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Beim Steigen überschlagen

13. Oktober 2013 um 7:44 Letzte Antwort: 29. Mai 2016 um 15:32

Ich hatte ein Problem mit einem Pferd was plötzlich anfing zu Steigen und sich mit Absicht überschlug.
Ein bekannter Jugendlicher ritt mit meinen Ponys Vielseitigkeit und den Eltern waren meine Ponys nicht gut genug, es mußte ein Großpferd sein. Viel Geld war auch nicht vorhanden. Ich bekam ein ausgediehntes Rennpferd angeboten, was die Rennleistung nicht schaffte. Es war 4-jährig und ab 5 Jahre dürfen sie in der VS starten. Dieses Pferd wurde gekauft. Die Vollblutstute wurde longiert und dann auf lange Bügel umgeritten. Sie stellte sich gut an und war sehr leichtrittig. Nur anbinden ließ sie sich nicht. Sie stieg und warf sich mit Gewalt rückwärts bis das Halfter oder der Strick nachgab. Wir kauften einen Gummiknochen, der die erste Attacke nicht überlebt hat, er riss einfach durch. Dann versuchten wir es mit einem stink normalen Fahrradschlauch. Der hat besser gehalten. Der riss erst nach dem 12. Mal.

Beim Reiten fing sie irgendwann an zu steigen und wir sind wieder zum Longieren übergegangen. Beim Longieren stieg sie und ließ sich nach hinten fallen. Am Anfang ließ sie sich nur fallen, später sprang sie regelrecht auf der Hinterhand nach oben und warf sich zurück um auf dem Rücken zu landen. Beim Reiten wäre das eine absolute Todesfalle.
Das konnte sie auch mehrmals hintereinander. Ich longiergte sie mit Kapzaum und Trense. Sie war mit Ausbindern oder Halsverlängerern ausgebunden.

Jetzt meine Frage, wie kann man ein solches Pferd wieder korrigieren?

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18. Oktober 2013 um 13:49

Möglicherweise...
fühlt dein Pferd sich beim Longieren auch von den Ausbindern oder Halsverlängerern eingeengt? Ich glaube Rennpferde werden gar nicht longiert, daher kennt sie es wohl einfach gar nicht.... Ich würde es vielleicht nur mit Kappzaum versuchen, ohne sonstiges, dass sie erstmal wieder locker in der Runde läuft und sich entspannen kann. Mein Pferd zB hat so gelernt sich zu entspannen, dass ich ihn nicht ausbinden muss und er trotzdem immer in dehnungshaltung läuft!

Und zum Anbinden: Vermutlich ähnliche Problematik, sie fühlt sich eingeengt. Pferde sind ja nunmal Fluchttiere und wenn sie das Gefühl haben, sie werden an ihrer Flucht gehindert bzw. sind wehrlos können sie durchdrehen.
Mein Rat wäre dazu: Einfach so stehen lassen! Beim Putzen steht man doch eh daneben und außerdem lässt sich sowas durch Bodenarbeit auch trainieren, dass ein Pferd lernt, wann es zu stehen hat. Eine Frau hier aus dem Stall macht es nur so, weil ihr Pferd auch Panik beim Anbinden bekommt.

Generell würde ich es mit Bodenarbeit versuchen, damit dein Pferd Vertrauen zu dir aufbaut und auch in für sie bedrohlichen Situationen von dir unter Kontrolle halten lässt. Nach dem Motto: Gott sei dank mein Mensch ist und beschützt mich, dann kann mir beim Anbinden, Longieren etc nichts passieren!

Ich würde es jedenfalls erstmal so versuchen, damit das Pferd lernt sich bei diesen alltäglichen Sachen zu entspannen.

Melde dich doch mal, wenn es was zu berichten gibt!

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19. Oktober 2013 um 6:20
In Antwort auf simsalabim0204

Möglicherweise...
fühlt dein Pferd sich beim Longieren auch von den Ausbindern oder Halsverlängerern eingeengt? Ich glaube Rennpferde werden gar nicht longiert, daher kennt sie es wohl einfach gar nicht.... Ich würde es vielleicht nur mit Kappzaum versuchen, ohne sonstiges, dass sie erstmal wieder locker in der Runde läuft und sich entspannen kann. Mein Pferd zB hat so gelernt sich zu entspannen, dass ich ihn nicht ausbinden muss und er trotzdem immer in dehnungshaltung läuft!

Und zum Anbinden: Vermutlich ähnliche Problematik, sie fühlt sich eingeengt. Pferde sind ja nunmal Fluchttiere und wenn sie das Gefühl haben, sie werden an ihrer Flucht gehindert bzw. sind wehrlos können sie durchdrehen.
Mein Rat wäre dazu: Einfach so stehen lassen! Beim Putzen steht man doch eh daneben und außerdem lässt sich sowas durch Bodenarbeit auch trainieren, dass ein Pferd lernt, wann es zu stehen hat. Eine Frau hier aus dem Stall macht es nur so, weil ihr Pferd auch Panik beim Anbinden bekommt.

Generell würde ich es mit Bodenarbeit versuchen, damit dein Pferd Vertrauen zu dir aufbaut und auch in für sie bedrohlichen Situationen von dir unter Kontrolle halten lässt. Nach dem Motto: Gott sei dank mein Mensch ist und beschützt mich, dann kann mir beim Anbinden, Longieren etc nichts passieren!

Ich würde es jedenfalls erstmal so versuchen, damit das Pferd lernt sich bei diesen alltäglichen Sachen zu entspannen.

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Fall gelöst
Das Pferd geht jetzt gut, aus diesem Grund hatte ich in der Vergangenheit geschrieben. Aber ich denke, dass ich recht brutal zur Sache gegangen bin und ich hatte auf Lösungen in der Zukunft gehofft. Ich habe die Stute mit Longiergurt und Ausbindern auf die Koppel gestellt und habe sie von einiger Entfernung beobachtet. Ich wollte das sie begreift, das die Ausbinder nicht mit uns zusammenhängen, dass sie sich den Druck selber macht.
Wie erwartet überschlug sie sich. Ich ging jedesmal hin, schnallte die Ausbinder raus, ließ sie aufstehen und schnallte die Ausbinder wieder rein. Irgendwann blieb sie mitten auf der Koppel stehen und bewegte sich nicht mehr. Ich ging zu ihr, lobte sie und fing an mit der Longierpeitsche zu treiben. Nach einiger zeit senkte sie auch im Trab den Kopf und gab nach. Dann entließ ich sie wieder, immernoch ausgebunden. Einmal stieg sie noch an diesem Tag und zwar so unglücklich, dass sie sich mit den Vorderbeinen in einem Baum verfing. Wiederum schnallte ich die Ausbinder aus so das sie wieder auf die Erde kam. Seit dem können wir sie normal reiten.
Nur noch einmal, ca ein Jahr später, hatte sie einen Rappel bekommen. Beim Reiten ging sie nicht gut und sie deutete Steigen an. Also zurück zur Longe. Sie ließ sich auch nicht wie gewohnt longieren. Plötzlich stieg sie wieder und wollte sich umfallen lassen. Sie schaute nach hinten, da stand ein Baum. Sie drehte sich imSteigen, so dass sie nicht vor den Baum stürzte. Was sie nicht berechnete war, das hinter ihr ein Wassergraben war. Sie überschlug sich und kam den Hang zum Wasser runter nochmal seitlich zum Rollen und viel ins Wasser. Bei der ganzen Aktion wickelte sich die Longe um die Beine und sie kam gefesselt im Wasser zu liegen, mit der Nüster ca. 5 cm über dem Wasser. Ich befreite sie, beruhigte sie und longierte sie weiter. Sie ging super. Ich lobte sie und stellte sie in den Stall. Seither ist sie nie wieder gestiegen.

Zum Anbinden benutze ich trotzdem immer den Fahrradschlauch.

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19. Oktober 2013 um 11:07

Achso...
Ich dachte, da der Beitrag von vor ein paar Tagen war, dass das Problem noch akut ist.

Ich muss zugeben, deine Methode finde ich schon etwas grausam...

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19. Oktober 2013 um 11:17

Nachtrag...
Im Grunde genommen hast du ein Schweineglück, dass deinem Pferd bei dieser ganzen Überschlagerei nichts passiert ist! Und das wissentlich immer noch zu provozieren mit den Ausbindern puh... naja wenn sie es jetzt nicht mehr macht, hat sie wohl kapituliert. Aber grundsätzlich finde ich es schöner, wenn ein Pferd etwas aus freien Stücken mitmacht und nicht weil ihm keine andere Wahl mehr bleibt.

und ich muss sagen, ich finde dein Pferd hat auf dem Bild schon einen ziemlichen Unterhals... was dafür spricht, dass sie jetzt mit Ausbindern läuft, aber noch nicht gelernt hat sich zu entspannen.

Sorry, wenn die Antwort nicht gefällt einfach ignorieren

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21. November 2015 um 23:51
In Antwort auf lan_12117704

Fall gelöst
Das Pferd geht jetzt gut, aus diesem Grund hatte ich in der Vergangenheit geschrieben. Aber ich denke, dass ich recht brutal zur Sache gegangen bin und ich hatte auf Lösungen in der Zukunft gehofft. Ich habe die Stute mit Longiergurt und Ausbindern auf die Koppel gestellt und habe sie von einiger Entfernung beobachtet. Ich wollte das sie begreift, das die Ausbinder nicht mit uns zusammenhängen, dass sie sich den Druck selber macht.
Wie erwartet überschlug sie sich. Ich ging jedesmal hin, schnallte die Ausbinder raus, ließ sie aufstehen und schnallte die Ausbinder wieder rein. Irgendwann blieb sie mitten auf der Koppel stehen und bewegte sich nicht mehr. Ich ging zu ihr, lobte sie und fing an mit der Longierpeitsche zu treiben. Nach einiger zeit senkte sie auch im Trab den Kopf und gab nach. Dann entließ ich sie wieder, immernoch ausgebunden. Einmal stieg sie noch an diesem Tag und zwar so unglücklich, dass sie sich mit den Vorderbeinen in einem Baum verfing. Wiederum schnallte ich die Ausbinder aus so das sie wieder auf die Erde kam. Seit dem können wir sie normal reiten.
Nur noch einmal, ca ein Jahr später, hatte sie einen Rappel bekommen. Beim Reiten ging sie nicht gut und sie deutete Steigen an. Also zurück zur Longe. Sie ließ sich auch nicht wie gewohnt longieren. Plötzlich stieg sie wieder und wollte sich umfallen lassen. Sie schaute nach hinten, da stand ein Baum. Sie drehte sich imSteigen, so dass sie nicht vor den Baum stürzte. Was sie nicht berechnete war, das hinter ihr ein Wassergraben war. Sie überschlug sich und kam den Hang zum Wasser runter nochmal seitlich zum Rollen und viel ins Wasser. Bei der ganzen Aktion wickelte sich die Longe um die Beine und sie kam gefesselt im Wasser zu liegen, mit der Nüster ca. 5 cm über dem Wasser. Ich befreite sie, beruhigte sie und longierte sie weiter. Sie ging super. Ich lobte sie und stellte sie in den Stall. Seither ist sie nie wieder gestiegen.

Zum Anbinden benutze ich trotzdem immer den Fahrradschlauch.

Der beitrag ist schon sehr alt ..., aber
Habe hier mal rumgestöbert und bin auf deinen beitrag gestoßen ...

Gehts noch ???

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29. Mai 2016 um 15:32
In Antwort auf lan_12117704

Fall gelöst
Das Pferd geht jetzt gut, aus diesem Grund hatte ich in der Vergangenheit geschrieben. Aber ich denke, dass ich recht brutal zur Sache gegangen bin und ich hatte auf Lösungen in der Zukunft gehofft. Ich habe die Stute mit Longiergurt und Ausbindern auf die Koppel gestellt und habe sie von einiger Entfernung beobachtet. Ich wollte das sie begreift, das die Ausbinder nicht mit uns zusammenhängen, dass sie sich den Druck selber macht.
Wie erwartet überschlug sie sich. Ich ging jedesmal hin, schnallte die Ausbinder raus, ließ sie aufstehen und schnallte die Ausbinder wieder rein. Irgendwann blieb sie mitten auf der Koppel stehen und bewegte sich nicht mehr. Ich ging zu ihr, lobte sie und fing an mit der Longierpeitsche zu treiben. Nach einiger zeit senkte sie auch im Trab den Kopf und gab nach. Dann entließ ich sie wieder, immernoch ausgebunden. Einmal stieg sie noch an diesem Tag und zwar so unglücklich, dass sie sich mit den Vorderbeinen in einem Baum verfing. Wiederum schnallte ich die Ausbinder aus so das sie wieder auf die Erde kam. Seit dem können wir sie normal reiten.
Nur noch einmal, ca ein Jahr später, hatte sie einen Rappel bekommen. Beim Reiten ging sie nicht gut und sie deutete Steigen an. Also zurück zur Longe. Sie ließ sich auch nicht wie gewohnt longieren. Plötzlich stieg sie wieder und wollte sich umfallen lassen. Sie schaute nach hinten, da stand ein Baum. Sie drehte sich imSteigen, so dass sie nicht vor den Baum stürzte. Was sie nicht berechnete war, das hinter ihr ein Wassergraben war. Sie überschlug sich und kam den Hang zum Wasser runter nochmal seitlich zum Rollen und viel ins Wasser. Bei der ganzen Aktion wickelte sich die Longe um die Beine und sie kam gefesselt im Wasser zu liegen, mit der Nüster ca. 5 cm über dem Wasser. Ich befreite sie, beruhigte sie und longierte sie weiter. Sie ging super. Ich lobte sie und stellte sie in den Stall. Seither ist sie nie wieder gestiegen.

Zum Anbinden benutze ich trotzdem immer den Fahrradschlauch.

Du hast echt nen knall...
... sowas asoziales wie dich gehört von nem Hof verbannt und dir verboten je wieder ein Tier anzufassen. Sowas ist Tier Quälerei. Angezeigt gehörst du.

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