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Ist ein Germanischer Bärenhund ein Anfängerhund?

10. Januar 2010 um 1:06

Ich bin eine blutige Anfängerin, wenn es darum geht einen eigenen Hund zu haben. Ich habe zwar als Kind mich um einen Hund gekümmert und wenn wir Besuch haben, der länger bleibt und einen Hund Hat, gehe ich auch Gassi mit dem Hund, doch das ist sehr selten. Ich hatte schon seit ca. 2 Jahren keinen näheren Kontakt zu Hunden (meine Bekannten bevorzugen Katzen). Vor kleinen Hunden wie Dackel, Terrier und Chihuahua uä. habe ich eine Abneigung, da sie mir viel zu viel kläffen und die, die ich auf der Straße erlebe, sind meistens sehr aggressiv. Ich bevorzuge eher "sanfte Riesen" mit nicht zu kurzen Fell (ich mag es länger). Der Germanische Bärenhund ist groß und nach meinen Informationen ein Familienhund, der einen nicht sehr aggressiven Beschützerinstinkt hat. Eher wie ein ruhiger Beobachter.

Ich interessiere mich nicht so sehr für Größe, Alter und Geschlecht, sondern eher für folgendes:
- kein Kläffer eher ruhig
- hat nichts gegen Kaninchen ( solange er den Kleinen nicht irgendwie doof anmacht, wird er vom Zwerg geliebt )
- gelassen
- lernfähig
- nicht aggressiv
- einen gewissen, nicht aggressiven Beschützerinstinkt
- gutmütig
- nach einigem Üben etwas alleine sein zu können
- er und ich, wir müssen uns mögen *grins*

Ich habe nicht vor unvorbereitet mir einen Hund anzuschaffen Ich habe vor, bei Hundeschulen nachzufragen, ob ich vorbeikommen und lernen kann (!regelmäßig! ich hasse wischiwaschi-Sachen). Natürlich werde ich auch Hundebücher usw. lesen. Ansonsten werde ich mir Tipps und Tricks von einem sehr erfahrenen Hundebesitzer zu holen.

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10. Januar 2010 um 13:59

Danke
danke mooni.
nach ungefähr so einer antwort habe ich immer gesucht ( sind große hunde etwas für anfänger? usw.)
du hast mir wirklich geholfen und ich werde mir deine antwort zu herzen nehmen.
im übrigen ist der hund eine rückzüchtung zu dem hund, den die, damals noch sammler von beeren usw. menschen, der sie vor bären beschützt hat und eine so enge bindung zu den menschen, dass sie immer ganz nah bei ihnen geschlafen haben. ich wollte schon seit ich klein war immer mit solchen hunden zusammen aufwachsen (im charakter wie auch aussehen), doch es war eine gute entscheidung von meiner mutter darauf zu verzichten, denn auch wenn der germanische bärenhund sehr kinderlieb und als familienhund geeignet ist - kind bleibt kind, oder? die beste internetseite für informationen ist diese hier: http://www.baerenhunde.de/startseite.html
danke und byebye
lemasch

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26. Januar 2010 um 23:35

Ich möchte dir nichts ausreden
aber ich wäre an deiner stelle vorsichtig. als blutiger anfänger.
auch wenn er so lieb und nett ist er ist groß und wird schwer und ist auch dementsprechend verdammt kräftig und damit muss man umgehen können. ich will damit nicht sagen, dass du vielleicht nicht stark genug bist ihn zu halten.

es liegt hier an der Kosequenz in der erziehung. und jeder auch so gemütliche hund wird in die pupertät kommen und muss bis dahin seinen schliff haben, sonst hast du spießruten laufen.


ich spreche aus der eigenen erfahrung.

mein hund bordeaux dogge ( mit genau den selben charaktereigenschaften, total lieb überhaupt kein kleffer, kinder liebt er über alles und ist auch sehr vorsichtig mit ihnen im umgang, sehr gemütlich, gelehrig , aber auch stur.

und wiegt jetzt mit seinen 14 monaten 53 kg und ist noch nicht ausgewachsen.
zeitweise als das pupertäre verhalten anfing er überall hin musste und schnüffeln hier und hundedamen dort, hat er mich durch die gegend gezogen, wo ich ihm doch schon so schön bei fuss gehen beigebracht hatte.
ich war wirklich oft den tränen nahe, und habe auch mit dem gedanken gespielt ihn wegzugeben wenn sich das nicht wieder einrenkt ( ich dachte nämlich, dass der hund mit mir als bezitzer keinen spass hat wenn ich ihn nicht führen kann) ich wollte ihn ja nicht verkorksen,
aber mit viel geduld habe ich auch dass wieder hinbekommen, und das auch nur weil ich da sehr viel zeit hineingesteckt habe ( bin hausfrau) habe also die zeit.gehabt. und nun bin ich froh das alles wieder gut ist.... .er ist zwar immer noch stur und immer noch groß und kräftig abe ICH habe ihn wieder unter kontrolle.

nun das war nur ein kleiner erfahrungsbericht...
lg

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24. April 2011 um 16:22

Lasse dich nicht beirren, rede mit Züchtern
Ich habe seltten so viel dummes Gewäsch erlebt wie in diesen Antworten. Da sprechen Leute, die leider absolut keine Ahnung haben. Der Germaqnische Bärenhund hat weder etwas mit Bären zu tun noch mit Herdenschutzhunden. Er wurde gezüchtet aus weißen Berghunden und dem Bernhardiner. Er ist ein Gemürtshund, der recht schnell elrnt und für diese Größe sehr alt wird. Zum Thema Platzbedarf. Die Regel ist,m dass ein großer und ruhiger Hund generell einen kleineren Platzbedarf besitzt als ein kleinerer agiler.
Vom Charakter her entspricht der Bärenhund etwa einem ruhigen Berner Sennhund. Natürlich kann man aus beinahe jedem Hund eine Kampfmaschine machen, aber unter fachgerechter Anleitung auf einem guten Hundeplatz sollte das für dich kein Thema sein. Konsequenz gehzört zur Hundeer-ziehung dazu, auch wenn der zunächst Kleine furchtbar süß ist.
Ansonsten ist die Rasse nach den Vorgaben sicherlich gut gewählt.

Gruß
Hanjo

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26. April 2011 um 2:00

Calming Signals
...ich weiß, dieser Thread ist ziemlich alt, aber da moonlight ja noch hier ist...

Wie erzieht man denn einen Hund mit Calming Signals? Ich meine - klar sollte man die kennen und situationsgerecht einordnen können, aber wie erzieht man denn aktiv damit?

Ich würde ja eher voraussetzen, dass jemand mit den Prinzipien der Konditionierung vertraut ist, wenn er einen Hund erziehen möchte. Egal ob groß oder klein -.Runterdrücken (egal ob sanft oder grob) zum Erlernen des Sitz-Kommandos finde ich einfach in jedem Fall ziemlich unpassend, und nicht unbedingt Zeichen eines kompetenten Hundehalters, oder - noch schlimmer - Trainers.

Ich jedenfalls habe bei meinem Zwerg deutlich weniger körperlich eingewirkt als bei meinem 30kg Hund - und der Zwerg arbeitet viel besser und motivierter mit als der Große. Warum? Weil ich seit der Grunderziehung des großen Hundes viel über Lernverhalten des Hundes und besonders auch die operante/instrumentelle Konditionierung gelernt habe, und wie man sie sich effektiv zu nutzen macht.

Da haben Calming Signals für mich eher weniger mit zu tun. Aber vielleicht bin ich auch nur zu doof, um den Zusammenhang zwischen Calming Signals und dem Erlernen eines Sitzkommandos bei großen Hunden zu verstehen.

Und als Frage zu deinem aktuellen Beitrag hier:
Was meinst du mit Killerinstinkt beim Rhodesian Ridgeback? Alle Exemplare dieser Rasse die ich kenne sind totale Schlafnasen. Tendenziell eher lahm, sehr freundlich und relativ gutmütig. Einen unkastrierten Rüden der sich mit anderen intakten Kerlen nicht versteht mal ausgenommen. Aber das hat meiner Meinung nach weniger mit der Rasse zu tun...

Auch die Anmerkung:


"Man kann diesen lieben Bären aber auch bei strengem Frost im Freien halten, dann benötigt er nur eine regen- und windfeste Unterkunft."
#

Seeehr nett! Bedeutet, daß diese Hunde gewohnt sind im Zwinger zu leben! Eine tolle Sache, seeehr beziehungsfördernd (Beziehung: Mensch-Hund), damit leben diese Hunde sehr unabhängig vom Menschen, auch nett für einen Anfänger!"



Finde ich etwas einseitig gedacht. Nur weil eine Hunderasse körperlich für eine Zwingerhaltung gut geeignet ist (was ja für manche Menschen durchaus relevant ist), heißt das ja noch lange nicht, dass der Hund schlecht oder kaum Bindung zum Menschen aufbaut. Ein deutscher Schäferhund wird auch von vielen Menschen als Zwingerhund gehalten - ist dieser Hund darum auch so eigenständig, dass er kaum oder nur schlecht Bindung zum Menschen aufbaut?
Klar kann das auf den Bärenhund zutreffen, was du schreibst, ich gehe durchaus auch mal davon aus, dass das ein eher unabhängig denkender und agierender Hund sein wird, und allein damit schon eher nicht für Anfänger geeignet ist, aber so allgemein formuliert finde ich deine Aussage nicht passend - siehe Beispiel Deutscher Schäferhund.

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8. Juni 2011 um 15:26

Expertenrunde
Achherrjeh, eine Expertenrunde.
Der weiße Berghund (der Erstzüchter hüllt sich darüber immer noch gern in ominöses Schweigen) ist in den heutigen Bärenhunden nur noch im Ansatz vorhanden. Bei dieser Aussage schließe ich Zuchten, die alles rein"züchten", was 4 Beine hat, natürlich aus. Genaugenommen ist er fast nur noch eine Mischung aus Bernhardiner und Leonberger
Dieser ganze Quatsch, der auf der HP steht, an der wirklich ALLE hängenbleiben, bringt mich hochgradig auf die Palme.
Daß in diesen Hunden kein HÜTEhund steckt, sollte selbst derjenige an den körperlichen Merkmalen erkennen können, der ne Armbinde trägt. Der "Autor" war lediglich so schlau HÜTEhund und HERDENSCHUTZhund zu verwechseln. Beides wird zusammengefasst unter dem Oberbegriff Hirtenhund.

Ist der GBH ein Anfängerhund? Wenn man dem Hund ein größengerechtes Umfeld bietet (großer ruhiger Hund braucht weniger Platz als kleiner Agiler ist Blödsinn), seinen Ansprüchen gerecht wird und weiß, was auf einen zukommt...definitv JA. Es ist oftmals sogar besser, wenn der HH noch keine "Hundeerfahrung" hat.. Die meisten HH mit "Hundeerfahrung" landen mit einem Bären auf dem Bauch, weil sie eben diese nicht passende Erfahrung einbringen, was natürlich nicht funktioniert. Ein Anfänger, der sich informiert, nimmt Neues eher an.

Diese Panikmache bezüglich HSH im Bärenhund von Leuten, die wohlmöglich noch nie ein Exemplar zu Gesicht bekommen haben, geht gar nicht. Auch, daß man diese Hunde nicht halten kann ist nicht wahr. Ich bin 1,60 groß und wiege 54 Kilo. Ich halte 3 dieser Hunde gleichzeitig, denn sie sind sehr wohl erziehbar. Auch stimmt nicht, daß sie keinen "will-to-please" haben, wie hier schon behauptet wurde. Sie sehen sich idR als Assistent des Menschen, wenn der Mensch ihn lässt. Das ist aber eine Haltungsfrage.

Ist der GHB territorial? Ja, ist er. Das ist sein Job. Aber anders als viele HSH meldet er, statt gleich Hackfleisch aus einem Besucher zu machen und orientiert sich an der Reaktion des HH.

Verträgt er sich mit Kleintieren? Mein Rudel (ja, ich habe mehr als 3 GBH) laufen mit Hühnern, Katze und Pferden auf meinem Grundstück herum. Dies ist eine Frage der Erziehung.

Zum Zitat der vielbesungenen HP, auf die auch hier alle hereingefallen sind, daß diese Hunde am liebsten draußen leben, kann ich nur sagen, daß es reine Verkaufsstrategie ist. Viele Käufer wollen einen Hund der aufpasst, aber nicht die Wohnung schmutzig macht. Also parkt man Bello eben draußen, das gefällt ihm eh besser. Fakt ist, daß diese Hunde ein hohes Maß an sozialer Kompetenz besitzen und sich, wenn man ihn nur als Alarmanlage nutzt, im Kopf vom HH verabschiedet. DANN hat man wirklich einen Hund, der macht was er will.

An die TS: such dir jemanden, der sich wirklich gut mit dieser Materie auskennt (vorausgesetzt du hast die räumlichen Voraussetzungen Haus/Garten und Zeit) und lass es dir zeigen und erklären. Achte auf eine wirklich gute Zucht. Ein guter Züchter lebt nicht von der Zucht, sonst muß er alles an jeden verkaufen. Da wird einem schon mal nach dem Mund geredet.

Hab ich was vergessen? Wenn ja, sagt bescheid

Brummelige Grüße
Anja

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11. Juni 2011 um 23:39

Hallo Mooni
Ja eben. Wie ich schon erwähnte, ist der HSH so weit hinten in der Zucht (sofern es keine wüste Mischzucht ist), daß er schon gar nicht mehr zum tragen kommt.
Hast du auch Angst, wenn dir jemand mit einem Leonberger oder Neufundländer entgegenkommt?

Für die Ausbildung würde ich in erster Linie entweder den Züchter "belästigen" oder mir eine wirklich kompetente Hundeschule suchen, die sich auch mit diesen Hunden auskennt. Da allerdings gibt es oft Probleme, weil diese Hunde schon als Welpe erstmal zugucken, statt mitzuraufen. Damit kommen viele Trainer nicht klar. Bleibt also der Züchter.

Wenn es um das Halten eines großen Hundes geht, wird die TS allerdings die gleichen Probleme mit allem haben, was groß und bärig ist. Kraft haben sie alle. Schwierig ist die Ausbildung deswegen nicht. Einem Landseer bringt man ja auch nicht anders das Sitz bei als einem Labrador.

Richtig schwierig wird es erst dann, wenn der HH "Hundeerfahrung" hat und den Bären (oder Leo oder Neufi oder Bernhardiner) versucht so zu erziehen wie den Schäferhund, den er vorher hatte. Mit Druck und Gewalt läuft man da gegen eine Wand. Aber Gott sei Dank gibt es ja Alternativen

Achja, es gibt übrigens keine Quelle, die den Germanen "gelbe große Hunde" zuordnet. Also hängt euch bitte nicht an dieser hanebüchenen Story auf. Es gibt noch andere Websites über diese Hunde.

Übrigens: zum Thema "der Bär, der gefährliche Hund" vielleicht mal diesen Link
http://www.tausend-toelen.de/mehr-stories/3-geschichten/166-therapiehunde-im-einsatz

Und - wer noch nie einen Bären gesehen hat, sollte sich bitte mit irgendwelchen Ratschlägen zurückhalten und dies Leuten überlassen, die diese Hunde kennen

Lieben Gruß
Anja

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12. Juni 2011 um 9:31
In Antwort auf amelie_12368661

Hallo Mooni
Ja eben. Wie ich schon erwähnte, ist der HSH so weit hinten in der Zucht (sofern es keine wüste Mischzucht ist), daß er schon gar nicht mehr zum tragen kommt.
Hast du auch Angst, wenn dir jemand mit einem Leonberger oder Neufundländer entgegenkommt?

Für die Ausbildung würde ich in erster Linie entweder den Züchter "belästigen" oder mir eine wirklich kompetente Hundeschule suchen, die sich auch mit diesen Hunden auskennt. Da allerdings gibt es oft Probleme, weil diese Hunde schon als Welpe erstmal zugucken, statt mitzuraufen. Damit kommen viele Trainer nicht klar. Bleibt also der Züchter.

Wenn es um das Halten eines großen Hundes geht, wird die TS allerdings die gleichen Probleme mit allem haben, was groß und bärig ist. Kraft haben sie alle. Schwierig ist die Ausbildung deswegen nicht. Einem Landseer bringt man ja auch nicht anders das Sitz bei als einem Labrador.

Richtig schwierig wird es erst dann, wenn der HH "Hundeerfahrung" hat und den Bären (oder Leo oder Neufi oder Bernhardiner) versucht so zu erziehen wie den Schäferhund, den er vorher hatte. Mit Druck und Gewalt läuft man da gegen eine Wand. Aber Gott sei Dank gibt es ja Alternativen

Achja, es gibt übrigens keine Quelle, die den Germanen "gelbe große Hunde" zuordnet. Also hängt euch bitte nicht an dieser hanebüchenen Story auf. Es gibt noch andere Websites über diese Hunde.

Übrigens: zum Thema "der Bär, der gefährliche Hund" vielleicht mal diesen Link
http://www.tausend-toelen.de/mehr-stories/3-geschichten/166-therapiehunde-im-einsatz

Und - wer noch nie einen Bären gesehen hat, sollte sich bitte mit irgendwelchen Ratschlägen zurückhalten und dies Leuten überlassen, die diese Hunde kennen

Lieben Gruß
Anja

@korbine!
Wirklich sehr verständlich in wenigen Sätzen ausgedrückt, um was es geht!
Du scheinst eine der wenigen hier zu sein, die gewisse Sachen logisch und für "Ottonormalverbraucher" auch verständlich rüberbringen!
Gefällt mir gut!

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12. Juni 2011 um 17:08
In Antwort auf helmut09

@korbine!
Wirklich sehr verständlich in wenigen Sätzen ausgedrückt, um was es geht!
Du scheinst eine der wenigen hier zu sein, die gewisse Sachen logisch und für "Ottonormalverbraucher" auch verständlich rüberbringen!
Gefällt mir gut!

@helmut09
Ich freu mich, wenn ich einiges klarstellen konnte.

Normalerweise beantworte ich gern jede Art von Fragen zu dem Thema. Schnappatmung bekomm ich nur bei Vorverurteilungen

LG
Anja

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20. Juni 2011 um 22:55

Hallo Mooni
Daß man Anfängern von großen Hunden abrät, ist mir neu. Macht ja auch eigentlich keinen Sinn, sich einen Dackel anzuschaffen, wenn man eigentlich vom z.B. Landseer träumt, nur weil der Dackel klein ist. Bis man sich dann zu 80 Kilo hochgehangelt hat, ist man schlimmstenfalls zu alt um den Hund zu halten. Und man lernt viel über den Dackel, fängt allerdings beim Landseer nochmal von vorne an.
Übrigens habe ich die schlechtesten Erfahrungen mit Leuten gemacht, die "hundeerfahren" waren.

Eben WEIL man jeden Hunde"schlag" anders erzieht, macht es doch Sinn, wenn man sich gleich einen Hund anschafft, der zu einem passt, egal, wieviel er wiegt. Mir bräuchte man z.B. nicht mit einem jagdambitionierten Hund kommen. Mit nem Terrier würde ich verzweifeln

Wichtig ist doch, daß man sich ausführlich informiert und jemanden hat, der einen kompetent ans Patschehändchen nimmt, egal ob es um Erziehung, Gesundheitsfragen oder andere Wehwehchen geht. Zuallererst denke ich da an den Züchter, der seine Hunde gut kennen sollte. Erzählt einem ein Züchter allerdings, daß ein 80-Kilo-Brummer für Agility geeignet ist, kann man sich schon denken, daß er einem ALLES erzählen würde, um einen Hund zu verkaufen. Dies gilt übrigens für ALLE Rassen.

Mal ne Frage nebenbei: welchen Hund würdest du denn als "Anfängerhund" empfehlen?

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21. Juni 2011 um 10:01

Hallo Mooni
Mensch, du bist aber ein Nachtschwärmer

Ja, genau das waren meine Worte. Und es ging um die körperliche Fähigkeit einen solchen Hund halten zu können. Ich habe in solchen "Probefällen" den Welpeninteressenten gern mal auf einem Spaziergang einen älteren Hund in die Hand gedrückt und mich entfernt. Dann bekamen sie schon mal einen Eindruck, was dahintersteckt.
Und wenn es darum geht, daß Tiere, die mehr wiegen als der Halter, nicht zu handeln sind, hätte wohl jeder Reitanfänger ein Problem

Ähm..."Richtig, man rät auch Anfängern von anderen großen Hunden ab wie z.B. dem Landseer." (deine Worte) bedeutet für mich im Umkehrschluß, daß ein Anfänger sich einen kleineren, leichteren Hund zulegen sollte.
Ich persönlich habe einen Hang zu sehr entspannten Hunden, die ein gehöriges Maß an Souveränität mitbringen. Und ich kann mit einem kontrollierbaren Territorialverhalten besser umgehen als mit Jagd- oder Hütetrieb. Mit "Dann träumt man also von einem bärig/kuschelig aussehenden Beschützer. Das ist dann das was man sucht, was man vielleicht im Leben vermißt." hat das eher wenig zu tun. Ich möchte einen Begleiter, der nicht bei jedem aufgescheuchten Reh lossprintet oder einen Hund der mich permanent anstrahlt und um Aufgaben bettelt. Ich mag einfach die Art dieser Hundeklasse, die Coolness. Er ist dabei und falls mir jemand an die Wäsche will, reagiert der Hund, das soll er auch. Kommt GsD eher selten vor

Der Vergleich mit der Mount Everestbesteigung hinkt mMn.
Ich vergleiche das eher mit einer Schwangerschaft. Da machst du ja auch nicht erst eine Ausbildung als Kindergärtnerin oder nimmst ein Pflegekind auf, um auszuprobieren, wie es ist. ABER du informierst dich, unterhältst dich mit Müttern, liest alles was zu kriegen ist und machst dich schlau wo du nur kannst. Und die Verantwortung in diesem Fall ist noch ungleich höher!

Ich weiß übrigens dann, daß diese Rasse zu mir passt, wenn ich mich informiert habe, wie diese Rasse tickt und ob wir unseren gegenseitigen Ansprüchen sntsprechen. Das sollte jeder, der sich einen Hund zulegen möchte, UNBEDINGT tun. Dies allerdings an kompetenter Stelle und nicht bei Leuten, die diese Hunde noch nie gesehen haben. Und kompetent ist für mich jemand mit Erfahrung mit einer Rasse, der nicht verkaufen will. Oder der auch mal einen Käufer ablehnt oder Bedenken ausspricht. Auch das gilt für jede Rasse.
Der Standardspruch, den ich übrigens von jedem gehört habe, der es mit dem Hund versemmelt hat, war: "...mit meinem Schäferhund/Rottimix/Ichweißnichtwas voher hat das auch geklappt", also alles "hundeerfahrene" Leute. Das führte u.a. dazu, daß ich eine Hündin aus einer Zwingerhaltung geholt habe, in der sie immer mit dem Kopf gegen die Gitterstäbe gerannt ist und sich auch durch Schläge nicht davon abbringen ließ. Soviel zum Thema "Hundeerfahrung".
Die Anfänger haben mich angerufen und gefragt, da kam es nie zu solchen Vorfällen. Anfänger hören auch besser zu, weil sie eben NICHT alles besser wissen und Äpfel mit Birnen vergleichen.

Es gibt keinen typischen Anfängerhund, da hast du recht. Aber man hat die Möglichkeit, sich zu informieren. Und das sollte man auch in jedem Fall tun! Egal, um welche Rasse es sich handelt.







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