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Der "Problemhund" meines Partners...

14. August um 11:35 Letzte Antwort: 18. September um 8:51

Hallo an euch alle! 
Das hier ist das erste Mal, dass ich überhaupt in ein Forum schreibe, aber ich bin ziemlich verzweifelt und hoffe, dass hier jemand einen guten Rat für mich hat.
Das ganze wird ziemlich lang werden, aber ich muss zum Verständnis einfach weit ausholen. Danke an alle, die es trotzdem lesen!

Vor 3 Jahren bin ich mit meinem Freund zusammengekommen, und war dann auch bald das erste Mal bei ihm zuhause. Wir leben beide noch bei unseren Eltern (sind beide noch recht jung, studieren beide), wobei ich nächstes Jahr endlich in eine eigene Wohnung ziehe. Er hat mir schon vorher mitgeteilt, dass seine Familie einen Hund hat (Milo), ein Straßenhund aus Griechenland. Ich habe mich total gefreut, da ich selber mit Hunden aufgewachsen bin. Zu dem Zeitpunkt als ich das erste Mal bei meinem Freund war, hat der Hund bereits 2 Jahre da gelebt. Nun...was soll ich sagen. Es war eine Katastrophe. Mein Freund hatte mich bereits vorgewarnt, dass der Hund misstrauisch, ängstlich und etwas aggressiv ist (wurde darauf geschoben, dass er ein Straßenhund, ergo "Problemhund" ist). Aber was mich erwartet hat, war schon heftig. Der Hund hat mich angeknurrt, ist mich angegangen, geschnappt, ständig fixiert, das ganze Programm. Man kann sagen, der Hund hat mich gehasst und ich ihn auch (natürlich überspitzt, aber ich war damals so frustriert, dass das meine Einstellung war). Der Hund hat bei jedem Geräusch gebellt (Autotüren, Türen im Haus, Nachbarn, Nachbarshunde, abends total aggressiv gegen die gesamte Familie -> vor allem den Vater, wo ich mich schon gewundert habe) und war auch generell extrem ungezogen und aggressiv zur Familie. Auch Nachbarn und Fremde beim Gassigehen werden regelmäßig angegangen. Hab mich sogar dabei erwischt, wie ich dachte "wenn der Hund stirbt, wäre alles besser". Sehr unfair und widerlich von mir, das weiß ich! 
Irgendwann kam der Punkt (nach etwa einem halben Jahr), da haben der Hund und ich uns aufeinander eingespielt. Seit dem ist er mich nicht mehr angegangen, kein knurren mehr, gar nix! Und zwar dadurch, dass ich einfach konsequent war, aber auch gelernt habe, den Hund zu deuten (was macht ihm Angst, wann  will er sene Ruhe haben, etc.). Ich denke, der anfängliche "Hass" lag auch darin begründet, dass ich mich nicht getraut habe, den Hund zurechtzuweisen, weil er ja nicht mein Hund ist, sondern der der Familie meines Freundes. Als ich  mich das dann nach ein paar Monaten getraut habe, lief alles wie am Schnürchen, Milo (der Hund) und ich sind ein super Team geworden, hab ihn richtig ins Herz geschlossen!  ICH musste mich ändern, nicht der Hund!
Und jetzt kommt das eigentliche Problem: Mir ist zu dem Zeitpunkt recht schnell klar geworden, dass Milo nicht der "Problemhund" ist, als der er gerne von der Familie dargestellt wird. Ich habe angefangen, mal mehrere Tage am Stück bei meinem Freund zu schlafen und was ich gesehen habe, ist mir extrem sauer aufgestoßen:

- der Hund durfte beim Frühstück auf seinem eigenen Stuhl am Tisch sitzen (das wurde jedoch bald abgeschafft)
- der Hund durfte zu Beginn im Bett meines Freundes schlafen, obwohl er immer ausgerastet ist, wenn ein Familienmitglied über die Türschwelle trat (das haben ich und mein Freund abtrainiert, sein Körbchen steht jetzt im Gang und er darf aufs Bett, wenn er lieb ist und vorher "um Erlaubnis fragt"
- es wird sich kaum mit dem Hund beschäftigt (nur Gassi gehen, Futter geben, ab und zu mal Ball werfen ca 2-3 mal die Woche für 20 min -> keine Tricks beibringen, kein Üben, keine anderen Spiele, nichts! Wenn die Familie keinen Urlaub hat, also normal arbeiten geht, ist Milo auch mal gut mehrere Tage die Woche 8 Stunden alleine, ohne Beschäftigung, sind die Eltern wieder da, wird der Hund aber auch nicht weiter gefördert
- IMMER wenn der Hund sein Fressen kriegt, stellt sich der Vater direkt neben den Napf, um zu kontrollieren, dass der Hund auch ja auffrisst (Milo wird dabei total agressiv, knurrt ihn an, schnappt ihn weg, etc, -> der Vater schimpft ihn dann aus, rückt ihm aber weiter auf die Pelle)
- Wenn der Hund zu Tisch bettelt oder quietscht, wird er gestreichelt oder kriegt Leckerli
- Wenn der Hund agressiv wird und eine Bellattacke hat, wird er mit Leckerli "abgelenkt"
- wenn Milo sich daneben benimmt, wird er entweder gar nicht gemaßregelt oder vollkommen übertrieben (mit letzterem meine ich, dass der Vater den Hund dann total anbrüllt oder packt und zu Boden drückt bis Milo quietscht )
Mein Freund und ich maßregeln, indem wir Milo auf seinen Platz schicken, bzw. er eine Auszeit kriegt, das klappt auch total gut. Nie im Leben würde ich auf die Idee kommen, einen Hund derartig körperlich zu maßregeln!

Ich könnte noch mehr Beispiele aufzählen...Kern der Sache: Die Eltern machen den Eindruck, als hätten sie keine Ahnung von Hundeerziehung, und mir blutet das Herz, wenn ich sehe, wie mit Milo umgegangen wird. Ich habe meinen Freund dann darauf angesprochen und gefragt, inwieweit die Familie sich im Vorfeld vorbereitet hat, bevor sie einen Straßenhund aufnahmen. Wortwörtliche Antwort meines Freundes: "Gar nicht". Der Vater meinte damals, er kriegt das schon alleine hin. Es wurde weder im Internet über Hunde recherchiert, noch ein Buch zum Thema gekauft, noch sonstwas. Milo wurde geholt, weil das vorherige Haustier gestorben ist und er so süß aussah. Er ist ihr erster Hund. Da bin echt wütend geworden.
Sämtliche Nachbarn haben sich über die Jahre beschwert und mit Anzeigen gedroht, eben weil der Hund so aggro und laut ist. Haben die Eltern was geändert? Nein. Für Hundetrainer / Schule war keine Zeit, laut ihnen. 

So: Nun war es so, dass die Eltern für 2 Wochen im Urlaub waren und uns gefragt haben, ob wir in der Zeit Milo hüten. Haben wir gemacht. Und was war: Milo war 14 Tage am Stück der liebste Hund auf Erden. Kein Bellen, null aggressiv, aufs Wort gehört, einfach ein Traum von einem Hund! Wir haben jeden Tag mit ihm trainiert, gespielt, ausgiebig gekuschelt, und so weiter, waren aber auch immer konsequent wie gewohnt. Sogar die Nachbarn sind auf uns zugegangen und sagten "Wow, Milo ist ja richtig entspannt und brav". Es wurde sogar, von einem mir fremden Nachbar angemerkt, dass der Hund wohl nur spurt, wenn ich da bin. Und die Nachbarn können Milo sonst nicht ausstehen. 
Die Eltern kamen aus dem Urlaub, ich ab nach Hause zu mir. 3 Tage später erzählt mir mein Freund, dass eine Nachbarin entgültig die Nase voll hat und eine Anzeige rausschickt, wenn sich nichts mit dem Hund ändert. Ich konnte mir schon vorstellen, was da wieder zuhause mit dem Hund abging, wo die Eltern wieder da waren. Und tatsächlich, als ich wieder bei meinem Freund war, war Milo aufgedrehter und aggressiver denn je. Meinem Freund ist dann der Kragen geplatzt und er hat seine Eltern zur Rede gestellt, dass das Problem in deren Fehlerziehung und Desinteresse steckt und nicht am Hund liegt. Der Vater ist daraufhin richtig wütend geworden und meinte, dass wenn mein Freund weiter so einen Mist redet, kann er sich ja mal mehr um den Hund kümmern. Hä? Hier zeigt sich doch nur wieder, dass die Eltern gar nicht raffen, dass mein Freund und ich 90% der Erziehung übernehmen. Mir ist dann der Kragen geplatzt und ich bin gegangen und werde wohl auch nicht wieder dahingehen, weil das Verhalten dreist und unverschämt ist. Immerhin hat man sich 2 Wochen ne schöne Zeit gemacht und Milo zu uns abgeschoben, nur um uns dann vorzuwerfen, mein Freund würde zu wenig machen....

So....ich bin total am Ende...
Das ganze belastet die Beziehung zwischen mir und meinem Freund extrem, weil jeder Besuch bei ihm eine Tortur ist. Ich bin dann immer der Buhmann, wenn ich ihn darauf anspreche, wie Milo behandelt wird. Ich bin dann der Klugscheißer und Möchtegern-Hundexperte, wenn ich vorschlage, was man anders machen kann! Das will ich gar nicht sein, aber ich werde einfach traurig, wenn ich sehe was da mit Milo abgeht. Er ist so ein schlauer Hund, als seine Eltern im Urlaub waren, hat er spielend leicht neue Sachen gelernt. 
Bis zum heutige Tag habe ich mich hinsichtlich seiner Eltern zurückgehalten, eben weil ich sie eigentlich total mag und auch den Frieden wahren will. Aber es ging nicht mehr...vor allem als der Vater meinte (nach der Drohung der Nachbarin): Wenn sich mit dem Hund nichts ändert, muss man ihn abgeben. Da hätte ich fast vor Wut geweint!  Milo wäre ein Traumhund, mit den richtigen Herrchen, ich hab ja gesehen wie er eigentlich sein kann. Und nein, ich spiele mich vor den Eltern nicht als Hundeexpertin auf, ich rede da eher mit meinem Freund drüber, der aber bis jetzt selber nicht den Mund aufgemacht hat und mal Klartext mit den Eltern geredet hat. 

Was soll ich nun tun? Meine Klappe halten, des Haussegens wegen und der Beziehung zuliebe? Warten, bis Milo abgegeben wird? Von allein wird sich da natürlich nichts ändern. Selbst wenn mein Freund ausziehen würde, würde Milo bei den Eltern bleiben, die ihn ja auch lieben. Mische ich mich zu sehr ein??
Achja, die Eltern sind eigentlich mega liebe und schlaue Menschen, warum es gegenüber Milo so ist, wie es ist, kann ich nichtmal sagen...

Ich bin für jeden ehrlichen Rat dankbar, es hat schon allein gut getan hier meine Verzweiflung niederzuschreiben...Hätte man mir vor drei Jahren gesagt, dass ich Milo so liebe und mich um ihn sorge, hätte ich denjenigen wohl ausgelacht. 

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18. September um 8:51
In Antwort auf arrosa_20725573

Hallo an euch alle! 
Das hier ist das erste Mal, dass ich überhaupt in ein Forum schreibe, aber ich bin ziemlich verzweifelt und hoffe, dass hier jemand einen guten Rat für mich hat.
Das ganze wird ziemlich lang werden, aber ich muss zum Verständnis einfach weit ausholen. Danke an alle, die es trotzdem lesen!

Vor 3 Jahren bin ich mit meinem Freund zusammengekommen, und war dann auch bald das erste Mal bei ihm zuhause. Wir leben beide noch bei unseren Eltern (sind beide noch recht jung, studieren beide), wobei ich nächstes Jahr endlich in eine eigene Wohnung ziehe. Er hat mir schon vorher mitgeteilt, dass seine Familie einen Hund hat (Milo), ein Straßenhund aus Griechenland. Ich habe mich total gefreut, da ich selber mit Hunden aufgewachsen bin. Zu dem Zeitpunkt als ich das erste Mal bei meinem Freund war, hat der Hund bereits 2 Jahre da gelebt. Nun...was soll ich sagen. Es war eine Katastrophe. Mein Freund hatte mich bereits vorgewarnt, dass der Hund misstrauisch, ängstlich und etwas aggressiv ist (wurde darauf geschoben, dass er ein Straßenhund, ergo "Problemhund" ist). Aber was mich erwartet hat, war schon heftig. Der Hund hat mich angeknurrt, ist mich angegangen, geschnappt, ständig fixiert, das ganze Programm. Man kann sagen, der Hund hat mich gehasst und ich ihn auch (natürlich überspitzt, aber ich war damals so frustriert, dass das meine Einstellung war). Der Hund hat bei jedem Geräusch gebellt (Autotüren, Türen im Haus, Nachbarn, Nachbarshunde, abends total aggressiv gegen die gesamte Familie -> vor allem den Vater, wo ich mich schon gewundert habe) und war auch generell extrem ungezogen und aggressiv zur Familie. Auch Nachbarn und Fremde beim Gassigehen werden regelmäßig angegangen. Hab mich sogar dabei erwischt, wie ich dachte "wenn der Hund stirbt, wäre alles besser". Sehr unfair und widerlich von mir, das weiß ich! 
Irgendwann kam der Punkt (nach etwa einem halben Jahr), da haben der Hund und ich uns aufeinander eingespielt. Seit dem ist er mich nicht mehr angegangen, kein knurren mehr, gar nix! Und zwar dadurch, dass ich einfach konsequent war, aber auch gelernt habe, den Hund zu deuten (was macht ihm Angst, wann  will er sene Ruhe haben, etc.). Ich denke, der anfängliche "Hass" lag auch darin begründet, dass ich mich nicht getraut habe, den Hund zurechtzuweisen, weil er ja nicht mein Hund ist, sondern der der Familie meines Freundes. Als ich  mich das dann nach ein paar Monaten getraut habe, lief alles wie am Schnürchen, Milo (der Hund) und ich sind ein super Team geworden, hab ihn richtig ins Herz geschlossen!  ICH musste mich ändern, nicht der Hund!
Und jetzt kommt das eigentliche Problem: Mir ist zu dem Zeitpunkt recht schnell klar geworden, dass Milo nicht der "Problemhund" ist, als der er gerne von der Familie dargestellt wird. Ich habe angefangen, mal mehrere Tage am Stück bei meinem Freund zu schlafen und was ich gesehen habe, ist mir extrem sauer aufgestoßen:

- der Hund durfte beim Frühstück auf seinem eigenen Stuhl am Tisch sitzen (das wurde jedoch bald abgeschafft)
- der Hund durfte zu Beginn im Bett meines Freundes schlafen, obwohl er immer ausgerastet ist, wenn ein Familienmitglied über die Türschwelle trat (das haben ich und mein Freund abtrainiert, sein Körbchen steht jetzt im Gang und er darf aufs Bett, wenn er lieb ist und vorher "um Erlaubnis fragt"
- es wird sich kaum mit dem Hund beschäftigt (nur Gassi gehen, Futter geben, ab und zu mal Ball werfen ca 2-3 mal die Woche für 20 min -> keine Tricks beibringen, kein Üben, keine anderen Spiele, nichts! Wenn die Familie keinen Urlaub hat, also normal arbeiten geht, ist Milo auch mal gut mehrere Tage die Woche 8 Stunden alleine, ohne Beschäftigung, sind die Eltern wieder da, wird der Hund aber auch nicht weiter gefördert
- IMMER wenn der Hund sein Fressen kriegt, stellt sich der Vater direkt neben den Napf, um zu kontrollieren, dass der Hund auch ja auffrisst (Milo wird dabei total agressiv, knurrt ihn an, schnappt ihn weg, etc, -> der Vater schimpft ihn dann aus, rückt ihm aber weiter auf die Pelle)
- Wenn der Hund zu Tisch bettelt oder quietscht, wird er gestreichelt oder kriegt Leckerli
- Wenn der Hund agressiv wird und eine Bellattacke hat, wird er mit Leckerli "abgelenkt"
- wenn Milo sich daneben benimmt, wird er entweder gar nicht gemaßregelt oder vollkommen übertrieben (mit letzterem meine ich, dass der Vater den Hund dann total anbrüllt oder packt und zu Boden drückt bis Milo quietscht )
Mein Freund und ich maßregeln, indem wir Milo auf seinen Platz schicken, bzw. er eine Auszeit kriegt, das klappt auch total gut. Nie im Leben würde ich auf die Idee kommen, einen Hund derartig körperlich zu maßregeln!

Ich könnte noch mehr Beispiele aufzählen...Kern der Sache: Die Eltern machen den Eindruck, als hätten sie keine Ahnung von Hundeerziehung, und mir blutet das Herz, wenn ich sehe, wie mit Milo umgegangen wird. Ich habe meinen Freund dann darauf angesprochen und gefragt, inwieweit die Familie sich im Vorfeld vorbereitet hat, bevor sie einen Straßenhund aufnahmen. Wortwörtliche Antwort meines Freundes: "Gar nicht". Der Vater meinte damals, er kriegt das schon alleine hin. Es wurde weder im Internet über Hunde recherchiert, noch ein Buch zum Thema gekauft, noch sonstwas. Milo wurde geholt, weil das vorherige Haustier gestorben ist und er so süß aussah. Er ist ihr erster Hund. Da bin echt wütend geworden.
Sämtliche Nachbarn haben sich über die Jahre beschwert und mit Anzeigen gedroht, eben weil der Hund so aggro und laut ist. Haben die Eltern was geändert? Nein. Für Hundetrainer / Schule war keine Zeit, laut ihnen. 

So: Nun war es so, dass die Eltern für 2 Wochen im Urlaub waren und uns gefragt haben, ob wir in der Zeit Milo hüten. Haben wir gemacht. Und was war: Milo war 14 Tage am Stück der liebste Hund auf Erden. Kein Bellen, null aggressiv, aufs Wort gehört, einfach ein Traum von einem Hund! Wir haben jeden Tag mit ihm trainiert, gespielt, ausgiebig gekuschelt, und so weiter, waren aber auch immer konsequent wie gewohnt. Sogar die Nachbarn sind auf uns zugegangen und sagten "Wow, Milo ist ja richtig entspannt und brav". Es wurde sogar, von einem mir fremden Nachbar angemerkt, dass der Hund wohl nur spurt, wenn ich da bin. Und die Nachbarn können Milo sonst nicht ausstehen. 
Die Eltern kamen aus dem Urlaub, ich ab nach Hause zu mir. 3 Tage später erzählt mir mein Freund, dass eine Nachbarin entgültig die Nase voll hat und eine Anzeige rausschickt, wenn sich nichts mit dem Hund ändert. Ich konnte mir schon vorstellen, was da wieder zuhause mit dem Hund abging, wo die Eltern wieder da waren. Und tatsächlich, als ich wieder bei meinem Freund war, war Milo aufgedrehter und aggressiver denn je. Meinem Freund ist dann der Kragen geplatzt und er hat seine Eltern zur Rede gestellt, dass das Problem in deren Fehlerziehung und Desinteresse steckt und nicht am Hund liegt. Der Vater ist daraufhin richtig wütend geworden und meinte, dass wenn mein Freund weiter so einen Mist redet, kann er sich ja mal mehr um den Hund kümmern. Hä? Hier zeigt sich doch nur wieder, dass die Eltern gar nicht raffen, dass mein Freund und ich 90% der Erziehung übernehmen. Mir ist dann der Kragen geplatzt und ich bin gegangen und werde wohl auch nicht wieder dahingehen, weil das Verhalten dreist und unverschämt ist. Immerhin hat man sich 2 Wochen ne schöne Zeit gemacht und Milo zu uns abgeschoben, nur um uns dann vorzuwerfen, mein Freund würde zu wenig machen....

So....ich bin total am Ende...
Das ganze belastet die Beziehung zwischen mir und meinem Freund extrem, weil jeder Besuch bei ihm eine Tortur ist. Ich bin dann immer der Buhmann, wenn ich ihn darauf anspreche, wie Milo behandelt wird. Ich bin dann der Klugscheißer und Möchtegern-Hundexperte, wenn ich vorschlage, was man anders machen kann! Das will ich gar nicht sein, aber ich werde einfach traurig, wenn ich sehe was da mit Milo abgeht. Er ist so ein schlauer Hund, als seine Eltern im Urlaub waren, hat er spielend leicht neue Sachen gelernt. 
Bis zum heutige Tag habe ich mich hinsichtlich seiner Eltern zurückgehalten, eben weil ich sie eigentlich total mag und auch den Frieden wahren will. Aber es ging nicht mehr...vor allem als der Vater meinte (nach der Drohung der Nachbarin): Wenn sich mit dem Hund nichts ändert, muss man ihn abgeben. Da hätte ich fast vor Wut geweint!  Milo wäre ein Traumhund, mit den richtigen Herrchen, ich hab ja gesehen wie er eigentlich sein kann. Und nein, ich spiele mich vor den Eltern nicht als Hundeexpertin auf, ich rede da eher mit meinem Freund drüber, der aber bis jetzt selber nicht den Mund aufgemacht hat und mal Klartext mit den Eltern geredet hat. 

Was soll ich nun tun? Meine Klappe halten, des Haussegens wegen und der Beziehung zuliebe? Warten, bis Milo abgegeben wird? Von allein wird sich da natürlich nichts ändern. Selbst wenn mein Freund ausziehen würde, würde Milo bei den Eltern bleiben, die ihn ja auch lieben. Mische ich mich zu sehr ein??
Achja, die Eltern sind eigentlich mega liebe und schlaue Menschen, warum es gegenüber Milo so ist, wie es ist, kann ich nichtmal sagen...

Ich bin für jeden ehrlichen Rat dankbar, es hat schon allein gut getan hier meine Verzweiflung niederzuschreiben...Hätte man mir vor drei Jahren gesagt, dass ich Milo so liebe und mich um ihn sorge, hätte ich denjenigen wohl ausgelacht. 

Probier da aus. Ich verspreche dir, es wird euch eine Hilfe sein.
https://www.digistore24.com/redir/21557/Cuccini/CAMPAIGNKEY

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