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Ich hab heute eine gute Tat getan... oder vielleicht eher mein Hund???

9. August 2007 um 0:46

Leider ist es schon so spät... und deshalb kann ich es keinem mehr erzählen. Deshalb dachte ich ich schreib es einfach mal hier rein. Vielleicht habt ihr schonmal ähnliches erlebt.

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DIE KURZVERSION:

Ich und meine Hündin haben einen entlaufenden Jagdhund gefunden und nach Hause vermittelt. Eigentlich war es meine Hündinn und weniger ich...

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DIE SUPERLANGVERSION:

Wir haben eine noch recht junge Boxerdame mit recht viel Temprament. Ich übe gerade mit ihr das Fahrradfahren, weil ich das Gefühl habe dem Hund nicht genügend Bewegung geben zu können.

Da ich zwei kleine Töchter habe (2 & 3) und im achten Monat schwanger bin geh ich lieber erst ab 10 Uhr zum üben raus. Da ist nicht mehr so viel los auf der Straße und die Kinder schlafen. Und bevor ich mich mit Kindern und Hund aufs Rad schwinge will ich das schon mal geübt haben.

Heute stand ich gerade vorm Tor und versuchte mich aufs "anfahren" vorzubereiten, da hielt ein Auto an. Ein junges Pärchen fragte mich ob ich einen Hund gesehen hätte. Er sei dem Besuch ihrer Nachbarn entlaufen. Ein weißer Jagdhund namens Itschi. Ich verneinte (war ja auch gerade erst auf dem Weg zu meiner Tour) und fragte noch wo sie denn wohnen würden, für den Fall das ich den Hund sehen würde.
Es war gut 1,5 km entfernt und über die Hauptstraße rüber... ich hatte ehrlich gesagt nicht die Hoffnung den Hund zu sehen. Ist ganz schön Nebelig und sehr dunkel gewesen... außerdem hätte er wirklich überall sein können und ich hatte mir heute nur eine kurze Strecke vorgenommen (gestern war es einfach zu viel für unsere Dame )

Ich hab dann also meine kleine Runde gedreht, bin wieder nach Hause und hab noch kurz den Hof draußen etwas von dem Spielzeug der Kinder befreit... dann wollte ich endlich ins Bett (mein Mann schlief schon). Ich rief unseren Hund... nix tat sich. Ich schaute um die Ecke, da fiel mir auf das ich das Tor aufgelassen habe. Und unsere Boxerdame saß draußen davor und schaute mich an als wollte sie sagen "ich will mehr". Gut dachte ich mir... gönn ich ihr was und sie wedelte wie verrückt mit dem ganzen Körper hin und her als ich mit meinem Drahtesel angeschoben kam. Bin dann fast die gleiche Runde nochmal gefahren mit einem kleinen Umweg (um auf Nummer sicher zu gehen).

Ich war dann fast wieder Zuhause angekommen, es wären nur noch zwei Straßen gewesen, da zog mich unser Hund beinahe vom Rad. Fluchenderweise hielt ich an (wer will schon im achten Monat nachts vom Rad fallen???) Und drehte mich um. Und siehe da: hinter einem Busch stand dort ein Hund! Auf jeden Fall war er weiß... also dachte ich ich schau ihn mir mal näher an. Mir fiel gleich auf das er kein Halsband um hatte und er war auch recht scheu.

Also versuchte ich es mit dem Charme meiner Hündinn mich dem Hund zu nähern. Erst klappte es gut... aber meine Dame ist halt sehr tempramentvoll... das war ihm wohl zu viel an diesem Abend und er lief einfach um die Ecke.
Ok, was nun? Ich bin dann erstmal in die kleine Kneipe nebenan gegangen um zu fragen ob irgendwem der Hund gehört (nicht das es der falsche Hund ist). Der Wirt und die Gäste sagten nur das sie sich auch schon gewundert hätten wo er hin gehört... Also war ich mir sicher: es ist Itschi.

Aber was nun? Er war sehr schüchtern und hatte kein Halsband um. Ich hatte natürlich auch keine Zweitleine dabei und meinen Hund konnte ich nicht 2 km durch den Ort neben einem Fremden Hund ohne Leine laufen lassen. Also hab ich dann nach Absprache mit dem Wirt den Hund in die Kneipe gelockt und die Tür zu gemacht. Ich bin dann auf dem schnellsten Wege zu der Adresse geradelt die mir das Pärchen im Auto genannt hatte (zum Glück hatte ich gefragt!!!). Leider ein Mehrfamilienhaus... und nur die eine Wohnung war beleutchtet. Also hab ich mich einfach vor das Fenster gestellt und gerufen. Da kam der Mann der zuvor das Auto gefahren hatte und ich erzählte Ihm das ich Itschi gefunden habe. Er kam runter und ich erklärte ihm noch kurz wie der Hund aussieht und wo er ist. Sie waren sehr erleichtert und fuhren auf schnellstem Wege zur Kneipe.

Ich bin dann wieder nach Hause geradelt (hab nur noch kurz in der Kneipe gefragt ob alles geklappt hat). Und nun sitze ich hier mit einem guten Gefühl und einer kaputten Boxerdame im Bett .

Man muss einfach daran denken was ist wenn einem selber sowas passiert... ein Hund ist ja schon sowas wie ein Familienmitglied (wenn auch unterster Rangordnung)

Uns ist mal etwas ähliches passiert: Als ich 14 war wurde unsere damalige Hündinn vor einem Kaufhaus geklaut. Es waren sehr schlimme zwei Wochen bis sich die Polizei meldete die den Hund beschlagnahmt hatte.

Aber nun zurück zum Thema: Eigentlich war ich es ja garnicht die den Hund gefunden hat... es war unsere Hündinn die heute Abend eine "Ehrenwurst" verdient hat: Sie wollte unbedingt die Zusatzrunde fahren und sie hat den Hund hinterm Gebüsch gefunden.
Das komische ist ja das wir sonst eigentlich schon soweit waren das wir problemlos an anderen Hunden vorbeifahren konnten, nur bei diesem Hund hat sie gestoppt.

Was meint Ihr? Haben Hunde ein Gespür für solche Situationen? Wußte unsere Hündinn das sie helfen kann? Habt ihr schon mal ähnliches erlebt?

Liebe Grüße

Friederike

P.S. Sorry... es ist doch seeeeehr lang geworden

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12. August 2007 um 9:12

Um ehrlich
zu sein bewunder ich dich. Aber nicht das du den hund gefunden hast sondern das du bald 3 kleine kinder hast ein hund und ein haushalt.Wo nimmst du denn die kraft her? Manchmal ist mir das schon mit einem kind und einem hund zuviel.
Lg sanne

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