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Eine komplett andere Katze

29. Juli 2009 um 20:54 Letzte Antwort: 12. August 2009 um 22:11

Hat jemand Erfahrung mit einem ähnlichen Problem?
Weihnachten hab ich meine Katze bekommen, da war sie neun Wochen alt. Schon als ich den Wurf mit drei Wochen besucht habe und sie ausgesucht hab, war sie die schüchternste. Als sie dann bei mir Zuhause war, immer noch sehr ängstlich aber trotzdem sehr anhänglich, neugierig und auch verspielt. Ostern kam dann ein Kater von drei Monaten dazu. Anfangs war sie natürlich skeptisch und hat ihn auch angefaucht. Ziemlich schnell jedoch bauten sie ein harmonisches Verhältnis auf. Mein Kater ist total anhänglich und total verschmust, hat auch angst vor nix (kann ihn baden, den staubsauger findet er äußerst interessant usw.)
Meine Katze hat sich jedoch nach Katerchens Einzug komplett verändert. Sie ist noch viel ängstlicher geworden (aber nicht aggressiv!) und lässt sich gar nicht mehr anpacken. Besucher bekommen sie gar nicht mehr zu Sicht. Und auch wenn ich alleine Zuhause bin verbringt sie die meiste Zeit unter der Couch.
Dabei hab ich sie von Anfang an bevorzugut und mit dem Kleinen versteht sie sich auch super.
Kennt jemand ähnliche Probleme und kann mir helfen??
Ich hätte so gerne meine alte Katze wieder.

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30. Juli 2009 um 14:49

Hallo,
vielleicht kann ich dir ja helfen. Bei mir war es ähnlich. Ich erzähl einfach mal...
Meine zwei Katzen sind vom Bauernhof. Kater und Katze. Mittlerweile 7 Jahre. Die Katze war von Anfang an sehr sehr schüchtern. Der Kater ein Draufgänger und geht zu jedem.
Grundlegend ist das bis heute so, wenn Besuch da ist. Meine Katze huscht erstmal unters Bett und kommt später vorsichtig kucken. Wenns jemand ist, den sie schon von Anfang an kennt, bleibt sie auch. Ist es neuer Besuch, siehst du sie erst wieder, wenn der Besuch weg ist. (Der Kater dagegen läuft ins Treppenhaus und begrüßt die Gäste erstmal... )
Das mal nur so am Rande, was Besuch betrifft.

Anfangs kam sie nie schmusen, versteckte sich nur. Ich hab dann von weiten mit ihr gespielt, so dass sie langsam in meine Nähe kam um zu schauen, was denn da so interessantes ist. Hab sie vorsichtig und kurz gestreichelt. Sie taute dann mehr und mehr auf. Kam auf meinen Schoss zum schmusen.
Eines hab ich aber immer gemacht: ich hab immer zuerst aufgehört mit streicheln und gewartet, ob sie mehr fordert. Also kein Aufdrängeln. Irgendwann forderte sie auch mehr und das bekam sie auch. Ich wollte, dass sie selber rausfindet, dass Streicheln und Schmusen schön ist und sie keine Angst haben muss. Heute drängelt sie sich förmlich auf.

Bei jedem aussergewöhnlichen Geräusch ist sie früher auch abgehauen. Das hat sich aber gelegt. Was ich da aber genau gemacht hab, weiß ich nicht mehr. Zu lange her. Wahrscheinlich hatte ich Fransen am Mund... geredet und geredet und viel Geduld.

Daher kann ich dir nur auch den Tipp geben, viel Geduld zu haben. Sie wird sicherer werden. So ist es mit meiner jedenfalls passiert. Vielleicht nimmst dir jeden Tag für sie ein paar Extra-Minuten Zeit. Lockst sie unter der Couch vor (mit Spielzeug irgendein Band/Stück Strick lang ziehen), quatschst mit ihr, dass sie ganz fein unter der Couch vorgekommen ist... kurz streicheln, loben.

Wünsch dir viel Glück das wird schon.

Viele Grüße

cranberrylady

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30. Juli 2009 um 20:42
In Antwort auf anita_12738807

Hallo,
vielleicht kann ich dir ja helfen. Bei mir war es ähnlich. Ich erzähl einfach mal...
Meine zwei Katzen sind vom Bauernhof. Kater und Katze. Mittlerweile 7 Jahre. Die Katze war von Anfang an sehr sehr schüchtern. Der Kater ein Draufgänger und geht zu jedem.
Grundlegend ist das bis heute so, wenn Besuch da ist. Meine Katze huscht erstmal unters Bett und kommt später vorsichtig kucken. Wenns jemand ist, den sie schon von Anfang an kennt, bleibt sie auch. Ist es neuer Besuch, siehst du sie erst wieder, wenn der Besuch weg ist. (Der Kater dagegen läuft ins Treppenhaus und begrüßt die Gäste erstmal... )
Das mal nur so am Rande, was Besuch betrifft.

Anfangs kam sie nie schmusen, versteckte sich nur. Ich hab dann von weiten mit ihr gespielt, so dass sie langsam in meine Nähe kam um zu schauen, was denn da so interessantes ist. Hab sie vorsichtig und kurz gestreichelt. Sie taute dann mehr und mehr auf. Kam auf meinen Schoss zum schmusen.
Eines hab ich aber immer gemacht: ich hab immer zuerst aufgehört mit streicheln und gewartet, ob sie mehr fordert. Also kein Aufdrängeln. Irgendwann forderte sie auch mehr und das bekam sie auch. Ich wollte, dass sie selber rausfindet, dass Streicheln und Schmusen schön ist und sie keine Angst haben muss. Heute drängelt sie sich förmlich auf.

Bei jedem aussergewöhnlichen Geräusch ist sie früher auch abgehauen. Das hat sich aber gelegt. Was ich da aber genau gemacht hab, weiß ich nicht mehr. Zu lange her. Wahrscheinlich hatte ich Fransen am Mund... geredet und geredet und viel Geduld.

Daher kann ich dir nur auch den Tipp geben, viel Geduld zu haben. Sie wird sicherer werden. So ist es mit meiner jedenfalls passiert. Vielleicht nimmst dir jeden Tag für sie ein paar Extra-Minuten Zeit. Lockst sie unter der Couch vor (mit Spielzeug irgendein Band/Stück Strick lang ziehen), quatschst mit ihr, dass sie ganz fein unter der Couch vorgekommen ist... kurz streicheln, loben.

Wünsch dir viel Glück das wird schon.

Viele Grüße

cranberrylady

Danke erstmal für die Antwort
das komische bei ihr ist ja nur, dass sie am Anfang gar nicht so war,. Zwar schon bisschen ängstlich aber trotzdem total anhänglich.
Mit ganz viel Geduld versuch ich ja auch schon ihr wieder bisschen näher zu kommen aber bisher immer noch erfolglos mich würde halt interessieren was ich wohl falsch gemacht hab, dass sie sich so verändert hat.

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31. Juli 2009 um 9:17
In Antwort auf freyde_12363863

Danke erstmal für die Antwort
das komische bei ihr ist ja nur, dass sie am Anfang gar nicht so war,. Zwar schon bisschen ängstlich aber trotzdem total anhänglich.
Mit ganz viel Geduld versuch ich ja auch schon ihr wieder bisschen näher zu kommen aber bisher immer noch erfolglos mich würde halt interessieren was ich wohl falsch gemacht hab, dass sie sich so verändert hat.

Hab Geduld
Was Cranberry schreibt, kann ich nur unterstreichen.
Du kannst Ihr ja auch Leckerbissen zuschieben. Widme Ihr einfach Zeit. Setz dich auf den Fußboden, spiel mit Ihr, rede mit Ihr usw.
Sie muss deine Anwesenheit mit etwas Positiven verbinden.
Hab einfach Geduld. Es wird schon.

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11. August 2009 um 22:57
In Antwort auf anita_12738807

Hallo,
vielleicht kann ich dir ja helfen. Bei mir war es ähnlich. Ich erzähl einfach mal...
Meine zwei Katzen sind vom Bauernhof. Kater und Katze. Mittlerweile 7 Jahre. Die Katze war von Anfang an sehr sehr schüchtern. Der Kater ein Draufgänger und geht zu jedem.
Grundlegend ist das bis heute so, wenn Besuch da ist. Meine Katze huscht erstmal unters Bett und kommt später vorsichtig kucken. Wenns jemand ist, den sie schon von Anfang an kennt, bleibt sie auch. Ist es neuer Besuch, siehst du sie erst wieder, wenn der Besuch weg ist. (Der Kater dagegen läuft ins Treppenhaus und begrüßt die Gäste erstmal... )
Das mal nur so am Rande, was Besuch betrifft.

Anfangs kam sie nie schmusen, versteckte sich nur. Ich hab dann von weiten mit ihr gespielt, so dass sie langsam in meine Nähe kam um zu schauen, was denn da so interessantes ist. Hab sie vorsichtig und kurz gestreichelt. Sie taute dann mehr und mehr auf. Kam auf meinen Schoss zum schmusen.
Eines hab ich aber immer gemacht: ich hab immer zuerst aufgehört mit streicheln und gewartet, ob sie mehr fordert. Also kein Aufdrängeln. Irgendwann forderte sie auch mehr und das bekam sie auch. Ich wollte, dass sie selber rausfindet, dass Streicheln und Schmusen schön ist und sie keine Angst haben muss. Heute drängelt sie sich förmlich auf.

Bei jedem aussergewöhnlichen Geräusch ist sie früher auch abgehauen. Das hat sich aber gelegt. Was ich da aber genau gemacht hab, weiß ich nicht mehr. Zu lange her. Wahrscheinlich hatte ich Fransen am Mund... geredet und geredet und viel Geduld.

Daher kann ich dir nur auch den Tipp geben, viel Geduld zu haben. Sie wird sicherer werden. So ist es mit meiner jedenfalls passiert. Vielleicht nimmst dir jeden Tag für sie ein paar Extra-Minuten Zeit. Lockst sie unter der Couch vor (mit Spielzeug irgendein Band/Stück Strick lang ziehen), quatschst mit ihr, dass sie ganz fein unter der Couch vorgekommen ist... kurz streicheln, loben.

Wünsch dir viel Glück das wird schon.

Viele Grüße

cranberrylady

Hi
Habe grade einen Bericht zum Pinkeln in die Wohnung/ Bett verfasst. Vielleicht trifft das aber hier ganz gut (da evtl. nachlesen).
Also ich hatte jetzt auch die Situation: Neue junge und dominante Katze trifft auf bereits eingelebte sanfte Katze. Mehr und mehr hat sich meine Ältere durch die "dreiste" Dominanz meiner Kleinen in eine Angst hineingesteigert, so dass sie, da die Möglichkeit bestand raus zu gehen, länger und länger von uns entfernte. Sie wollte gar nicht mehr reinkommen, wenn die Kleine zu sehen war. Zuletzt hatte ich Bange, sie würde irgendwann gar nicht mehr wiederkommen. Darauf habe ich sie eine Nacht nicht rausgelassen. Da fing dann das Pinkeln und Koten in die Ecke an. Ich habe schließlich die traurige Entscheidung getroffen, die Kleine abzugeben, da schließlich die Ältere erst da war. Der Arzt sagte, das wäre wohl das Beste. Dennoch habe ich mir einen Feliway-Duftstecker geholt, der der Katze ein gutes und sicheres Gefühl vermittelt und den Spieltrieb weckt. So hat sich meine Süße erstaunlich schnell wieder regeneriert und ist jetzt weit lieber wieder drinnen, also draußen . So kanns gehen. Vielleicht hat deine Süße nicht vor dir, sondern vor der anderen Katze Angst. Solltest du rausfinden.

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11. August 2009 um 23:01

Hi
Habe grade einen Bericht zum Pinkeln in die Wohnung/ Bett verfasst. Vielleicht trifft das aber hier ganz gut (da evtl. nachlesen).
Also ich hatte jetzt auch die Situation: Neue junge und dominante Katze trifft auf bereits eingelebte sanfte Katze. Mehr und mehr hat sich meine Ältere durch die "dreiste" Dominanz meiner Kleinen in eine Angst hineingesteigert, so dass sie, da die Möglichkeit bestand raus zu gehen, länger und länger von uns entfernte. Sie wollte gar nicht mehr reinkommen, wenn die Kleine zu sehen war. Zuletzt hatte ich Bange, sie würde irgendwann gar nicht mehr wiederkommen. Darauf habe ich sie eine Nacht nicht rausgelassen. Da fing dann das Pinkeln und Koten in die Ecke an. Ich habe schließlich die traurige Entscheidung getroffen, die Kleine abzugeben, da schließlich die Ältere erst da war. Der Arzt sagte, das wäre wohl das Beste. Dennoch habe ich mir einen Feliway-Duftstecker geholt, der der Katze ein gutes und sicheres Gefühl vermittelt und den Spieltrieb weckt. So hat sich meine Süße erstaunlich schnell wieder regeneriert und ist jetzt weit lieber wieder drinnen, also draußen . So kanns gehen. Vielleicht hat deine Süße nicht vor dir, sondern vor der anderen Katze Angst. Solltest du rausfinden.

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12. August 2009 um 16:08
In Antwort auf freyde_12363863

Danke erstmal für die Antwort
das komische bei ihr ist ja nur, dass sie am Anfang gar nicht so war,. Zwar schon bisschen ängstlich aber trotzdem total anhänglich.
Mit ganz viel Geduld versuch ich ja auch schon ihr wieder bisschen näher zu kommen aber bisher immer noch erfolglos mich würde halt interessieren was ich wohl falsch gemacht hab, dass sie sich so verändert hat.

Bachblüten
Probier es mal damit. Weiß grad leider nicht genau welche das waren da müsst ich nochmal nachschauen auf jeden Fall hab ich meiner eine Mischung machen lassen aus zwei verschieden Blüten: Stärung des Selbstbewusstseins und Eingewöhnung an neue Dinge. Ich bin ein absoluter Globulifan von Bachblüten hielt ich eher nichts aber.....oh Wunder...ich hatte auch noch Glück es kann anfangs schlimmer werden aber bei mir sah man schon am 3. Tag eine DEUTLICHE Besserung

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12. August 2009 um 22:11
In Antwort auf aubree_12450842

Hi
Habe grade einen Bericht zum Pinkeln in die Wohnung/ Bett verfasst. Vielleicht trifft das aber hier ganz gut (da evtl. nachlesen).
Also ich hatte jetzt auch die Situation: Neue junge und dominante Katze trifft auf bereits eingelebte sanfte Katze. Mehr und mehr hat sich meine Ältere durch die "dreiste" Dominanz meiner Kleinen in eine Angst hineingesteigert, so dass sie, da die Möglichkeit bestand raus zu gehen, länger und länger von uns entfernte. Sie wollte gar nicht mehr reinkommen, wenn die Kleine zu sehen war. Zuletzt hatte ich Bange, sie würde irgendwann gar nicht mehr wiederkommen. Darauf habe ich sie eine Nacht nicht rausgelassen. Da fing dann das Pinkeln und Koten in die Ecke an. Ich habe schließlich die traurige Entscheidung getroffen, die Kleine abzugeben, da schließlich die Ältere erst da war. Der Arzt sagte, das wäre wohl das Beste. Dennoch habe ich mir einen Feliway-Duftstecker geholt, der der Katze ein gutes und sicheres Gefühl vermittelt und den Spieltrieb weckt. So hat sich meine Süße erstaunlich schnell wieder regeneriert und ist jetzt weit lieber wieder drinnen, also draußen . So kanns gehen. Vielleicht hat deine Süße nicht vor dir, sondern vor der anderen Katze Angst. Solltest du rausfinden.

....
hallo lillystar habe gerade deinen bericht gelesen. Danke erstmal für die antwort Diesen feliway-duftstecker würde ich gerne mal ausprobieren. Wo bekommt man den denn und wie funktioniert das?

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