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Eifersucht? Oder Revierverteidigung?

30. November 2015 um 4:35 Letzte Antwort: 8. Dezember 2015 um 11:12

Guten morgen!

Ich habe ein großes Problem.
Meine Hündin(11 Jahre) greift Besucher an.
Also zuerst wenn sie kommen bellt sie, dann schick ich sie auf ihren Platz und es gibt ruhe. Dann beim verabschieden wechselt sich die Stimmung von meinem Hund von entspannt auf Angriff. Sobald sie mir die Hand geben oder ein küsschen, dreht sie komplett durch. Sie bellt und versucht sie anzugreifen (sie greift nicht an, sie zeigt ihnen aber 'ich würde'). Und das ist extrem unangenehm weil die meistens sich natürlich erschrecken :/
Das ist jetzt erst seit einem knappen halben jahr so, davor war so etwas nie ein Thema.
Habt ihr tipps wie ich ihr das wieder aus dem Kopf bringe?
Danke!

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2. Dezember 2015 um 22:27

Hallo
Könnte mir vorstellen, dass sie gesundheitlich was hat. Vielleicht sieht sie schlecht oder so. Würd das mal abklären lassen. Und warum darf sie die Menschen verabschieden, wenn sie droht? Deine Aufgabe ist das, nicht ihre.
Würde sie auf dem Platz lassen.

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3. Dezember 2015 um 20:20

Hi
Also ich würde das typisches 'kontrollierendes Verhalten' nennen. Das machen Hunde sehr gerne, sie hören schon die Klingel und wollen natürlich sofort wissen 'wer ist das? was will der hier?'
Einige machen weniger, andere mehr. Ich hatte ein ganz tolles Exemplar davon zu Hause und habe verschiedene Übungen mit ihm gemacht, was auch dieses Verhalten bestätigt hat:
Haustür auf, Hund davor sitzen gelassen und nur so getan als ob um die Ecke jemand steht, den er nicht sieht (aber er sollte mich sehen und hören) also 'Hiiii! Wie gehts dir so???' ganz überschwänglich und fröhlich gesagt. Er ist natürlich sofort augestanden und zu mir hingerannt um zu schauen ob da jemand ist. Nix da. Ein deutliches 'Nein.' gesagt und wieder hingesetzt. Das mehrmals (nicht hintereinander, sonst checken die das ). Bis er begriffen hat, dass er sitzen bleiben muss.
Du kannst sie ja auch auf ihren Hundeplatz lassen, wenn du einen Flur hast mit einer deutlichen Schwelle oder Grenze und das mit dem Pseudo-Besuch direkt an der Haustür machen.
Wenn ihr soweit seid, weihe doch mal echten Besuch (als Testpersonen) ein und übe es mit diesem. Dabei darf sie diesen niemals zu erst begrüßen (wenn überhaupt) und auch erst dann, wenn sie ruhig und entspannt ist.
Ich hab das auch immer gemacht und mein Besuch musste öfter mal warten, weil ich immer meinen Hund zurück schicken musste
Besuch kam rein. Baby saß auf seinem Platz suuuper aufgeregt mit Rute am wedeln und quietschen, aber neeeinn, wird sitzen geblieben. Ignoriert, bis er nur noch gelangweilt da lag und dann hergerufen, gelobt und ausgiebig vom Besuch und mir gekrault. Beim Abschied einfach auf dem Platz lassen.
Das war für uns auch sehr wichtig, weil ich auch öfter mal jemanden da hatte, der Angst vor Hunden hatte. Da lag mein Schatzi dann ganz entspannt und still in seinem Körbchen, zur Freude meines Besuches
Ich habe super viel Konsequenz und Zeit gebraucht, weil er echt hartnäckig war. Aber versuch es doch einfach mal

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3. Dezember 2015 um 20:25
In Antwort auf socke1995

Hi
Also ich würde das typisches 'kontrollierendes Verhalten' nennen. Das machen Hunde sehr gerne, sie hören schon die Klingel und wollen natürlich sofort wissen 'wer ist das? was will der hier?'
Einige machen weniger, andere mehr. Ich hatte ein ganz tolles Exemplar davon zu Hause und habe verschiedene Übungen mit ihm gemacht, was auch dieses Verhalten bestätigt hat:
Haustür auf, Hund davor sitzen gelassen und nur so getan als ob um die Ecke jemand steht, den er nicht sieht (aber er sollte mich sehen und hören) also 'Hiiii! Wie gehts dir so???' ganz überschwänglich und fröhlich gesagt. Er ist natürlich sofort augestanden und zu mir hingerannt um zu schauen ob da jemand ist. Nix da. Ein deutliches 'Nein.' gesagt und wieder hingesetzt. Das mehrmals (nicht hintereinander, sonst checken die das ). Bis er begriffen hat, dass er sitzen bleiben muss.
Du kannst sie ja auch auf ihren Hundeplatz lassen, wenn du einen Flur hast mit einer deutlichen Schwelle oder Grenze und das mit dem Pseudo-Besuch direkt an der Haustür machen.
Wenn ihr soweit seid, weihe doch mal echten Besuch (als Testpersonen) ein und übe es mit diesem. Dabei darf sie diesen niemals zu erst begrüßen (wenn überhaupt) und auch erst dann, wenn sie ruhig und entspannt ist.
Ich hab das auch immer gemacht und mein Besuch musste öfter mal warten, weil ich immer meinen Hund zurück schicken musste
Besuch kam rein. Baby saß auf seinem Platz suuuper aufgeregt mit Rute am wedeln und quietschen, aber neeeinn, wird sitzen geblieben. Ignoriert, bis er nur noch gelangweilt da lag und dann hergerufen, gelobt und ausgiebig vom Besuch und mir gekrault. Beim Abschied einfach auf dem Platz lassen.
Das war für uns auch sehr wichtig, weil ich auch öfter mal jemanden da hatte, der Angst vor Hunden hatte. Da lag mein Schatzi dann ganz entspannt und still in seinem Körbchen, zur Freude meines Besuches
Ich habe super viel Konsequenz und Zeit gebraucht, weil er echt hartnäckig war. Aber versuch es doch einfach mal

Ergänzung
Mach dieses Begrüßungsritual mit deinen Freunden auf jeden Fall sehr ausgiebig vor deinem Hund, sie muss das akzeptieren und dir vertrauen (kann ja sein, dass ihre Sinne mit 11 Jahren nicht mehr die besten sind und sie auf 'Nummer sicher' geht, a la Angriff ist die beste Verteidigung), dass das keine Monster sind, die dich auffressen wollen
Du bist der Chef und darfst begrüßen so oft, wen und wie lange du willst.
Wenn sie das drin hat, nach dem Besuch ganz viel Liebe und Aufmerksamkeit schenken

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7. Dezember 2015 um 1:59
In Antwort auf socke1995

Hi
Also ich würde das typisches 'kontrollierendes Verhalten' nennen. Das machen Hunde sehr gerne, sie hören schon die Klingel und wollen natürlich sofort wissen 'wer ist das? was will der hier?'
Einige machen weniger, andere mehr. Ich hatte ein ganz tolles Exemplar davon zu Hause und habe verschiedene Übungen mit ihm gemacht, was auch dieses Verhalten bestätigt hat:
Haustür auf, Hund davor sitzen gelassen und nur so getan als ob um die Ecke jemand steht, den er nicht sieht (aber er sollte mich sehen und hören) also 'Hiiii! Wie gehts dir so???' ganz überschwänglich und fröhlich gesagt. Er ist natürlich sofort augestanden und zu mir hingerannt um zu schauen ob da jemand ist. Nix da. Ein deutliches 'Nein.' gesagt und wieder hingesetzt. Das mehrmals (nicht hintereinander, sonst checken die das ). Bis er begriffen hat, dass er sitzen bleiben muss.
Du kannst sie ja auch auf ihren Hundeplatz lassen, wenn du einen Flur hast mit einer deutlichen Schwelle oder Grenze und das mit dem Pseudo-Besuch direkt an der Haustür machen.
Wenn ihr soweit seid, weihe doch mal echten Besuch (als Testpersonen) ein und übe es mit diesem. Dabei darf sie diesen niemals zu erst begrüßen (wenn überhaupt) und auch erst dann, wenn sie ruhig und entspannt ist.
Ich hab das auch immer gemacht und mein Besuch musste öfter mal warten, weil ich immer meinen Hund zurück schicken musste
Besuch kam rein. Baby saß auf seinem Platz suuuper aufgeregt mit Rute am wedeln und quietschen, aber neeeinn, wird sitzen geblieben. Ignoriert, bis er nur noch gelangweilt da lag und dann hergerufen, gelobt und ausgiebig vom Besuch und mir gekrault. Beim Abschied einfach auf dem Platz lassen.
Das war für uns auch sehr wichtig, weil ich auch öfter mal jemanden da hatte, der Angst vor Hunden hatte. Da lag mein Schatzi dann ganz entspannt und still in seinem Körbchen, zur Freude meines Besuches
Ich habe super viel Konsequenz und Zeit gebraucht, weil er echt hartnäckig war. Aber versuch es doch einfach mal

Hallo
Danke erstmal!
Das habe ich schon mal versucht, leider ohne Erfolg .
Wenn sie jemand ignoriert, wird sie nur lauter und hektischer, ich verzweifle..

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7. Dezember 2015 um 2:03
In Antwort auf lfrke_12464179

Hallo
Könnte mir vorstellen, dass sie gesundheitlich was hat. Vielleicht sieht sie schlecht oder so. Würd das mal abklären lassen. Und warum darf sie die Menschen verabschieden, wenn sie droht? Deine Aufgabe ist das, nicht ihre.
Würde sie auf dem Platz lassen.

Hallo
Danke erstmal!
Ja sie hat einen leichten grauen starr, das wissen wir schon. Aber sie sieht noch!
Sie darf es eben nicht mehr, aber sobald sie mir die hand geben geht sie auf sie los. Und ich betrafe sie jedes mal damit auf platz und ignorieren, aber sie begreift das iwie nicht :/

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7. Dezember 2015 um 2:05
In Antwort auf socke1995

Ergänzung
Mach dieses Begrüßungsritual mit deinen Freunden auf jeden Fall sehr ausgiebig vor deinem Hund, sie muss das akzeptieren und dir vertrauen (kann ja sein, dass ihre Sinne mit 11 Jahren nicht mehr die besten sind und sie auf 'Nummer sicher' geht, a la Angriff ist die beste Verteidigung), dass das keine Monster sind, die dich auffressen wollen
Du bist der Chef und darfst begrüßen so oft, wen und wie lange du willst.
Wenn sie das drin hat, nach dem Besuch ganz viel Liebe und Aufmerksamkeit schenken

..
Habe die Ergänzung am Anfang nicht gesehen .
Ja ich werde es noch einmal versuchen, wie schon gesagt mir ist das sehr unangenehm weil sie eigentlich ein sehr 'braver' Hund war.

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8. Dezember 2015 um 11:12
In Antwort auf kelly_12882712

..
Habe die Ergänzung am Anfang nicht gesehen .
Ja ich werde es noch einmal versuchen, wie schon gesagt mir ist das sehr unangenehm weil sie eigentlich ein sehr 'braver' Hund war.

(:
ja alles gut
klar wird sie am anfang sauer, wenn sie ignoriert wird, sie will das natürlich nicht
das verhalten einfach sofort in dem augenblick wo sie anfängt mit einem deutlichen 'nein' unterbinden und wieder dort hinsetzen wo sie war (falls sie aufsteht). das muss man am anfang unermüdlich machen, die haben bei sowas eine mortzgeduld aber wir haben mehr! und wenn man es 100 mal in sekundenabständen wiederholt, wurscht.
sobald ein kleiner fortschritt zu bemerken ist und sie vllt 30 Sekunden länger ruhig ist, aufhören und loben. immer mit etwas positivem beenden

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