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Eigenes pferd- brauche mal rat und unterstützung

3. Juni 2015 um 19:29

Also. ich selbst bin 16 Jahre alt und reite seit 4 Jahren. ich hab seit ca. einem Jahr eine Reitbeteiligung auf einem 18 Jahre alten pony. Er ist ein schulpferd und gehört einem reitverein, die bieten halt diese Reitbeteiligung an. er ist mir sehr ans herzgewachsen, und dementsprechend bin ich auch aus allen Wolken gefallen als man mir erzählt hat, dass er verkauft werden soll. er steht momentan in einer Box, aber der verkaufsgrund ist, dass er einen husten hat, der in der Box nicht mehr weggehen wird laut Tierarzt.(geht wirklich nicht, er ist zz. auf kortison und man hat alles versucht, größere box, heu eingeweicht, Sägespäne statt stroh) er soll also in einen offenstall. ich hab mir jetzt überlegt ihn zu kaufen. ich habe einen offenstall gefunden, der ihn einstellen würde gegen stallarbeit, also kostenlos. er hat auch gute Hufe und ist barhufer, also muss er nur alle 7 Wochen zum Schmied. dieser würde das für 25 machen. ich habe mir auch überlegt, zusammen mit meiner oma, dass wir ein "tierarztkonto" einrichten, also dass da jeden Monat 100 reinkommen und dass Dann gespart wird für den Fall der fälle. ich selbst habe durch einen nebenjob und Taschengeld monatlich 90 zur verfügung. Versicherung würde meine andere Oma übernehmen. der stall ist ausserdem nur 2 km von mir entfernt also könnte ich auch jeden Tag hinfahren.grundausstattung steht zur Verfügung, die wird samt pony verkauft. Meine Frage ist jetzt, ob ich irgendeinen Kostenfaktor vergessen habe und ob ihr meint, dass ich ihn kaufen könnte. lg Lara

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14. Juni 2015 um 21:09

Eigenes Pferd
Hallo Lara,
ich habe seit 12 Jahren ein eigenes Pferd und habe mit Pferden von Kindheit an zu tun.
Wenn der Stellplatz für Dein Pony nichts kostet außer der Mithilfe im Stall, bist Du schon mal den größten laufenden Kostenfaktor los. Bei einem unbeschlagenem Pferd reichen Schmiedtermine alle 7-8 Wochen. 25 ist normal. Der größte Kostenfaktor sind evtl. Tierarztkosten, wenn das Hotty was hat. 100 monatlich zurück zu legen macht absolut Sinn, da allein schon bei einem Tierarztbesuch z.B bei Erkältung mit Medikamenten schnell 120 auf einmal fällig werden. Eine Kolik kann je nach Verlauf noch wesentlich teurer werden. Also immer schön Kohle bei Seite legen. Haftpflichtversicherung für ein Pferd ist äußerst wichtig. Hier lohnt sich der Preisvergleich im Internet, da die Preise extrem unterschiedlich bei gleichem Leistungsumfang sind.
Der Sattel muss auch ab und an mal angepasst oder sogar ausgetauscht werden, denn was einmal passt, muss nicht immer passen.
Du solltest Dein Pferd unbedingt gegen Tetanus impfen lassen (ist alle zwei Jahre nötig und kostet pro Impfung 25 ).
Solltet Ihr ein Tollwutbezirk sein (kann der Tierarzt sagen), dann bitte auch gegen Tollwut impfen (1 Mal jährlich, kostet auch 25 ). Ansonsten noch ein bisschen Kraft- und mineralfutter und mehr brauchst Du eigentlich nicht.
Meine Freundin hat auch grad ein Kleinpferd mit "chronischem" Husten gekauft. Jetzt steht er mit meinem Pferd im Offenstall und nix ist mehr mit Husten. Alles weg.
Dein Pony muss dringend vom Kortison Weg (nach dem Umzug), denn das geht auf alle anderen Organe. Wenn der Husten das einzige Problem ist, würd ich ihn kaufen. Ponys werden in der Regel sehr alt und sind zäh. Da habt Ihr beide noch lange was voneinander
Lg
Susanne

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14. Juni 2015 um 21:19

Pferd kaufen
Die wurmkuren hab ich vergessen. Wir entwurmen drei mal im Jahr. Da immer ne andere Wurmkur fällig ist, variieren die Kosten zwischen 7-25 pro Kur.
Aber immer dran denken: das Pony fragt nicht danach, ob du Stress hast, krank bist, frisch verliebt oder in die Disco willst. Ein Tier will und muss regelmäßig und gewissenhaft versorgt werden! Ein eigenes Pferd ist ein sehr zeitintensives Hobby und damit meine ich nicht das Reiten, sondern vor allem die Arbeit - bei jedem Wetter. Eine große Verantwortung.
Lg
Susanne

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2. November 2015 um 8:17

Zusätzliche Kosten
Da ich in der Schweiz wohne, sind die Kosten wohl nicht vergleichbar. Hier jedoch eine Liste von Dingen, welche noch dazu kommen:

- Entwurmen (2-4x jährlich)
- Impfen
- Reitstunden (immer alleine kann man sehr viel kaputt machen, vor allem wenn man noch nicht so viel Erfahrung hat)
- zusätzlich benötigte Ausrüstung oder kaputte Ausrüstung ersetzen
- Heu, Einstreu, Mineralien (wird wohl kaum vom Stallbesitzer für dich bezahlt)
- Verbrauchsmaterialien, die du immer wieder kaufen must, zB. Desinfektionsmittel, Salben, Mückenspray, Leckerlies etc.


Nicht zu unterschätzen würde ich den Zeitfaktor. Wenn du noch den ganzen Stall selber machen musst umso mehr. Das kann mit Schule und Nebenjob schnell zuviel werden. Irgendwann willst du ja auch noch etwas mit dem Pferd machen und nicht nur dafür arbeiten.

Wenn er bereits angeschlagen ist (Husten), kannst du gleich zu Beginn mit Tierarztkosten rechnen. Da solltest du besser am Anfang schon ein Polster haben. Und mit der Zeit wird das wohl kaum günstiger, nicht bei einem Pferd in dem Alter, das bereits angeschlagen ist.
In den ersten paar Monaten würde ich dafür schon ein paar 100 Euro einrechnen.

Ich würde dir ehrlich gesagt vom Kauf abraten. Deine finanziellen Mittel reichen dafür nicht, zumindest nicht ohne Unterstützung deiner Eltern. Wenn deine Eltern bereit sind, das Pferd im Notfall mit zu finanzieren, könnte es vielleicht klappen.

Alternativ kannst du dich ja auch darum kümmern, dass er an einen guten Platz kommt. Damit tust du ihm den grössten Gefallen.

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