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Der Hund meiner Freundin nervt

22. Mai 2014 um 17:50

Hallo zusammen,

wie der Titel schon sag, nervt der Hund meiner Freundin.
Versteht mich bitte nicht falsch, ich hab selbst Hunde und Katzen, aber dieser Hund? Nein.

Alles fing damit an, als sie meinte, auch einen Hund haben zu wollen. Nachdem sie alleinstehend und vollzeitbeschäftigt ist, hat sie keinen aus dem Tierheim bekommen. Die meinten, dass sie nicht wollen, dass der Hund teilweise 10 Stunden am Stück alleine ist. Hat sie gar nicht verstanden, also kam der Hund aus dem Tierschutz. Denen hat man erzählt, dass der Hund mit auf Arbeit darf (was er nicht darf) und dass er wenn es nicht geht, von ihren Eltern betreut wird (was bisher stimmt, solange ihre Mutter nicht arbeitet)
Der Hund ist jetzt 11 Monate alt und lebt seit dem er 3 Monate alt ist in Deutschland. Seit Anfang April nun bei ihr.

Ich arbeite auch 35 Stunden die Woche, allerdings nehme ich meine Hunde mit zur Arbeit und arbeite zudem auch viel aus dem Home Office. Mehr als 5 Stunden am Stück sind meine beiden nie alleine. Wenn ich zum Reiten gehe, sind die beiden beim Ausritt mit dabei und damit somit auch viel Bewegung.
Ihr Hund kommt pro Tag teilweise noch nicht mal 2 Stunden raus (morgens 20 Minuten, mittags 1 Stunde, abens meist auch nur 20 Minuten)

Wir haben bevor der Hund da war, viel zusammen gemacht und konnten auch einfach mal nen Tag nur relaxen.


Tja, aber seit dem der Hund da ist, Pustekuchen.

Klar verstehe ich, wenn sie den ganzen Tag arbeitet, dass sie dann auch Zeit mit dem Hund verbringen will. Aber es geht wirklich rein gar nichts mehr ohne Hund.
Wenn der Hund zumindest einigermaßen hören würde, dann wäre das weniger ein Problem, aber er kann gar nichts. Besuch einer Hundeschule Fehlanzeige, denn sie will ihm alles alleine beibringen.

Tipps von mir nimmt sie nicht an. Denn ihr Hund wäre anders als meine beiden und deshalb würde das nicht gehen.

Ein einfaches Gassigehen wird zur Tortour wenn der Hund einen Fahrradfahrer sieht. Es endet dahingehend, dass der Hund den Fahrradfahrer anspringt und anbellt, sie aber nicht in der Lage ist den Hund vorher abzurufen oder ihm sitz machen zu lassen, damit er gar nicht die Möglichkeit hat. Aber nein, dass "nein" kommt erst nachdem der Hund das getan hat und meine Frage warum sie das nicht vorher unterbindet war, dass sie es dem Hund nicht verübeln kann, dass er keine Radfahrer mag, weil der Postbote ihm einmal über die Pfote gefahren ist. Dass sie mit ihrem Verhalten seine Annahme noch bestärkt versteht sie nicht und ich glaube das will sie auch gar nicht.

Frei laufen lassen geht nicht, denn der Hund bleibt an der Straße nicht stehen, weil er nicht hört. Somit muss er immer an der Leine laufen. Sie nimmt aber nur eine 10 Meter Schleppleine mit dem sie ihn nicht unter Kontrolle hat. Das Gassigehen läuft so ab, dass der Hund mit ihr Gassi geht und nicht umgekehrt. Das wäre an sich nicht schlimm, wenn sie ernsthaft daran arbeiten würde, es dem Hund richtig beizubringen.


Von ihr kam der Vorschlag, dass wir auch mal zusammen mit meinen Hunden Gassi gehen können. Gesagt getan. Mein jüngerer (5 Jahre) fand das anfangs noch ganz lustig, aber ihr Hund versteht nicht wann Schluss sein muss. Mein Großer (6 Jahre) lässt sich nix gefallen und hat ihren Hund dann hat mal am Boden gelegt und ihm gezeigt, dass jetzt Schluss ist. Tja, seitdem dürfen meine Hunde nicht mehr mit zum Gassi, denn meiner lässt ihrem nicht alles durchgehen und zeigt ihm das auch.

Der Hund kann nicht alleine bleiben, denn sie hat ihm von Anfang an beigebracht, dass immer jemand da ist. Wenn sie das Haus verlässt, bringt sie ihn zu ihren Eltern. Da bleibt er bis ihn wieder abholt. Also wird der Hund immer betüttelt und kennt es nicht, dass auch mal Ruhe sein muss.

Jetzt will sie ihm beibringen alleine zu bleiben, aber der Hund schafft es noch nicht einmal 5 Minuten.
Das Ganze hat schon zwei Mal so geendet, dass ihr Vater den Hund abholen musste, weil so überfordert war, dass sie meinten, wenn der Hund nicht gleich gehört hätte, hätte sie ihm aller Wahrscheinlichkeit ein mitgegeben.
Wenn er alleine bleiben soll, dann bellt er das ganze Haus zusammen, also muss er betreut werden. Kommt man zu Besuch, wird man vom Hund angesprungen. Weiterhin schnappt er ständig nach den Händen und reagiert auch nicht aus "aus", "schluss" oder "nein". Er gibt erst dann Ruhe wenn sie ihn am Nacken packt und so lange zu Boden drückt, bis er sich beruhigt hat.

Heute wollten wir zusammen essen gehen, aber Pustekuchen. Jetzt will sie nicht mehr, weil sie da den Hund nicht mitnehmen kann. Begründung es könnte Gewitter geben und da könnte er zuhause Angst haben. Alo können wir nur was machen, wenn der Hund dabei ist,. Ein entspanntes im Biergarten sitzen, wird das aber nicht.

Ich könnte noch endlos so weiter schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen.

Leider kann ich ihr nicht sagen, dass mich ihr Hund langsam aber allmälich gewaltig nervt, weil er nicht hört und sie ihn nicht unter Kontrolle hat. Denn dann wäre sie gleich beleidigt und würde bockig reagieren.

Ich mache dem Hund gar keinen Vorwurf, denn ihm wird sein Verhalten nicht anders beigebracht.
Aber eine Hundeanfängerin die keine Ahnung davon hat, die nicht in die Hundeschule geht und sich von erfahrenen Hundebesitzern (das würde ich jetzt nach knapp 20 Jahren Hundehaltung mal von mir behaupten) will sie keine Tipps annehmen.

Sie meint immer, dass man meine Hunde anders erziehen muss, als ihren denn ihrer wäre "ja nur" ein Labradormischling und meine beiden American-Bulldog - Dogo-Argentino Mischlinge und die müsse man anders erziehen. In meinen Augen ist ein Hund ein Hund, egal welche Rasse. Jeder Hund muss hören und sich abrufen lassen können.


Was würdet ihr an meiner Stelle machen?
Wie würdet ihr meiner Freundin sagen, dass ihr Hund nervt und ihr endlich mal wieder was mit ihr alleine machen wollt? Vorallem dann, wenn sie eure Einwände nicht versteht.


LG Sporty

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22. Mai 2014 um 23:43

Was soll man da sagen???
Also ich finde das deine Freundin maßlos überfordert ist mit dem kleinen Kerl. Ich selber habe 2 Malinois, 2 Hollandse Herder, 1 Deutschen Schäferhund und eine Dogo Argentino Dame und muss sagen ERZIEHUNG ist das A und O.
Aber man sollte nicht vergessen aus welchen Verhältnissen dieser Hund vielleicht stammt!
Der kleine ist 11 Monate alt und versucht seine Grenzen zu testen, wenn deine Freundin ihm diese aber nicht zeigt wird er irgendwann der King werden.
Das sie mit ihm aber nicht auf den Hundeplatz oder in die Hundeschule gehen will verstehe ich nicht ganz. Ist der Hund nur da um toll auszusehen??? Aus welchem Grund holt sie sich einen Hund wenn sie doch eh keine Zeit und vielleicht sogar keine Lust hat mit ihm zu lernen und sich vernünftig um ihn zu kümmern???? Fragen über Fragen stellen sich mir da. Einer meiner Malis ist auch 11 Monate alt, ein Powerpaket wie es im Buche steht, ohne die nötigen Grenzen würde er mir meine Hütte in Schutt und Asche legen. Ich gehe mit allen Hunden auf den Hundeplatz und bilde die Hunde aus, zudem bin ich Diensthundeführerin und kann meine Hunde immer mit zum Dienst nehmen. Wenn das nicht gegeben ist suche ich nach Alternativen für den Hund. Ist aber keine Dauerlösung!!!
Auch kann ich nicht erwarten (und das dachte deine Freundin bestimmt) das ich einen Hund bekomme und er hört, nicht pinkelt, nicht bellt und immer lieb und nett ist das gibt es nicht. Ein Hund heisst viel Arbeit und viel Zeit!!! Meiner Meinung nach (bitte nicht böse sein) sollte sie den kleinen Kerl abgeben und sich ein Stofftier zulegen. Weil mit IHREM Fehlverhalten tut sie dem Hund nichts gutes!!!!
Ach und das du nicht mehr mit deinen Hunden und ihr zusammen spazieren gehen darfst ist auch wieder falsch von IHRER Seite aus. Der Hund muss lernen das er nicht immer der King ist und das er anderen mit seinem Verhalten tierisch auf den Keks geht, da gehört es dann auch schon mal dazu eine auf den Deckel zu bekommen. Das bekommen meine kleinen hier auch von den großen, damit sie ihre Grenzen kennenlernen.

Aber alles in allem, auch wenn ich einen Roman geschrieben habe, macht es mich recht sprachlos das so jemand wie deine Freundin einen Hund hat!!!








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23. Mai 2014 um 23:21
In Antwort auf liebchen87

Was soll man da sagen???
Also ich finde das deine Freundin maßlos überfordert ist mit dem kleinen Kerl. Ich selber habe 2 Malinois, 2 Hollandse Herder, 1 Deutschen Schäferhund und eine Dogo Argentino Dame und muss sagen ERZIEHUNG ist das A und O.
Aber man sollte nicht vergessen aus welchen Verhältnissen dieser Hund vielleicht stammt!
Der kleine ist 11 Monate alt und versucht seine Grenzen zu testen, wenn deine Freundin ihm diese aber nicht zeigt wird er irgendwann der King werden.
Das sie mit ihm aber nicht auf den Hundeplatz oder in die Hundeschule gehen will verstehe ich nicht ganz. Ist der Hund nur da um toll auszusehen??? Aus welchem Grund holt sie sich einen Hund wenn sie doch eh keine Zeit und vielleicht sogar keine Lust hat mit ihm zu lernen und sich vernünftig um ihn zu kümmern???? Fragen über Fragen stellen sich mir da. Einer meiner Malis ist auch 11 Monate alt, ein Powerpaket wie es im Buche steht, ohne die nötigen Grenzen würde er mir meine Hütte in Schutt und Asche legen. Ich gehe mit allen Hunden auf den Hundeplatz und bilde die Hunde aus, zudem bin ich Diensthundeführerin und kann meine Hunde immer mit zum Dienst nehmen. Wenn das nicht gegeben ist suche ich nach Alternativen für den Hund. Ist aber keine Dauerlösung!!!
Auch kann ich nicht erwarten (und das dachte deine Freundin bestimmt) das ich einen Hund bekomme und er hört, nicht pinkelt, nicht bellt und immer lieb und nett ist das gibt es nicht. Ein Hund heisst viel Arbeit und viel Zeit!!! Meiner Meinung nach (bitte nicht böse sein) sollte sie den kleinen Kerl abgeben und sich ein Stofftier zulegen. Weil mit IHREM Fehlverhalten tut sie dem Hund nichts gutes!!!!
Ach und das du nicht mehr mit deinen Hunden und ihr zusammen spazieren gehen darfst ist auch wieder falsch von IHRER Seite aus. Der Hund muss lernen das er nicht immer der King ist und das er anderen mit seinem Verhalten tierisch auf den Keks geht, da gehört es dann auch schon mal dazu eine auf den Deckel zu bekommen. Das bekommen meine kleinen hier auch von den großen, damit sie ihre Grenzen kennenlernen.

Aber alles in allem, auch wenn ich einen Roman geschrieben habe, macht es mich recht sprachlos das so jemand wie deine Freundin einen Hund hat!!!








Der Hund kam
als sie der Meinung war, nicht mehr alleine sein zu wollen. Und weil sie dachte, dann eine Gemeinsamkeit mit dem Mann zu haben, von dem sie schwärmte. Sie hatte sich daraus mehr erhofft, ist es aber nicht geworden.

Jetzt ist der Hund da, der nicht hört, nicht alleine bleiben kann, es nicht erträgt wenn er nicht im Mittelpunkt steht und seine Grenzen nicht kennt. Wie gesagt, dem Hund mache ich keinen Vorwurf, er kennt es nicht anders. Wenn er bei ihren Eltern ist (und da verbringt er Mo-Fr mehr Zeit als bei ihr) läuft es auch so ab. Auch die machen aber nichts dagegen.

Wir waren mit unseren beiden auch in der Hundeschule, vorallem weil wir mit beiden ja den Wesenstest machen mussten. Unser kleiner hatte anfangs große Probleme in der Kofferraum zu hüpfen, mit viel Training klappt das aber jetzt ganz gut. Man muss eben mehr mit den Tieren machen als nur Gassi zu gehen.

Ich will meine Freundin nicht belehren, aber selbst kleine Tipps werden nicht angenommen. Gassi gehen will sie mit meinen Hunden nicht mehr weil der große sich eben nichts gefallen lässt und ihrem auch mal zeigt wo es lang geht. sie meint das schade Ihrem Hund. Ich bin aber der Meinung, dass ihrer auch Kontakt zu anderen Hunden haben sollte.

Ja, wie gesagt ist die Situation derzeit nicht ganz leicht zumal von ihrer Seite aus auch gar kein Einsehen besteht oder Tipps angenommen werden. Es ist schade aber irgendwie habe ich momentan auch keine große Lust etwas mit ihr zu unternehmen da mich die Situation mit ihrem Hund selbst stresst.

LG

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