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Hätten wir ihn noch retten können???

10. Juni 2009 um 21:05 Letzte Antwort: 13. Juni 2009 um 8:40

Ich habe eine Frage die mich quält seit dem Tage als wir unseren Hund haben einschläfern lassen müssen(20.05.2009). Sicher, jetzt ist es zu spät aber ich muss mir das mal von der Seele schreiben um Meinungen oder Erfahrungen zu erfahren. Wir hatten einen 10 Jahre alten Spitz Mischling, seine Verdauung war nie super, immer kleinere Probleme, Blähungen etc. An einem Sonntag war er sehr ruhig und hatte schon 2 Tage lang nicht groß gemacht. Als wir dann zur Tierklinik gefahren sind haben wir erst einen Einlauf bekommen den wir ihm zu Hause geben sollten. Dieser hat aber nichts gebracht und wir sind wieder zur Klinik. Da musste unser Hund dann bleiben... Er bekam Kontrastmittel und sie wollten ihn Röntgen. Am Montag ist das Kontrastmittel nicht durchgegangen also musste er weiter da bleiben. So zog es sich bis zum besagten Mittwoch den 20.05. Die Ärztin sagte dass sie ihn öffnen müssen um zu schauen was los ist. Dann bekamen wir den Anruf dass der Darm gar nicht mehr arbeitet und den Kot nicht transportiert, keine Rettung... Er würde nie mehr richtiges Futter bekommen dürfen und würde den Kot dann in flüssiger Form und wohl mit Schmerzen einfach so verlieren. Das wäre kein Leben mehr und wir sollten uns entscheiden. Da wir unseren kleinen nicht leiden lassen wollten haben wir uns für das Einschläfern entschieden, was das Schwerste war dass ich je gaten hab!!! Das wünsche ich Niemanden!!! Wir hatten die Wahl (er lag noch in Narkose) ob er noch mal wach werden sollte und wir uns dann von ihm verabschieden wollten oder so in Narkose, oder ob wir gar nicht mehr kommen wollten... wir haben ihn in Narkose gelassen und haben uns von ihm verabschiedet und waren bis zum Schluss bei ihm. Ich mache mir nun Vorwürfe weil das Letzte was mein Hundi von mir weiß ist, dass ich ihn zu Fremden gegeben hab... ich hoffe er hat gespürt dass wir bei ihm waren?!? Das musste ich mal loswerden, schreibt mir doch Eure Meinungen dazu...

Liebe Grüße, doro

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10. Juni 2009 um 23:07

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Mein aufrichtiges Beileid zu deinem Verlust!
Also erstmal zu der Entscheidung. Ich denke, du kannst dem Urteil der Tierklinik vertrauen, denn selbst, wenn die nur auf Geldschneiderei aus gewesen wären, hätten sie vermutlich mehr verdient, wenn sie ihn erhalten hätten. Du hast deinem Hund die grössten Leiden erspart und das war auf jeden Fall richtig so. Manchmal benötigen sie auch Hilfe beim Sterben und in dem Fall dürfen wir es Gsd.
Nun mal zu den Empfindungen eines Hundes. Dein Hund weiss, dass du hinter der Tür stehst, selbst, wenn sie verschlossen ist. Er spürt viel mehr, als wir Menschen je erfassen können und er wird euch auch gespürt haben, als ihr bei ihm ward. Das letzte, was dein Hund vor der OP gespürt haben wird ist, eure Hoffnung um seinen Zustand. Aber er wird mit Sicherheit auch gemerkt haben, wie ihr euch verabschiedet habt. Ihr habt ihn bis zum Schluss begleitet und das war grossartig von euch. Der Moment war für ihn bestimmt sehr kostbar.
Ich selbst musste meinen Felix im März gehen lassen und ich weiss, dass es ihm viel bedeutet hat, dass ich bei ihm war. Ich wünsche euch viel Kraft, die Trauer zu verdauen.
LG Luzie

RIP Spitz-Mischling

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13. Juni 2009 um 8:40
In Antwort auf mairmn_628278

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Mein aufrichtiges Beileid zu deinem Verlust!
Also erstmal zu der Entscheidung. Ich denke, du kannst dem Urteil der Tierklinik vertrauen, denn selbst, wenn die nur auf Geldschneiderei aus gewesen wären, hätten sie vermutlich mehr verdient, wenn sie ihn erhalten hätten. Du hast deinem Hund die grössten Leiden erspart und das war auf jeden Fall richtig so. Manchmal benötigen sie auch Hilfe beim Sterben und in dem Fall dürfen wir es Gsd.
Nun mal zu den Empfindungen eines Hundes. Dein Hund weiss, dass du hinter der Tür stehst, selbst, wenn sie verschlossen ist. Er spürt viel mehr, als wir Menschen je erfassen können und er wird euch auch gespürt haben, als ihr bei ihm ward. Das letzte, was dein Hund vor der OP gespürt haben wird ist, eure Hoffnung um seinen Zustand. Aber er wird mit Sicherheit auch gemerkt haben, wie ihr euch verabschiedet habt. Ihr habt ihn bis zum Schluss begleitet und das war grossartig von euch. Der Moment war für ihn bestimmt sehr kostbar.
Ich selbst musste meinen Felix im März gehen lassen und ich weiss, dass es ihm viel bedeutet hat, dass ich bei ihm war. Ich wünsche euch viel Kraft, die Trauer zu verdauen.
LG Luzie

RIP Spitz-Mischling

Danke
Liebe Luzie, vielen lieben Dank für Deine netten Worte. Ich denke auch dass es gut war dass wir bis zum Schluss bei ihm waren auch wenn es sooo schwer war. Ich hätte es mir nicht verziehn ihn alleine zu lassen!!! Und ich denke eigentlich auch dass er es gespürt hat aber solche Gedanken kommen einem halt immer wieder... Er fehlt sooo sehr. Es ist schön in so einem Forum zu sehen dass man mit solchen Gefühlen und Gedanken nicht alleine ist.
Grüße, doro

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