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Ich mag meine Katze nicht

11. Juni 2015 um 20:10

Hallo zusammen

Ich weiss, dass ich Gefahr laufe, hier gleich einen Shitstorm auszulösen. Aber ich bin so verzweifelt, dass ich jetzt einfach offen über mein Problem reden möchte.
Wir haben einen Kater, von dem es damals, als wir ihn übernommen haben, hiess, er sei Einzelgänger und möge keine Gesellschaft. Uns kam das entgegen, weil uns eine Katze im Grunde reicht. Niemand wollte den armen Kerl, weil er so scheu war... bei uns ist er dann langsam aufgetaut.
Vor ein paar Wochen haben wir den Entschluss gefasst, es doch mit einer zweiten Katze zu probieren, weil wir einfach das Gefühl hatten, es würde dem kleinen Kerl gut tun. Und das tut es auch! Er kommt jetzt viel mehr zu uns und sucht unsere Nähe. Vermutlich hat er der neuen Katzendame abgeguckt, dass menschliche Nähe gar nicht so schlimm ist.
Na auf jeden Fall zu unserem Problem: Die neue Katze ist leider überhaupt nicht so, wie sie uns im Tierheim entgegenkam und auch beschrieben wurde. Sie ist geradezu besessen auf ihre Halter (sie folgt mir überall hin... auch aufs WC, ins Bad zum Duschen... überall). Sie lässt uns, seit sie hier ist, keine 3 Stunden durchschlafen, weil sie an unserer Türe kratzt wie eine Verrückte. Gestern hat sie auf unsere Bettwäsche gekackt und gepieselt (hat sie vorher NIE gemacht)... sie erbricht sich oft und haart wie irre. Und ich... ich kann langsam nicht mehr. Ich bin jeden Tag am Putzen, am Aufpassen, dass sie keinen Blödsinn anstellt... wenn ich meine Ruhe haben will, muss ich meine eigene Wohnung verlassen, weil sie mich so nervt... Ich sehe meinen Kater und wie gut er es jetzt hat... und ich sehe mich und meinen Partner, wie wir einfach nicht mehr können... Ich bin hin und hergerissen, was ich tun soll. Ich würde sie liebend gerne wieder zurückgebe (ist mit dem TH auch so abgesprochen)... Bin ich jetzt ein Unmensch?

Bitte sagt mir offen eure Meinung und versucht mich dabei nicht zu beschimpfen oder zu verurteilen.

Liebe Grüsse

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14. Juni 2015 um 15:27

Waren schon beim Arzt, aber...
Ja, wir waren mit ihr beim Arzt. Sie wurde auf Milben, Würmer, Flöhe, Pilze und weitere Parasiten untersucht. Leider ohne Befund. Man hätte ihr für weitere Untersuchungen Blut nehmen sollen, aber das lässt die Kleine nur unter Sedierung zu, und diesen Stress wollten wir ihr so kurz nach dem Einzug (noch) ersparen.
Wir füttern ihr nun seit ein paar Tagen Allergikerfutter vom Tierarzt. Seither kotzt sie nicht mehr, kratzt sich weniger häufig und ich glaube beobachtet zu haben, dass sie auch schon weniger haart. Vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein. Wir warten jetzt mal ab und füttern weiter Hill's Perception Diet...
Letzte Nacht war die Schlimmste... sie kam alle 10 Minuten und kratzte an unsere Tür. Irgendwann gaben wir auf und öffneten sie, dann turnte sie stundenlang auf uns herum. Schlafen war da nicht mehr... Wir haben jetzt seit 3 Wochen nicht mehr geschlafen und langsam merke ich es körperlich wirklich...

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22. Juni 2015 um 10:17

Gebt der Katze doch einfach Zeit
ich habe auch 2 Kater, wovon der eine wirklich sehr anhänglich ist. Bin ich zuhause, folgt er mir auf Schritt und Tritt. Darf er mal in ein Zimmer nicht mit rein, dann wartet er vor der Türe und fängt das Miauen an. Will erkuscheln, wird er sogar richtig penetrant, wenn man ihn wegschiebt. Dann quetscht er sich mehr oder weniger durch damit er zu einem kann oder er versucht so lange herzukommen, bin man ihn einfach gewähren lässt. Meistens will er sich nur zu einem auf den Schoß legen oder neben einem auf der Couch im Arm liegen. Das reicht ihm schon. Dann gibt er auch Ruhe und geht nach der Zeit von alleine.

Auch er hat am Anfang nichts Terror gemacht. Das ging aber vorbei. Wir haben uns Ohrstöpsel gekauft und konnten dann lärmbefreit schlafen. Das Rumgeturne auf uns hat dann auch aufgehört, nachdem er gemerkt hat, dass wir ihm nachts keine Aufmerksamkeit geschenkt haben. Wurde es doch mal schlimm, haben wir ihn ins WOhnzimmer gesetzt und die Türe zugemacht. Er hat dann gelernt, wenn er Terror macht, muss er gehen und wenn er brav ist, darf er bleiben. Das ganze hat ein halbes Jahr gedauert.

Ich weis, dass es echt hart sein kann. Ich denke aber nicht, dass ein Zurückgeben ins tierheim was bringt. Wollt ihr eurem Kater dann wieder eine andere Katze vor die Nase setzen und gebt ihr diese dann auch ab, wenn euch ihre Verhaltensweise nicht gefällt und dann immer so weitermachen, bis ihr das für euch passende Tier gefunden habt?
Katzen sind nun mal eigen und das sollte man sich überlegen, bevor man sich ein Tier anschafft.

Wenn es mit dem neuen Futter gesundheitlich besser wird, ist das doch gut. Und an den Verhaltenweise kann man arbeiten. Kosten Zeit, Mühe und Geduld, aber in den meisten Fällen lohnt es sich.

Ich kann dir noch das Forum http://www.katzen-links.de/ empfehlen. Da haben die Foristen auch immer gute Ratschläge.

LG

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25. Juli 2015 um 12:14

Mag meine katze nicht!
Gib sie wieder ab, so hat das keinen sinn und zweck!Tu dir und der katze einen gefallen, bring sie zurück,vielleicht bekommt sie dann einen menschen der sie lieb hat!





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28. Juli 2015 um 0:59
In Antwort auf janene_12265807

Waren schon beim Arzt, aber...
Ja, wir waren mit ihr beim Arzt. Sie wurde auf Milben, Würmer, Flöhe, Pilze und weitere Parasiten untersucht. Leider ohne Befund. Man hätte ihr für weitere Untersuchungen Blut nehmen sollen, aber das lässt die Kleine nur unter Sedierung zu, und diesen Stress wollten wir ihr so kurz nach dem Einzug (noch) ersparen.
Wir füttern ihr nun seit ein paar Tagen Allergikerfutter vom Tierarzt. Seither kotzt sie nicht mehr, kratzt sich weniger häufig und ich glaube beobachtet zu haben, dass sie auch schon weniger haart. Vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein. Wir warten jetzt mal ab und füttern weiter Hill's Perception Diet...
Letzte Nacht war die Schlimmste... sie kam alle 10 Minuten und kratzte an unsere Tür. Irgendwann gaben wir auf und öffneten sie, dann turnte sie stundenlang auf uns herum. Schlafen war da nicht mehr... Wir haben jetzt seit 3 Wochen nicht mehr geschlafen und langsam merke ich es körperlich wirklich...

Das bringt nichts!
Ihr seid nicht für einander bestimmt.
Meine Katze war ihr Leben lang unsauber. Erst in einem Vermehrerhaushalt mit 15 Katzen in einem Raum und dann ist sie ins Tierheim. Da wurde sie letztes Jahr adoptiert und war immer noch unsauber und unverträglich mit anderen. 6 Jahre, bis ich kam...
Wir haben sie Anfang des Jahres bei uns aufgenommen und sie war nicht unsauber und total anders. Im Tierheim war sie ängstlich und kratzbürstig. Hier lag sie schon nach einer halben Stunde entspannt in der Ecke.
Das Problem mit dem Schlafzimmer habt ihr euch selbst zu zu schreiben. Man sperrt keine Räume für die Tiere. Das sind doch von der Geistesgrõße her Babys! Würdest du dein Kind aussperren, weil du es nicht in dem Raum haben willst? Sie fühlen sich ungeliebt, wenn sie nicht zu euch dürfen.. Empathie wäre mal angebracht.

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28. Juli 2015 um 11:12

Update
Hallo zusammen und vielen Dank für eure hilfreichen und konstruktiven Beiträge.

Natürlich haben alle Recht, die sagen, man müsse sich sowas immer vorher bewusst sein. Wenn man ohne Tiere aufgewachsen ist, hat man keine Ahnung, auf was man sich einlässt. Katzen, insbesondere Wohnungskatzen, brauchen viel Zeit, Geduld, machen Dreck und Arbeit und sind ein bisschen wie eigene Kinder. Ich wusste das, habe es aber völlig unterschätzt. Das ist nicht das Problem der Katze, sondern meines.

Es hat sich mittlerweile einiges getan. Ich hatte irgendwie im Bauchgefühl, dass etwas mit dieser Katze einfach nicht stimmt. Also bin ich nochmal zum Tierarzt, aber zu einem anderen. Und, tadaa, die neue Katze war krank. Und das schon seit längerem, also war sie es auch schon im Tierheim. Sie hatte eine akute Pankreatitis und man stellte eine chronische Darmerkrankung fest mit Resorptionsproblemen. Nun hatten wir die Kleine ja schon ein Weilchen bei uns, und obwohl sie mich in den Wahnsinn trieb, konnte ich sie unmöglich gehen lassen. Ich kann das nicht rational begründen. Wie gesagt, es sind wie Kinder... und ich hatte eine Verantwortung zu tragen. Nun, Lotti ist jetzt wieder gesund und wohlauf, sie braucht einfach nun ein Spezialfutter und ihre zwei Tröpfchen Cortison am Tag.

Die Maus nervt zwar immer noch, aber es ist kein Vergleich zum Anfang. Wir mussten uns zuerst aneinander gewöhnen: sie sich an uns und wir uns an sie. Das Problem mit dem Kratzen in der Nacht hat sich auch erledigt: Ich habe einfach ein Kindergitter vor die Türe gespannt. Jetzt akzeptiert sie, dass das Zimmer für sie ein paar Stunden in der Nacht tabu ist. Ihre Freiheit geht nunmal nur so weit, wie meine anfängt, und Schlaf ist genauso mein Recht wie ihrs. Sie darf gerne am Morgen kuscheln kommen, wenn die Tür aufgeht, aber wenn ich schlafe, dann hat sie da einfach nichts zu suchen.

So. Ich danke euch für eure wirklich lieben Nachrichten und Ratschläge! Bin froh, dass ihr mich am Leben gelassen habt.

Liebe Grüsse!

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