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Ängstlicher Hund

9. Januar 2009 um 11:18 Letzte Antwort: 9. Januar 2009 um 13:11

wie kann mich meinem Hund helfen seine Ängste abzubauen? Wir haben unseren Mecki seit ca. 5 Wochen. Seine Herkunft ist Griechenland. Habe ihn über die Dobermann-Nothilfe von einer Pflegestelle abgeholt. Er ist ca. 1 Jahr alt - Mischling - mittelgroß. Er ist ein lieber, anhänglicher Begleiter. Leider hat er große Angst vor Männern. Mein Mann gibt sich die größte Mühe (spricht immer leise und freundlich mit Mecki) aber kaum hat er eine schnelle Bewegung gemacht, rennt Mecki los.
Sicher kennt der Hund aus Griechenland keinen hundefreundlichen Mann, aber wie vermitteln wir am besten diese neue Situation? Leider habe ich bisher keine Erfahrungen mit Hunden aus dem Ausland. Es ist zwar unser 4ter Hund, aber eben ist er vollkommen anders als seine Vorgänger.
Habe Mecki in den 5 Wochen nur zweimal bellen gehört (im Spiel mit anderen Hunden).
Kann ich hoffen, das er irgendwann ein richtiger Hund wird?

Gruß Lucellino1

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9. Januar 2009 um 13:11

Griechenland-Streuner
Hallo Lucellino,
ich habe 10 Jahr in Griechenland gelebt und kenne die Problematik nur zu genau, denn durch die idiotische tierfeindliche Erziehung ist die Hundphobie wohl schon in den Genen.
Durch meinen Aufenthalt konnte ich einen flotten Welpen-Export organisieren, unterstützt durch tierliebes Flugpersonal. ALLE Hunde haben Angst vor Männern, weil sie ihre hysterischen Frauen immer vor den "bösen Hunden beschützen" müssen und zum Teil lächerliche Shows veranstalten um ihren Ehefrauen zu imponieren.
Ich selbst habe oft bis zu 6 ausgewachsene Hunde gehalten, die miteinander sehr sozial umgingen. Meine Mutter hat momentan einen Strandläufer aus Griechenland, der jetzt nach 1 1/2 Jahren das erste Mal gebellt hat! Er ist fast wie ein autistisches Kind, einfach grauenhaft. Jede schnelle Bewegung hat ihn erschreckt, jedes laute Geräusch. Die ausgewachsenen Hunde aus dem Süden kennen auch Spielzeug nicht.
Ich denke - aus meiner langjährigen Erfahrung - man muss ungeheure Geduld aufbringen, um das traumatisierte Tier wieder zu "reparieren", darunter unterstützen Bachblüten in phänomenaler Weise. Anfangs gebe ich immer Notfalltropfen (oder wenn ein Tierarztbesuch ansteht oder die Silvesterknallerei). Dann habe ich mir in der Apotheke mischen lassen: Nr.2 Aspen, Nr. 12, Gentian, Nr. 16 Honeysuckle, Nr. 20 Mimulus, Nr. 29 Star of Bethlehem. Letzteres ist wohl am wichtigsten, weil es Kompensationprobleme ausgleicht nach seelischem oder körperlichem Schock. Auch wenn das Ereignis schon weit zurückliegt, denn man weiss ja nicht, was das Tier in der Zwischenzeit alles erlebt hat. Ich habe mir das Bachblütenbuch für Hunde von Petra Stein zugelegt; hat mir manchen Tierarztbesuch erspart.
Wenn es noch Fragen gibt, kannst du mich selbstverständlich kontakten.
LG Monixs

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