer der Kater (der kastrierte, kuschelbedürftige) stark Durchfall hat und immer noch nicht richtig frisst. Er läuft mir immer ins Haus hinterher. Ich bringe immer Nassfutter mit, wenn ich komme. Trockenfutter hat er aber geknabbert, nachdem ich eine Zeit mit ihm gekuschelt hatte. Ich gucke mir die beiden immer genau an: beide haben Flöhe.

Ich weiß nicht, was das beste für die beiden ist. Ich würde die beiden am liebsten jeden Tag nach Hause holen. Der Unkastrierte scheint das Leben dort zu lieben. Er wehrt sich sogar, wenn ich ihn auf den Arm nehmen will Momentan sind dort auch noch andere Katzenkinder. Meine Oma hat mir gestern erzählt, dass von den vieren nur noch zwei leben. Die beiden sind so gar nicht sozialisiert (woher auch) und kann ich nicht rankommen bis auf zwei Meter. Ich möchte nicht, dass meinen beiden auch was passiert. Aber soll ich die beiden nach (heute neun Tagen) wieder zurückreißen, zumal der eine Kater keine Nähe mehr will und immer schon ein Draufgänger war? Ich wollte auf jeden Fall beim nächsten mal Entwurmung und ein Mittel gegen Flöhe mitnehmen.

Ich kann es nicht nachvollziehen, wie mein Freund sich nichts mehr davon annehmen kann. Wie kann man seine Verantwortung so wegschieben? Katze weg, Verantwortung weg? Ich habe mich auch in dem Augenblick schuldig gemacht, als ich sie dorthin gebracht habe. Ich habe inzwischen auch ein gutes (wie ich finde) Katzenbuch gelesen (Sabine Schroll, Miez Miez, na komm). Mir ist es nicht egal, was mit den beiden ist. Mein Freund schüttelt nur den Kopf, wenn ich sage, ich würde das mit der Weiterbildung für die beiden lassen. Klar ist es meine berufliche Zukunft, aber ich hab die beiden lieb.

Ich bitte um euren ehrlichen und offenen Rat!

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26. August 2012 um 17:06

Naja
das was du beschreibst ist für kitten leider normales verhalten gewesen ein haus katzensicher machen heißt alles zu entfernen oder festzukleben was runterfallen kann und malträtierte tapete zb durch sisalmatten zu schützen. und dass katzen nicht auf tische springen ist ein gerücht. sie machen es maximal nicht wenn ihr mensch zusieht

solange deine schester mit ihnen schmust werden die beiden nicht völlig verwildern. eine katze die freigang hatte wieder an eine wohnung zu gewöhnen wird aber schwer und ich fürchte dass es zumindest im falle des wilderen nicht klappen wird. aber der muss definitiv zum arzt und kastriert werden (es gibt auch bei katzen sowas wie hiv). und das mit dem durchfall gehört auch untersucht, das kann auch ein paar ursachen haben mit denen wir menschen uns anstecken können.

die weiterbildung abbrechen ist ein harter schritt. da opfert man viel für die kleinen. ein kompromiss könnte zb so aussehen dass du mit deinen eltern die vereinbarung triffst dass die katzen zwar bei ihnen wohnen, du dich aber mit um sie kümmerst (arztbesuche etc) und du sie wieder zu dir nimmst wenn deine arbeitszeiten besser passen und/oder du ihnen freigang bieten kannst.. wenn sie ein zuahsue mit katzenklappe haben werden die soviel zu tun haben dass es ihnen nciht soviel ausmacht dass ihr nicht viel da seid.

das mit dem ultimatum finde ich nicht fair von ihm

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2. September 2012 um 4:35

Es ist wie es ist
Das er dich so unter Druck gesetzt hat ist auch echt nicht so korrekt gewesen. Aber er wusste anscheinend auch nicht anders damit umzugehen.
Du hättest es dir vielleicht wirklich vorher und besser überlegen sollen, ob du sie nicht irgendwie ruhiger bekommst, aber Katzen zu "erziehen" ist eine schwerstarbeit, gerade dann wenn sie noch so klein sind, einen extremen Spieldrang haben und alles andere wollen als kuscheln
Leider haben die wenigsten Erfahrung mit dem zusammenleben von Katzen und wenn sie dann Probleme machen, ist man leicht überfordert weil die Kleinen mit nichts zufrieden sind und man machen was sie wollen, machen radau, was kaputt. Irgendwann eskaliert die Situation zerrt zu stark an den Nerven, die Katzen müssen raus aus der Wohnung. Weg, Tierheim, Famile, Freunde, oder werden im schlimmsten Fall ausgesetzt...
Was man von Katzen eigentlich nur kennt ist spielen, schmusen, schlafen und halt Katzenklo sauber machen; Der Idealfall, nur leider sind die wenigsten Katzen so genügsam.
(Garfield ist halt eben doch nur eine Comicfigur, im Fernsehen gibts total viel über Hunde, die Verhaltensweisen, Erziehung, aber das bringt Katzenhaltern rein gar nichts.)
Deswegen solltest du dir auch keinen Vorwurf machen, dass es nicht so mit den kleinen funktioniert hat wie du es dir mit deinem Freund vorgestellt hast und ihr eben die kleinen wieder abgeben musstet.
Du bist ja auch noch jung, in der Aufbauphase vom Leben, da musst du dich kümmern, nicht deine beruflichen Chancen, wegen zwei Katzen verbauen lassen. Es ist ja auch schwachsinnig zu sagen, nur weil man Katzen hat, kann man keine Weiterbildung machen.
Mache dir nicht so viele Gedanken ob sie es dort gut haben, wenn du sie dorthin gebracht hast hatte es wohl seinen Grund.

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