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Hund wird an der Leine zum Dämon.. Nerven liegen blank

Letzte Nachricht: 3. Juni um 17:30
20.05.21 um 15:56

Hallo Community,

wir haben einen ca. 1 Jahre alten Jack Russel / Fox Terrier - Mix aus dem Tierschutz. Ja, mittlerweile haben wir auch realisiert, dass wir uns da vielleicht als Anfänger zu viel zugetraut haben. Man merkt dass er sein Päckchen mitgebracht hat, er ist nicht der Einfachste, hat oft Schwierigkeiten "runter zu kommen". Aber am allerschlimmsten ist es wirklich bei Hundebegegnungen auf den Spaziergängen an der Leine. Wir wohnen (leider) in ner reich besiedelten Hunde-Gegend und ich bin mittlerweile nervlich oft am Ende. Ich habe ihn durch Homeoffice die meiste Zeit des Tages und bin wirklich sehr bemüht, die Spaziergänge immer spannend zu gestalten, ihn zu beschäftigen und zu trainieren. Aber wenn wir einem (meist unbekannten) Hund entgegen kommen, ist es aus. Da ist er nicht mehr ansprechbar, rastet komplett aus an der Leine (im Freilauf ist er übrigens überwiegend gut mit anderen Hunden und bellt sie nicht an) und kriegt sich gar nicht mehr ein!! Wir haben schon alles mögliche versucht.. ein (unangenehmes) Geräusch einbauen, juckt ihn nicht... das beste Leckerli auf der Welt für ihn (Salami) unter die Nase halten und versuchen um zu fokussieren.. juckt ihn nicht. Tennisball auf den er sonst so steht .. juckt ihn nicht. Social Walking, sprich mit nem anderen Hund auch an der Leine nebeneinander spazieren.. bei dem Hund ok, sobald es wieder n Unbekannter ist, ist es vergessen. Die Hundetrainerin hat uns empfohlen ihn zurück zu ziehen in unsere Richtung, also quasi umzudrehen und man selber läuft rückwärts, aber er dreht sich immer wieder um und bellt weiter, bis wir vielleicht bald 200 Meter rückwärts gelaufen sind. Ihn enger an die Seite nehmen und "zwischen" Hund und ihm laufen, lässt ihn auch austicken, nur halt dann direkt neben unseren Beinen. Es ist sogar manchmal so, dass WENN er dann mal schnüffeln darf, er erst zufrieden ist, dann gehen die aber natürlich weiter an der Leine, dann grummelt und bellt er ihnen wieder so hinterher. Überall wo er nicht hin kann/darf, fängt er an rum zu moppern. Auch manchmal bei Menschen. Fußgänger wecken auch noch oft sein Interesse und wenn er nicht hindarf um die Lage zu checken ist halt Angriff die beste Verteidigung. (Sprich rum moppern an der Leine) Ich weiß dass ich auch öfter Mitschuld trage, weil ich natürlich ne gewisse "Angst" vor den unangenehmen Situation entwickelt habe. Aber ich glaube mir könntest du vorher 5 Joints gegeben haben, er würd so abgehen. 

Ich hab langsam absolut keine Ahnung mehr, was wir noch machen können. Hoffe auf Tipps von euch, wenn vielleicht schon mal jemand so nen Leinendämon besänftigt bekommen hat.. Und wenns nur n bisschen ist. Jeder Schritt in Richtung Deeskalation würde meinem Nervenfell gut tun. 

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03.06.21 um 17:30

Es gab beim WDR die Sendung "Hunde verstehen!" mit Andreas Ohligschläger. Kannst ja googeln oder ARD Mediathek, der konnte ganz gut mit solchen Hunden. Vielleicht hilft das weiter. 

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