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Im Tal der toten Hamster - Erfahrungen bei Dehner - Protestaktion

20. März 2012 um 21:06 Letzte Antwort: 22. März 2012 um 5:49

Hallo liebe Forenmitglieder!
Ich wollte mich kurz vorstellen: mein Name ist meerliebe (na ja - eigentlich Nicole), ich bin 32, stolze Besitzerin diverser Tierheimtiere und neu hier
Es tut mir leid, wenn ich gleich einen Thread starte aber ich habe mich heute so über eine tierische Ungerechtigkeit aufgeregt, dass ich die Gelegenheit ergreifen wollte Anderen davon zu berichten und mich deshalb hier angemeldet habe.

Ich war heute in einer großen ortsansässigen Zoohandlung - bei Dehner in Augsburg. Leider besteht hier eine sehr problematisch Haltung bei Hamstern und anderen Kleinnagern, die dazu führt dass sich die Tiere gegenseitig UMBRINGEN.

In der Kleintierabteilung sah ich, dass im Käfig der Zwerghamster ein Tier ein anderes jagte. Ein größerer heller Hamster war hinter einem kleineren, grauen her. Schließlich warf der Verfolger seinen Kontrahenten zu Boden und verbiss sich in diesem, bis der Unterlegene schließlich glücklicherweise flüchten konnte. Bei genauerer Betrachtung des Käfigs sah ich allerdings das bereits ein weiteres Tier tot inmitten der Einstreu lag. Ich informierte einen Angestellten. Dieser kam, begutachtete die Situation und erklärte mir Folgendes:
- das Problem liege in der Vorratshaltung der Tiere
- er müsse ständig mehrere Tiere vorrätig haben (falls ein Kunde gleich 2 oder 3 Zwerghamster möchte); kämen die Tiere aus einem Wurf sei das meist kein Problem. Bestellt er aber neue Tiere nach kommen diese natürlich aus einem anderen Wurf. Die Folge: oft töten die Neuankömmlinge die restlichen Tiere aus dem letzten Wurf.
- es komme sehr häufig vor, dass sich die Tiere gegenseitig umbrächten - auf Grund der Geschäftspolitik des Hauses sei dies leider unvermeidbar
- pro Monat hätten sie sehr viele getötete Tiere im Nagerbereich (und das nur in dieser einen Filiale!)
- das sei eben so und müsse als "Kollateralschaden" eben so hingenommen werden; er könne da gar nichts machen

Ich kann das einfach nicht begreifen!
Wie kann eine Fachhandlung so schlecht mit Tieren umgehen? Warum lassen sie die Tiere derart leiden und elendig verrecken?

Ich habe nur fünf Minuten im Internet recherchiert und dank solch hilfreicher Foren wie diesem hier sehr schnell herausgefunden, dass man Hamster und Co. oft nur in strikter Einzelhaltung halten sollte. Das Problem, dass sich zwei Tiere so lange bekämpfen bis einer stirbt tritt wohl relativ häufig zu Tage. Warum nimmt man darauf bei Dehner keine Rücksicht?
Ich fürchte es ist mal wieder so, dass nur der Profit zählt und nicht das Leben und das Wohl des einzelnen Tieres. Ich habe jetzt mal einen Brief mit bitte um Stellungnahme an Dehner geschickt und wollte auch Euch um 2 Dinge bitten:

1. Wie ist es denn in anderen Zoohandlungen? Kennt jemand von Euch ähnliche Zustände? Ist ein solcher Umgang mit dem Leben und Leid der Tiere dort auch an der Tagesordnung? Werden auch dort Zwerghamster zusammen gehalten und gibt es hier auch so viele "Opfer"? Wie ist es denn z.B. bei Fressnapf?

2. Gerne könnt auch Ihr Euch bei Dehner erkundigen bzw. beschweren warum dort eine solche Tierhaltung betrieben wird. Einfach unter www.dehner.de über den "Kontakt" unten auf der Seite - wäre natürlich toll wenn wir das Unternehmen so zum Umdenken bewegen könnten. Je mehr sich beteiligen umso besser

Ich denke mir, dass es doch möglich sein müsste die Tiere voneinander separiert unterzubringen (sei es durch Trennwände oder in verschiedenen Käfigen). Mit Sicherheit gäbe es eine Lösung... Ich will nur verhindern, dass diese schreckliche Praxis noch mehr Tiere das Leben kostet.

Vielen Dank jedenfalls schonmal für Eure Aufmerksamkeit (und vielleicht auch Unterstützung?).
*D*A*N*K*E* fürs Lesen

Viele liebe Grüße
Eure

Nicole

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22. März 2012 um 5:49

Das ist ....
normal und die übliche Praxis in Zoohandlungen. Wenn die Verkäufer nicht wirklich dumm sind dann stellen die sich auf doof nur um Tiere zu verkaufen. Z.B. was das Geschlecht der Tiere angeht etc.
ich kenn das zugenüge, hier kämpft jede Zoohandlung ums überleben was dabei rauskommt ist das tiere egal ob Vögel, Nager oder z.b. Reptilien in großen Mengen auf kleinsten Raum gehalten werden. Selbst kranke Tiere werden nicht rausgenommen, geschweige denn nach z.B. einer Durchfallerkrankung wo die anderen nicht erkrankten Tiere ebenfalls das Fell voller eingetrockneten Kot haben, mal sauber gemacht werden.
In den Zoohandlungen gelten Tiere als Ware (laut Gesetz eine Sache bzw Gegenstand) und diese Ware muss schnellstmöglich mit hohen Gewinn verkauft werden. Kollateralschäden sind da vorprogramiert! Aber in einer Zoohandlung ist es wie in einem Supermarkt, dort werden auch noch die Beschädigten Konservendosen verkauft!

Hört sich zwar scheiße an, ist aber nunmal so. Es geht um Umsatz!

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