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Ansgt vor Kastration - Alternativen?!

3. Mai 2007 um 23:49

Hallo zusammen,

ich weiss, es gibt sicher schon einige Threads zu diesem Thema aber ich bin ganz neu hier und es geht um Folgendes:

Mein Hund Mogli ist ein Labrador-BorderCollie-Mischling und jetzt 2 3/4 Jahre alt. Er ist unglaublich lernwillig und hat richtig viel Spaß an Übungen - das klappt auch alles wunderbar, wenn wir zuhause sind aber sobald wir zum spazieren gehen ist er so abgelenkt, dass es mit dem Folgen nicht mehr so klappt. Richtig schwierig wird es, wenn er einen anderen Hund sieht - dann ist fast kein Halten mehr und sein Problem ist, dass er einfach nicht mehr aufhören kann, selbst wenn ihm der andere Hund zu verstehen gibt, dass er jetzt eben keine Lust auf Spielen hat. Aus diesen Gründen waren wir zur "Rüpelstunde" in einer Hundeschule und die Dame meinte schon nach 5 Minuten, dass Mogli wohl ein Hormonproblem hätte, da er sowohl auf Rüden lals auch auf auf Weibchen aufreiten will, versucht, seinen Kopf aufzulegen und selten ein NEIN akzeptiert. (Nachdem er ein paar Mal eins auf die Nase bekommen hat, war er dann aber eher zurückhaltend und sie meinte, er würde die Sprache der Hunde mehr als gut verstehen - wie passt das zusammen??). Ihr Vorschlag war, ihn kastrieren zu lassen. Meine Eltern haben nun für morgen einen Termin ausgemacht und mir ist schon richtig schlecht - ich habe wirklich Angst, dass sich sein lebhaftes und liebenswertes Wesen verändert, dass er seinen Schalk verliert, die plötzlichen temperamentvollen Ausbrüche, sein Spielverhalten, usw. und es hernach vielleicht auch noch Probleme mit der Narkose geben könnte. Vorhin habe ich gelesen, dass es Hormontabletten gibt bzw, auch Spritzen, die eine Kastration sozusagen eine Weile simulieren. Was haltet ihr davon?? Wenn die OP einmal vorbei ist, lässt es sich halt nie wieder rückgängig machen...

Was meint ihr, sind das echte Alternativen und sind die Gründe der Dame von der Hundeschule eigentlich ausreichend, um Mogli gleich alles wegzuschnippeln? Mir ist dabei garnicht wohl und hoffe mal auf Eure Antworten & Erfahrungen. Wenn es sein muss sag ich den Termin morgen Früh selbst noch ab.

Liebe - aber verzweifelte - Grüße
Manu

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4. Mai 2007 um 14:15

Hallo, sun2708
die Dame in Eurer Hundeschule scheint ja eine grosse Expertin zu sein. Sie sollte vielleicht besser Tupperware verkaufen.
Euer Mogli ist ein ganz normaler rüde und ein Verhalten hat mit Hormonen nur insoweit etwas zu tun, als er rüdengerechte Dominanz zeigt.
Mit dem Aufreiten und Kopfauflegen zeigt er den anderen Rüden und Hündinnen, dass er der ranghöhere Hund ist.
Du schreibst, dass er einen ausgeprägten Spieltrieb hat. Daran würde auch eine Kastration nichts ändern.
Solange er auf andere Rüden nicht aggressiv reagiert und Beissereien anfängt, gibt es eigentlich nur einen Grund für die Kastration, nämlich, ungewollten Nachwuchs zu verhindern.
Das kann man aber auch, wenn man seinen Hund unter Kontrolle hält.
Ansonsten ist die Kastration des Rüden kein grosser oder gefährlicher Eingriff (im Gegensatz zur Kastration einer Hündin).
Seine Lernwilligkeit, sein Spieltrieb und sein Verhalten den Menschen gegenüber wird dadurch nicht beeinflusst.
In seinem Temperament kann er ( muss aber nicht unbedingt sein) etwas ruhiger werden.
Vortei einer Kastration ist auch das geringere Risiko einer Krebserkrankung der Hoden und der Prostata. Dazu würde ich den Tierarzt befragen.
Von Hormontabletten würde ich Dir, wegen möglicher Nebenwirkungen abraten.
Zusammenfassend würde ich sagen, die Argumente der Dame sind absolut kein Grund Mogli kastrieren zu lassen, weil sich an seinem Verhalten nichts, oder nur wenig ändern würde.
Mein kastrierter Golden Retriever-Rüde hat sein Dominanzverhalten nicht geändert und da er nicht aggressiv ist, ist das auch ganz ok.
Ich wünsche Dir noch viel Freude mit Deinem ( kastrierten oder nicht kastrierten) Mogli
Ach ja und noch was:
Du brauchst nicht verzweifelt zu sein !
Egal wie Ihr Euch entscheidet, Dein Hund bleibt der Gleiche.
der Polarwolf

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5. Mai 2007 um 12:42
In Antwort auf aatto_12243558

Hallo, sun2708
die Dame in Eurer Hundeschule scheint ja eine grosse Expertin zu sein. Sie sollte vielleicht besser Tupperware verkaufen.
Euer Mogli ist ein ganz normaler rüde und ein Verhalten hat mit Hormonen nur insoweit etwas zu tun, als er rüdengerechte Dominanz zeigt.
Mit dem Aufreiten und Kopfauflegen zeigt er den anderen Rüden und Hündinnen, dass er der ranghöhere Hund ist.
Du schreibst, dass er einen ausgeprägten Spieltrieb hat. Daran würde auch eine Kastration nichts ändern.
Solange er auf andere Rüden nicht aggressiv reagiert und Beissereien anfängt, gibt es eigentlich nur einen Grund für die Kastration, nämlich, ungewollten Nachwuchs zu verhindern.
Das kann man aber auch, wenn man seinen Hund unter Kontrolle hält.
Ansonsten ist die Kastration des Rüden kein grosser oder gefährlicher Eingriff (im Gegensatz zur Kastration einer Hündin).
Seine Lernwilligkeit, sein Spieltrieb und sein Verhalten den Menschen gegenüber wird dadurch nicht beeinflusst.
In seinem Temperament kann er ( muss aber nicht unbedingt sein) etwas ruhiger werden.
Vortei einer Kastration ist auch das geringere Risiko einer Krebserkrankung der Hoden und der Prostata. Dazu würde ich den Tierarzt befragen.
Von Hormontabletten würde ich Dir, wegen möglicher Nebenwirkungen abraten.
Zusammenfassend würde ich sagen, die Argumente der Dame sind absolut kein Grund Mogli kastrieren zu lassen, weil sich an seinem Verhalten nichts, oder nur wenig ändern würde.
Mein kastrierter Golden Retriever-Rüde hat sein Dominanzverhalten nicht geändert und da er nicht aggressiv ist, ist das auch ganz ok.
Ich wünsche Dir noch viel Freude mit Deinem ( kastrierten oder nicht kastrierten) Mogli
Ach ja und noch was:
Du brauchst nicht verzweifelt zu sein !
Egal wie Ihr Euch entscheidet, Dein Hund bleibt der Gleiche.
der Polarwolf

Danke..
für Deine Nachricht, Polarwolf.

Mogli wurde nun leider gestern kastriert und ich weiche seitdem nicht mehr von seiner Seite, mir tut das schon unglaublich leid, vor Allem da Du ja auch der meinung bist, dass die Gründe keine wirklichen waren um so einen Eingriff durchzuführen (kein raufen, kein beissen). Aber gut, jetzt muss man das so nehmen wie es ist, auch wenn ich immer wieder ein paar Tränchen vergießen muss, wenn ich die Wunde sehe, naja O Aber seit heute morgen ist er wieder recht fit und frech wie eh und je und springt auch schon wieder in der Gegend rum, das ist jetzt erstmal die Hauptsache und gibt mir Hoffnung, dass sich tatsächlich nichts ändern wird.

Jedenfalls vielen Dank für Deine Antwort, Polarwolf.

Lieben Gruß
Sun + Mogli

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5. Mai 2007 um 13:43
In Antwort auf alia_12866793

Danke..
für Deine Nachricht, Polarwolf.

Mogli wurde nun leider gestern kastriert und ich weiche seitdem nicht mehr von seiner Seite, mir tut das schon unglaublich leid, vor Allem da Du ja auch der meinung bist, dass die Gründe keine wirklichen waren um so einen Eingriff durchzuführen (kein raufen, kein beissen). Aber gut, jetzt muss man das so nehmen wie es ist, auch wenn ich immer wieder ein paar Tränchen vergießen muss, wenn ich die Wunde sehe, naja O Aber seit heute morgen ist er wieder recht fit und frech wie eh und je und springt auch schon wieder in der Gegend rum, das ist jetzt erstmal die Hauptsache und gibt mir Hoffnung, dass sich tatsächlich nichts ändern wird.

Jedenfalls vielen Dank für Deine Antwort, Polarwolf.

Lieben Gruß
Sun + Mogli

Hallo, Mogli. hallo sun,
heute möchte ich Euch einmal schreiben.
Gestatten, Dany, Golden Retriever-Rüde, 5 Jahre alt, kastriert.
Mein Herrchen hat mir von Euren Sorgen erzählt, deshalb möchte ich, als Betroffener, einmal Stellung dazu nehmen.
Tja, Mogli, nun tragen wir beide das gleiche Schicksal, zur Kinderlosigkeit verdammt.
Das ist aber auch der einzige Nachteil der Kastration.
Sonst ist, zumindest bei mir, alles beim Alten geblieben.
Ich bin ein fröhlicher, verspielter und lernfreudiger Hund geblieben. Auch mein Selbstbewusstsein hat unter der Kastration nicht gelitten. Ich weiss mich nach wie vor, bei anderen Rüden durchzusetzen. Dazu benutze ich heute mehr meinen Charm als meine Kraft.Dadurch vermeide ich Beissereien mit anderen Hunden und habe viel mehr Freunde, als vorher.
Mein Herrchen sagt, dass ich nach der Kastration viel verschmuster geworden bin und in der Tat schmusen ist - nach spazierengehen und mit anderen Hunden spielen, die allergrösste Sache der Welt.
Von der eigentlichen Operation habe ich nichts gespürt, war nur plötzlich hinten etwas leichter.
Zwei Tage danach war ich schon wieder toppfit. so als ob nichts gewesen wäre.
Vor Allem, sag Deinem Frauchen, sie muss nicht traurig sein und für Tränen ist wirklich kein Grund vorhanden.
Also Mogli, Kopf hoch und die Ohren steif gehalten.
Ich wünsche Dir noch viele schöne und freudvolle Jahre mit Deinem Frauchen.
Sei herzlich gegrüsst von Deinem
Dany

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