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Hund aus Tierschutz ??

27. Oktober 2011 um 22:54 Letzte Antwort: 21. November 2011 um 10:52

Hallo ihr Lieben,

brauche dringend eure Erfahrungen !
Da wir nach dem Tod unseres Hundes evtl.wieder einen anschaffen möchten, denke ich über einen älteren Hund nach weil ich aus Erfahrung weiß wie anstrengend die Aufzucht eines Welpen ist und mich auch nicht mehr soo lange an ein Tier binden möchte.
Eigendlich möchte ich ungefähr dann wenn meine jüngste,11jährige Tochter erwachsen ist wieder unabhängig sein.Was ja nicht heißt, daß ein lieber Hund mir nicht willkommen ist, nur eben nicht 15 Jahre lang. Bei einem Hund der evtl schon ca.5-6 Jahre alt ist, ist der Zeitraum überschaubar und ich wäre wieder ungebunden wenn die Kinder aus dem Haus sind.
So weit meine Überlegungen.
Das Problem : ich dachte daß die Tierheime voll sind mit z.B. Scheidungshunden oder Abgabehunden . Aber fast alle sind enweder riesengroß oder aus dem Ausland vor Tötingsstationen gerettete Hunde.
Hat jemand mit solchen traumatisierten Hunden Erfahrung ?
Sind diese Hunde wirklich so lieb und dankbar wie man glaubt ?
Ich habe die Befürchtung daß sie total verstört sind oder nicht stubenrein werden oder schnappen. Bei Telefonaten mit Vermittlungsstellen hatte ich den Eindruck daß man mir möglichst schnell quasi " die Katze im Sack " verkaufen will und Nachfragen über einzelne Hunde unerwünscht sind .

Ich bin völlig ratlos und wäre für ehrliche Antworten sehr dankbar !
Liebe Grüße

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28. Oktober 2011 um 9:45

Ich kann dir...
empfehlen, dass du mal bei Züchtern nachfragst, ob sie alte Zuchthündinnen haben, die sie abgeben würden... Meist sind diese Hündinnen zwischen 6 und 7 Jahren alt.
Der Vorteil ist, dass diese Hund stubenrein sind, meist durch ihre "Mutterschaften" ein ruhiges Wesen haben und absolut dankbar sind, noch einen Sofaplatz zu ergattern...
Diese Hündinnen haben meist nichts anderes gemacht, als Welpen großzuziehen - sie haben einen schönen und liebevollen Lebensabend verdient...

Ruf einfach mal bei verschiedenen Züchtern an u erkundige dich!

Der Vorteil ist, wie gesagt, dass sie zu 95 Prozent keine Neurotikerinnen sind, da sie, wie gesagt, durch ihre "Brutpflege" ein stabiles Wesen u einen guten Charakter haben...

Ich fände, dass das doch eine schöne Option für dich wäre...!

Viel Glück bei der Suche!!!!

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29. Oktober 2011 um 15:59

Hund
Also ich würde eher einem Tier aus dem heim eine chance geben, als einem Zuchthund.

ich finde, du solltest erstmal ins Tierheim gehen und dich dort beraten lassen. Die kennen ja die Hunde dort mittlerweile. Oder du fragst mal einen bei der Hundeschule. Vielleicht würden die mitkommen. Die sehen ja dann ob der Hund erziehbar ist oder nicht.

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31. Oktober 2011 um 20:15

Hund aus dem Tierschutz
Hallo Ersatzmami,
zufällig bin ich jetzt auf den Beitrag gestossen. Ich hab über Google das Thema Tierschutz abonniert, da stand die Frage drin. Aaaaalso, ich bin selbst sehr aktiv im Tierschutz und habe auch Hunde aus dem Tierschutz. Momentan eine Strassenhündin aus Athen und einen Maremmanen aus Italien. Den Italiener bekam ich über eine Tierschutzorganisation direkt aus Italien. Er kam aus einem der dortigen Canili, in welchem er sein ganzes Leben zugebracht hatte. Flavio habe ich seit letztem Jahr. Er ist jetzt zwischen 11 und 13 Jahre alt. Davor hatte ich einen Maremmanen aus einem deutschen Tierheim. Er war 9 Jahre alt, als er zu mir kam. Meine Griechen ist 3 Jahre alt, ein rechter Fetz, sie liebt Müll und Streunen, frisst alles, was nicht niet- und nagelfest ist und ist frech wie Bolle Flavio, der aktuelle Italiener kannte bei seiner Ankunft nichts. Kein Gassi, keine Wohnung, keine Menschen... wirklich garnichts! Er pinkelte in die Wohnung, stank, heulte und bellte an einer Tour und hatte wahnsinnige Angst vor allem. Stubenrein wurde er schnell, das Bellen ließ nach und heute, nach 1,5 Jahren ist er der tollste Hund, den man sich wünschen kann. Er brauchte Geduld, Liebe und Ruhe. Heute vertraut er mir und vor allem aber vertraut er dem Leben. Aber es war Arbeit! Und Dankbar??? Flavio fühlt sich wohl, seine Bedürfnisse werden erfüllt und ich liebe ihn. Dankbar ist er nicht. Er hört keinen Stecken und wenn er nicht kommen will, kommt er auch nicht Aber es ist okay. Er ist mein lieber Hundeopa!!! Sein Vorgänger aus dem deutschen Tierheim war auch nicht sonderlich dankbar... Damals fühlte ich mich noch ein bisschen wie die gute Fee, die einen Hund aus dem Tierheim gerettet hat (sehr naiv). Zum Dank hat er mir in's Gesicht geschnappt und auch sonst war er sehr autark und hat sich garnicht für mich interessiert. Trotzdem habe ich diesen Hund sehr, sehr geliebt. In seinem letzten Lebensjahr wurden wir die allerdicksten Freunde...

Was ich damit sagen will ist, daß man sich bei einem Hund aus dem Tierschutz keinen Illusionen hingeben darf. Viele Tiere sind traumatisiert, sie benötigen Zeit und sehr viel Geduld. Manche Hunde, die sehr schwer traumatisiert sind, erreicht man vielleicht nie. Sie leben in ihrer eigenen Welt und dort bleiben sie auch. Sie schliessen sich nie wirklich dem Menschen an. Trotzdem haben natürlich auch diese Kandidaten ein schönes Zuhause verdient. In den meisten Tierheimen gibt es die Möglichkeit, "seinen" neuen Hund kennenzulernen, mit ihm Gassi zu gehen und zu schauen, ob die Chemie stimmt. Und es gibt auch diese Goldstückchen, die man sofort in's Herz schliesst und nie wieder hergeben möchte. Oder andersrum, man wird vom Hund ausgesucht und dann passt es einfach. Habe ich auch schon erlebt. Also, nur Mut, genau hinschauen, kennenlernen...

So, ist jetzt lang geworden aber ich hoffe, daß mein Beitrag weiter hilft.

Liebe Grüße
ideenreich62

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2. November 2011 um 11:30

Hallo
Ich hab einen Strassenhund aus Bukarest aufgenommen,Bilder dazu sind auf meiner Seite,und ich muss sagen ,er hat sich zu einem absoluten Superhund entwickelt.Er ist sehr schlau,lieb und anhänglich ...jederzeit wieder

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4. November 2011 um 20:05

Jam - unser Dicker
Wir haben unseren Dicken auch vom Tierschutz aus der Türkei. Und ich muss sagen - wir haben wirklich Glück gehabt. Er verträgt sich mit allem und jedem (Straßenhunde leben auch oft in einem Rudel zusammen, sprich sind zumindest untereinander gut sozialisiert), ist eher ruhig, aber nach ein paar Tagen Eingewöhnungszeit hat man richtig gemerkt, wie er sich damit angefreundet hat, ein Dach über dem Kopf und Menschen zu haben, die sich um ihn kümmern. Er ist, wie man so schön sagt, aufgeblüht.

Man muss halt einige Dinge vorher bedenken, bzw. erwarten. Man bekommt keinen perfekt erzogenen Hund. Man muss viel Arbeit reinstecken, aber wenn man dazu bereit ist, kann man einen absoluten Traumhund in seiner Mitte willkommen heißen.

Traumatisiert..hm..nein. Natürlich hat er Angst vor gewissen Dingen (wie zum Beispiel stark befahrende Straßen oder Motorräder), in der Türkei musste er ja auch an jeder Straßenecke damit rechnen, ohne Gnade überfahren zu werden. Außerdem macht er sich immer noch über jeden Müllsack her, den er findet. Könnte ja etwas essbares drin sein. Aber wenn man ein bisschen aufpasst, sind das alles Dinge, die sehr gut verschmerzbar sind

Also ich würde es jeder Zeit wieder tun. Wobei ich erstmal froh bin, meinen Dicken bei mir zu haben

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5. November 2011 um 23:53


also ich hab ja seit knapp 4Wochen auch einen kleinen vom nem Tierschutzverein der Hunde aus Rumänien holt.. & er ist wirklich toll.. nach 2Tagen war er schon extrem anhänglich, hat nach kurzester Zeit auf seinen Namen gehört.. ich konnte ihm innerhalb von 10Minuten .. "sitz" beibringen.. nach 1Woche war er komplett stubenrein.. also eigentlich ein perfekter Hund.. (im vergleich dazu wie lang meine Tante bei ihrem Labbi für das gleiche gebraucht hat)

& dann noch von meiner Oma.. sie hat 4Straßenhunde.. (1 von der Straße geholt.. 3 sind bei ihr im Grundstück zur Welt bekommen) -> Mutter wurde ihr schwanger vor die Gartentür gelegt...(sie wohnt nicht in Deutschland) ... der ersten hab ich viel beigebracht, was schon Jahre her ist & sie kann immer noch alles! & zu ner 2ten.. sie war als kleiner Welpe schon nach 1ner Nacht (1mal alle 2h raus gegangen... die nächste Nacht hat sie schon durch geschlafen) & alles im allen sind Straßenhunde wirklich die Besten dies gibt.. sie sind dankbar.. für jede kleinste Aufmerksamkeit!.. also hol dir so einen.. & zu allen die ich bis jetzt gesehen hab (waren mehr als die 5) kann ich nur sagen.. keiner von dennen hat jemals auch nur ein kleines bisschen Aggressivität gezeigt.. also hab mal bei dennen keine Angst

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21. November 2011 um 10:52

Warum nicht?
Also ich hab auch ne Schäferhund-Mix-Dame aus einer Tötungsstation. Seit einem halben Jahr lebt die gute bei uns. Wir wissen nicht, wie alt sie genau ist und ihre Vorgeschichte kennen wir natürlich auch nicht so genau. Aber die Tierschutzorganisation, aus der wir sie haben, kuckt sich die Hunde schon sehr genau an, bevor sie aus der Tötung gerettet werden. Und bevor wir Duna bekommen haben, wurden erst mal einige Besuche bei der Pflegefamilie gemacht und dann auch nochmal ein Besuch bei uns zuhause, ob unsere Wohnung überhaupt geeignet ist für sie. Und dann erst haben wir sie holen dürfen... Wenn du willst, kann ich dir die Kontaktinfos von der Organisation geben.
LG Mimmi

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