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Er probiert es einfach immer wieder...

15. August 2009 um 21:39

Hallo ihr lieben..
Ich hab mit meinem 8 jährigen Isi-Mix Wallach ein "kleines" Problemchen. Mittlerweile bin ich schon ziemlich verzweifelt und weiß einfach nicht mehr was ich machen soll
Er testet einfach immer wieder ob er mein "Chef" sein darf. (Ich habe ihn seit 4 jahren)
Es fängt schon an auf der Koppel. Geh ich zu ihm auf die Koppel und ich hab nichts in der Hand d.h. kein Halfter. Kommt er gleich zu mir gelaufen und lässt sich ganz normal streicheln, sieht er allerdings das ich sein Halfter in der Hand habe, legt er die Ohren an, galoppiert davon oder sogar auf mich zu und zeigt mir seine Zähne und tritt aus. Hab ich es dann doch endlich geschafft ihm sein Halfter anzulegen ist er wieder richtig brav (nun steht er meistens mit Halfter auf der Koppel)
So dann zum Putzen, eigentlich lässt er sich gerne putzen, nur kann er einfach nicht ruhig da stehen, was aber für mich jetzt auch nicht schlimm ist, aber manchmal unter dem Putzen dreht er sich dann zu mir und schlägt aus oder er zwikt auch gerne mal nach mir. (Ich sag dann mit energischer Stimme NEIN oder wenn er mir richtig weh tat beim beißen, gibts nen leichten Klapps aufs Maul, ich habe auch ausprobiert mit ner Sprühflasche ihn dann anzusprühen wenn er beißt, aber das interessiert ihn nicht) Beim Hufeauskrazten, Zaumzeug und Trense anlegen ist er wieder super lieb!!
Kommen wir zum Aufsteigen, also ich sag jetzt einfach mal je nach Lust und Laune lässt er sich aufsteigen, haben wir einen guten Tag lässt er sich ohne Probleme aufsteigen, haben wir nen schlechten Tag erwischt, geht er, wenn er merkt dass ich die Zügel aufneme, rückwärts, vorwärts, zur Seite, oder er bleibt stehn und geht dann vorwärts/rückwärts/seitlich wenn ich gerade "rüberschwingen" möchte. (ich rede dabei immer wieder ruhig auf ihn ein.. mittlerweile lass ich ihm am Rand Gras fressen währendessen ich aufsteige, da bleibt er stehen) So sitz ich erst mal drauf geht er 4/5 Schritte und versucht dann umzudrehen, davon zu galobbieren, ins Feld zu sprigen und alles was ihm in den Sinn kommt, (damit kommt er aber nicht mehr durch und er gibt es gleich mal wieder auf) Dann können wir wieder ganz normal weiter reiten/traben/galoppieren, bis wir an seine "bestimmten Stellen" kommen. Da geht er einfach nicht weiter, das ist z.B. am See entlang wenn ein bestimmter Busch kommt, von heute auf morgen ging er da einfach nicht mehr vorbei, da hatte ich einfach keine Chance, er geht seitlich, versucht umzudrehen, dann fängt er an zu buckeln. (Am Anfang dachte ich er hätte davor angst, also steige ich ab und führe ihn hin, aber sobald ich ihn führe geht er auch ganz normal hin, ich lass ihn dann immer an dem Busch schnuppern, wobei es ihn nicht mal wirklich interessiert sondern eher das fressen im Kopf hat... dann gehen wir ganz normal vorbei und ich steig wieder auf) Das ist das selbe am Bach entlang, er möchte da einfach nicht neben dem Bach laufen, (Dann steig ich wieder ab führ ihn hin lass ihn schnupper, rede ruhig auf ihn ein, aber sobald ich unten bin tut er wieder so als hätte er davor nie angst gehabt.. also ich weiß nicht ob er wirklich davor angst hat, oder ob es einfach ein "Tick" von ihm ist!?) ...

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15. August 2009 um 21:50

Teil 2
Ich dachte mir dass er einfach schreckhaft ist und evtl. nicht so das Geländer gewöhnt war, also ging ich immer, bzw. geh ich heute noch häufig mit ihm einfach nur spazieren, damit er seine Wege besser kennenlernt, und das macht er dann auch wieder je nach Lust und Laune, manchmal geht er ohne Probleme neben mir her, aber manchmal will er wieder losrennen und dann steigt er wieder und beißt.... Ich mach zudem auch viel Bodenarbeit mit ihm (auf dem Reitplatz) aber egal was ich mache, er ist dann immer das ruhigeste Pferd und lässt sich von nichts aus der ruhe bringen, er geht auch über richtig große Plastikplanen problemlos, so als wären diese nicht da... (aber sobald wir im Gelände sind, und irgendwo eine Plane, weit weg von unserem Weg liegt, bekommt er wieder Panik und macht den "Sprung" das gleiche ist, wenn einfach ein winziger Ast auf dem Weg liegt, er will dann einfach nicht vorbeigehen, oder wie schon gesagt bei Traktoren, wenn bei uns auf dem Hof ein Traktor an uns vorbeifährt und ich ihn führe macht ihm nichts, wir können an den laufenden Traktor hinlaufen)
Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll
Oder hat das etwas mit Vertrauen zu tun?!?
Ich weiß einfach nicht was ich noch machen soll
Vielleicht habt ihr Ratschläge für mich!!

Danke schon mal für eure Antworten und sorry dass ich es auf mehrere Teile machen musste, war glaube ich zu lange
und liebe Grüße

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15. August 2009 um 21:55
In Antwort auf milena696

Teil 2
Ich dachte mir dass er einfach schreckhaft ist und evtl. nicht so das Geländer gewöhnt war, also ging ich immer, bzw. geh ich heute noch häufig mit ihm einfach nur spazieren, damit er seine Wege besser kennenlernt, und das macht er dann auch wieder je nach Lust und Laune, manchmal geht er ohne Probleme neben mir her, aber manchmal will er wieder losrennen und dann steigt er wieder und beißt.... Ich mach zudem auch viel Bodenarbeit mit ihm (auf dem Reitplatz) aber egal was ich mache, er ist dann immer das ruhigeste Pferd und lässt sich von nichts aus der ruhe bringen, er geht auch über richtig große Plastikplanen problemlos, so als wären diese nicht da... (aber sobald wir im Gelände sind, und irgendwo eine Plane, weit weg von unserem Weg liegt, bekommt er wieder Panik und macht den "Sprung" das gleiche ist, wenn einfach ein winziger Ast auf dem Weg liegt, er will dann einfach nicht vorbeigehen, oder wie schon gesagt bei Traktoren, wenn bei uns auf dem Hof ein Traktor an uns vorbeifährt und ich ihn führe macht ihm nichts, wir können an den laufenden Traktor hinlaufen)
Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll
Oder hat das etwas mit Vertrauen zu tun?!?
Ich weiß einfach nicht was ich noch machen soll
Vielleicht habt ihr Ratschläge für mich!!

Danke schon mal für eure Antworten und sorry dass ich es auf mehrere Teile machen musste, war glaube ich zu lange
und liebe Grüße

Teil 1
Achja, das ist wie bei Traktoren, wenn einer vorbei fährt, wird er richtig schreckhaft, da hab ich ihn auch nicht mehr im Griff, denn dann fängt er an zu steigen, zum heftigen buckeln oder er galoppiert richtig ins Feld (vorallem sehen das die Landwirte nicht besonders gern, also steig ich mittlerweile immer ab sobald ich sehe dass ein Traktor mir entgegen kommt, allerdings bleibt er dann ruhig stehen..) So dann reiten wir auf eine Kreuzung zu, ich will nach rechts, und er will nach links oder geradeaus, aber er will ganz sicher nicht nach rechts!! Da geht dann sein Spielchen wieder los, er geht ins Feld, will umdrehen, davon galoppieren, buckeln, das macht er dann solange bis er merkt "Aha, ich habe keine Chance, dann geh ich also doch nach rechts" und dann geht er wieder ganz normal weiter... (das nervt einfach, vorallem wenn dann Leute zugucken, wirds ganz schön peinlich) und das macht er fast jedes mal beim ausreiten.
So letzens sind wir mal wieder beim Nachbarn vorbei geritten, er hat ziemlich viele "wilde" Ponys, da geht er aber immer einigermaßen ruhig vorbei, letzte Woche aber, kam er uns mit seiner Kutsche entgegen (Er mag sowieso nicht wenn andere Reiter unterwegs sind, da schreit er ihnen zu buckelt und will am liebsten ihnen wieder entegegen galoppieren, was den meist anderen pferde natürlich unruhig macht) allerdings wo uns die Kutsche entgegenkam, das war gerade an seinem Hof wo die anderen Ponys stehen, bin ich abgestiegen, und dann fings an, er stieg, er schlug nach hinten aus, er hat mich zur Seite gestoßen, er schlug mit dem Kopf, wollte los rennen, so dass ich ihn fast nicht mehr halten konnte (die anderen Ponys machten das dann auch, was einfach nur Unruhe rein brach) 5 min. nach dem Hof kommt auch sein "lieblings" Bach.... da ging dann einfach gar nichts mehr, ich hab ihn einfach nur noch festgehalten, bis wir an dem Bach vorbei waren, dann wollte ich aufsteigen, ich glaube ich hab fast 10 min. gebraucht bis ich endlich auf ihm saß... danach lief er wieder seine Strecke ganz normal zu Ende. Zwei Tage später wollte ich wieder mit ihm ausreiten, dann fing es an dass er jetzt auf die tolle Idee kam, sich auf der Straße so zu verhalten wie zwei Tage davor (Ich führ ihn immer auf der Straße, da es mir einfach zu gefährlich ist auf der Straße zu reiten) Jetzt drängt er mich zur Seite, oder stellt sich quer vor mir, wenn ein Auto vorbei fährt, dreht er sich zur Straßenmitte und schlägt aus, steigt, will los rennen und alles, vor lauter Wut hat er mich dann in meine zwei Finger gebissen, so dass ich richtig blutete... (Dann musste ich umdrehen und nach Hause gehen, ich war nur noch froh heil zuhause angekommen zu sein... obwohl ich das eigentlich nicht hätte machen dürfen, denn so hat er seinen Kopf durchgesetzt, aber in dem Moment, war es mir wirklich viel zu gefährlich) Heute wollte ich es wieder probieren und er machte das ganz gleiche wieder... ich hab die Kraft einfach nicht ihn zu halten, und es ist mir jetzt auch viel zu gefährlich auf der Straße zu laufen!! (Ich denke mir dass er es weiß dass ich keine Kraft habe ihn zu halten und dass er auch merkt dass ich jetzt angst habe...) denn vorher konnte ich auch ohne Probleme auf der Straße laufen, außer wenn LKWs kamen, da zuckte er immer zusammen, was aber nicht schlimm war.

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16. August 2009 um 10:14

Danke für deine Antwort...
Also das der Sattel nicht richtig passt oder das er Rückenprobleme hat, dachte ich mir am Anfang auch, aber das haben wir schon durchchecken lassen.. der Sattel passt richtig und er hat auch keine Rückenprobleme!
Ich hab mir schon oft Hilfe geholt von Freunde/Bekannte, die sich wirklich sehr gut mit solchen "Problemen" auskennen, doch so richtig weiter helfen konnten sie mir auch nicht... da er sich bei ihnen genauso verhält wie bei mir, wenn nich sogar schlimmer! Auch duldet er keine Fremden auf seinen Rücken
Ich wollte auch schon einen richtigen Fachmann kommen lassen, sowas wie in der Art Pferdeflüsterer, aber leider fehlt mir dazu einfach das Geld!

lg Milena

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16. August 2009 um 22:30

Hm..
Du hast recht, wahrscheinlich ist es wirklich das beste wenn ich erst mal auf das reiten verzichte und mich noch mehr mit bodenarbeit und all das beschäftige.
zum thema horsemanship hab ich mir damals auch das buch "Der Mensch als Leittier" angeschafft, vorallem das ABC der Bodenarbeit war wirklich sehr interessant und hilfreich, er macht dann meist auch die ganzen übungen die ich von ihm verlange und hört wirklich gut auf mich, wenn er mal wieder keine lust darauf hat (was aber bei Bodenarbeiten selten vor kommt) mache ich die übung eben so lange, bis er sie korrekt gemacht hat!! Manchmal denk ich mir auch dass er sich dabei langweilt und deswegen dann ab und zu anfängt zu "zicken" !?
ach ja ohne gerte geh ich sowieso nich aus dem haus

also vielen dank für deine Antwort
lg Milena

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18. August 2009 um 11:12

aaah...
super Tipp danke!! Dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin, im Gelände die Bodenarbeit anzuwenden
Mit viel Arbeit wird mein kleiner irgendwann auch zu einem richtigen Traumpferd werden!!
also noch mal danke und ganz liebe grüße

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9. August 2012 um 8:08
In Antwort auf milena696

Hm..
Du hast recht, wahrscheinlich ist es wirklich das beste wenn ich erst mal auf das reiten verzichte und mich noch mehr mit bodenarbeit und all das beschäftige.
zum thema horsemanship hab ich mir damals auch das buch "Der Mensch als Leittier" angeschafft, vorallem das ABC der Bodenarbeit war wirklich sehr interessant und hilfreich, er macht dann meist auch die ganzen übungen die ich von ihm verlange und hört wirklich gut auf mich, wenn er mal wieder keine lust darauf hat (was aber bei Bodenarbeiten selten vor kommt) mache ich die übung eben so lange, bis er sie korrekt gemacht hat!! Manchmal denk ich mir auch dass er sich dabei langweilt und deswegen dann ab und zu anfängt zu "zicken" !?
ach ja ohne gerte geh ich sowieso nich aus dem haus

also vielen dank für deine Antwort
lg Milena


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