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Ich weiss nicht weiter mit meinem Hund...

24. Januar 2013 um 10:31

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mich gerade angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiss und mir alles aus der Seele schreiben muss..

Mein Mann hat mir vor einem Jahr als Geburtstagsgeschenk einen Hund gekauft ( trotz Diskussionen, dass ich keinen wollte...)...nun war der kleine Fratz doch da und ich konnte / wollte ihn nicht wieder abgeben, da es sich eh um einen Ostblockhund handelte und er im Tierheim gelandet wäre...
Mit der Zeit haben wir festgestellt, dass es sich um ein Staff/ Ridgeback Mischling handelt und aus ihm ist ein halbes Kalb geworden, dass nun so viel wiegt wie ich selbst.

Das eigentlich Problem ist, nachdem meine Schwiegermutter schwer krank wurde, hatten wir grad in der Prägephase zu wenig Zeit für ihn und haben ihn bei meinen Eltern untergebracht vorübergehend und meinem Vater ist er so ans Herz gewachsen, dass man wirklich meinen könnte, es handle sich um das Enkelkind...entsprechend hat er ihn auch "versaut"...nach dem Tod meiner Schwiegermutter habe ich angefangen mich intensiv mit der Erziehung zu beschäftigen und habe ihn auch fast so weit gehabt, wie ich ihn wollte, wurde dann aber allerdings selber ziemlich krank und der Hund kam wieder zu meinen Eltern und seit 3 Monaten krieg ich einen Knall, es hat sich nur dank unserem Trainer etwas gebessert, aber mein Mann unterstützt mich im Punkto Hund wenig bis kaum, obwohl er der Übeltäter war, der unbedingt einen haben wollte (wahrscheinlich wusste er auch welche Rasse es ist....).
Da mein Mann vom Geschäft aus von Nachtschicht auf Tagsschicht umgestellt wurde und ich auch Vollzeit arbeite, muss ich ihn seit Anfang der Woche wieder bei meinen Eltern unterbringen und hole ihn abends wieder ab, da er es nicht gewohnt ist zu lang alleine zu bleiben (bis 5 Stunden ist er eingewöhnt) ich habe es am Montag mal riskiert und er hat das erste Mal Sachen in der Wohnung beschädigt....
Gestern abend hat sich die leichte Wandlung (dank der lockeren "Erziehung" meines Vaters) bereits bemerkbar gemacht, er hat auf der Strasse wieder nuller gehört & hat mich total ignoriert und meinte (das erste mal ) jemanden anzuknurren und zu bellen wie irre (er ist bisher immer sozial mit Hund/ Mensch verträglich gewesen und liebt alles und jeden) das Problem ist, ich hab körperlich die Kraft nicht mehr, wenn er das irgendwann mal schnallt, weiss ich auch nicht mehr...Mein Mutter & ich sind die einzigen zu Hause, die eigentlich versuchen den Hund auch intensiv mit Übungen im Kopf fit zu halten, Mann & Vater denken mit Gerenne und Springerei is der Hund ausreichend beschäftigt...ich kann auch niemanden zum Gassi gehen beauftragen, da ich nicht sicher bin, ob die Person klar kommen würde, das Problem ist auch noch, dass die meisten aufgrund seiner Optik Angst bekommen, bis sie ihn einige Male gesehen haben...Ich weiss echt nicht mehr weiter, da ich mit Arbeit, Haushalt+ Hund echt überfordert bin...schlafe teilweise nur 4-5 Stunden am Tag, dass ich alles geregelt bekomme....Weiss aber echt nicht wie es ändern soll da a)mein Mann nach dem Tod von seiner Mutter nur noch auf psychisch labil macht b) keiner die Erziehung vom Hund ernst nimmt und das ganze sich draussen zum Desaster entwickelt...abgeben will ich ihn n icht, da ein Hund für mich wie ein Kind ist und voll zur Familie gehört....ich hoffe ich bin euch mit dem Thread nicht auf die Nerven gegangen, aber irgendwo musste ich mal abkotzen............

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26. Januar 2013 um 15:46

Phhhuuu...
du tust mir richtig Leid ... Ich verstehe deine totale Überforderung, ich wäre genauso verzweifelt. Ich würde jemanden suchen der dir den Hund zB tagsüber abnimmt. Es gibt sicher irgendwo jemanden der mit einem solchen Kraftbolzen umgehen kann. Derjenige muss nur gefunden werden...
Dein Freund hat leider wohl einen grossen Fehler begangen als er dir einen Hund geschenkt hat. Ich hätte ihn noch am selben Tag zurückgebracht. Aber jetzt würde ich ihn wohl auch nicht mehr weggeben wollen. Binde deinen Freund aktiv in die Hundeerziehung ein! Natürlich ist er traurig und alles, aber du bist auch kurz am Anschlag. Also drück ihm die Leine in die Hand und raus auf den Hundeplatz mit ihnen!

Bei uns in der Schweiz gibt es viele Hundepflegeplätze wo man die Hunde morgens bringen und abends abholen kann. Dort werden sie in der Familie mit anderen Hunden beschäftigt. Das ist leider aber auch eine Frage der Finanziellen Mittel.
Einen anderen Rat kann ich dir leider nicht geben. Nur wenn du merkst das ihr alle unter der Situation leidet, also auch der Hund, würde ich eventuell doch über einen neuen Platz nachdenken für ihn...
Nun ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen

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28. Januar 2013 um 18:58


Traurige Geschichte. Erstmal unverantwortlich von deinem Mann, ihn anzuschaffen,obwohl du was dagegen hast.
Manchmal bleibt einem nix anders übrig als den Hund mal kurz unterzubringen.
Wenn zB mein Freund Arbeitet und es mir nicht gut geht oder ich in Der Arbeit bin kommt der hund mal ein paar Stunden zur " Oma " . Die Oma meines Freundes, die den Hund als mehr als ein Enkel sieht.
Natürlich wird er dort verzogen, aber es bleibt beim Maße
Wir haben einen Sheltie.

Was ich denke, dass die Ursache ist, dass der Hund ( Menschenbezogen) .
Einfach keine Konstante genossen hat. Und deswegen seltsam ist.
Ein Hund ist Menschenbezogen und deiner wird auch wenns nicht bös gemeint ist, rumgeschoben. Ist doch kein Wunder?!

Ihr müsst euch meiner Meinung nach Einigen so leid es mir tut und schwer es fällt.
Hund ja, oder Hund nein. Hund in ein neues Zuhause, wo er auch bleiben kann oder für den Hund die dementsprechende Zuneigung und Zeit aufbringen.
Tut mir leid da muss ich knall hart sein, denn ein Hund ist ein Familienmitglied, das sich nicht auf ein Abstellgleiß schieben lässt, ohne dass es Folgen hat!

Ich hoffe ihr kriegt das wieder hin!

Mal als Beispiel:
Mein Freund ist Student und ich war bis vor kurzen ebenso Schülerin ( Abi nachgeholt). Also waren wir beide viel Zuhause!
Nachdem ich aber Vollzeit (12h am Tag) wegen Arbeit wegwar, also mich gar nicht mehr um die Tiere kümmern konnte, hatte mein hund alle 2 Minuten in die WOhnung gemacht und gesoffen wie ein blöder.
Natürlich dachten wir er sei krank und haben viel Geld reininvestiert!! Pumperlgesund! BIs dann ein TIpp von der Artztpraxis kam, dass es Psychisch sein könnte.
Ich also mir Mühe gegeben wieder statt meinem Freund einmal am Tag mit ihm zu gehen, mehr streicheln, mehr Zuwendung ( auch wenn ich an körperlichen Grenzen war, was auch seinen Preis jetzt hat, andere Geschichte). Nach drei Tagen war der ganze Spuck vorbei und mein Eddy wieder der Stubenreinste Hund der Welt.

Damit will ich sagen, dass Hunde auch eine Psyche haben und man das ganze nicht untersschätzen sollte.

Ich bin gerne für Fragen oder Neues offen.
lg Arle

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